wohlstand

Kritik am Wohlstand!

Noch immer müssen die Forbes500 wie die Harz4-Menschen im Jahre 2412 leben!

Erklärung: Heute leben Menschen, wenn sie auf Hartz4 (im Zitat bewusst ohne t geschrieben) angewiesen sind, auf einem materiell höheren Lebensstand als die Könige vor 400 Jahren! Wenn man diesen Trend weiterverfolgt, müssten heute die reichsten Menschen der Welt so leben wie die ärmsten ein paar dutzend Dekaden nach Ihnen.

Man spricht deswegen auch von den “armen Reichen

Die junge Generation

Die junge Generation schaut trotz Börsenkrach, Pleitewelle, Massenarbeitslosigkeit und Terror optimistischer denn je in die Zukunft. Jeder in seine eigene, versteht sich. Nach wie vor fehlt es am ideellen Überbau – der wohlvertraute Werteverlust bleibt unausgebügelt. Trotzdem wäre der übliche Schluss auf frei flottierenden Egoismus und ich-bezogenes Meistbegünstigungsprinzip voreilig. (…) Freundschaften, Liebe, Unabhängigkeit und Freizeit stehen als Ein-Mann-Werte hoch im Kurs. Und kosten nichts. Die junge Generation, als Vorbote einer künftigen Gesellschaft gern mikroskopiert, wendet sich entgegen der Prognosen nicht einem immer oberflächlicheren, konsumorientierten und sinnentleerten Dasein zu.

aus: Juli Zeh, Alles auf dem Rasen. Kein Roman
© Schöffl ing & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH,
Frankfurt am Main 2006

Gefunden bei der Friedrich Ebert Stiftung 

Ich hab endlich meine Stärken gefunden, das was ich gut kann! Diese wären: 

  1. Andere langweilen. 
  2. Andere verletzten. 
  3. Andere enttäuschen. 
  4. Andere anlügen, wenn es um meinen Wohlstand geht. 
  5. Anderen eine Belastung sein. 
Scheinbarer Wohlstand

Als Bewohner des Industriestaates Deutschlands lebt man in einem “wunderbaren” Wohlstand. Wir haben schöne Autos, tolle Flachbildfernseher, PC, iPhone, iPad, digitale Spiegelreflexkamera, HD-Videokamera, Waschmaschine, Spülmaschine, und so weiter und so weiter ….

Nur gutes Essen können oder wollen wir uns nicht mehr leisten (ein Gegentrend ist jedoch spürbar). Handwerkerarbeiten und Naturprodukte die früher selbstverständlich waren, wie z.B. ein schöner Holzboden oder Dergleichen rücken in unerreichbare Ferne. Zumindest in meinem Bekanntenkreise sind die Handwerke dünn gesät. Das Material: unglaublich teuer.

Man kaufe sich nur eine neue Küche oder Schlafzimmer. Alles industriell gefertigter Pressmist. Die wirklich guten Sachen mit Echtholz liegen weit oberhalb der 15k€. Naja, war früher wohl auch nicht billig aber dafür hatte man es ein Leben lang. Probier das mal mit einem IK** Schrank. Der ist nach einem Umzug fertig!

Vielleicht habe ich nur nicht an den richtigen Ecken gesucht. Aber es scheint mir, als würde sich so langsam wieder eine Lücke auftun. Nämlich für gute und ehrliche Qualitätsarbeiten zum vernünftigen Preis.

youtube

Shabani - Wohlstandstrash

youtube

AchtVier feat. Josof Abed - Wohlstand

FUCKIN’ FIZZLE IS BACK! SOMMERHIT 2014! 

sonnenseite.com
Ich träume ...

Description

:: FRIEDE AUF ERDEN - WEIHNACHTSPREDIGT (1967) von Martin Luther King - Auszüge

Ich träume davon, dass eines Tages die Menschen sich erheben und einsehen werden, dass sie geschaffen sind, um als Brüder miteinander zu leben.

