wir sagen zu wenig und denken zu viel

Diese Generation ist eiskalt.
Ich bin an diesem Punkt an dem ich jeden Mann der mich nur anschaut am liebsten ins Gesicht kotzen würde.
An diesem Punkt wo ich weiß, dass wenn ich mir noch einmal anhören muss “Du kannst nicht alle Männer über einen Haufen werfen” “Du bist traurig dass du sagst alle Typen sind gleich” “Ich bin anders urteile nicht wenn du mich nicht kennst” “Gib mir eine Chance dir zu zeigen..”, ich straight Mord begehe. Weiß nur noch nicht ob ich mir dann nicht selbst die Kugel gebe oder dem Typen von dem ich mir das Gelaber geben muss.
An diesem Punkt an dem ich einfach nur denke ich bin naiv und dumm, nur weil ich jedes Mal aufs neue gedacht habe, dass jeder Mensch eben eine Chance verdient hat. Dass es dieses Mal vielleicht anders wird. Ich habe an das gute in Menschen geglaubt und ich wusste nie dass Ehrlichkeit heutzutage so schwer zu finden ist. Aber Menschen lügen ohne das Gesicht zu verziehen und Menschen sind gewissenlos. Daraus habe ich gelernt, dass man niemandem vertrauen kann. Erwarte niemals, nur weil du alles für eine Person geben würdest, die dir wichtig ist, dass diese das selbe für dich tun würde. Erwarte einfach nichts denn das einzige was du davon hast sind Wochen und Monate, die du da sitzt und dich fragst: Wie konnte er nur? Wie kann ein Mensch so dreist lügen ohne Gewissensbisse zu haben? Wie konnte ein Mensch dich berühren und sich das ganze so echt anfühlen wenn alles nur leere Worte, leere Versprechungen waren?
Und dann sitzt man da, will es nicht mal wahrhaben, weil man nicht mal annähernd verstehen kann wie der andere so handeln konnte. Weil man selbst nie zu so etwas in der Lage wäre. Weil man jemand anderen niemals so hätte leiden lassen wollen wie man selbst jetzt leidet. Weil man ein Herz hat. Am besten fragt man sich dann noch, ob es an einem selbst liegt.
Und jetzt kommt es zu den Ratschlägen und Worten der “Freunde”, der Familie, der Gesellschaft:
“Wie konntest du so leichtgläubig sein?”
“Vertraue nur dir selbst”
“Dachtest du wirklich, er meint es ernst?”
“Wie konntest du immer und immer wieder verzeihen? Wieso lernst du nicht aus deinen Fehlern?”
“Du musst eiskalt sein, du bist viel zu nett”
“Lenk dich ab”
“Wie oft willst du dich noch verarschen lassen?”
“Das wird schon wieder”

Ich weiß nicht ob ich jemals zu einem eiskalten Menschen werden kann. Viele sagen wenn dir zu viel passiert, du zu oft verarscht wirst lernst du dazu.
Aber ich lerne nicht dazu. Ich habe niemals eingesehen ein schlechterer, herzloser Mensch zu werden, nur weil andere Menschen sich wie Arschlöcher verhalten. Viele nennen es Dummheit. Aber ich gebe die Hoffnung immer noch nicht auf irgendwann einen Menschen zu finden, der genau wie ich versucht hat, einer von den Guten zu bleiben bzw. es einfach nicht geschafft hat sich zu ändern.

Ich kann die Menschen, die eiskalt geworden sind trotzdem verstehen. Sie sind es leid verletzt zu werden, sie haben die Hoffnung aufgegeben.
Aber es ist wie ein ewiger Kreislauf jeder verletzt jeden durch diese lieblose, gefühlskalte Art. Gefühle werden ausgeblendet, denn wer heutzutage Gefühle zeigt hat verloren.

Das einzige was ich seit langem versucht habe zu finden war ein Mann, der mich anschaut als wäre ich das schönste auf der Welt. Ein Mann der alle Freiheiten der Welt haben kann, weil ich weiß, andere Frauen interessieren ihn nicht. Ein Mann, der mich fragt wie es mir geht und sich für die wahre Antwort dieser Frage interessiert, jemand der alles von mir wissen möchte. Jemand der mir alles anvertrauen kann was er auf dem Herzen hat. Jemanden der für mich da ist und ich für ihn da bin. Jemanden der meine Liebe und das was ich alles für ihn tun und geben würde wirklich verdient hat. Einen Mann der mich als Menschen respektiert. Aber heutzutage möchte keiner mehr über Gefühle sprechen, heutzutage werden keine Beziehungen außer “Freundschaft Plus Beziehungen” geführt, in denen es darum geht seinen “Spaß” zu haben aber bitte keine tieferen Konversationen zu Stande kommen und erst recht keine Verpflichtungen zu haben und schon gar nicht sich vor jemandem für irgendwelche Taten rechtfertigen zu müssen.
Heutzutage wird man von einem Mann immer noch nicht als Mensch respektiert und das ist meiner Meinung nach ein Fakt. Andauernd höre ich Dinge wie heutzutage sind alles Bitches. Das traurige an der Sache ist, Männer machen Frauen zu Bitches. WARUM VERSTEHT DAS KEINER? Man lernt jemanden kennen und erhofft sich JEMANDEN WIRKLICH WIRKLICH KENNEN ZU LERNEN. Man denkt WIR VERSTEHEN UNS GUT MAL SEHEN OB AUS UNS WAS WERDEN KANN oder man denkt WOW ICH GLAUBE ER MEINT ES ERNST MIT MIR ICH MÖCHTE IHM EINE CHANCE GEBEN. Nur teilweise schon beim schreiben in Whatsapp fallen Bemerkungen wie “Lass uns doch Filme schauen - wir werden eh nicht viel davon mitbekommen” “Lass uns doch zu dir gehen” “Netflix and chill”
Beim ersten oder zweiten Treffen fassen sie dich schon an, haben Erwartungen dass sie “wenigstens einen Blowjob” bekommen oder Hoffnungen dass sie gleich zum Zug kommen weil wofür sollte man sich sonst treffen. “Jungs und Mädchen sind nicht einfach so befreundet” und eine “Beziehung in diesem Alter hat doch sowieso keinen Sinn”.
Als Frau steckst du so wirklich in einer richtig schlimmen Situation. Das ist der Zeitpunkt an dem du entweder mitmachen kannst und dich somit zur Bitch machst (obwohl du das ja sowieso eh schon bist nur wenn du sie selbe Luft wie ein Typ atmest), oder du sagst “Können wir das ganze nicht langsam angehen?” “Ich möchte das noch nicht.” “Ich bin noch nicht bereit” “Wir kennen uns zu wenig”
und dann wirst du direkt abgeschoben, dann heißt es bye bye für dich, kein Interesse an so etwas.
Ich habe mir schon so viel angehört, dass ich unreif bin, dass man als erwachsener Mensch einen schönen Abend “genießen” muss, dass ich mir zu viele Gedanken darüber mache was andere Leute sagen würden, dass ich doch keine Bitch bin wenn ich das jetzt machen würde. ACH NEIN? BEI EUCH BIN ICH KEINE BITCH WENN IHR MICH FICKT ABER BEI JEDEM ANDEREN DEN ICH RANGELASSEN HÄTTE WÄRE ICH ES.
Es geht mir verdammt noch mal nicht darum was andere Leute über mich denken, das ist mir vollkommen egal. Ich möchte dass ich mich wohl fühle bei den Dingen die ich tue und das tue ich sicherlich nicht, wenn ich nicht mal weiß ob derjenige mich überhaupt für meinen Charakter und als Menschen mag! Ich sehe es nicht ein, beim ersten Treffen einen Mann mit mir nach Hause zu nehmen den ich kaum kenne. Wer bist du und womit hast du es verdient schon so viel Privatsphäre von mir kennenzulernen? Ich sehe es nicht ein mich von einem Mann anfassen zu lassen, der sich nicht mal die Mühe machen kann, mich respektvoll zu behandeln und mich eben nicht direkt anfasst, weil es sich einfach nicht gehört. Weil er sich vielleicht denkt, das Mädchen ist es wert sie kennen zu lernen, ich bin nicht nur auf ihren Körper aus. Ist es wirklich so viel zu viel verlangt jemanden erst mal richtig kennenzulernen? Mit jemandem Sachen zu unternehmen, zu lachen aber auch tiefgründige Gespräche zu führen? Immer wieder höre ich “Das gehört doch dazu” und ja das tut es verdammt noch mal auch! Aber du bist nur ein dahergelaufener irgendjemand bei dem es sich noch längst nicht rausgestellt hat ob diese Berührungen, dieser sex überhaupt zu irgendetwas dazugehören kann! Ob du es verdient hast und es wert bist mich so intim und entblößt vor dir zu haben! ES IST NICHT SELBSTVERSTÄNDLICH.
Und wenn Frauen dann noch so “dumm/naiv” sind und es mitmachen in der Hoffnung “vielleicht entwickelt er so Gefühle für mich” oder Angst haben die Person zu verletzen wenn man sie korbt oder die Person nicht verlieren möchten und dann eiskalt abgeschoben werden sobald es um Gefühle geht oder mit leerem Gelaber von vorne bis hinten ausgenutzt und verarscht werden und das ohne Scham! Dann steht die Frau im Endeffekt als dumme naive Schlampe da obwohl sie niemals die Absicht hatte rumzuhuren. Und ich hab das Gefühl das wird niemals jemand verstehen. Niemals jemand respektieren. Und niemals jemand versuchen zu ändern. Zumindest nicht in dieser Generation.

