wieso kann ich nicht so sein wie sie

Hinter meiner Musik

Das wird der wahrscheinlich ehrlichste, traurigste, schlimmste, emotionalste und tiefgründigste Text meiner Karriere sein.

Dieses Jahr gab es ein Satz/Frage, die ich öfter gehört habe als alles andere.

Diese Frage lautete “ geht es dir gut? ”

Am Anfang habe ich mich gewundert wieso die Leute mich das fragen. Ich bin Musiker, wieso sollte es mir anders gehen als die anderen ?

Wieso fragt mich das jeder? Ich mein, ich Frage ja auch nicht jeden Menschen den ich sehe ob es ihm gut geht… Wieso also mir?

Irgendwann Abends habe ich darüber nachgedacht und mich selbst gefragt, geht es dir gut?

Diese Frage ist so schmerzhaft, so tiefgehend, so erschütternd.

Es ist eine Frage die man nicht beantworten kann, wenn man nicht alle Mauern fallen lässt… aber geht es mir gut?

Ich saß nächste danach da und habe darüber nachgedacht und habe gemerkt wie es mir von Stunde zu Stunde schlechter ging. Ich habe gemerkt wie ich kein hunger mehr hatte und auch kein Durst. Ich habe mein Handy ausgeschaltet, weil ich das Bedürfnis hatte alleine zu sein. Ich brauchte einen Moment Ruhe von der Welt, denn ich glaube, da wollte jemand in meinem inneren schon eine sehr lange Zeit mit mir reden.

Ich fragte mich über Stunden hinweg ob es mir gut geht und habe darüber nachgedacht und irgendwann habe ich gespürt wie etwas in mir kaputt ging. Keine Erinnerung, kein Gedanke, kein Augenblick. Ich bin kaputt gegangen in dem Moment…

Ich wusste, mir geht es nicht gut… und mir wird es nicht gut gehen.

Ich wusste, da ist etwas schlimmes passiert und ich habe jahrelang weg gesehen… Ich habe es versucht zu ignorieren und zu verdrängen. Ich habe mir eingeredet dass alles wieder gut wird, aber es wird nicht gut… nie wieder und das weiß ich.

Ich habe angefangen mit der Musik, weil man meine beste Freundin ermordet hat. Sie ist nicht einfach gestorben, es war kein Unfall oder Schicksal. Es war nichts was man nicht hätte ändern können… man hat sie mir mit Gewalt aus dem Leben gerissen und ich habe mir 10 Jahrelang eingeredet dass alles gut wird… aber es wird nicht wieder gut…

Das war der erste Schritt auf diesem riesen Haufen Scherben…

Ich wusste jetzt dass da etwas ist und ich muss jetzt nachschauen.

Ich wusste Kristina ist tot. Ich spürte in dem Moment 10 Jahre Schmerz in mir, den ich verdrängt habe… aber was war danach?

Ging es mir davor gut? Ging es mir danach gut? Was ist eigentlich “ gut ”

Ist gut besser als okay? Oder okay nur ein anderes Wort für schlecht und wieso fragt man ob es einem gut geht und nicht ob es ihm perfekt geht? Ist gut denn gut genug ? Geben wir uns mit gut zufrieden oder reicht ein gut um beständig zu bleiben?

Ich meine, ein gut ist in der Schule eine 3… aber niemand freut sich so wirklich über eine 3 wenn es doch die 1 gibt oder ? Wieso ist es im Leben okay mit einer 3 durch zu kommen?

Ich wusste auf jeden Fall nun dass es mir nicht gut geht und dass da mehr ist als Kristina.

Ich wusste, ich habe keine Familie, aber wieso war das okay für mich? Wieso habe ich nie nachgefragt wieso Mama und Papa nicht da waren als Kristina umgebracht wurde? Wieso war ich nie sauer auf sie ? Wieso sehe ich das alles so leicht, obwohl es doch irgendwie so schwer ist?