Ich träume auch an diesem Morgen noch davon, dass eines Tages jeder Schwarze in diesem Lande, jeder Farbige in der Welt auf Grund seines Charakters anstatt seiner Hautfarbe beurteilt werden und dass jeder Mensch die Würde und den Wert der menschlichen Persönlichkeit achten wird.

Ich träume auch heute noch davon, dass eines Tages die untätigen Industrien von Appalachia wieder belebt und die leeren Mägen von Mississippi gefüllt sein werden und dass Brüderlichkeit mehr sein wird als ein paar Worte am Ende eines Gebets, vielmehr das vordringlichste Geschäft in der Agenda jedes Gesetzgebers.

Ich träume auch heute noch davon, dass eines Tages das Recht offenbart werden wird wie Wasser, und die Gerechtigkeit wie ein starker Strom.

Ich träume auch heute noch davon, dass in all unseren Parlamentsgebäuden und Rathäusern Männer gewählt und dort einziehen werden, die Gerechtigkeit und Gnade üben und demütig sind vor ihrem Gott.

Ich träume auch heute noch davon, dass eines Tages der Krieg ein Ende nehmen wird, dass die Männer ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen, dass kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben und nicht mehr kriegen lernen wird.

Ich träume auch heute noch davon, dass eines Tages das Lamm und der Löwe sich miteinander niederlegen werden und ein jeglicher unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen wird ohne Scheu.

Ich träume auch heute noch davon, dass eines Tages alle Täler erhöht und alle Berge und Hügel erniedrigt werden, und was ungleich ist, eben, und was höckerig ist, schlicht, und dass die Herrlichkeit des Herrn offenbart werden und alles Fleisch miteinander es sehen wird.

Ich träume noch immer davon, dass wir mit diesem Glauben imstande sein werden, den Rat der Hoffnungslosigkeit zu vertagen und neues Licht in die Dunkelkammern des Pessimismus zu bringen. Mit diesem Glauben wird es uns gelingen, den Tag schneller herbeizuführen, an dem Frieden auf Erden ist. Es wird ein ruhmvoller Tag sein, die Morgensterne werden miteinander, singen und alle Kinder Gottes vor Freude jauchzen.”

=====

“Diese Weihnachtszeit findet uns als ein ziemlich ratloses Menschengeschlecht. Wir haben weder Frieden in uns noch Frieden um uns. Überall quälen lähmende Ängste die Menschen bei Tag und verfolgen sie bei Nacht. Unsere Welt ist krank an Krieg.

Wohin wir uns immer wenden, sehen wir seine verhängnisvollen Möglichkeiten. Und doch, meine Freunde, kann die Weihnachtshoffnung auf Frieden und guten Willen unter allen Menschen nicht länger als eine Art frommer Traum von einigen Schwärmern abgetan werden. Wenn wir in dieser Welt nicht guten Willens gegen die Menschen sind, werden wir uns durch den Missbrauch unserer eigenen Werkzeuge und unserer eigenen Macht selbst vernichten. Klugheit aus Erfahrung sollte uns sagen, dass der Krieg etwas Überholtes ist. Es mag Zeiten gegeben haben, da der Krieg als ein negatives Gutes diente, indem er die Ausbreitung und das Wachstum einer bösen Macht verhinderte, aber die äußerst zerstörende Gewalt moderner Waffen schließt an sich schon die Möglichkeit aus, dass der Krieg heute noch als negatives Gutes dienen könnte. Wenn wir also voraussetzen, dass das Leben lebenswert ist, wenn wir voraussetzen, dass die Menschheit ein Recht darauf hat zu überleben, dann müssen wir eine Alternative zum Krieg finden - so lasst uns denn an diesem Morgen die Bedingungen für den Frieden erforschen. Lasst uns an diesem Morgen aufs neue über die Bedeutung jener Weihnachtshoffnung nachdenken: "Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind.” Und wenn wir diese Bedingungen erforschen, möchte ich vorschlagen, dass die modernen Menschen wirklich alle hingehen und die Bedeutung der Gewaltlosigkeit, ihrer Philosophie und ihrer Strategie studieren.

