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Invasion der Blogger in Bonn - Killerwal.com - Luxus Reiseblog & Videoblog
Der gemeine Reiseblogger ist ein Frischluftwesen. Und so musste nach all den Workshops, Vorträgen, Sessions, Diskussionsrunden und Gruppenfotomarathons unbedingt Futter für die DSLR her. Räume von innen fotografieren ist schließlich nur bedingt eine befriedigende Tätigkeit. Die Stadt Bonn selber dürfte den meisten wohl sofort als Bundeshauptstadt bekannt sein. Diese Funktion behielt sie auch bis 1990. Regierungssitz der Bundesrepublik war sie noch bis 1999. Heute trägt sie nur noch den Titel „Bundesstadt“. Und bei so einer Vergangenheit darf die Architektur auch gerne mal etwas repräsentativer sein: Den ersten Stopp legten wir bei einem Aussichtspunkt auf das Rheinpanorama mit der Kennedybrücke ein. Diese steht seit 1945 auf den originalen Fundamenten der alten Rheinbrücke, die 1945 zerstört wurde. Berühmt ist sie vor allem durch das Brückenmännchen, welches mit dem blanken Hintern in Richtung des Stadtteils Beuels zeigt, da die Bewohner ursprünglich eine Beteiligung an den Brückenkosten ablehnten. Da die Einwohner von Beuel mittlerweile an den Anblick gewohnt waren, wurde die Statue mit dem entblößten Hinterteil auch kurzzeitig nach dem Krieg in Richtung Frankfurt montiert. Dies war der passende Gruß an den größten und letzten Konkurrenten in der Hauptstadtfrage der BRD. Frankfurt hatte sogar schon während der laufenden Debatten mit den Bauarbeiten für einen Plenarsaal begonnen um die Politik vor vollendete Tatsachen zu stellen. Kanzler Adenauer griff daraufhin kurzfristig zu einer List und erreichte mit einer listig formulierten Pressemitteilung die Mehrheit für das von ihm favorisierte Bonn. Der Weggang der Regierung bescherte Bonn nur kurzfristig einen Einbruch in den Besucherzahlen, so dass sich die Einwohnerzahl heute weiter stetig aufwärts bewegt. Mit über 100.000 Bonnern handelt es sich mittlerweile um eine Großstadt mit über 24 Kirchen. Auf dem oberen Bild habe ich mal stellvertretend die Kreuzkirche abgebildet. Als Wahrzeichen des Stadt in der Kategorie „Gotteshäuser“ liegt das Bonner Münster aber ganz klar auf Platz 1. Wie ihr schon seht, habe ich mich bei dieser Aufnahme mal wieder mit voller Kraft an einer Gegenlichtaufnahme in der Abendstimmung versucht. Aus meiner Sicht kein schlechtes Ergebnis, wobei ich von der Breitseite ein wesentlich besseres dokumentarisches Bild knipsen konnte. Der berühmteste Sohn von Bonn ist Ludwig van Beethoven, der hier 1770 geboren wurde. Auch wenn ich mich musiktechnisch als Laie nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen möchte, wirkte der berühmte Komponist zwar eher in Wien als in Bonn. Dieser Fakt hindert die Stadt Bonn aber überhaupt nicht daran, den Meister zu ehren. Neben seinem erhaltenen Geburtshaus gibt es zum Beispiel das Beethoven-Denkmal auf dem Bonner Münsterplatz. Ein völlig unmusikalisches Denkmal ist hingegen das Alte Rathaus welches 1737 im Rokoko gebaut wurde. Nach immensen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde es saniert und diente der BRD als repräsentativer Ort für den Empfang von Staatsmännern, wie zum Beispiel Charles de Gaulle (1962), John F. Kennedy (1963) oder Michail Gorbatschow (1989). Es lag mit Sicherheit nicht an der mangelnden Anzahl an Sights in und um Bonn, aber nach einem Tag voller Workshops und konstruktiven Debatten stand für uns der ultimative Test der Brauhaus-Kultur der Stadt auf dem Plan. Also ab durch die Fußgängerzone: Über die genauen Modalitäten des streng geheimen Testverfahrens sei an dieser Stelle der Mantel des Schweigens gehüllt. Ich kann zum Thema nur soviel sagen: Um einen Bayern von der Qualität eines lokal gebrauchten Bieres zu überzeugen, muss man sich schon kräftig anstrengen. Die Messlatte liegt hier doch sehr weit vom Boden entfernt. Immerhin in Sachen Originalität könnte Bonn punkten: Statt dumpf das Kölner Kölsch auszuschenken, wird hier Bönnsch serviert. Die Glasform wirkt zwar ergonomisch, allerdings auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. In einem der nächsten Posts gibt’s dann noch die Infos über den nächsten Tag. Schließlich konnte ich als eingefleischte Wasserratte den Rhein nicht so einfach links liegen lassen. Wasser ist schließlich da, um von Menschen mit Booten befahren zu werden, oder etwa nicht? PS: Bei fast 30 bloggenden Teilnehmern dieser Stadttour ist es doch immer wieder interessant zu sehen, wo andere ihren Schwerpunkt legen. Hier gibt’s die Berichte der anderen Teilnehmer: Travel World Online Traveller ReiseworldTV JoIgele Wellness-Bummler Unterwegs und Daheim Ähnliche Beiträge