—  crybvbym
Eines Tages, Baby

“Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich bin der Meister der Streiche, wenn´s um Selbstbetrug geht. Bin ein Kleinkind vom feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh. Bin ein entschleunigtes Teilchen. Lass mich begeistern für Leichtsinn – wenn ein andrer ihn lebt. Und ich denke zu viel nach, ich warte zu viel ab, ich nehm mir zu viel vor – und ich mach davon zu wenig. Ich halt mich zu oft zurück, ich zweifel alles an, ich wäre gerne klug, allein das ist ziemlich dämlich. Ich würde gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil, wenn ich das alles sagen würde, wäre das viel zu viel. Ich würde gern so vieles tun, meine Liste ist so lang, aber ich werd eh nie alles schaffen – also fang ich gar nicht erst an. Stattdessen hänge ich planlos vorm Smartphone, warte bloß auf den nächsten Freitag. "Ach, das mach´ ich später.” ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul, wie ein Kieselstein am Meeresgrund. Ich bin so furchtbar faul, mein Patronus ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spar ich immer,
falls ich´s nochmal brauch.
Und eines Tages, Baby, werde ich alt sein, oh baby, werde ich alt sein, und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können. Und du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester
die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas, und Ende Dezember stellst du fest, das du Recht hast,
wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.
Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden: Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, mal die Tagesschau sehen - für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen. Aber so wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast, kam wieder mal dieser Alltag dazwischen. Unser Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft uns auf. Unser Dopamin das sparen wir immer, falls wir´s nochmal brauchen. Wir sind jung, und haben viel Zeit. Warum sollen wir was riskieren, wir wollen doch keine Fehler machen, wollen auch nichts verlieren.
Und es bleibt so viel zu tun, unsere Listen bleiben lang, und so geht Tag für Tag, ganz still ins unbekannte Land. Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein wie: “Einmal bin ich fast einen Marathon gelaufen, und hätte fast die Buddenbrooks gelesen. Und einmal wär´ ich beinah bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen, und einmal, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen, wir sind die gleichen, und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten.”, werden wir sagen. Und das wir bloß faul und feige waren, das werden wir verschweigen, und uns heimlich wünschen, noch ein bisschen hier zu bleiben. Wenn wir dann alt sind – und unsere Tage knapp, und das wird sowieso passieren, dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren, denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selbst wählen, also lass´ uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass uns nachts lange wach bleiben, auf´s höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen. Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehen, wie sie zu Boden reisen, und die gefallenen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind. Lass mal an uns selber glauben. Ist mir egal ob das verrückt ist, und wer genau guckt sieht - das Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist. Und wer immer wir auch waren, lass mal werden wer wir sein wollen. Wir ham´ schon viel zu lang gewartet, lass mal Dopamin vergeuden. “Der Sinn des Lebens ist leben”, das hat schon Casper gesagt. “Let´s make the most of the night”, das hat schon Kesha gesagt. Lass uns möglichst viele Fehler machen,
und möglichst viel aus ihnen lernen.
Lass uns jetzt schon Gutes sähen,
dass wir später Gutes ernten. Lass uns alles tun, weil wir können – und nicht müssen. Weil jetzt sind wir jung und lebendig, und das soll ruhig jeder wissen, und, unsere Zeit die geht vorbei - das wird sowieso passieren, und bis dahin sind wir frei, und es gibt nichts zu verlieren. Lass uns uns mal demaskiern´, und dann sehen wir sind die gleichen, und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben das wir führen wollen, das können wir selber wählen. Also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein.
– und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.“

- Julia Engelmann

anonymous asked:

du und ich - wir kennen uns nicht. und ich würde mir auch niemals anmaßen, zu sagen, dass wir uns ähnlich sind oder zu denken, ich würde dich kennen. trotzdem bietest du mir hier eine plattform, um dir mitteilen zu können, dass ich in dem, was ich sehen darf, kunst erkenne. für mich sind alle menschen künstler ihres eigenen seins und lebens, doch so wenige menschen verwenden so viele "farben" wie du, kreieren derartig viele perspektiven ihres selbst vor den augen anderer.

🍄✨❤️

Eines Tages Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn’s um Selbstbetrug geht. Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh‘. Bin ein entschleunigtes Teilchen. Kann auf Keinsten was reißen. Lass‘ mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein anderer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach. Ich warte zu viel ab. Ich nehm‘ mir zu viel vor und ich mach‘ davon zu wenig. Ich halt‘ mich zu oft zurück, ich zweifel alles an, ich wäre gerne klug – allein das ist ziemlich dämlich. Ich würd‘ gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil wenn ich das alles sagen würde, wäre das viel zu viel. Ich würd‘ gern so vieles tun.
Meine Liste ist so lang, aber ich werd‘ eh nie alles schaffen – also fang‘ ich gar nicht an. Stattdessen häng‘ ich planlos vorm Smartphone. Wart‘ bloß auf den nächsten Freitag. „Ach, das mach‘ ich später“ ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund. Ich bin so furchtbar faul, mein Patronos ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf. Mein Dopamin, das spar‘ ich immer, falls ich’s nochmal brauche.

Und eines Tages Baby, werd‘ ich alt sein. Oh Baby, werd‘ ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
Und du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr wieder vercheckt hast. Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden.
Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, mal die Tagesschau sehen für mehr Small Talk, Allgemeinwissen. Aber wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast, kam dir wiedermal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft uns auf. Unser Dopamin, das sparen wir immer, falls wir’s nochmal brauchen. Und wir sind jung und haben viel Zeit. Warum sollen wir was riskieren? Wir wollen doch keine Fehler machen. Wir wollen auch nichts verlieren und uns bleibt so viel zu tun. Unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.

Eines Tages Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein wie: Einmal, bin ich fast einen Marathon gelaufen. Und hätte fast die Buddenbrooks gelesen.
Und einmal wäre ich beinahe bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen. Und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen, wir sind die Gleichen. Und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten. Werden wir sagen.

Und, dass wir bloß faul und feige waren – das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen, noch ein bisschen hierzubleiben, wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp – und das wird sowieso passieren – dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren. Denn das Leben, das wir führen wollen – das könn‘ wir selber wählen.
Also lass‘ uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass‘ uns nachts lange wach bleiben, aufs höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die tollsten Lieder singen. Lass‘ uns Feste, wie Konfetti schmeißen. Sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind. Und lass mal an uns selber glauben. Is‘ mir egal, ob das verrückt ist und wer genau kuckt, sieht, dass Mut bloß auch ein Anagramm von Glück ist.
Und, wer immer wir auch waren – lass‘ mal werden, wer wir sein wollen. Wir haben schon viel zu lang gewartet. Lass mal Dopamin vergeuden.

„Der Sinn des Lebens ist leben“ - das hat schon Casper gesagt. „Let’s make the most of the night“ – das hat schon Kesha gesagt. Lass’ uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass‘ uns jetzt schon Gutes säen, damit wir später Gutes ernten. Lass‘ uns das alles tun, weil wir können und nicht müssen. Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen.
Und unsere Zeit, die geht vorbei – das wird sowieso passieren. Und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren. Lass‘ uns, uns mal demaskieren und dann sehen, wir sind die Gleichen. Und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen.