Ja, als Nationen wie als einzelne hängen wir voneinander ab. Ich habe euch schon früher von unserem Besuch in Indien vor einigen Jahren erzählt. Es war ein großartiges Erlebnis, aber heute morgen will ich euch sagen, dass es dabei niederdrückende Momente gab. Wie kann jemand nicht niedergedrückt sein, wenn er mit eigenen Augen die Beweise dafür sieht, dass Millionen von Menschen hungrig schlafen gehen? Wie kann jemand nicht niedergedrückt sein, wenn er mit eigenen Augen Tausende von Menschen nachts auf den Gehsteigen schlafen sieht? Mehr als eine Million Menschen schläft jede Nacht auf den Gehsteigen von Bombay; mehr als eine halbe Million schläft jede Nacht auf den Gehsteigen von Kalkutta. Sie haben keine Häuser, in die sie gehen könnten. Sie haben keine Betten, in denen sie schlafen könnten. Als ich diese Verhältnisse sah, schrie etwas in mir: “Können wir in Amerika untätig daneben stehen und nicht davon betroffen sein?” Und es kam eine Antwort: “O nein!” Und ich begann darüber nachzudenken, dass wir gerade hier in unserem Land jeden Tag Millionen von Dollars ausgeben, um überschüssige Nahrungsmittel zu lagern; und ich sagte mir: “Ich weiß, wo wir diese Nahrungsmittel gebührenfrei lagern können - in den eingeschrumpften Mägen der Millionen von Kindern Gottes in Asien, Afrika, Lateinamerika und selbst in unserem eigenen Land.”

Es läuft wirklich auf das hinaus: dass alles Leben miteinander in Wechselbeziehung steht. Wir sind alle in einem unentrinnbaren Netz der Gegenseitigkeit gefangen, in eine einzige Hülle des Schicksals gebunden. Was immer einen direkt betrifft, betrifft indirekt alle. Wir sind dafür geschaffen, zusammenzuleben, das liegt an der ineinandergreifenden Struktur der Wirklichkeit. Hast du dir je darüber Gedanken gemacht, dass du des Morgens nicht zur Arbeit gehen kannst, ohne vom größten Teil der Welt abhängig zu sein? Du stehst morgens auf und gehst ins Badezimmer und greifst nach dem Schwamm, und er wird dir von einem Inselbewohner aus dem Pazifik gereicht. Du greifst nach einem Stück Seife, und du empfängst sie aus den Händen eines Franzosen. Und dann gehst du in die Küche, um deinen Morgenkaffee zu trinken, und den schenkt dir ein Südamerikaner ein. Und vielleicht willst du Tee: den schenkt dir ein Chinese ein. Oder vielleicht hast du gern Kakao zum Frühstück, und den schenkt dir ein Westafrikaner ein. Und dann streckst du die Hand nach deinem Toast aus - und der kommt aus den Händen eines englischsprechenden Farmers, vom Bäcker nicht zu reden. Und ehe du am Morgen dein Frühstück fertig gegessen hast, bist du schon von mehr als der halben Welt abhängig gewesen. So ist unser Universum gefügt, das ist sein auf Wechselbeziehungen beruhendes Wesen. Wir werden keinen Frieden auf Erden haben, ehe wir nicht diese gegenseitige Abhängigkeit alles Seins begreifen.

Zum zweiten lasst mich nun sagen, dass, wenn wir den Frieden in der Welt haben sollen, Menschen und Völker gewaltlos dazu stehen müssen, dass Zwecke und Mittel übereinzustimmen haben. Eine der großen philosophischen Debatten der Geschichte ging um die ganze Frage von Zwecken und Mitteln. Und schon immer gab es Leute, die behaupteten, der Zweck heilige die Mittel, die Mittel seien wirklich nicht wichtig. Wichtig ist, zum Ziel zu gelangen, nicht wahr?

