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Erdbeben in der Nacht vor La Palma — La Palma Ciencia - Wissenschaft und Forschung
Erdbeben von ML3,0 nordöstlich im Atlantik - Um 1.30 Uhr in der ver­gan­ge­nen Nacht gab es nord­öst­lich vor La Pal­ma ein Erd­be­ben der Stär­ke ML3,0. Der Erd­stoß kam aus 30 km Tie­fe aus dem Atlan­tik. Nur kurz dar­auf um 3.00 Uhr ein wei­te­res schwä­che­res Erd­be­ben von ML1,4 (Gra­fik: IGN). In den letz­ten Wochen und Mona­ten häu­fen sich die Erd­be­ben um die Kana­ren. Es ist nicht El Hier­ro oder La Pal­ma die meist betrof­fen sind, son­dern der nörd­li­che Atlan­tik und die Gegend um die Insel Tene­rif­fa. Unter den Kana­ren liegt ein Hot­spot – eine rie­si­ge Mag­ma­kam­mer – über die sich die afri­ka­ni­sche Kon­ti­nen­tal­plat­te jähr­lich um 3 bis 5 cm nach Nord­os­ten schiebt. Das Zen­trum des Hot­spot dürf­te zur Zeit zwi­schen La Pal­ma und El Hier­ro lie­gen. Warum aber dann Erdbeben bei Teneriffa? Ver­mu­tet wird ein Mag­ma­ka­nal der bis auf das afri­ka­ni­sche Fest­land in das Atlas­ge­bir­ge reicht. Das Lava­ma­te­ri­al im Atlas hat eine ähn­li­che Zusam­men­set­zung wie die aus­tre­ten­de Lava auf den Kana­ren. Das erga­ben Unter­su­chun­gen von IFM-Geo­mar (Gra­fik). Wenn nun neu­es Mag­ma im Hot­spot aus dem Erd­in­nern auf­steigt (rote Far­be), ver­teilt sich der Druck über den gesam­ten Kanal. An der schwächs­ten Stel­le bricht Gestein und es ent­steht ein Erd­stoß und/ oder es erfolgt eine [...]