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Wenn der Lavastrom das Land verschlingt — La Palma Ciencia - Wissenschaft und Forschung
Tod und Verderben aber auch Geburtsstätte für neues Leben - Ein Lava­strom kann Land und Exis­tenz ver­nich­ten, aber auch neu­en Boden und Leben erschaf­fen. Ein anschau­li­ches Bei­spiel zeigt sich auf der West­sei­te von La Pal­ma. Der Lava­strom des Vul­kan San Juan hat­te 1949 auf einer Brei­te von meh­re­ren Kilo­me­tern frucht­ba­res Wei­de- und Acker­land unter bis zu 10 Meter Lava begra­ben. Als dün­nes Rinn­sal flos­sen zunächst auf 1400 Meter Höhe aus einem der drei Kra­t­er­öff­nun­gen über Wochen meh­re­re Mil­lio­nen Kubik­me­ter Lava aus. Der Kra­ter Lla­no del Ban­co liegt auf der west­li­chen Cumbre-Sei­te in extre­mer Steil­la­ge. Erst als das Gelän­de auf ca. 800 Meter Höhe fla­cher wur­de ver­lang­sam­te sich der Lava­strom und ging in die Brei­te. Bei Las Manchas/San Nico­las wur­den meh­re­re Häu­ser begra­ben. Bei La Bom­bil­la in der Nähe von Puer­to Naos floss die Lava ins Meer und erschuf eine klei­ne Halb­in­sel (Nase) von 17 km². Dort steht heu­te der Leucht­turm umge­ben von Bana­nen-Plan­ta­gen. Erst durch das Auf­brin­gen von 80 cm Mut­ter­bo­den war eine Bepflan­zung mög­lich. Der frucht­ba­re Boden stammt von der Hoch­ebe­ne von El Paso (Nähe Cen­tro de Visi­tan­tes) und wur­de in den 1960-er Jah­ren dort abge­baut. Unsicheres Gelände und jüngstes Bebengebiet Die rote Linie zeigt den nörd­li­chen Grenz­ver­lauf zwi­schen Todo­que im [...]