Wenn ihr also eine gerechte Gesellschaft zu entwickeln sucht, sagen sie, dann ist die Hauptsache, dass ihr das erreicht, und die Mittel sind gänzlich unwichtig; jedes Mittel ist recht, wenn es euch nur ans Ziel bringt - es können gewalttätige, es können unwahre Mittel sein; es dürfen sogar unrechte Mittel zu einem gerechten Zweck sein. Leute, die das behaupteten, gab es durch die ganze Geschichte hindurch. Aber wir werden niemals Frieden in der Welt haben, bevor die Menschen überall anerkennen, dass Mittel und Zwecke nicht voneinander zu trennen sind; denn die Mittel verkörpern das Ideal im Werden, das Ziel im Entstehen, und schließlich kann man gute Zwecke nicht durch böse Mittel erreichen, weil die Mittel den Samen und der Zweck den Baum darstellen.

Es ist sehr merkwürdig, dass alle großen militärischen Genies der Welt vom Frieden gesprochen haben. Die Eroberer der alten Zeit, die mordend hinter dem Frieden herjagten, Alexander, Julius Caesar, Karl der Große und Napoleon, waren sich alle darin gleich, dass sie eine friedliche Weltordnung suchten. Wenn ihr Mein Kampf genau genug lest, werdet ihr entdecken, dass Hitler behauptete, alles, was er in Deutschland tat, sei für den Frieden gewesen. Und die Führer der heutigen Welt sprechen redselig vom Frieden. Jedes Mal, wenn wir unsere Bomben in Nordvietnam fallen lassen, spricht Präsident Johnson redselig vom Frieden. Worum geht es? Sie sprechen vom Frieden als einem fernen Ziel, einem Zweck, dem wir nachjagen, aber eines Tages werden wir einsehen müssen, dass der Frieden nicht bloß ein fernes Ziel ist, das wir suchen, sondern dass er ein Mittel ist, durch das wir zu jenem Ziel gelangen. Wir müssen friedliche Zwecke mit friedlichen Mitteln verfolgen. All das will heißen, dass Mittel und Zwecke übereinstimmen müssen, weil das Ziel in den Mitteln bereits vor-vorhanden ist, und destruktive Mittel können keine konstruktiven Ziele herbeiführen.

Und nun lasst euch sagen, dass das nächste, um das wir uns bemühen müssen, wenn wir Frieden auf Erden für alle Menschen guten Willens haben wollen, die gewaltlose Übereinkunft über die Heiligkeit alles menschlichen Lebens ist. Jeder Mensch ist jemand, denn er ist ein Kind Gottes. Und wenn wir sagen “Du sollst nicht töten”, sagen wir damit wirklich, dass das Menschenleben zu heilig ist, als dass es einem auf den Schlachtfeldern der Welt genommen werden dürfte. Der Mensch ist mehr als eine winzige Laune wirbelnder Elektronen oder ein Rauchfetzen von einem grenzenlosen schwelenden Feuer. Der Mensch ist ein Kind Gottes, nach seinem Bild erschaffen, und muss daher als solches geachtet werden. Bevor die Menschen überall das nicht einsehen, bevor die Völker überall das nicht einsehen, werden wir Kriege austragen. Eines Tages sollte uns jemand daran erinnern, dass, obwohl es politische und ideologische Unterschiede zwischen uns geben mag, die Vietnamesen unsere Brüder sind, die Russen unsere Brüder sind, die Chinesen unsere Brüder sind; und eines Tages müssen wir uns gemeinsam an den Tisch der Brüderlichkeit setzen.