Ich saß weitere Stunden da und habe immer wieder diese Frage im Kopf durchgespielt. Die nächste Frage war ob es an ihnen oder an mir liegt. Ich weiß dass ich jedes recht hätte sauer zu sein und niemand würde es mir übel nehmen, also kann es nicht an ihnen liegen. Es muss also an mir liegen.

Also die nächste Frage. Wieso liegt es an mir ?

Das ist die zweit schwerste Frage…

Was muss passieren bis ein Mensch sich selbst aufgibt? Wie viel Lasten kann man tragen bevor man einbricht und wieso bin ich immer noch so “ Locker ” ?

Irgendwann bemerkte ich, dass ich gar nicht so “locker” bin wie ich dachte. Ich ignoriere das meinste nur. Ich verdränge alles, so wie ich Kristinas Ermordung verdränge.

Ich mein, ich habe panikattacken. Ich wache Schweiß gebadet auf… Klammer mich mit ganzer Kraft an den Menschen den ich liebe und versuche es immer allen recht zu machen, selbst wenn ich dabei kaputt gehe…

Aber wieso mache ich das ?

Das war die nächste Frage… wieso mache ich das?

- weil ich kaputt bin.

Kennt ihr die Geschichte von Ugly Cat? Es ist die traurigste Geschichte, die ich in meinem Leben gelesen habe… nachdem ich sie gelesen habe ging es mir 1 Woche unglaublich schlecht. Ich erzähle sie euch in Kurzform.

Ugly war eine kleine Straßenkatze. Sie war dreckig. Zerbissen. Hatte Löcher im ihr von kämpfen. War abgemagert und sehr zugerichtet. Sie lief auf ein Grundstück, wo ein Herr sein rasen bewässerte, als er Ugly bemerkte zielte er mir dem Strahl auf sie, damit sie vom Grundstück verschwindet. Ein junger Mann fand Ugly auf dem boden vor dem Grundstück liegen und hebte sie auf. Ugly biss in die schnur seiner kaputze und saugte dran und kuschelte sich in sein arm. Dann starb Ugly. Alles was Ugly wollte ist ein Zuhause. Etwas zu essen und Schutz, aber anstatt Ugly zu helfen wurde sie geschlagen und verjagt, bis sie starb…

Ich habe so lange über diese Geschichte nachgedacht und irgendwann bemerkt, dass ich sie ulgy bin.

Man hat mir meine familie genommen. Man hat meine beste Freundin ermordet und mic j alleine zurück gelassen. Ich musste mir mit 15 Jahren alleine die Frage beantworten wieso das alles passiert ist? Wieso ist sie tot? Wieso hat man das getan? Wieso sehe ich sie nie wieder? Wieso kann ich mich nicht verabschieden? Wie gehe ich mit diesem Schmerz um? Was mache ich nun? Wieso hat man mich nicht umgebracht und sie am Leben gelassen? Wieso fühlt es sich so leer an? Wer hilft mir jetzt?… ich habe Hilfe gebraucht und ich habe mehr als deutlich danach geschrien und alle haben weg geschaut…

Und den Preis dafür muss ich heute noch bezahlen…

Ich bin nicht sauer auf alle anderen, weil sie weg geschaut haven. Ich bin sauer auf mich, weil ich es zugelassen habe.

Ich habe mehrfach versucht mich umzubringen, aber das lustige ist. Sterben ist echt verdammt schwierig. Wenn es dafür ne Bachelor Arbeit gibt hätte ich sie auf jeden Fall verhauen. Ihr denkt vielleicht ich Lüge, aber der Körper entscheidet ob man bleibt oder geht und der Geist kämpft kurz davor dagegen an… und dieser Kampf ist heftig. Das ist ein richtiger Krieg, Kopf gegen Herz. Dir wird schlecht, schwindelig, heiß, du zitterst, schwitzt und hast Problem das Gleichgewicht zu halte. Du denkst dir “ in 30 Sekunden ist alles gut ” aber dein Kopf im Inneren versucht mit voller Kraft dich zu beschützen vor dir selbst. Es ist ein harter Kampf und wenn du es überlebst, dann hast du den richtigen Kampf erst danach, denn am nächsten Tag kommt erst die Frage “ was ist da passiert? ”

Und dieser Frage kannst du dann nicht mehr auf dem weg gehen… man kann es versuchen, aber man kann sich nicht selbst belügen…

Das alles war ein Schrei nach Hilfe…Das ganze Leben war ein Schrei nach Hilfe und ich bin der jenige der geschrien hat… und ich bin der einzige, der das nie bemerkte.