—  One Day von Julia Engelmann

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn´s um Selbstbetrug geht.
Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben stehe.
Bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinstem was reißen,
lass mich begeistern für Leichtsinn – wenn ein anderer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehme mir zu viel vor –
und ich mach davon zu wenig.

Ich halte mich zu oft zurück –
ich zweifel alles an,
ich wäre gerne klug,
allein das ist ziemlich dämlich.

Ich würde gern so vieles sagen
aber bleibe meistens still,
weil, wenn ich das alles sagen würde,
wär das viel zu viel.

Ich würde gern so vieles tun,
meine Liste ist so lang,
aber ich werde eh nie alles schaffen –
also fange ich gar nicht an.
Stattdessen hänge ich planlos vorm Smartphone,
warte bloß auf den nächsten Freitag.
Ach, das mach ich später,
ist die Baseline meines Alltags.

Ich bin so furchtbar faul
wie ein Kieselstein am Meeresgrund.
Ich bin so furchtbar faul,
mein Patronus ist ein Schweinehund.

Mein Leben ist ein Wartezimmer,
niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spare ich immer –
falls ich´s nochmal brauch.

Und eines Tages, Baby, werde ich alt sein. Oh Baby, werde ich alt sein
und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.

Und Du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester
die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas
und Ende Dezember stellst Du fest, das du Recht hast,
wenn Du sagst, dass Du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.

Dabei sollte für Dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden.
Du wolltest abnehmen,
früher aufstehen,
öfter rausgehen,
mal deine Träume angehen,
mal die Tagesschau sehen,
für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen.
Aber so wie jedes Jahr,
obwohl Du nicht damit gerechnet hast,
kam Dir wieder mal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer,
niemand ruft uns auf.
Unser Dopamin das sparen wir immer,
falls wir´s nochmal brauchen.

Und wir sind jung und haben viel Zeit.
Warum sollen wir was riskieren,
wir wollen doch keine Fehler machen,
wollen auch nichts verlieren.

Und es bleibt soviel zu tun,
unsere Listen bleiben lang
und so geht Tag für Tag
ganz still ins unbekannte Land.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein,
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können
und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen werden,
traurige Konjunktive sein wie

„Ein mal bin ich fast einen Marathon gelaufen
und hätte fast die Buddenbrooks gelesen
und einmal wäre ich beinah bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen
und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen, wir sind die Gleichen,
und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten.“

Werden wir sagen.

Und das wir bloß faul und feige waren,
das werden wir verschweigen,
und uns heimlich wünschen,
noch ein bisschen hier zu bleiben.

Wenn wir dann alt sind
und unsere Tage knapp,
und das wird sowieso passieren,
dann erst werden wir kapieren,
wir hatten nie was zu verlieren –
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen.

Also lass uns doch Geschichten schreiben,
die wir später gern erzählen.
Lass uns nachts lange wach bleiben,
auf´s höchste Hausdach der Stadt steigen,
lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen.
Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen,
sehen, wie sie zu Boden reisen
und die gefallenen Feste feiern,
bis die Wolken wieder lila sind.
Und lass mal an uns selber glauben,
ist mir egal, ob das verrückt ist,
und wer genau guckt, sieht,
dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist.
Und – wer immer wir auch waren –
lass mal werden wer wir sein wollen.
Wir haben schon viel zu lang gewartet,
lass mal Dopamin vergeuden.

„Der Sinn des Lebens ist leben“,
das hat schon Casper gesagt,
„let´s make the most of the night“,
das hat schon Kesha gesagt.
Lass uns möglichst viele Fehler machen,
und möglichst viel aus ihnen lernen.
Lass uns jetzt schon Gutes sähen,
dass wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun,
weil wir können – und nicht müssen.
Weil jetzt sind wir jung und lebendig,
und das soll ruhig jeder wissen,
und – unsere Zeit die geht vorbei.
Das wird sowieso passieren
und bis dahin sind wir frei
und es gibt nichts zu verlieren.

Lass uns uns mal demaskieren
und dann sehen, wir sind die Gleichen,
und dann können wir uns ruhig sagen,
dass wir uns viel bedeuten,
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen.

Also los, schreiben wir Geschichten,
die wir später gern erzählen.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein
und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.

—  Eines Tages, Baby von Julia Engelmann
Eines Tages Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn’s um Selbstbetrug geht. Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh‘. Bin ein entschleunigtes Teilchen. Kann auf Keinsten was reißen. Lass‘ mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein anderer ihn lebt. Und ich denke zu viel nach. Ich warte zu viel ab. Ich nehm‘ mir zu viel vor und ich mach‘ davon zu wenig. Ich halt‘ mich zu oft zurück, ich zweifel alles an, ich wäre gerne klug – allein das ist ziemlich dämlich. Ich würd‘ gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil wenn ich das alles sagen würde, wäre das viel zu viel. Ich würd‘ gern so vieles tun.
Meine Liste ist so lang, aber ich werd‘ eh nie alles schaffen – also fang‘ ich gar nicht an. Stattdessen häng‘ ich planlos vorm Smartphone. Wart‘ bloß auf den nächsten Freitag. „Ach, das mach‘ ich später“ ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund. Ich bin so furchtbar faul, mein Patronos ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf. Mein Dopamin, das spar‘ ich immer, falls ich’s nochmal brauche.

Und eines Tages Baby, werd‘ ich alt sein. Oh Baby, werd‘ ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können. Und du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr wieder vercheckt hast. Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden. Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, mal die Tagesschau sehen für mehr Small Talk, Allgemeinwissen. Aber wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast, kam dir wiedermal dieser Alltag dazwischen. Unser Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft uns auf. Unser Dopamin, das sparen wir immer, falls wir’s nochmal brauchen. Und wir sind jung und haben viel Zeit. Warum sollen wir was riskieren? Wir wollen doch keine Fehler machen. Wir wollen auch nichts verlieren und uns bleibt so viel zu tun. Unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land. Eines Tages Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein wie: Einmal, bin ich fast einen Marathon gelaufen. Und hätte fast die Buddenbrooks gelesen. Und einmal wäre ich beinahe bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen. Und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen, wir sind die Gleichen. Und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten. Werden wir sagen.

Und, dass wir bloß faul und feige waren – das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen, noch ein bisschen hierzubleiben, wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp – und das wird sowieso passieren – dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren. Denn das Leben, das wir führen wollen – das könn‘ wir selber wählen. Also lass‘ uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass‘ uns nachts lange wach bleiben, aufs höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die tollsten Lieder singen. Lass‘ uns Feste, wie Konfetti schmeißen. Sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind. Und lass mal an uns selber glauben. Is‘ mir egal, ob das verrückt ist und wer genau kuckt, sieht, dass Mut bloß auch ein Anagramm von Glück ist.
Und, wer immer wir auch waren – lass‘ mal werden, wer wir sein wollen. Wir haben schon viel zu lang gewartet. Lass mal Dopamin vergeuden. „Der Sinn des Lebens ist leben“ - das hat schon Casper gesagt. „Let’s make the most of the night“ – das hat schon Kesha gesagt. Lass’ uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass‘ uns jetzt schon Gutes säen, damit wir später Gutes ernten. Lass‘ uns das alles tun, weil wir können und nicht müssen. Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen. Und unsere Zeit, die geht vorbei – das wird sowieso passieren. Und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren. Lass‘ uns, uns mal demaskieren und dann sehen, wir sind die Gleichen. Und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen.

Das war’s dann wohl. Auch wenn es vielleicht absehbar für jeden außer uns war, wenn es zwischen uns schon viel länger stand, als wir dachten. Schritt für Schritt kamen wir dem Ende näher. Dem Ende, das wir das unsere nannten. Ein Ende, das nie wirklich einen Anfang hatte und doch viel zu bald begann. “Das war’s dann wohl.”, werde ich sagen. Du weißt noch nicht, wie fern wir einander sind, auch wenn wir viel zu oft Nähe teilen. Das war’s dann. Auf Wiedersehen. Nein warte, hoffentlich nicht. “ "Bis dann”, klingt mehr nach Abschied.“, werde ich denken, vielleicht sogar sagen. Meine letzten Worte an dich. Weil Schwierigkeiten bei dir begannen und bei mir aufhörten. Weil wir weniger teilten als vorerst sichtbar. Weil Verliebtheit blind macht und mit Problemen verschwindet. Weil wir in unserer perfekte Ideologie viel mehr waren, als wir real gemeinsam je sein könnten. Vielleicht mit jemandem anderen. Aber bestimmt nicht mit dir. Das war’s dann wohl.

