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Von Event Experience-Design mit Superhelden
Es ist kein Geheimnis: Wir lieben Events wie Konferenzen und Karrieremessen. Mehr als die Events selbst freut uns nur, wenn wir aktiv mitgestalten können und für die Teilnehmer einen heldenhaften Experience-Design Workshop geben dürfen. Der Mai war also so etwas wie ein Wonnemonat für uns, denn wir waren mit je einem Workshop auf der 10. re:publica in Berlin und dem Ouishare Fest in Paris vertreten. Doch wir finden auch, es gibt noch viel zu viele Konferenzen, Messen und andere Business Veranstaltungen die eine gehörige Portion Bäm, Farbe und Spaß vertragen können. Experience-Design gegen Konferenz-Langeweile Natürlich war der 10. Geburtstag der größten Netzkonferenz Europas, der #rpTEN sowas wie ein Festivalerlebnis. Nicht umsonst nennt sich die re:publica ja auch "Festival for the Digital Society". Das #OSfest16, also das 4. Ouishare Fest in Paris, das der Höhepunkt von mittlerweile weltweit stattfindenden Ouishare Events ist, spricht speziell Social Entrepreneure, Helfer und Weltverbesserer an und hat entsprechend kreative Formate: Von Keynotes im Zirkuszelt des Cabaret Sauvage, kreativen Installationen auf freiem Feld und Workshops auf einem Boot auf dem Canal de l'Ourcq gleich nebenan. An dieser Stelle muss mal ein ganz großes Dankeschön raus an Sandra Mamitzsch, Programm Direktorin der re:publica und an Bianca Pick, Programm Koordinatorin des Ouisharefest für eure großartigen Organisations-Superkräfte, ohne euch wären unsere Auftritte nicht gelungen. Doch nicht jede Konferenz oder Karrieremesse hat ein solches Rockstarimage. Und auch auf den eben genannten Veranstaltungen sieht man nicht selten die Teilnehmer mit ihren aufgeklappten Laptops in den Keynotes arbeiten, statt den Vorträgen zu lauschen. Denn es ist doch so, die meisten Konferenzen werden besucht um sich mit Leuten, zu vernetzen und sich auszutauschen. Vorträge, Paneldiskussionen und Workshops sind für den erfahrenen Konferenzgänger kein Anlass das Konferenzticket zu buchen. Und hier entsteht dann oft ein Problem, denn wenn die Veranstalter es nicht schaffen Interaktion und Austausch zu fördern, wird der Zweck von Konferenzen und Messen nicht erfüllt. Die wunderbare Claudia Brückner, die als Event Experience Designerin tätig ist, bringt das sehr gut auf den Punkt mit diesem Satz aus einem ihrer Vorträge: "Conferences fail if they don't design interactions". Damit sind nicht nur die Interaktionen selbst gemeint, sondern auch die Touchpoints vor und nach dem Event, offline und natürlich auch online. Laut Claudia werden Event Manager also auch immer mehr zu Community Managern, die es perfekt verstehen Interaktionspunkte zwischen den Teilnehmern zu setzen und so den Austausch und die Erlebnisse in ein Gruppengefühl zu wandeln, das sich von selbst verstärkt. Und genau hier setzen wir mit unseren Superhelden-Workshops auf Konferenzen und Karrieremessen an. Bereichernde Interaktion statt einfach nur Networking Mit unseren Experience-Design Beiträgen versuchen wir den Teilnehmern eine zusätzliche Erzählebene mitzugeben. Bei uns geht es nicht um den langweiligen Austausch von Status und Visitenkarten. Wir finden das Starren auf die Firmennamen und den Titel von Konferenz-Badges ist eh eine ziemlich schlechte Angewohnheit. Dass was uns doch eigentlich interessiert, ist der Mensch hinter dem Status und ihre und seine Geschichte. Wir wollen wissen was die Menschen antreibt, die wir auf Konferenzen treffen. Denn entsteht so ein gemeinsames Interesse für ein Thema und findet man Gemeinsamkeiten, ist das geschäftliche Folgegespräch doch sehr viel einfacher und effektiver. Mit unserer Superhelden-Typologie liefern wir ein schönes Werkzeug, sich auf einer anderen Ebene kennenzulernen und mit den weiterführenden Übungen gewinnt man Einsichten in persönliche Motivationen. Hier eine kurze Übersicht über die Inhalte und