Wieso also die Musik? Ich bin ein ziemlich schlauer und begabter Mensch. Muss mir nie groß Mühe geben um etwas zu lernen. Ich könnte so vieles erreichen, wieso also Musik?

Die Antwort war schnell geklärt.

Nicht, weil ich berühmt werden wollte… Nein

Weil mir gesagt wurde, dass man erst tot ist, wenn niemand mehr einen kennt.

Diese Rechnung ging schnell auf. Wenn ich nicht will dass Kristina stirbt, dann Sorge dafür dass man sie nicht vergisst. Gesagt - getan.

Aber wieso Musik? Wieso keine Proteste. Kunst Bilder. Graffiti Oder sonst was? Wieso musik..

Kristina hört immer traurige und nachdenkliche Musik… ich habe so viele Sachen verdrängt, aber das könnte ich nicht verdrängen. Also fing ich an traurige Songs zu schreiben… ehrliche Songs zu schreiben.

Ich habe mich in Mantel der Kunst versteckt um öffentlich nach Hilfe zu schreien. Ich habe mich in der Öffentlichkeit versteckt um meinem Kummer, Ängste und Schmerzen freien Lauf zu lassen. Es ist, als würden 130.000 Menschen auf einen Riesen Platz stehen und einer schreit etwas. Keiner wüsste woher es kommt. Versteht ihr ?

Immer wenn jemand sagt dass er mich bewundert, weil ich stark bin. Sage ich ihm dass es nicht stimmt. Starke Menschen verstecken sich nicht und das habe ich getan und mache es immer noch. Ich verstecke mein Schmerz in der Kunst, damit ich mich nicht mit ihm auseinander setzen muss.

Ich bin so gut darin meinen Schmerz zu verlegen dass ich als super nanny auf RTL2 arbeiten könnte. Ich würde jedes Kind ohne Probleme auf den stillen Stuhl bekommen.

Ich habe alles für meine Freundin gegeben. Aus zwei Gründen. 1. Sie war anders als jeder Mensch zuvor und ich sage selbst nachdem wir über 1 Monat auseinander sind, dass sie der wichtigste Mensch in meinem gesamten Leben war. Wichtiger als alles und mit alles meine ich alles…. und 2. Weil ich Ugly bin und auch nur eine Familie haben will… ein zu Hause… etwas, wo ich nach Hause komme und es da ist… keine leere Wohnung… eine Familie für die man sorgt. Kämpft. Pflegt. Kocht. Verreist. Streitet. Liebt und alles was es gibt. Meine Familie….

Aber das Problem war nicht dass es keine liebe gab. Ich liebe sie über alles und sie hat mich selbst bei der Trennung noch über alles geliebt. Das Problem war, dass wir aufgepasst haben. Wir hatten eine schwere Zeit und haben uns gesagt das wir aufpassen müssen, anstatt auf uns zu vertrauen.

Wisst ihr was passiert wenn man aufpasst?

Jede Mücke wird zum Elefanten. Du achtest penibel darauf keinen Fehler zu machen und wenn du mal etwas falsch machst, was eigentlich total belanglos ist, ist es durch das aufpassen trotzdem schlimm.

Das war unser Fehler… deswegen sind wir kaputt gegangen. Nicht weil wir uns nicht liebten… sondern weil wir aufgepasst haben anstatt zu vertrauen.

