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Anekdoten by Glückskette
Immer wieder erreichen uns Spenden mit einer wunderbaren oder wunderlichen Geschichte. So erzählte uns ein Briefmarkenhändler, dass eines Tages zwei Männer im Laden vorbeikamen und ihm ältere Briefmarken verkaufen wollten. Auf die Frage, wo sie diese denn her hätten, behaupteten sie, diese in einer Abbruchmulde die Strasse weiter unten gefunden zu haben. Der misstrauische Briefmarkenhändler schaute daraufhin selbst bei der Mulde vorbei und fand eine Postkarte, die einen aussergewöhnlichen Weg zurückgelegt hatte. Aufgegeben wurde die Postkarte in Genf an jemanden in Kabul. Nur war die Person in der afghanischen Hauptstadt unauffindbar und so kam die Karte nach Wochen an den Absender zurück. Insgesamt 16 Mal wurde die Karte auf ihrem Hin- und Rückweg von Post und Zoll gestempelt. Da ihn verschiedene Interessenten auf das Kuriosum im Schaufenster ansprachen, entschied der Händler, die Karte an einer Briefmarkenauktion versteigern zu lassen. Für ganze 22’300 Franken erwarb ein Liebhaber das philatelistische Unikat! Für den Briefmarkenhändler war jedoch klar, dass er das Geld nicht behalten wollte. Also kontaktierte er uns mit dem Wunsch, in Kabul mit dem Geld etwas Gutes bewirken zu können. Und so schaffte es eine weggeworfene Postkarte, kranken Kindern in Kabul zu helfen.