Wirkweise unseres Superhelden-Workshops den wir auf der re:publica und dem Ouishare Fest gehalten haben. Lasst euch gern inspirieren: 1. Der Superhelden-Test - einen anderen Kontext herstellen Welche Superheldenkräfte schlummern in mir? Bin ich ein vor Ideen sprudelnder Unternehmer? Liebe ich das Lösen herausfordernder Probleme als Kämpfer? Blühe ich auf bei Tätigkeiten, wo ich mit meinem Wissen und Können Dinge als Maker umsetzen kann? Oder bin ich ein Helfer und möchte mit meinem Wirken die Welt verändern und anderen Menschen unterstützen und weiterbringen? Unser Kurztest teilt die Gruppe von 60-80 Teilnehmern in diese vier Karriere-Superhelden und unsere Fragen regen zum Nachdenken über das an, was man wirklich wirklich tun will. Das Credo hier ist den Kontext zu wechseln und eine Geschichte zu erzählen. Ändert das Narrativ eures Networkings und die Teilnehmer lernen sich auch ganz anders kennen. 2. Der Superkräfte-Pitch - herausfinden was einen im Moment bewegt Ist der Test absolviert, geht es für alle Teilnehmer in vier Ecken des Raumes. Hier haben wir die Symbole unserer vier Superheldentypen aufgehängt. Der Clou: Noch wissen die Teilnehmer nicht, was genau hinter dem Konzept der Superhelden steckt, dies wird in der nächsten Übung erledigt: dem Superkräfte-Pitch. In den Ecken liegen unsere Superhelden-Hashtags. Das sind schmale Zettel mit den Attributen, die zu den jeweiligen Superheldentypen passen: Unternehmer: #Ideenvulkan #Unternehmergeist #Serienunternehmer Maker: #Makergeist #Spezialisierung #fachliche-Anerkennung Kämpfer: #Ultimative-Herausforderung #Endboss-besiegen #Problemlösungskompetenz Helfer: #Werte #Einfluss #Veränderung Hier wählt jetzt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ihren und seinen Lieblingshashtag, also das Wort, was die größte Anziehungskraft ausübt. Als nächsten Schritt suchen sich alle einen Superhelden-Buddy aus ihrer Gruppe und pitchen sich ihre Superheldenkräfte. Dies sind Antworten auf Fragen wie: Warum habe ich dieses Hashtag gewählt? Was ist mir daran wichtig? Die Wirkkraft dabei ist, dass durch das spontane Wählen und Pitchen eine neue Verbindlichkeit entsteht. Beide Partner sind gleich verwundert und machen sich zusammen einen Reim in einem scheinbar unbekanntem Raum. Das ist spontan, echt und öffnet neue Möglichkeiten. 3. Vorstellung der Teams - gemeinsam den Sinn finden Im nächsten Schritt lassen wir dann einzelne Superheldenpaare zu Wort kommen, heben einige Geschichten hervor die wir gehört haben und fragen nach. Die Ergebnisse sind wirklich interessant: In Paris hatten wir zwei Unternehmer befragt, die Gründerin eines Coworking-Spaces in Casablanca und den Manager einer Hotelgruppe aus Paris. Sie die klassische Startup-Gründerin, er ein Intrapreneur, also Unternehmer im Unternehmen. Beide sprachen über ihre große Leidenschaft, als Ideenvulkan immer neue Projekte umzusetzen, konnten aber unterschiedlicher von ihrem Backround nicht sein. In dem Moment, wo die verschiedenen Superhelden von ihren Superkräften und Leidenschaften sprechen, funkeln jedoch beide Augenpaare. Das ist es was verbindet. Alles in allem entfaltet die Methodik die hinter diesen Übungen steckt eine starke Wirkung, denn als Menschen wollen immer einen Sinn und eine Struktur finden, gerade in den ersten Momenten des Kennenlernens suchen wir Muster. Bekommen wir diese nicht richtig oder in einem ungewohnten Kontext vorgegeben, entwickeln wir zusammen mit unserem Gegenüber einen gemeinsamen Sinn. Daraus können sehr schöne und spontane Momente entstehen. Nehmt Euch doch gerne Ideen daraus für Eure eigenen Events und Workshops, baut eure eigenen Heldentypen oder Storylines und eröffnet Eure Summits, Camps und Konferenzen doch mal anders. Wir sind uns sicher: Eure Teilnehmer werden es Euch danken. Wer unser Event Experience-Design live und in Action sehen will, in Berlin und Hamburg veranstalten wir ab 20. Juni regelmäßig unsere Superhelden-Meetups.