Ich weiß wir hätten es geschafft und ich würde und habe immer um sie gekämpft, aber ein Mensch ist kein Gegenstand. Du kannst ihn nicht halten…

Und dann kam wieder die Frage

Geht es dir gut?

Geht es mir gut nachdem ich all das herausgefunden habe?

Geht es mir jetzt besser?

Nein…

Ich weiß, dass ich glücklich werden kann. Sowas spürt man bei solch einem Gespräch im Inneren, aber was benötigt es dafür ?

Ich weiß was ich dafür brauche, aber das bleibt wohl eine lange Zeit mein Geheimnis…

Lebt wohl

In liebe,

Zate

Das wird mein Letzter Text gewesen sein…

Ein letztes mal schreib ich es auf… Alles… Komplett….
Meine Emotionen, meine Gedanken. meinen Schmerz… alles
Jeder Mensch ist nur ein Lückenfüller… Wir alle sind nur Schiffe auf dem weg, fahren, weil alle schon gefahren sind, weil niemand wirklich fragt warum, oder was uns eine einfahrt in den Hafen bringt.
Wir alle haben eine bestimmung, wir alle haben eine Aufgabe.
Ich glaube, meine Aufgabe war es die Lasten der Anderen zu tragen.
Ich bin nicht Depressiv… Ich bin nur sehr, sehr, sehr, sehr Traurig.
Ich weiß nicht ob das hier ein Abschiedsbrief oder ein “ Fick dich ” ist.
Ich glaube aber es ist ein bisschen von beidem.

Ich habe so viel Wut in mir… Ich bestehe nur noch aus Wut, Hass und Trauer.
ich bin so unfassbar Wütend auf diese Welt und jeden hier
ich bin so unfassbar wütend auf jeden Menschen der mich verletzt hat. der mich ignoriert hat, ausgenutz, missbraucht, verarscht, belächelt und was es sonst noch so gibt.
Ich fühle keine Liebe mehr für irgendwen…
Ich hatte eine Frau kennengelernt und ich liebe sie mehr als mein Leben, dann ist sie weg gerannt. Sie rennt so schnell dass sie selbst nicht bemerkt was für ein Fehler sie gerade macht. Wenn man jemanden liebt, dann rennt man nicht weg, oder ?
Ich wurde so gequält in all den Jahren… Ich sehe wie Menschen mich anschauen und auf meinen tot warten… Sie schauen Wort wörtlich zu…
und wenn ich es versuche, dann will aufeinmal jeder helfen, keiner will Schuld dran sein, aber alle wollen ein Stück der Aufmerksamkeit.
So ist das Leben… Wir alle sind austauschbar… du… ich… jeder
Aber ich schreibe das nicht um mitleid zu bekommen. ich schreibe das, weil ich wütend bin.
Ich will dass mich jeder Mensch liebt, in sein Herz schließt. Ohne mich nicht weiter weiß
und dann will ich mich umbringe.
Ich möchte emotional JEDEN Menschen mitnehmen der mir einmal im Leben leid zugefügt hat.
Jeder hat das Recht sich so zu fühlen wie ich mich fühle.
Wisst ihr wie es ist zu leiden ?
und ich meine damit nicht, dass man sich den Arm bricht, oder sich verletzt.
Ich meine wie es ist innerlich Feuer zu fangen.
wie es sich anfühlt als würde man innerlich verbrennen…. ein Feuer was niemand mehr löschen kann und bei jeder schlimmen Tat wird es größer und größer und größer
kennst du den Schmerz wenn deine Freunde sterben ?
Wenn deine Familie stirbt, geht, dich alleine lässt ?
kennst du das Gefühl niemanden auf der Welt zu haben.
Du siehst all die Menschen und fragst dich wieso sie lächeln…
du wirst sauer, weil sie lächeln. Eigentlich müsste ich doch auch lächeln… oder nicht ?
weißt du wie es ist, wenn die Welt dir von Anfang an sagt dass du hier gar nicht sein sollst ?
Weißt du wie es ist, wenn die Welt dir zeigt dass du nicht hierher gehörst ?
Ihr alle seid ja so Glücklich mit euren Lügen, redet euch ein es wäre alles gut, aber was ist gut ?
erkläre mir “ gut ”. gut ist besser als ok und schlechter als Super. Super ist nicht fantastisch und fantastisch ist bei weiten nicht PERFEKT !!!
ALSO WIESO LÄCHELT IHR WENN ES NICHT PERFEKT IST !!!
ist euch “ gut ” genug ?
wenn ein gut reicht um Glücklich zu sein, dann will ich hier nicht sein !

