MDMA - ein zweischneidiges Schwert; ein Teufel im Engelsgewand. Es spielt dir das absolute Ultima vor. Es zeigt dir das Paradies auf Erden. Es lässt dich die uneingeschränkte Freiheit erfahren. In dir selbst findest du (scheinbar) den direkten Zugang zu allem - deiner Vergangenheit, deinen Mitmenschen, deiner gegenwärtigen Welt; du hast zum ersten Mal das Gefühl, alle Gefühle vereint zu erfahren - und bist begeistert. Und nach außen wirkst du selbstbewusst, manchmal locker, oftmals völlig enthemmt. Es gibt in dem Moment keine äußere Hülle mehr, keine Schichten in dir, kein Filter. Alle Einflüsse gehen direkt durch dich hindurch und wollen unmittelbar aus dir heraus. Ja, MDMA ist der Himmel. Denn es gibt kein schöneres Extrem, als dieses. Aber meines Erachtens wirkt sich keine Droge langfristig dermaßen negativ auf die Psyche aus. Nicht, weil du anfängst zu verdummen, auch nicht, weil du dich dadurch zurückziehst oder gar apathisch wirst; sondern weil du Gold geschmeckt hast. In dem Moment, wo zum ersten Mal MDMA richtig einschlägt, bist du infiziert. Du weißt, wie eine perfekte Welt aussiehst, du kennst den unmittelbaren Zugang zu anderen Menschen, du weißt um die Macht, in deinen Worten und deinem Ausdruck und vor allem weißt du um die einzigartige Faszination des Tanzes. Und das prägt!