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Paul Klambauer: "Trou de Loup" | open mike- der Blog
Noch einmal jung sein: Paul Klambauer erzählt die Geschichte einer Klassenfahrt in die Berge. Seine Figuren sind pubertierende Achtklässler, deren kulturelle Herkunft über ihre Vor- und Nachnamen verortet werden können. Obwohl sie sehr unterschiedlich zu sein scheinen, haben alle eine feste Rolle im sozialen Gefüge, die treffend über eine kosmologische Symbolik verdeutlicht wird. So ist Annie, die im Fokus der auktorialen Erzählperspektive steht, durch eine "unglückliche Social-Media-Endscheidung" zum Außenseiter und Alkohollieferant für die Gruppe degradiert worden, während Mariechen das "strahlende Gravitationszentrum" der Klasse darstellt. Auf der Hütte angekommen präsentiert Annie eine "seltsame Flasche", die sie aus dem Arbeitszimmer des Vaters gestohlen hat. Mariechen trinkt vom "Trou de Loup", erstickt fast, und muss von Annie vor dem Erstickungstod gerettet werden. Aber sie rettet noch ein weiteres Leben, das von Jafar Harkimi, dem Neuen, der ebenfalls von der 'Wolfsfalle'