Ich will dass jeder sich mit diesem Text angesprochen fühlt.
Ich will dass ihr Kaputt geht.
und ich verspreche euch, ich werde dafür sorgen.

aufs-meer-gerichtet  asked:

Also ich verstehe das es nicht so nice ist wenn jemand sagt "jo das ist falsch so, dass muss so gemacht werden" etc., aber wenn man ehm.. einfach seine meinung äußert, ist es doch in ordnung oder nicht? Beispiel: ich fand in deinem buch die schrift bei den tagebucheinträgen von pia nicht so cool, da ich sie nicht so gut lesen konnte xd. Aber wenn du das so feierst und es so lassen möchtest, ist es ja okey - ich fordere dich ja zu nichts auf. Oder habe ich da etwas wie gesagt falsch aufgefasst?

Auf jeden Fall! Jeder hat ja eine ganz individuelle Wahrnehmung und natürlich darf man diese zum Ausdruck bringen. Wenn dir etwas nicht gefällt und du erklären möchtest wieso, kann theoretisch jeder daraus etwas mitnehmen. Finde es erst dann unnötig und teilweise auch destruktiv, wenn man das persönliche Empfinden als Maß aller Dinge sieht und unerfüllte Erwartungen als Fehler betrachtet. Polarisieren ist nice; ich habe nicht den Anspruch, dass das was ich mache jedem gefällt, hauptsache mir gefällt es :}

lavandulavera  asked:

In Deutschland muss dank eines funktionierenden Sozialsystems NIEMAND hungern, dementsprechend begeht niemand Diebstahl aus Not; und wenn man sich etwas nicht leisten kann, dann ist das eben so. Man hat KEIN Recht, es zu stehlen. Schaden tut das nämlich auch nicht den "bösen Konzernen", sondern Mitarbeitern, die dann dafür verantwortlich gemacht werden und die den Schaden dann von ihrem Lohn abgezogen/ihre Stunden gestrichen bekommen. Hört einfach auf, euch asozial zu benehmen.

Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen soll. Aber fangen wir doch am Ende an.
Denn das ist absolut an den Haaren herbei gezogen. Ich kenne einige Menschen, die im Einzelhandel arbeiten, und es ist Blödsinn, da niemandem der Lohn abgezogen oder die Stunden gestrichen werden. Interessant ist auch die Aussage, dass die Konzerne darunter “leiden sollen”. Also ich sehe in diesem Artikel, auf den du dich beziehst, nicht ein einziges Mal die Intention, dass der Konzern “leiden” soll. Also wirklich…. Als ob darunter jemand leidet, vor allem ein Großkonzern, wenn ich mir einen Pickup in die Tasche stecke. Selbst wenn das 1000 Menschen machen, ist der Verlust nicht ansatzweise mit dem (täglichen, jährlichen) Verlust und das Wegwerfen von Frischware zu vergleichen. Jeden Tag fliegt Obst und Gemüse in den Müll, Backwaren und Wurstwaren werden entsorgt. Die Verluste sind immens. Scheinbar jedoch so gering, dass dieser Weg des Wegwerfens nicht überdacht und legitimiert werden muss.

