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Der Traum vom Einfamilienhaus für alle – die Atriumsiedlungen von Löw & Manz | ArchitekturBasel
Sie heissen "Mühleboden", "Kirschgarten" oder "Rüti". Man kennt sie, die Atriumsiedlungen der Architekten Ulrich Löw und Theodor Manz aus Basel. In den 1960er-Jahren realisierten die beiden in der Region Basel eine ganze Reihe solcher Siedlungen, von Binningen über Reinach bis Therwil. Die Siedlungen verhandeln die nach wie vor aktuellen Themen des Verhältnisses zwischen Privatheit und Gemeinschaft – und die Frage des günstigen Wohnraums. Der schwindende Traum vom Einfamilienhaus steht am Ausgangspunkt der eindrücklichen architektonischen Recherche und Bautätigkeit von Löw und Manz. Aufgrund steigender Baukosten und Landpreise infolge der Hochkonjunktur wurde das Einfamilienhaus ab Ende der 1950er-Jahre mehr und mehr ein Luxusgut, das einer oberen Mittelschicht vorbehalten blieb. Löw und Manz gingen das "Problem" des teuren Hausbaus mit grosser Konsequenz an. "Wenn der Preis einer Ware nicht gesenkt werden kann, muß versucht werden, die Kaufmenge zu reduzieren. Es müssen also