Das Bild ist von Bastian (7), der Krebs im Endstadium hat. Heute traf ich einen kleinen Jungen ohne Haare im Krankenhaus. Ich suchte eigentlich nur eine Schwester die mich wieder am Tropf anschließen sollte, doch dann sah ich den kleinen im Aufenthaltraum sitzen wie er versuchte, einen Pinsel durchzubrechen. Ich bin zu ihm an den Tisch gegangen und fragte ihn, was er da mache. Er schaute mich nur an und schmiss den Pinsel an die Wand. Dann verschrenkte er die Arme und guckte weg. Ich kniete mich zu ihm runter und zeigte auf seine rechte Hand. In ihr war eine Nadel gestochen, die mit einem großen Pflaster abgedeckt war. “Sowas hab ich auch” sagte ich, und zeigte ihm meine Hand. Kurz darauf fragte er mich wer ich sei und wieso ich im Krankenhaus wäre. Ich beantwortete all seine Fragen. Ohne das ich auch nur danach gefragt hatte, fing er an von sich zu erzählen. Er heißt Bastian, ist 7 Jahre alt und geht in die 2.Klasse. Er hat eine jüngere Schwester und zwei berufstätige Eltern die heute keine Zeit haben ihm im Krankenhaus zu besuchen. Er sagte, er wolle ein Bild malen bevor er stirbt. Ich sah ihn nur an und oh mein Gott mein Herz blieb für eine Sekunde stehen. Ich fragte ihn, wieso er denkt er würde bald sterben. “Krebs wogegen es keine Medizin gibt” sagte er. Es war einen Moment ruhig weil ich nicht wusste was ich sagen sollte. Dann fragte ich, was er malen wolle. Er wusste es nicht. Ich fragte ihn ob ich mit ihm malen dürfe, und er sagte ja. Er reichte mir einen Pinsel und sagte, er wolle eine Wiese malen. Also tunkten wir beide unsere Pinsel erst in einen Behälter mit Wasser, dann in den Farbkasten, um zu beginnen. “Malst du oft?” fragte ich. Er nickte. Es wurde wieder ruhig. Er war ganz konzentriert aufs Malen. Die Wiese war fertig. “Und jetzt der Himmel”. Während wir den Himmel malten, blieb es weiterhin still. Das Ganze änderte sich jedoch als wir anfingen eine silberne Wolke zu malen. “Magst du Caillou?” fragte er mich. Ich war etwas verwirrt und verneinte dann die Frage, mit der Begründung, ich sei zu alt für Kindersendungen. “Ich mag das auch nicht” sagte er. “Die Anderen in meiner Klasse nennen mich immer so”. Oh man. Ich wusste genau warum die Kinder das sagten, deswegen fragte ich erst gar nicht nach dem Grund. “Es gibt Menschen, die reden schlecht über andere und tun ihnen weh, weil sie keine Ahnung haben worum es geht. Seh’s positiv; Caillou ist besser als Barbie”. Er lachte. “Ich möchte Künstler werden”, sagte er. “Wie Pikachu”. “Du meinst wohl Picasso” “Ja den”. Er begann, ein rotes Tier in der Luft zu malen. “Ich will anderen Kindern Bilder malen und will jeden vor Krebs beschützen.” “Krass, klingt voll cool” “Ja…”, sagte er. “Aber das kann ich leider nicht mehr” “Wieso nicht?”, fragte ich. “Weil ich bald gehe sagt mein Arzt.” Das brach mein Herz. “Du brauchst nicht erwachsen sein, um ein Künstler zu sein. Guck, unser Bild ist doch auch voll schön”, versuchte ich ihn aufzumuntern. “Aber niemand kennt das Bild und ich bin nicht berühmt.” Er legte den Pinsel aus der Hand. “Dann mach ich dich berühmt. Jeder wird dein Bild kennen” “Das ist Krebs.” Er zeigte auf das rote Tier. Pinsel in die Hand, zwei Kreise drum gemalt. “Und das ist eine Schutzhülle. Sie soll jeden auf dieser Welt vor Krebs beschützen”. Er fing an zu weinen. Ich nahm ihn in den Arm und wartete, bis er sich beruhigt hatte. “Wollen wir noch was auf’s Bild malen?”, fragte ich. “Meine Familie”. Er begann vier schwarze Strichmännchen zu malen. Alle am Lächeln,-und alle mit Haare. “Du Luke…wie schreibt man ‘Krebs ist doof’?”, fragte er mich. Ich buchstabierte ihn jeden einzelnen Buchstaben und fuhr manchmal seine Hand, da er noch nicht so gut schreiben kann. Das Bild war fertig. Bastian war glücklich und bedankte sich für alles. Ich machte ein Foto. “Bin ich jetzt berühmt?”, fragte er. “Morgen bist du ein Weltstar”, antwortete ich. Dann half ich ihm beim Aufräumen bis eine Schwester kam, die mich anschrie ich solle sofort wieder ins Bett gehen und an den Tropf. Nun häng ich wieder mit rechts am Tropf, mit links am Pulsmessgerät, und kann nicht mehr aufhören an seine Worte zu denken. Gerade weil mein 5Jähriger Bruder Anfang 2014 an Krebs verstarb, geht mir das Ganze ziemlich nahe. Der Kleine ist ganz realistisch und ernst mit seiner Krankheit und seinem Leben umgegangen. Er ist totkrank und kann nichts dafür. Und er ist nur zwei Jahre älter wie mein Bruder es war. Ich hoffe einfach dass ich ihn glücklich machen konnte und kann, solange er noch bei uns ist. Eins steht fest. Sobald ich wieder aus dem Bett darf, werde ich ihn besuchen. Und auch, wenn ich aus dem Krankenhaus entlassen werde. Krebs ist doof.
Krebs ist doof
krebs ist scheiße alter was soll das
Krebs ist doof! Ich bin sprachlos. Dieser Text hat mir auf so viele Arten das Herz gebrochen. Los rebloggt es. Erfüllen wir ihm einen Wunsch.
Krebs sollte nur ein Sternzeichen sein.
Instagram (via knick-licht-bitch)
Immer dieser Gedanke "Es sind zu viele Kalorien".
Ein bisschen müde. Ein bisschen traurig. Ein bisschen einsam. Ein bisschen ignoriert.
(via liebesfehler)
(via i-breathe-for-me)
(via head-circus)
(via head-circus)
(via head-circus)
(via head-circus)






