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Bücher, die ich nie zu Ende gelesen habe – Ankes kleine Anti-Literatursammlung - Herzenszeilen. Der Bücher-Blog für alle, die gern Liebesromane lesen
Jede von uns hat wohl schon mal ein Buch weggelegt, vielleicht sogar in die Ecke gepfeffert oder ihm einen resignierten Stups mit dem Fuß verpasst, sodass es für immer unterm Bett verschwand. Auch ich habe so manche Bücherleiche in meinem geistigen Keller, und so manches Buch, das ich voller Vorfreude anfing zu lesen, liegt heute noch mit einem Lesezeichen im ersten Drittel bei mir herum. Die magische Grenze ist meistens die Seite 100. Wenn ich danach weiterlese, dann schafft es das Buch in mein Herz. Wenn ich vorher aufgebe, kann es viele ziemlich subjektive Gründe dafür geben, die nicht immer etwas mit dem Text zu tun haben. Gründe für eine vorzeitige Trennung gibt es genug. Hier sind meine drei Favoriten: „Ja, liebes Buch, ich habe es kapiert. Du bist wahnsinnig bedeutsam. Aber trotzdem ziemlich überspannt.“ So ging es mir als Literaturstudentin mit einigen Büchern, unter anderem mit James Joyces Meisterwerk Ulysses. Kaum eine Vorlesung kam ohne Bezug auf diesen Jahrhundertroman aus. 24 Stunden erzählt auf 100 Seiten, mit Bezügen zur antiken Literatur, Erinnerungsfetzen, Assoziationen, Sprachspielen …