astropage.eu
Koronaler Regen verbindet zwei alte Rätsel der Sonnenforschung | astropage.eu
Mitte 2017 tat Emily Mason fünf Monate lang jeden Tag dasselbe: In ihrem Büro im Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt (Maryland) angekommen, setzte sie sich an ihren Schreibtisch, startete ihren Computer und betrachtete Bilder der Sonne – den ganzen Tag, jeden Tag. "Ich schaute wahrscheinlich Daten an, die binnen drei oder fünf Jahren gesammelt wurden", schätzte Mason. Im Oktober 2017 hörte sie dann auf. Sie erkannte, dass sie die ganze Zeit etwas Falsches angeschaut hatte. Mason, eine Doktorandin an der Catholic University of America in Washington, D.C., suchte nach koronalem Regen. Dabei handelt es sich um riesige Tropfen aus Plasma oder elektrisch leitendem Gas, die aus der äußeren Sonnenatmosphäre zurück auf ihre Oberfläche fallen. Aber sie ging davon aus, sie in Helmet Streamers zu finden, den Millionen Kilometer hohen magnetischen Bögen, die während einer Sonnenfinsternis visuell beobachtet werden können. Sie ähneln dem spitz zulaufenden Helm eines Ritters, daher der