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Ich, ich bin der Meister der Streiche wenn’s um Selbstbetrug geht, bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh. Bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinstem was reißen, lass mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein Andrer ihn lebt. Und ich denke zu viel nach, ich warte zu viel ab, ich nehm mir zu viel vor und ich mach davon zu wenig, ich halt mich zu oft zurück, ich zweifel alles an, ich wäre gerne klug, allein das ist ziemlich dämlich. Ich würd gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil, wenn ich das alles sagen würde, wär das viel zu viel. Ich würde gern so vieles tun, meine Liste ist so lang, aber ich werd eh nie alles schaffen, also fang ich gar nicht an. Stattdessen häng ich planlos vorm Smartphone, wart bloß auf den nächsten Freitag, „ach das mach ich später“ ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul, wie ein Kieselsteig am Meeresgrund, ich bin so furchtbar faul, mein Patronus ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf, mein Dopamin, das spar ich immer, falls ich‘s nochmal brauch. Und eines Tages, Baby, werd ich alt sein, oh Baby, werd ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können. Und du, du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast, dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden. Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehn, mal die Tagesschau sehn, für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen, aber so wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast, kam dir wieder mal dieser Alltag dazwischen. Unser Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft uns auf, unser Dopamin das sparen wir immer, falls wir‘s noch mal brauchen. Und wir sind jung und haben viel Zeit, warum sollen wir was riskieren, wir wollen doch keine Fehler machen, wollen doch nichts verlieren. und es bleibt so viel zu tun, unsere Listen bleiben lang, Und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein, wie „einmal bin ich fast einen Marathon gelaufen, und hätte fast die Buddenbrooks gelesen und einmal wär ich beinahe bis die Wolken wieder Lila waren noch wach gewesen, und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehn wir sind die Gleichen, und dann hätten wir uns fast gesagt wie viel wir uns bedeuten“, werden wir sagen. Und dass wir nur bloß faul und feige waren, werden wir verschweigen, und uns heimlich wünschen noch ein bisschen hier zu bleiben. Wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp – und das wird sowieso passieren – dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren, denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen, also lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass uns nachts lange wach bleiben, aufs höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen, lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehn wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern bis die Wolken wieder Lila sind. Und lass mal an uns selber glauben, is mir egal ob das verrückt ist, und wer genau guckt sieht, dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist. Und wer immer wir auch waren, lass mal werden, wer wir sein wollen, wir haben schon viel zu lang gewartet, lass mal Dopamin vergeuden. Der Sinn des Lebens ist leben, das hat schon Casper gesagt, Let’s make the most of the night, das hast schon Ke$a gesagt. Lass uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen, lass uns jetzt schon Gutes säen, damit wir später Gutes ernten. Lass uns alles tun, weil wir können und nicht müssen, weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen. Und unsere Zeit die geht vorbei, das wird sowieso passieren, und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren. Lass uns mal demaskieren, und dann sehen, wir sind die Gleichen, und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen. Also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen. Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.
Eines Tages Baby werden wir alt sein Oh Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken die wir hätten erzählen können. Ich, Ich bin ein Meister der Streiche wenn es um Selbstbetrug geht, bin ein Kleinkind vom feinsten wenn ich vor Aufgaben steh. Bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinsten was reißen kann mich begeistern für Leichtsinn wenn ein andrer ihn lebt. Und ich denke zu viel nach, ich warte zu viel ab. Ich nehme mir zu viel vor und ich mach davon zu wenig und Ich wäre gerne klug allein das ist ziemlich dämlich. Ich würd gerne so viel sagen aber bleibe meistens still weil wenn ich das alles sagen würde dann wär das viel zu viel und ich würd gern so vieles tun meine Liste ist so lange doch ich würd eh nie alles schaffen deshalb fang ich gar nicht an.
Stattdessen häng ich Planlos vorm Smartphone warte blos auf den nächsten Freitag , ach das mach ich später ist die Baseline meines Alltags.
Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund, ich bin so furchtbar faul mein Patronus ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf, mein Dopamin das spar ich immer falls ichs nochmal brauch. Und eines Tages Baby werde ich alt sein Oh Baby werde ich alt sein und an all die Geschichten denken die ich hätte erzählen können. Und du, du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und ende Dezember stellst du fest das du recht hast wenn du sagst das du sie dieses Jahr wieder vercheckt hast. Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden. Du wolltest abnhemen, früher aufstehen, öfter raus gehen mal deine Träume angehen mal die Tagesschau sehen für mehr Smalltalk allgemein Wissen doch wie jedes Jahr wo du nicht damit gerechnet hast kam dir wieder mal dieser Alltag dazwischen. Unser Leben ist ein Wartezimmer niemand ruft uns auf unser Dopamin das sparen wir immer falls wirs noch mal brauchen. Und wir sind Jung und haben viel Zeit wieso sollen wir was riskieren wir wollen doch keine Fehler machen wollen auch nichts verlieren. Und es bleibt immer viel zu tun unsere Listen bleiben lang und so zieht Tag für Tag in´s unbekannte Land. Und eines Tages Baby werden wir alt sein Oh Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken dir wir hätten erzählen können. Und die Geschichten die wir dann stattdessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein wie : einmal bin ich fast einen Marathon gelaufen, und einmal hätte ich fast die Buddenbrooks gelesen und einmal wär ich beinah bis die Wolken wieder Lila waren wach gewesen. Und fast, fast hätten wir uns demaskiert und hätten gesehen wir sind die gleichen und dann hätten wir uns fast gesagt wie viel wir uns bedeuten, werden wir sagen. Und das wir blos faul und feige waren das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen noch ein bisschen hier zu bleiben. Denn wenn wir alt sind und unsere Tage knapp und das wird sowieso passieren dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren. Denn das leben das wir führen wollen das können wir selber wählen drum lass uns doch Geschichten schreiben die wir später gern erzählen. Lass uns nachts lange wach bleiben aus höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die aller tollsten Lieder singen. Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern bis die Wolken wieder lila sind. Und lass mal an uns selber glauben, ist mir egal ob das verrückt ist doch wer genau guckt sieht das Mut auch nur ein Anagramm von Glück ist. Ganz egal wer wir auch waren lass mal werden wer wir seien wollen, wir haben schon viel zu lang gewartet lass mal Dopamin vergeuden. Der Sinn des Lebens ist Leben das hat schon Casper gesagt. Let´s make the most of the night das hat schon Ke$ha gesagt . Lass uns möglichst viele Fehler machen und lass uns viel aus ihnen lernen. Lass uns jetzt schon gutes sähen damit wir später gutes ernten. Lass uns alles tuen weil wir können und nicht müssen. Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen und unsere Zeit die geht vorbei das wird sowieso passieren und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren lass uns, uns mal demaskieren und dann sehen wir sind die gleichen und dann können wir uns ruhig sagen wie viel wir uns bedeuten denn das leben das wir führen wollen das können wir selber wählen also, los schreiben wir Geschichten die wir später gern erzählen. Und eines Tages Baby werden wir alt sein Oh Baby werde wir alt sein und an all die Geschichten denken die für immer unsere sind.
—  Julia Engelmann
One Day

Eines Tages, Baby,
Da werden wir alt sein,
Ohh, Baby werden wir alt sein,
Und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.

Ich
Ich bin der Meister der Streiche, wenns um Selbstbetrug geht,
bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh’.
Bin ein entschleunigtes Teilchen,
kann auf Kleinstem was reissen, lass’ mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein andrer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehme mir zu viel vor und ich mach’ davon zu wenig,
Ich halt’ mich zu oft zurück,
ich zweifel’ alles an, ich wäre gerne klug — allein das ist ziemlich dämlich.
Ich würd’ gern so vieles sagen,
aber bleibe meistens still, weil wenn ich das alles sagen würde wär das viel zu viel,
Ich würd’ gern so vieles tun, meine Liste is so lang, aber ich werd’ eh nie alles schaffen,
also fang’ ich gar nicht an.

