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Was war los – so in den letzten Monaten | Fräulein Immergrün
Ruhig ist es geworden – und das ist auch völlig in Ordnung. Heute bin ich seit 3 Uhr wach – ein Hoch auf das Kortison um die Chemotherapie Nebenwirkungen zu kontrollieren. Das kenne ich nun aber schon und habe es akzeptiert. Vielleicht nutze ich die Zeit daher einfach mal um einigen Gedanken Ausdruck zu verleihen (bringt ja auch nichts, die nur im Kopf zu kreiseln). Das Leben ist ein Lernen Der letzte Post war im Mai, also ein Rückblick von April. Seitdem ist gleichzeitig viel und wenig passiert. Ich habe mich langsam in einen neuen Alltag eingefunden und festgestellt: Ich bin nicht allein und es geht wohl verdammt vielen jungen Menschen so wie mir. Raus aus einem vollen Arbeitsalltag mit viel Aktivität und dem zusätzlichen Anspruch einer Work-Life-Balance (Sport, soziale Kontakte, Familie, Hobby ect) – und ich habe darüber hinaus wohl einfach ein bisschen vergessen auf mich zu hören. Die Zeit nehme ich mir jetzt und habe tatsächlich schon einige Dinge über mich erfahren: Ich bin wichtig! Menschen, die mir wichtig sind. Wann mein Körper mir etwas sagen will. Die Natur, die mich runterbringt und mich atmen lässt. Bedürfnisse erkennen und diese auch zu kommunizieren – egal was andere Denken. …