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Soul fever blues
„Take time to make your soul happy“ Doch wie macht man sich selbst glücklich? Es bedarf einer grossen Selbstkenntnis und eine Portion Ehrlichkeit, um diese Frage auf den Punkt beantworten zu können. Nicht? Die vergangenen Wochen haben mich selbst zur Suchenden gemacht – da stand ich nun, gestrandet und trotzdem ohne Antwort auf viele Fragen. Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Was macht mich glücklich? Wie wäre es stattdessen, die Fragestellung umzukehren: „Was will ich nicht? Wer möchte ich nicht sein? Was macht mich nicht glücklich?“ – Was dies angeht – so wusste ich ziemlich genau, was ich für meinen Seelenfrieden nicht wollte. Und ich vermute, dies trifft auf die Mehrheit zu. Ausschlussverfahren. Rückt danach der Weg zum Glück näher? Wohl kaum – nach der Negativ Liste halten wir oftmals kurz inne (zumindest ich…) und suchen nach Ausreden, damit wir an einigen Punkten doch noch etwas Positives abgewinnen können- nur um sie länger auf dieser Liste zu halten. Dies nur, weil wir Menschen oftmals grosse Furcht davor haben uns fallen zu lassen, uns aus alten Mustern herauszuschälen oder ein neues Kapitel aufzuschlagen. Da gab es einen Punkt auf meiner Negativ Liste, bei dem ich zögerte. Jedoch kenne ich mich und meine Werte und realisierte, dass dieser eine Bullet Point sich nicht an eine einzige meiner Erwartungshaltungen adaptieren konnte. Weil viele Erinnerungen damit verwoben sind und ich mich vor dem unvorhersehbaren Ausmass fürchte, falls ich diesen einen Punkt von meiner Liste und aus meinem Leben entferne. Wie ich sagte – manchmal haben wir einfach zu grosse Angst vor dem Loslassen. Glücklich wird man nur – wenn man sich nicht immer wieder selbst im Weg steht. Und manchmal – ist es nicht schlecht, zu lernen wie man springt, mit geschlossenen Augen und diese erst aufschlägt, sobald man gelandet ist. Glücklich zu sein – dies ist sicher eines meiner wichtigsten Vorsätze für das kommende Jahr. Merken Merken Merken