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Dichter Sandschleier überzieht La Palma — La Palma Ciencia - Wissenschaft und Forschung
Die Osterwoche bringt ein Wetterphänomen - Wie ein Tuch hat sich in der ver­gan­ge­nen Nacht ein undurch­läs­si­ger Sand­schlei­er über La Pal­ma gelegt. Die Sicht­wei­te beträgt gera­de noch ein­mal 5.000 Meter. Der Cali­ma oder Bru­ma seca (tro­cke­ner Nebel), wie die­ses Wet­ter­phä­no­men auf den Kana­ren genannt wird, bringt Ton­nen von Sand aus der Saha­ra. Hier der Ver­gleich von Diens­tag zu Mitt­woch. Zum ers­ten Mal im Jahr 2018 schau­feln star­ke Win­de Unmen­gen von feins­ten Par­ti­keln aus der 400 Kilo­me­ter ent­fernt lie­gen­den Wüs­te auf und schi­cken sie als fei­nen Sand­schleier über La Pal­ma. Rund eine Ton­ne Sand pro Qua­drat­ki­lo­me­ter fal­len so jeden Tag auf die Insel. La Pal­ma wird nicht nur schwe­rer, son­dern die durch Regen­fäl­le und Ero­si­on aus­ge­wa­sche­nen Mine­ra­li­en wie­der ersetzt. Hier ges­tern noch mit nor­ma­ler Bewöl­kung. … und heu­te mit einem Sand­schlei­er bedeckt. Wie Nebel­schwa­den über­zieht der Cali­ma die Insel und taucht alles in ein trü­bes und die­si­ges Licht. Ein unrea­lis­ti­sches Sze­na­rio das das sonst beherr­schen­de Grün auf der Insel ver­blas­sen lässt. Auch das Atmen fällt schwe­rer und der ver­lan­gen­de Griff nach der Was­ser­fla­sche fin­det häu­fi­ger statt. Knir­schen­de Sand­kör­ner zwi­schen den Zäh­nen ist da schon mehr eine Rand­er­schei­nung. Die Son­ne ist ver­han­gen und nur noch als gedämpf­ter Licht­punkt am Him­mel [...]