Stattdessen häng’ ich planlos vorm Smartphone,
wart’ bloß auf den nächsten Freitag
Gemach! das mach’ ich später — die Baseline meines Alltags.
Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund,
ich bin so furchtbar faul und mein Patronus ist ein Schweinehund.
Und mein Leben ist ein Wartezimmer — niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin das spar’ ich immer, falls ich es mal brauche
und eines Tages, Baby,
da werde ich alt sein,
Ohh, Baby werde ich alt sein
und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.

Und du?
Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas
und ende Dezember stellst du fest, dass du recht hast wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.
Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden,
du wolltest abnehmen,
früher aufstehen,
öfter rausgehen, mal deine Träume angehen,
mal die Tagesschau sehn, für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen, aber,
so wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast, kam dir mal wieder dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben, ist ein Wartezimmer, niemand ruft uns auf,
unser Dopamin das spar'n wir immer falls wir’s nochmal brauchen,
und wir sind jung und haben viel Zeit,
warum soll'n wir was riskier'n?
Wir woll'n doch keine Fehler machen, woll'n doch nichts verlieren
und es bleibt so viel zu tun.
Unsere Listen bleiben lang,
und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.

Und eines Tages, Baby,
da werden wir alt sein,
Ohh, Baby werden wir alt sein,
Und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Und die Geschichten, die wir dann statt dessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein wie:
Einmal bin ich fast einen Marathon gelaufen
und hätte fast die Buddenbrooks gelesen,
und einmal wär’ ich fast bis die Wolken wieder Lila war'n noch wach geblieben,
und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und hätten gesehen, wir sind die gleichen, und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten
– Werden wir sagen

Und das wir bloß faul und feige waren, werden wir verschweigen
und uns heimlich wünschen noch ein bisschen hier zu bleiben,
wenn wir dann alt sind und unsere tage knapp — und das wird sowieso passieren — dann erst werden wir kapieren,
wir hatten nie was zu verlieren,
denn das Leben, das wir führen wollen, das könn’ wir selber wählen, also
lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen,
lass uns nachts lange wachbleiben, aufs höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen.
Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehn wie sie zu Boden reisen und die gefall'nen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind.
Und lass mal an uns selber glauben,
ist mir egal ob das verrückt ist, und wer genau kuckt sieht, dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist.
Und wer immer wir auch waren,
lass mal werden wer wir sein wolln.
Wir haben schon viel zu lang’ gewartet, lass mal Dopamin vergolden.
Der Sinn des Lebens ist leben. - Das hat schon Casper gesagt.
Let’s make the most of the Night - Das hat schon Ke$ha gesagt
Lass uns möglichst viele Fehler machen
und möglichst viel aus ihnen lernen,
lass uns jetzt schon Gutes säen, damit wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun weil wir können und nicht müssen,
Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen
und
unsre Zeit die geht vorbei.
Das wird sowieso passieren,
und bis dahin sind wir frei,
und es gibt nichts zu verlieren.
Lass uns uns mal demaskieren und dann seh'n wir sind die Gleichen, und dann könn’ wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten,
denn das Leben, was wir führen wollen, das können wir selber wählen.

Also: Los!
Schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen!
Und eines Tages, Baby,
da werden wir alt sein,
Ohh, Baby werden wir alt sein,
Und an all die Geschichten denken, die für immer unsre sind

-Julia Engelmann

Eines Tages Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn’s um Selbstbetrug geht. Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh‘. Bin ein entschleunigtes Teilchen. Kann auf Keinsten was reißen. Lass‘ mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein anderer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach. Ich warte zu viel ab. Ich nehm‘ mir zu viel vor und ich mach‘ davon zu wenig. Ich halt‘ mich zu oft zurück, ich zweifel alles an, ich wäre gerne klug – allein das ist ziemlich dämlich. Ich würd‘ gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil wenn ich das alles sagen würde, wäre das viel zu viel. Ich würd‘ gern so vieles tun.
Meine Liste ist so lang, aber ich werd‘ eh nie alles schaffen – also fang‘ ich gar nicht an. Stattdessen häng‘ ich planlos vorm Smartphone. Wart‘ bloß auf den nächsten Freitag. „Ach, das mach‘ ich später“ ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund. Ich bin so furchtbar faul, mein Patronos ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf. Mein Dopamin, das spar‘ ich immer, falls ich’s nochmal brauche.

Und eines Tages Baby, werd‘ ich alt sein. Oh Baby, werd‘ ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
Und du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr wieder vercheckt hast. Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden.
Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, mal die Tagesschau sehen für mehr Small Talk, Allgemeinwissen. Aber wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast, kam dir wiedermal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft uns auf. Unser Dopamin, das sparen wir immer, falls wir’s nochmal brauchen. Und wir sind jung und haben viel Zeit. Warum sollen wir was riskieren? Wir wollen doch keine Fehler machen. Wir wollen auch nichts verlieren und uns bleibt so viel zu tun. Unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.

Eines Tages Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein wie: Einmal, bin ich fast einen Marathon gelaufen. Und hätte fast die Buddenbrooks gelesen.
Und einmal wäre ich beinahe bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen. Und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen, wir sind die Gleichen. Und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten. Werden wir sagen.

Und, dass wir bloß faul und feige waren – das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen, noch ein bisschen hierzubleiben, wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp – und das wird sowieso passieren – dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren. Denn das Leben, das wir führen wollen – das könn‘ wir selber wählen.
Also lass‘ uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass‘ uns nachts lange wach bleiben, aufs höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die tollsten Lieder singen. Lass‘ uns Feste, wie Konfetti schmeißen. Sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind. Und lass mal an uns selber glauben. Is‘ mir egal, ob das verrückt ist und wer genau kuckt, sieht, dass Mut bloß auch ein Anagramm von Glück ist.
Und, wer immer wir auch waren – lass‘ mal werden, wer wir sein wollen. Wir haben schon viel zu lang gewartet. Lass mal Dopamin vergeuden.

„Der Sinn des Lebens ist leben“ - das hat schon Casper gesagt. „Let’s make the most of the night“ – das hat schon Kesha gesagt. Lass’ uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass‘ uns jetzt schon Gutes säen, damit wir später Gutes ernten. Lass‘ uns das alles tun, weil wir können und nicht müssen. Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen.
Und unsere Zeit, die geht vorbei – das wird sowieso passieren. Und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren. Lass‘ uns, uns mal demaskieren und dann sehen, wir sind die Gleichen. Und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen.

—  Julia Engelmann - Poetry slam

One Day von Julia Engelmann

Eines Tages Baby, werden wir alt sein.
Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken,
die wir hätten erzählen können.

Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn’s um Selbstbetrug geht.
Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh‘.
Bin ein entschleunigtes Teilchen.
Kann auf Keinsten was reißen.
Lass‘ mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein anderer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehm‘ mir zu viel vor und ich mach‘ davon zu wenig.
Ich halt‘ mich zu oft zurück, ich zweifel alles an,
Ich wäre gerne klug – allein das ist ziemlich dämlich.
Ich würd‘ gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still,
weil wenn ich das alles sagen würde, wäre das viel zu viel.

Ich würd‘ gern so vieles tun.
Meine Liste ist so lang, aber ich werd‘ eh nie alles schaffen –
also fang‘ ich gar nicht an.
Stattdessen häng‘ ich planlos vorm Smartphone.
Wart‘ bloß auf den nächsten Freitag.
„Ach, das mach‘ ich später“ ist die Baseline meines Alltags.

Ich bin so furchtbar faul
wie ein Kieselstein am Meeresgrund.
Ich bin so furchtbar faul,
mein Patronos ist ein Schweinehund.
Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spar‘ ich immer, falls ich’s nochmal brauche.

Und eines Tages Baby, werd‘ ich alt sein.
Oh Baby, werd‘ ich alt sein und an all die Geschichten denken,
die ich hätte erzählen können.

Und du?
Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast,
wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr wieder vercheckt hast.
Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden.

Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen,
mal deine Träume angehen,
mal die Tagesschau sehen für mehr Small Talk, Allgemeinwissen.
Aber wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast,
kam dir wiedermal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer.
Niemand ruft uns auf.
Unser Dopamin, das sparen wir immer,
falls wir’s nochmal brauchen.
Und wir sind jung und haben viel Zeit.
Warum sollen wir was riskieren?
Wir wollen doch keine Fehler machen.
Wir wollen auch nichts verlieren und uns bleibt so viel zu tun.
Unsere Listen bleiben lang
und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.

Eines Tages Baby, werden wir alt sein.
Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken,
die wir hätten erzählen können.

Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen,
werden traurige Konjunktive sein wie:
Einmal, bin ich fast einen Marathon gelaufen.
Und hätte fast die Buddenbrooks gelesen.
Und einmal wäre ich beinahe bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen.
Und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen,
wir sind die Gleichen.
Und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten.
Werden wir sagen.

Und, dass wir bloß faul und feige waren –
das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen, noch ein bisschen hierzubleiben,
wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp –
und das wird sowieso passieren –
dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren.
Denn das Leben, das wir führen wollen –
das könn‘ wir selber wählen.

Also lass‘ uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen.
Lass‘ uns nachts lange wach bleiben,
aufs höchste Hausdach der Stadt steigen,
lachend und vom Takt frei die tollsten Lieder singen.
Lass‘ uns Feste, wie Konfetti schmeißen.
Sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern,
bis die Wolken wieder lila sind.

Und lass mal an uns selber glauben.
Is‘ mir egal, ob das verrückt ist und wer genau kuckt,
sieht, dass Mut bloß auch ein Anagramm von Glück ist.
Und, wer immer wir auch waren –
lass‘ mal werden, wer wir sein wollen.
Wir haben schon viel zu lang gewartet.
Lass mal Dopamin vergeuden.

„Der Sinn des Lebens ist leben“ -
das hat schon Casper gesagt.
„Let’s make the most of the night“ –
das hat schon Kesha gesagt.
Lass’ uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen.
Lass‘ uns jetzt schon Gutes säen,
damit wir später Gutes ernten.
Lass‘ uns das alles tun,
weil wir können und nicht müssen.
Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen.

Und unsere Zeit, die geht vorbei –
das wird sowieso passieren.
Und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren.
Lass‘ uns, uns mal demaskieren und dann sehen, wir sind die Gleichen.
Und dann können wir uns ruhig sagen,
dass wir uns viel bedeuten,
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen.

—  Julia Engelmann
One day/ Reckoning-Text
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Eines Tages, Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Ich bin der Meister der Streiche, wenn’s um Selbstbetrug geht. Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh.

Bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinsten was reißen. Lass mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein anderer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach, ich warte zu viel ab, ich nehm mir zu viel vor. Ich mach davon zu wenig. Ich halt mich zu oft zurück. Ich zweifle alles an. Ich wäre gerne klug – allein das ist schon dämlich.

Ich würde gerne so viel sagen aber bleibe meistens still weil wenn ich das alles sagen würde wäre das viel zu viel. Ich würde gern so vieles tun. Meine Liste ist so lang aber ich werd eh nie alles schaffen. Also fang ich gar nicht an.

Stattdessen häng ich planlos vorm Smartphone, wart bloß auf den nächsten Freitag. “Ach das mach ich später” ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund, ich bin so furchtbar faul mein Patronus ist ein Schweinehund.

Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf. Mein Dopamin das spar ich immer falls ich’s noch mal brauche.

Eines Tages werde ich alt sein, oh Baby werde ich alt sein. Und an all die Geschichten denken die ich hätte erzählen können. Und du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, dass du sie dieses Jahr wieder vercheckt hast.

Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Leben werden. Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, die Tagesschau sehen, für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen. Aber so wie jedes Jahr obwohl du nicht damit gerechnet hast kam dir wieder mal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft uns auf. Unser Dopamin das sparen wir immer falls wir’s noch mal brauchen. Wir sind jung und haben viel Zeit. Warum sollen wir denn was riskieren? Wollten doch keine Fehler machen. Wollen auch nichts verlieren und es bleibt so viel zu tun, unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.

Und die Geschichten die wir stattdessen dann erzählen werden, werden traurige Konjunktive sein wie “Einmal bin ich fast nen Marathon gelaufen und hätte fast die Buddenbrooks gelesen und einmal wär ich beinah bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen wir sind die gleichen.”

Und dann hätten wir uns fast gesagt wie viel wir uns bedeuten, werden wir sagen. Und dass wir bloß faul und feige waren, das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen noch ein bisschen hier zu bleiben.

Wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp, und das wird sowieso passieren, dann erst werden wir kapieren – wir hatten nie was zu verlieren denn das Leben das wir führen wollen, das können wir selber wählen.

Also lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass uns nachts lange wach bleiben aufs höchste Hausdach der Stadt lachend und vom Takt frei die tollsten Lieder singen. Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern bis die Wolken wieder lila sind. Und lass mal an uns selber glauben.

Ist mir egal ob das verrückt ist und wer genau guckt sieht, dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist. Und wer immer wir auch waren, lass mal werden wir wir sein wollen.

Wir haben schon viel zu lang gewartet. Lass mal Dopamin vergeuden.

Der Sinn des Lebens ist Leben. Das hat schon Casper gesagt.

Let’s make the most of the night, das hat schon Kesha gesagt.

Lass uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass uns jetzt schon Gutes sähen, damit wir später Gutes ernten. Lass uns alles tun, weil wir können und nicht müssen. Weil… jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen und unsere Zeit, die geht vorbei. Das wird sowieso passieren und bis dahin sind wir frei. Und es gibt nichts zu verlieren.

Lass uns uns mal demaskieren und dann sehen wir sind die Gleichen und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten. Denn das Leben das wir führen wollen, können wir selber wählen.

Also los. Schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen.

Und eines Tages Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.


Julia Engelmann

One Day by Julia Engelmann


Eines Tages Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn’s um Selbstbetrug geht. Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh‘. Bin ein entschleunigtes Teilchen. Kann auf Keinsten was reißen. Lass‘ mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein anderer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach. Ich warte zu viel ab. Ich nehm‘ mir zu viel vor und ich mach‘ davon zu wenig. Ich halt‘ mich zu oft zurück, ich zweifel alles an, ich wäre gerne klug – allein das ist ziemlich dämlich. Ich würd‘ gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil wenn ich das alles sagen würde, wäre das viel zu viel. Ich würd‘ gern so vieles tun.
Meine Liste ist so lang, aber ich werd‘ eh nie alles schaffen – also fang‘ ich gar nicht an. Stattdessen häng‘ ich planlos vorm Smartphone. Wart‘ bloß auf den nächsten Freitag. „Ach, das mach‘ ich später“ ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund. Ich bin so furchtbar faul, mein Patronos ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf. Mein Dopamin, das spar‘ ich immer, falls ich’s nochmal brauche.

Und eines Tages Baby, werd‘ ich alt sein. Oh Baby, werd‘ ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
Und du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr wieder vercheckt hast. Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden.
Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, mal die Tagesschau sehen für mehr Small Talk, Allgemeinwissen. Aber wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast, kam dir wiedermal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft uns auf. Unser Dopamin, das sparen wir immer, falls wir’s nochmal brauchen. Und wir sind jung und haben viel Zeit. Warum sollen wir was riskieren? Wir wollen doch keine Fehler machen. Wir wollen auch nichts verlieren und uns bleibt so viel zu tun. Unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.

Eines Tages Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein wie: Einmal, bin ich fast einen Marathon gelaufen. Und hätte fast die Buddenbrooks gelesen.
Und einmal wäre ich beinahe bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen. Und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen, wir sind die Gleichen. Und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten. Werden wir sagen.

Und, dass wir bloß faul und feige waren – das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen, noch ein bisschen hierzubleiben, wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp – und das wird sowieso passieren – dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren. Denn das Leben, das wir führen wollen – das könn‘ wir selber wählen.
Also lass‘ uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass‘ uns nachts lange wach bleiben, aufs höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die tollsten Lieder singen. Lass‘ uns Feste, wie Konfetti schmeißen. Sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind. Und lass mal an uns selber glauben. Is‘ mir egal, ob das verrückt ist und wer genau kuckt, sieht, dass Mut bloß auch ein Anagramm von Glück ist.
Und, wer immer wir auch waren – lass‘ mal werden, wer wir sein wollen. Wir haben schon viel zu lang gewartet. Lass mal Dopamin vergeuden.

„Der Sinn des Lebens ist leben“ - das hat schon Casper gesagt. „Let’s make the most of the night“ – das hat schon Kesha gesagt. Lass’ uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass‘ uns jetzt schon Gutes säen, damit wir später Gutes ernten. Lass‘ uns das alles tun, weil wir können und nicht müssen. Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen.
Und unsere Zeit, die geht vorbei – das wird sowieso passieren. Und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren. Lass‘ uns, uns mal demaskieren und dann sehen, wir sind die Gleichen. Und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen.

