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Wohnen für 10 CHF pro m2: Degelo baut auf der Erlenmatt nach dem Easyjet-Prinzip | ArchitekturBasel
"Entwerft alles so günstig wie möglich! Danach können wir es schön machen", habe er zu seinen Mitarbeitern gesagt. Mit Architekt Heinrich Degelo stehen wir im obersten Geschoss der "Cooperative d'Ateliers" an der Signalstrasse auf der Erlenmatt. Die Wohnung, in der wir uns befinden, sieht aus wie eine grosse Werkstatt: Industrie-Monobetonboden, unverputztes Kalksandstein-Mauerwerk und grosse, vorfabrizierte Betonplatten an der Decke. Ein sauber herausgeputzter Rohbau. Ist das die Zukunft des preisgünstigen Wohnens? Venustas muss hintenanstehen Es ist offensichtlich: Hier ging es nicht um die Frage der Form, zumindest nicht in erster Linie. Die von Vitruv eingeforderte "Venustas" musste hintenanstehen. Zuerst kamen die Ökonomie und Ökologie. Die Vorgabe der Bauherrschaft war äusserst radikal und ambitioniert zugleich: Zehn Franken durfte die Miete eines Quadratmeters Wohnfläche maximal kosten, und zwar inklusive des Baurechtszinses. Das ist für einen Neubau ein fast schon unerhörter