zapfen

88 com.py

Sie freute sich so wie jedes Jahr auf Weinachten und in diesem Punkt hatte Marie einen regelrechten Fimmel. Gleich nach dem Totensonntag schmückte sie alles weihnachtlich, damit sie den ersten Advent richtig feiern konnten. Überall in der Wohnung standen Kerzen, Weihnachtsmänner, Schneemänner und Engelchen. Mit weißer Deckfarbe aus Roberts Malkasten malte Marie Schneekristalle an die Fensterscheiben, stellte Tannenzweige in alle Vasen und hängte goldenen Zapfen und Strohsterne daran. Besonders stolz war sie auf die kleine Pyramide aus dem Erzgebirge, die jeden Morgen den Frühstückstisch zierte. Dazu legte sie schon am Morgen Kassetten mit Weihnachtsliedern ein.

Werner kannte diese Art nicht, Weihnachten so intensiv zu zelebrieren. Er konnte zwar romantisch sein, aber das fand er dann doch etwas übertrieben. Doch wenn er die Freude sah, die Marie und Robert in der Vorweihnachtszeit hatten, entschädigte ihn das für den Stress, daß er selbst im Flur keine weihnachtsfreie Stelle mehr fand, auf der er seine Handschuhe ablegen konnte.

Fast täglich sprachen sie über Pavel und Mischa, die sie wohl nicht zu Gesicht bekommen würden. Aber auch an Sven mussten sie denken, je näher das Weihnachtsfest kam. Er lebte allein in seiner winzigen Einraum-Wohnung und hatte keine weiteren Bezugspersonen, seit Birgit das Land verlassen hatte.

Den Kontakt zu seiner Großmutter, zu seiner Mutter und zu den Geschwistern hatte er ohne weitere Begründung abgebrochen. Werner und Marie telefonierten zwar öfter mit ihm, seit die beiden „Kleinen“, wie Sven seine Halbbrüder meist scherzhaft nannte, bei ihrer Mutter lebten. Er wollte sie aber nicht mal besuchen. Werner und Marie glaubten, dass er Birgit seit ihrem abrupten Weggang aus tiefstem Herzen verachtete. Er wolle mit ihr nichts mehr zu tun haben, sagte er.

Aber sollte er wirklich ganz allein in seinem kleinen Zimmer das Weihnachtsfest verbringen? Vorsichtig fragte Marie, ob er denn nicht am 24. Dezember zu ihnen zum Essen kommen wolle - und Sven sagte schließlich zu.

Einen Ruck soll ich mir geben, muss ich. Nur einen Ruck ist es, den man so braucht, den es verlangt. Um beinahe fliegend Fallschirm zu springen; man ist dann so, dank diesem einen Ruck, in der Luft, dem Wind ausgesetzt, der Gravitation, denn der Boden, der zieht dich wieder zu sich, lässt dich nicht gehen. Nur dieser eine Ruck. Und unten angekommen, bist du oben, in Blättern eingeschlossen, umarmt. Lass das Liebe sein. Und Freiheit: diese Steine und Zapfen und Zweige, die sich in deine Knie bohren, als du dich losschnallst mit dem Verebben des Adrenalins. Nur ein Ruck und man steht auf eigenen Beinen. Der armlose Gitarrist spielt mit den Zehen. Du findest immer nur Gründe, warum nicht. Aber wenn es regnet, kannst du dich in den Schirm noch immer einrollen und trocken bleiben. Aber einen Ruck, den braucht‘s

6

So this is the process of the pine bench build that goes with the one legged pine table. This ensemble went (yes, I’m done already. Sorry for being a lazy bum and not uploading) into a relatively small kitchen. The diagonal braces are for mitered joins of the boards that go on top. The whole ensemble has a completely hand planed finish and a coat of sillica oil, which doesn’t darken the wood like linseed oil. You can see the planing done in an earlier post, where I fitted the dovetail pin in my kanna.

6

I got from a neighbor  cones from its Jeffrey pine and decorated with them the Christmas tree of the small chapel of Wichern Diakonie Frankfurt Oder. It looks better than I had imagined. So now I’m in the mood for Christmas. (despite spring weather)
I wish you all a peaceful and contemplative Christmas time.
Steve

Ich habe von einer Nachbarin Zapfen von ihrer Jeffrey-Kiefer bekommen und mit ihnen den Weihnachtsbaum der kleinen Kapelle der Wichern diakonie Frankfurt Oder geschmückt. Es sieht besser aus als ich es mir vorgestellt hatte. So jetzt bin ich in der Stimmung für Weihnachten. (trotz Frühlingswetter)
Ich wünsche allen eine ruhige und besinnliche Weihnachtzeit.
Steve