zeit im wind

»Liebst du mich?«, fragte ich sie. Sie lächelte. »Ja.« »Möchtest du, dass ich glücklich bin?« Als ich die Frage stellte, fing mein Herz an zu rasen. »Ja, natürlich möchte ich das.« »Bist du bereit, etwas für mich zu tun?« Sie wandte den Blick ab, Trauer verdunkelte ihre Augen. »Ich weiß nicht, ob ich das noch kann.«, sagte sie. »Aber wenn du es könntest, würdest du es dann tun?« Es ist mir nicht möglich, die Intensität der Gefühle, die mich in dem Moment bewegten, zu beschreiben. Liebe, Trauer, Wut, Hoffnung und Angst wirbelten durcheinander und wurden durch meine Nervosität verstärkt. Sie sah mich fragend an, während mein Atem sich beschleunigte. Plötzlich wusste ich genau, dass ich nie tiefere Gefühle für einen Menschen gehabt hatte, als in diesem Moment.  Ich hätte mein Leben für ihres gegeben. Ich wollte sie teilhaben lassen an meinen Gedanken, als ihre Stimme plötzlich den Gefühlsaufruhr in mir zum Verstummen brachte. »Ja«, sagte sie. Ihre Stimme war schwach, aber immer noch voller Versprechen. »Ich würde es tun.« Ich gewann die Beherrschung über mich zurück und küsste ihre Wange noch einmal. Dann legte ich meine Hand an ihr Gesicht und streichelte es mit den Fingern. Ich bewunderte die Sanftheit ihrer Haut, die Zärtlichkeit in ihren Augen. Auch jetzt war sie vollkommen. Es schnürte mir die Kehle zu, doch ich wusste, was zu tun war.  Ich fühlte mich ermutigt, beugte mich weiter vor und atmete tief ein. Als mein Atem meiner Brust entströmte, schwangen die folgenden Worte auf ihm mit: »Willst du mich heiraten?«