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Törnbericht Italien: Durch das Reich der Lagunen nach Venedig segeln - SegelnBlogs
von: Blauwasser.de Venedig: ein faszinierendes Ziel in der Nordadria Die Sonne steht hoch über der leeren, flachen Landschaft, die dort beginnt, wo die Marina von Grado endet. Bunte Blümchen wiegen im milchigen Licht, hin und wieder ragen kleine und mit Schilfgras bewachsene Inseln aus dem braungrünen Waser. Wir lassen den Yachthafen hinter uns und tasten uns entlang der Holzpfähle durch den Kanal hinaus aufs offene Meer. Der Wind nimmt zu, voraus liegt die Nordadria. Bei der Einfahrt in die Lagune von Grado herrschte annährend Flaute. „Südwind ist ganz schlecht“, sage ich knurrend zu meiner Crew, „die Welle läuft dann direkt auf die flachen Lagunenzufahrten zu.“ Unsere Charteryacht hat 1,90 Meter Tiefgang und die Zufahrtstiefe in die Lagune di Marano bei Porto Lignano hat zwei Meter bei mittlerem Wasserstand. Mittlerweile haben wir fünf Windstärken, am Nachmittag soll die Wellenhöhe ein bis eineinhalb Meter erreichen. „Das wird nichts“, sage ich zur Crew, „da reicht eine Welle, um das Schiff in den Sand zu bohren.“ Mit fünf Windstärken durch die Nordadria Wo sollen wir stattdessen hin? Schulterzucken auch bei der erfahrenen Crew, darunter Andreas aus Hamburg, der schon Kap Hoorn umrundet hat, und Stefan und mir, die bereits Ozeane überquert haben. Zusammen mit unseren Partnerinnen haben wir uns …