Okay gut. Jetzt zum nächsten Punkt: “in Deutschland muss niemand hungern.” Entschuldige, aber auch das ist Quatsch. Klar gibt es Einrichtungen wie die Tafel und Missionen, die sich um die Menschen auf der Straße kümmern, aber reicht das?
Ich erkläre dir das mal: Zur Tafel dürfen nur Menschen, die bedürftig sind, das ist ja gerecht oder? Bedürftig sind aber nur die Menschen, die vom Amt einen Bescheid dafür haben. Schön und gut. Für diesen Bescheid braucht es einen Wohnsitz, ohne Wohnsitz kein Bescheid. Du verstehst das Problem langsam? Obdachlose dürfen nicht von der Tafel Essen beziehen. Dann gibt es die Missionen, klar einmal am Tag warmes Essen und ein Lunchpaket ist super, doch stillt das wirklich den Hunger?
Bevor Menschen solche Aussagen treffen sollten sie sich Gedanken über genau diese Aussagen machen und nicht leichtsinnig etwas daher sagen um zwanghaft Meinung kundzutun. In Deutschland müssen leider auch Menschen in Hunger leben. Natürlich geht es schlimmer, die Umstände sind beu weitem nicht so dramatisch wie in anderen Gegenden der Erde, aber wieso vergleichen wir? Es geht Menschen schlecht, Punkt.
Wenn jetzt eine Aussage kommt, die nur im Ansatz den Anschein erweckt, dass mir jemand sagen will, dass niemand obdachlos sein muss, geh ich krachen. Nur als Vorwarnung.

Deine Aussage, dass man sich etwas nicht leisten kann und dann ist das halt so, ist legitim. Lassen wir doch aber die Menschen selbst entscheiden. Was interessiert es dich oder den Verkäufer an der Kasse ob ich mir ne Packung Mentos einpacke. Es gibt so viel was ich bezahlen könnte, aber es nicht einsehe für diesen ungerechtfertigten Preis aufzukommen und Großkonzerne, die Ressourcen und Arbeiter*Innen ausbeuten, zu unterstützen.

Und asozial - wenn du diesen Begriff unbedingt verwenden möchtest - sind nicht die Leute, die klauen, sondern die Menschen, die diese jene Leute verpfeifen oder beleidigen, verachten oder pauschalisieren.

Warum? Ganz einfach.
Ihr werdet keiner Gefahr ausgesetzt, werdet nicht verwickelt oder benötigt.
Wieso kommt man dann auf die Idee, dass das Klauen an sich so falsch ist? Ja, es ist verboten. Ja, es steht unter Strafe und ja verdammt, wenn es jeder macht wäre es fragwürdig ob das System des Kapitals dann so noch funktionieren könnte. Es macht aber nicht jeder. Nicht jeder ist darauf angewiesen sein Geld 12x rumzudrehen. Nicht jeder bettelt sich Geld zusammen oder sammelt Pfandflaschen um sich das nötigste zu holen, gönnt ihm doch seinen Pickup in der Jackentasche, meine Güte.

Seit wann interessiert die Menschen eigentlich das Gesetz? Rauchen alle erst ab 18? Geht niemand feiern unter 16? Trinkt keiner harten Alkohol? Kiffen ist auch schlimm? Noch nie was zu Schulden kommen lassen? Ja ein Glück! Ihr frommen Gestalten des 21. Jahrhunderts.

Kümmert euch um eure eigenen Probleme.
(Gesetze sollten, mal ganz davon abgesehen, für die Gesellschaft und den Menschen sein, nicht dagegen arbeiten, letzten Endes werden Firmen, die Reichtum zu Massen anhäufen, unterstützt und geschützt und “der kleine Mann” kämpft sich durch um am Monatsende am Existenzminimum zu leben mit einem Job, der nicht das nötige Geld einbringt - nur mal als Exkurs)

anonymous asked:

Ich will Krebs haben.