Es gibt im griechischen Neuen Testament drei Wörter für “Liebe”; das eine ist das Wort eros. Eros ist eine Art ästhetischer, romantischer Liebe. Plato redete in seinen Gesprächen viel davon, von der Sehnsucht der Seele nach dem Reich des Göttlichen. Und es ist etwas Schönes um eros, kann es immer sein, auch in seinen romanhaften Äußerungen. Einige der schönsten Liebesgeschichten der Welt handeln davon. Dann spricht die griechische Sprache von philia, was ein weiteres Wort für Liebe ist, und philia ist eine Art intimer Liebe zwischen befreundeten Menschen. Das ist die Art von Liebe, die man für Menschen empfindet, mit denen man gut auskommt; und die, welche man auf dieser Ebene liebt, liebt man, weil man wiedergeliebt wird. Dann hat die griechische Sprache noch ein Wort für Liebe, und das ist das Wort agape. Agape ist mehr als romantische Liebe, es ist mehr als Freundschaft. Agape ist verstehendes, schöpferisches, erlösendes Wohlwollen gegenüber allen Menschen. Agape ist überströmende Liebe, die nichts für sich selber will. Theologen würden sagen, es sei die Liebe Gottes, die im Menschenherzen wirke. Wenn man sich zur Liebe auf dieser Ebene erhebt, dann liebt man alle Menschen, nicht weil man sie gern hat, nicht weil ihre Art einem gefällt, sondern man liebt sie, weil Gott sie liebt.“

=====

Sein unerschrockenes Engagement gegen den Vietnamkrieg machte ihn zur "Stimme derer, die keine Stimme haben”, bei der amerikanischen Regierung aber zur “unerwünschten Person”.
In seinen Predigten nahm King regelmäßig Stellung zum Vietnamkrieg. Die hier abgedruckte Predigt hielt er Weihnachten 1967 in der Ebenezer Baptist Church in Atlanta, an der er die 2. Pfarrstelle neben seinem Vater innehatte. Auch heute, [36] 46 Jahre später, hat diese Predigt nichts an ihrer Aktualität verloren. [Franz Alt, 2003]

25.12.1967 | von Martin Luther King

alles lesen => http://www.sonnenseite.com/Spiritualitaet,FRIEDE+AUF+ERDEN+-++WEIHNACHTSPREDIGT++%281967%29++von+Martin+Luther+King+-+Auszuege,19,a698.html | http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/002015.html

Wir sind reich in unseren zivilisierten Gesellschaften. Woher also das Elend, das um uns herum herrscht? Warum da die harte, die Massen abstumpfende Arbeit? Warum diese Unsicherheit, wie es einem morgen ergehen wird, die selbst den bestbezahlten Arbeiter nicht verschont? Warum alles dies inmitten der von der Vergangenheit ererbten Reichtümer und trotz der gewaltigen Produktionsmittel, die bei einer täglichen Arbeit von nur wenigen Stunden allen den Wohlstand schaffen könnten?

Die Sozialisten haben es ausgesprochen und bis zum Überdruß wiederholt; sie wiederholen es jeden Tag und belegen es durch Beweise, die den gesamten Wissenschaften entlehnt sind: Weil alles, was zur Produktion nötig ist, der Boden, die Bergwerke, die Maschinen, die Verkehrswege, die Nahrungsmittel, die Wohnungen, die Erziehung, das Wissen, weil alles das der ausschließliche Besitz einiger weniger geworden ist - im Verlauf einer langen Geschichtsperiode voller Raub, Auswanderungen, Kriege, Unwissenheit und Unterdrückung, die die Menschheit durchlebte, ehe sie gelernt hatte, die Naturkräfte zu bändigen.

Weil diese wenigen sogenannte Rechte vorschützen, die sie in der Vergangenheit erworben haben wollen, und auf Grund dieser sich heute zwei Drittel des Ertrages der menschlichen Arbeit aneignen, mit der sie die unsinnigste und empörendste Verschwendung treiben. Weil sie die Massen dahin gebracht haben, daß diese nie mehr für einen Monat, kaum einmal für acht Tage genug zu leben haben, weil sie infolgedessen die Macht besitzen (welche sie auch ausnutzen), niemanden arbeiten zu lassen, der ihnen nicht stillschweigend den Löwenanteil am Gewinn überläßt; weil sie die Produktion dessen erzwingen, was dem Ausbeuter den größten Gewinn verheißt.

Das ist das Wesen des Kapitalismus!

—  Peter Kropotkin: Der Wohlstand für alle. Unsere Reichtümer.