Eines Tages Baby werden wir alt sein. Und an all die Geschichten denken die wir hätten erzählen können. Ich bin der Meister der Streiche, wenns um Selbstbetrug geht. Ich bin ein Kleinkind vom feinsten, wenn ich vor Aufgaben stehe, bin ich ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinsten was reißen, was mich begeistert für Leichtsinn auch wenn ein anderer ihn lebt. Und ich denke zu viel nach, ich warte zu viel ab, ich nehm mir zu viel vor und mache davon zu wenig. Ich halt mich oft zurück und Zweifel alles an. Ich wäre gerne klug, allein das ist ziemlich dämlich . Ich würde gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still weil wenn ich das andere alles sagen würde, wäre das viel zu viel. Ich würde gern so viel tun, meine Liste ist so lang, aber ich werde eh nie alles schaffen. Also fang ich gar nicht an. Stattdessen hänge ich planlos rum am Smartphone. Wart bloß auf den nächsten Freitag. Ach das mach ich später ist die baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund. Ich bin so furchtbar und mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf. Und eines Tages werde ich alt sein Baby, werde ich alt sein und dann werde ich daran denken welche Geschichten ich alles erzählen hätte können. Und du? Du murmelst jedes Jahr neu die gleichen Vorsätze. Treu in deinem Sektglas. Und Ende September stellst du fest das du recht hast wenn du sagst das du sie wieder vercheckt hast. Dabei sollte ich für doch 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden. Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfters raus gehen. Mal deine Träume abgehen, mal die tagesschau sehen. Für mehr smalltalk allgemein wissen. So wie jedes Jahr, nur das du nicht damit gerechnet hast, kam dir mal wieder dieser Alltag dazwischen. Unser Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft uns auf. Wir sind Jung und haben viel zeit. Warum sollen wir was riskieren? Wir wollen doch nichts verlieren. Es bleibt so viel zu tun. Unsere Liste bleibt lang. Und so geht Tag und Nacht ganz still ins unbekannte Land. Und eines Tages Baby werden wir alt sein, Baby werden wir alt sein und werden an die Geschichten denken die wir hätten erzählen können und die Geschichten die wir stattdessen erzählen sind traurige Konjunktive. Einmal bin ich fast ein Marathon gelaufen und einmal wäre ich fast wach geblieben bis die Wolken wieder lila sind und hätte fast die bodenbrocks gelesen. Und fast hätten wir uns mal demaskiert und hätten dann gesehen wie sind die gleichen und dann hätten wir uns fast gesagt wie viel wir uns bedeuten werden wir sagen. Und das wir bloß faul und feige waren, das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen bisschen hier zu bleiben. Wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp werden, das wird sowieso passieren, dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren, denn das leben das wir spüren wollen, können wir selber wählen also lass uns doch Geschichten schreiben die wir später gern erzählen. Lass uns nachts lange wach bleiben, aufs höchste Hausdach steigen, lachend und vom Takt frei die tollsten Lieder singen. Lass uns feste wie Konfetti schmeißen, sehen wie sie zu Boden fallen und die gefallenen Feste feiern. Und das die Wolken wieder lila sind und lass mal an uns selber glauben. Is mir egal ob das verrückt ist und wer genau kuckt sieht, das mut auch bloß ein anagram von glück ist und wer immer wir auch waren, wir sollen so werden wie wir es wollen.
Eines Tages, baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein.
– und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn´s um Selbstbetrug geht.
Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh. 
lass mich begeistern für Leichtsinn – wenn ein andrer ihn lebt.
Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehm mir zu viel vor –
und ich mach davon zu wenig.
Ich halt mich zu oft zurück –
ich zweifel alles an,
ich wäre gerne klug,
allein das ist ziemlich dämlich.
Ich würde gern so vieles sagen
aber bleibe meistens still,
weil, wenn ich das alles sagen würde,
wär das viel zu viel.
Ich würd gern so vieles tun,
meine Liste ist so lang,
aber ich werd eh nie alles schaffen –
also fang ich gar nich´an.
Stattdessen häng´ich planlos vorm Smartphone,
wart´bloß auf den nächsten Freitag.
N´ach, das mach´ ich später,
ist die Baseline meines Alltags.
Mein Leben ist ein Wartezimmer,
niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spar ich immer –
falls ich´s nochmal brauch.
Und eines Tages werd ich alt sein, oh baby, werd´ ich alt sein
und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
Und Du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester
die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas
und Ende Dezember stellst Du fest, das du Recht hast,
wenn Du sagst, dass Du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.
Du wolltest abnehmen,
früher aufstehen,
öfter rausgehen,
mal deine Träume angehen,
mal die Tagesschau sehen,
für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen.
Wir sind jung, und ham´ viel Zeit.
Warum soll´n wir was riskieren,
wir woll´n doch keine Fehler machen.
wollen auch nichts verliern.
Und es bleibt so viel zu tun,
unsere Listen bleiben lang
und so geht Tag für Tag
ganz still ins unbekannte Land.
und eines Tages, baby, werden wir alt sein, oh baby,
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen werden –
traurige Konjunktive sein wie:
>
Wenn wir dann alt sind – und unsere Tage knapp,
und das wird sowieso passiern´,
dann erst werden wir kapiern´,
wir hatten nie was zu verliern´ –
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selbst wählen,
also lass´ uns doch Geschichten schreiben,
die wir später gern erzähln´.
Lass uns nachts lange wach bleiben,
auf´s höchste Hausdach der Stadt steigen,
lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen.
Lass ma´ an uns selber glauben,
ist mir egal ob das verrückt ist,
und wer genau guckt sieht,
dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist.
Und – wer immer wir auch warn´-
lass mal werden wer wir sein wollen.
Wir ham´ schon viel zu lang gewartet.
Der Sinn des Lebens ist leben,
das hat schon Casper gesagt,
lass uns möglichst viele Fehler machen,
und möglichst viel aus ihnen lernen.
Lass uns jetzt schon Gutes sähen,
dass wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun,
weil wir können – und nicht müssen.
Weil jetzt sind wir jung und lebendig,
und das soll ruhig jeder wissen,
Also – los, schreiben wir Geschichten,
die wir später gern erzähl´n.
Und eines Tages, baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein.
– und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.
—  Julia Engelmann
youtu.be
"One Day" Julia Engelmann

Eines Tages Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken die wir hätten erzählen können. Ich bin der Meister der Streiche wenn’s um Selbstbetrug geht. Bin ein Kleinkind vom feinsten wenn ich vor Aufgaben steh. Bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinsten was reißen. Lass mich begeistern für Leichtsinn wenn ein anderer ihn lebt. Und ich denke zu viel nach, ich warte zu viel ab, ich nehm mir zu viel vor. Ich mach davon zu wenig. Ich halt mich zu oft zurück. Ich zweifle alles an. Ich wäre gerne klug – allein das ist schon dämlich.

Ich würde gerne so viel sagen aber bleibe meistens still weil wenn ich das alles sagen würde wäre das viel zu viel. Ich würde gern so vieles tun. Meine Liste ist so lang aber ich werd eh nie alles schaffen. Also fang ich gar nicht an. Stattdessen häng ich planlos vorm Smartphone, wart bloß auf den nächsten Freitag. “Ach das mach ich später” ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund, ich bin so furchtbar faul mein Patronus ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf. Mein Dopamin das spar ich immer falls ich’s noch mal brauche.

Eines Tages werde ich alt sein, oh Baby werde ich alt sein. Und an all die Geschichten denken die ich hätte erzählen können. Und du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, dass du sie dieses Jahr wieder vercheckt hast. Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Leben werden. Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, die Tagesschau sehen, für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen. Aber so wie jedes Jahr obwohl du nicht damit gerechnet hast kam dir wieder mal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft uns auf. Unser Dopamin das sparen wir immer falls wir’s noch mal brauchen. Wir sind jung und haben viel Zeit. Warum sollen wir was riskieren? Wollen doch keine Fehler machen. Wollen auch nichts verlieren und es bleibt so viel zu tun, unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land. Und eines Tages Baby werden wir alt sein, oh Baby, und an all die Geschichten denken die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten die wir stattdessen dann erzählen werden, werden traurige Konjunktive sein wie “Einmal bin ich fast nen Marathon gelaufen und hätte fast die Buddenbrooks gelesen und einmal wär ich beinah bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen wir sind die gleichen.”

