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"Eins auf die Fresse, mein Herzblatt." Jens Spahn und seine Freunde. | Nikolaus' Fruehstuecksfernsehen
Eines muss man dem jungen Minister Spahn lassen. Schneid hat er. Wolf Biermann hat für dieses Prinzip mal eine schöne Zeile gedichtet: "Eins auf die Fresse, mein Herzblatt". Diese Herzhaftigkeit in der Auseinandersetzung, das unterscheidet Jens Spahn von seinem geräuschlos arbeitenden Vorgänger. Will man Spahns Politik charakterisieren, darf man es sich nicht zu einfach machen. Wer, wie die Ärztezeitung, lediglich schreibt, er wäre der erste Gesundheitsminister, der das Prinzip der Kostensenkung mißachten würde, verkennt den Gestaltungswillen Spahns. (Und ich frage mich, wo die Ärztezeitung eigentlich den Gröhe'schen Willen zur Kostensenkung entdeckt hatte). Klar ist, er will noch Karriere machen. Klar ist aber auch, er geht nicht diesen säuselnden, immer nur umwerbenden Ton, wie es andere Nachwuchspolitiker machen: Scheinbare Win-Win-Situationen, die Dritte, vorrangig der Steuerzahler teuer bezahlen muss. Er beherrscht das Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche. Der erste würdige