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Dialoge – Wie man eine Autobahn ins Hirn des Lesers baut
Ein Fehler, der mir oft begegnet ist, dass die Dialoge nicht sorgfältig genug ausgestaltet sind. Sie wirken dann hölzern, steif, man könnte fast sagen gezwungen. Dabei verschenkt man aber einen entscheidenden Vorteil: Dialoge transportieren Emotionen. Und zwar auf stringente Weise, direkt ins Hirn des Lesers. Ähnlich einer Autobahn werden Informationen direkt dorthin geschickt, sodass der Leser nicht alles aus irgendwelchen Beschreibungen herauslesen muss. Warum schreiben "Sie war wütend über seine Vergesslichkeit"? Im Dialog kommt diese Tatsache viel besser heraus: "[...], du vergisst doch immer alles! Den Boiler, den Ofen, sogar meinen Geburtstag! Es reicht mir!", keifte sie "und was bitte", fuhr sie in ihrer Tirade fort,"macht der Hammer im Kühlschrank?!?" Dieses…