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Buchtipp: Paula Hawkins, »Girl on a Train« - Herzenszeilen. Der Bücher-Blog für alle, die gern Liebesromane lesen
Wer kennt das nicht: Man sitzt im Zug, guckt aus dem Fenster und fragt sich plötzlich, was hinter den Fassaden der Häuser, die an einem vorbeirasen, vor sich gehen mag? Wer sind die Menschen, die dort im Garten sitzen, die man dann nicht mehr beobachten kann, weil der Zug schon vorbeigefahren ist? So geht es Rachel in dem Spannungsroman Girl on the Train. Jeden Tag fährt sie mit dem Zug nach London. Immer hält der Zug an dem gleichen Haltesignal, und sie kann für einen kurzen Moment ein junges Paar beobachten, das in ihren Augen das perfekte Leben führt. Denn in Rachels Leben ist nichts perfekt. Sie hat ihren Job, ihren Mann, ihre Freunde verloren. Den Schmerz versucht sie mit Alkohol zu betäuben. Und genau deshalb ist sie eine unzuverlässige Erzählerin, die Art von Romanfigur, der wir als Leserin ausgeliefert sind, und doch wissen wir: Irgendetwas stimmt hier nicht. Perfekt beherrscht die Autorin das Spiel von Sein und Schein. Als eines Tages die junge Frau, die Rachel immer beobachtet hat, spurlos verschwindet, ahnt man, dass …