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Musee Imaginaire Suisse
Schwester Frida - Früher ging der Doktor mit dem Ärztekoffer, in dem sich die „Gütterli“ voll Medizin befand, zu den Patienten nach Hause. Da ging man eher selten ins Spital. Brauchte man den Doktor nicht unbedingt, kam die Gemeindeschwester zu den kranken Leuten nach Hause. Ich bin gerade neben diesem Haus aufgewachsen. Als ich ein kleines Kind war, beeindruckte mich das uralte Haus sehr. Ich durfte mit der Mutter in dieses Haus. In diesem Raum wo wir jetzt stehen, war es schwarz vom Russ des Feuers. Meine Mutter hatte Mitleid mit dieser lieben Schwester Frida. Sie war sehr alt und pflegte jahrelang Patienten. Meine Mutter brachte ihr ab und zu etwas zu essen, weil die alte Frau für sich nicht mehr richtig gekocht hatte. Ich erinnere mich: Ein Teller Suppe, ein Stück Wähe oder Beides. Es berührt mich gerade sehr. Das ist wirklich eine wahre Geschichte.