Und dann hätten wir uns fast gesagt wie viel wir uns bedeuten, werden wir sagen. Und dass wir bloß faul und feige waren, das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen noch ein bisschen hier zu bleiben. Wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp, und das wird sowieso passieren, dann erst werden wir kapieren – wir hatten nie was zu verlieren denn das Leben das wir führen wollen, das können wir selber wählen. Also lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass uns nachts lange wach bleiben aufs höchste Hausdach der Stadt lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen. Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern bis die Wolken wieder lila sind. Und lass mal an uns selber glauben. Ist mir egal ob das verrückt ist und wer genau guckt sieht, dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist. Und wer immer wir auch waren, lass mal werden wir wir sein wollen.

Wir haben schon viel zu lang gewartet. Lass mal Dopamin vergeuden. Der Sinn des Lebens ist Leben. Das hat schon Casper gesagt. Let’s make the most of the night, das hat schon Kesha gesagt. Lass uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass uns jetzt schon Gutes sähen damit wir später Gutes ernten. Lass uns alles tun, weil wir können und nicht müssen. Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen und unsere Zeit, die geht vorbei. Das wird sowieso passieren und bis dahin sind wir frei. Und es gibt nichts zu verlieren. Lass uns uns mal demaskieren und dann sehen wir sind die Gleichen und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten. Denn das Leben das wir führen wollen können wir selber wählen. Also los. Schreiben wir Geschichten die wir später gern erzählen. Und eines Tages Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein,oh Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken die wir hätten erzählen können. ich, ich bin der Meister der Streiche wenn’s um Selbstbetrug geht bin ein Kleinkind vom Feinsten wenn ich vor Aufgaben steh, bin ein entschleunigtes Teilchen,kann auf keinstem was reißen,
lass mich begeistern für Leichtsinn wenn ein Andrer ihn lebt
und ich denke zu viel nach,ich warte zu viel ab,
ich nehm mir zu viel vor und ich mach davon zu wenig
ich halt mich zu oft zurück,ich zweifel alles an,
ich wäre gerne klug,
allein das ist ziemlich dämlich
ich würd gern so vieles sagen,aber bleibe meistens still,
weil wenn ich das alles sagen würde wär das viel zu viel
ich würde gern so vieles tun,meine Liste ist so lang,
aber ich werd eh nie alles schaffen,
also fang ich gar nicht an
stattdessen häng ich planlos vorm Smartphone,wart bloß auf den nächsten Freitag,
„ach das mach ich später“ ist die Baseline meines Alltags
ich bin so furchtbar faul,wie ein Kieselsteig am Meeresgrund,
ich bin so furchtbar faul,
mein Patronus ist ein Schweinehund
mein Leben ist ein Wartezimmer,niemand ruft mich auf,
mein Dopamin das spar ich immer falls ich‘s nochmal brauch
Und eines Tages, Baby, werd ich alt sein,oh Baby werd ich alt sein und an all die Geschichten denken die ich hätte erzählen können
und du, du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas
und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast
dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden
du wolltest abnehmen,früher aufstehen,
öfter rausgehen,
mal deine Träume angehn,
mal die Tagesschau sehn, für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen
aber so wie jedes Jahr,obwohl du nicht damit gerechnet hast,
kam dir wieder mal dieser Alltag dazwischen
unser Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft uns auf
unser Dopamin das sparen wir immer falls wir‘s noch mal brauchen
und wir sind jung und haben viel Zeit,warum sollen wir was riskieren,
wir wollen doch keine Fehler machen,
wollen doch nichts verlieren
und es bleibt so viel zu tun,unsere Listen bleiben lang,
und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land
und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken die wir hätten erzählen können
und die Geschichten die wir dann stattdesssen erzählen werden traurige Konjunktive sein, wie
„einmal bin ich fast einen Marathon gelaufen,und hätte fast die Buddenbrooks gelesen
und einmal wär ich beinahe bis die Wolken wieder Lila waren noch wach gewesen,
und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehn wir sind die Gleichen,
und dann hätten wir uns fast gesagt wie viel wir uns bedeuten“, werden wir sagen
und dass wir nur bloß faul und feige waren werden wir verschweigen,und uns heimlich wünschen noch ein bisschen hier zu bleiben
wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp – und das wird sowieso passieren – dann erst werden wir kapieren wir hatten nie was zu verlieren,
denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen,also lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen
lass uns nachts lange wach bleiben,aufs höchste Hausdach der Stadt steigen,
lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen
lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehn wie sie zu Boden reisen und die gefallenenn Feste feiern bis die Wolken wieder Lila sind,
und lass mal an uns selber glauben,is mir egal ob das verrückt ist,
und wer genau guckt sieht, dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist
und wer immer wir auch waren,lass mal werden wer wir sein wollen
wir haben schon viel zu lang gewartet, lass mal Dopamin vergeuden
der Sinn des Lebens ist leben, das hat schon Casper gesagt
Let’s make the most of the night, das hast schon Ke$a gesagt
lass uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen
lass uns jetzt schon Gutes säen, damit wir später Gutes ernten
lass uns alles tun weil wir können und nicht müssen
weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen
und unsere Zeit die geht vorbei, das wird sowieso passieren
und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren
lass uns uns mal demaskieren, und dann sehen, wir sind die Gleichen,und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten,
denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen
also los, schreiben wir Geschichten die wir später gern erzählen
und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken die für immer unsere sind
—  Julia Engelmann
Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Ich, ich bin der Meister der Streiche wenn’s um Selbstbetrug geht, bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh. Bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinstem was reißen, lass mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein Andrer ihn lebt. Und ich denke zu viel nach, ich warte zu viel ab, ich nehm mir zu viel vor und ich mach davon zu wenig, ich halt mich zu oft zurück, ich zweifel alles an, ich wäre gerne klug, allein das ist ziemlich dämlich. Ich würd gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil, wenn ich das alles sagen würde, wär das viel zu viel. Ich würde gern so vieles tun, meine Liste ist so lang, aber ich werd eh nie alles schaffen, also fang ich gar nicht an. Stattdessen häng ich planlos vorm Smartphone, wart bloß auf den nächsten Freitag, „ach das mach ich später“ ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul, wie ein Kieselsteig am Meeresgrund, ich bin so furchtbar faul, mein Patronus ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf, mein Dopamin, das spar ich immer, falls ich‘s nochmal brauch. Und eines Tages, Baby, werd ich alt sein, oh Baby, werd ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können. Und du, du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast, dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden. Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehn, mal die Tagesschau sehn, für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen, aber so wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast, kam dir wieder mal dieser Alltag dazwischen. Unser Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft uns auf, unser Dopamin das sparen wir immer, falls wir‘s noch mal brauchen. Und wir sind jung und haben viel Zeit, warum sollen wir was riskieren, wir wollen doch keine Fehler machen, wollen doch nichts verlieren. und es bleibt so viel zu tun, unsere Listen bleiben lang, Und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein, wie „einmal bin ich fast einen Marathon gelaufen, und hätte fast die Buddenbrooks gelesen und einmal wär ich beinahe bis die Wolken wieder Lila waren noch wach gewesen, und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehn wir sind die Gleichen, und dann hätten wir uns fast gesagt wie viel wir uns bedeuten“, werden wir sagen. Und dass wir nur bloß faul und feige waren, werden wir verschweigen, und uns heimlich wünschen noch ein bisschen hier zu bleiben. Wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp – und das wird sowieso passieren – dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren, denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen, also lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass uns nachts lange wach bleiben, aufs höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen, lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehn wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern bis die Wolken wieder Lila sind. Und lass mal an uns selber glauben, is mir egal ob das verrückt ist, und wer genau guckt sieht, dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist. Und wer immer wir auch waren, lass mal werden, wer wir sein wollen, wir haben schon viel zu lang gewartet, lass mal Dopamin vergeuden. Der Sinn des Lebens ist leben, das hat schon Casper gesagt, Let’s make the most of the night, das hast schon Ke$a gesagt. Lass uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen, lass uns jetzt schon Gutes säen, damit wir später Gutes ernten. Lass uns alles tun, weil wir können und nicht müssen, weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen. Und unsere Zeit die geht vorbei, das wird sowieso passieren, und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren. Lass uns mal demaskieren, und dann sehen, wir sind die Gleichen, und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen. Also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen. Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.