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It doesn't fit. Deutschlands Hochschulen sollen Standardware produzieren. Nochmal nachdenken! | Nikolaus' Fruehstuecksfernsehen
Bildungspolitik ist einer der größten Tummelplätze für Ideologen. Unter dem Deckmantel, mehr Chancengleichheit zu schaffen, wird mehr selektiert. Auch in der Hochschulpolitik werden billige Quoten vorgegeben. Nida-Rümelin wagt den nüchternen Blick. Gut so! FAZ, FREITAG, 16. AUGUST 2013 POLITIK Bildungspolitik auf Abwegen Die Hochschulen in Deutschland sind keine idealen Stätten der Berufsausbildung. Sie werden es auch nicht durch politisches Diktat. Von Julian Nida-Rümelin Die Verunsicherung seit der ersten Pisa-Studie hat gewirkt. Deutschland ist nicht mehr stolz auf seine eigene Bildungstradition, sondern schielt ängstlich ins Ausland im Bestreben, sich internationalen Standards anzupassen. Unter der Hand wird das amerikanische Bildungssystem zum Vorbild. Die Vereinigten Staaten haben, abgesehen von Oxford und Cambridge, die besten Spitzenuniversitäten der Welt, die meisten Nobelpreisträger und die einflussreichsten Journals. Die Vermutung liegt nahe, dass dies nur die sichtbarste