“Mein Name ist Conny, ich bin 25 Jahre alt und im 9. Monat schwanger. Hier geht es aber eigentlich um meine über alles geliebte Mama - meine Seelenverwandte, beste Freundin und dem besten Menschen auf Erden! Sie wurde leider nur 49 Jahre alt (den sie im übrigen im Krankenhaus verbringen musste)

Die Geschichte fing am 25.12.2012 an, dem 1. Weihnachtsfeiertag. Ab dem Tag an hatte Sie von 7 Wochentagen 5 Tage davon Bauchschmerzen und ihr war ständig übel. Ab Ende Januar so stark, dass sie sich auf den Boden legen musste, weil der Schmerz auch auf den Rücken übergegangen war. Meine Mum war nie krank und hat nie gejammert, also dachte ich mir: Das ist nicht normal, sie muss am besten sofort zum Arzt. Da sie aber selbständig ist bzw. war, wollte sie ihre Kunden nie hängen lassen und lies sich erst überreden, als ich ihr am 11.02.2013 einen Termin beim Internisten machte. Der machte einen Ultraschall vom Oberbauch, runzelte nur die Stirn und druckte 10 Bilder der Leber aus. Dann nahm er ihr noch Blut ab und sagte uns, dass die Ergebnisse am 13.02.2013 vorliegen würden. Zwischenzeitlich war der Oberbauch stark angeschwollen und sie selbst konnte, wie sie sagte, “Kugeln” ertasten, die man hin- und herschieben kann und die ihr Herzschmerzen beim Sitzen verursachten und sie teilweise schlecht Luft bekam. Da ich arbeiten musste, ging meine Mum an diesem besagten 13.02.2013 mittags alleine zum Arzt. Sie kam danach gleich weinend zu mir in die Arbeit und sagte: Er vermute Bauchspeicheldrüsenkrebs!!! Für uns brach eine Welt zusammen!!!
Meine Mama selbst ging ja davon aus es wäre ein Magengeschwür, nichts weiter!
Am 14.02.2013, dem Valentinstag, brachten mein Verlobter und ich meine Mama ins nächstgelegene Klinikum. 4 Stunden wurde sie in der Notaufnahme durchgecheckt und kam anschließend stationär auf ein Zimmer. In den nächsten Tagen folgten noch Sonografie, Bronchioskopie, mehrere Male Ultraschall, Röntgen, Leberpunktion, CT´s und Magen-Darm-Spiegelung.
Bei letzterer kamen sie aber bei einem Punkt nicht weiter und wollten weiter beratschlagen. Sie wussten nun, der Primärtumor sitzt irgendwo im Darm und ihre “Kugeln” waren sehr große und viele Metastasen über die ganze Leber verteilt, wie eine Schürze. Zu dem Zeitpunkt war die Leber 3mal so groß wie bei einem normalen Menschen!! In dieser Zeit bildete sich ein Darmverschluss und die Ärzte hatten keine Zeit mehr für weitere Untersuchungen sondern mussten sie notoperieren. Diese OP dauerte ca. 5 Stunden, die sie gut weg steckte. Dabei stellte sich heraus, dass der Tumor im Dünndarm saß und alles entfernt werden konnte. Allerdings war die Leber schon komplett zerfressen und konnte nur noch mit einer Chemo behandelt werden, die Diagnose UNHEILBAR wurde gestellt. Das wollte aber so von uns niemand wahr haben. 10 Tage später ist die Wunde im Darm aufgeplatzt und es bildete sich Eiter im Bauchraum und eine Bauchfellentzündung. Also die nächste Not-OP Anschließend wurde ihr ein Port gesetzt. Dabei hatte sie von ihrem ursprünglichem Körpergewicht von 57 Kilo bei 1,63 cm Körpergröße schon 11 Kilo verloren. Für die Chemo war sie somit ab diesem Zeitpunkt zu schwach. Die Ärzte hatten uns allen gesagt, sie hätte eine “Hammer-Chemo” bekommen, dabei war es nur eine palliative Chemo. Gesagt haben sie uns NICHTS! Meine Mama baute körperlich sowie geistig weiter ab, bildete sich Sachen ein die nicht da waren und konnte nicht mehr laufen. Sie äußerte dann den Wunsch, in eine Klinik mit Palliativstation zu wollen. Erst dort wurde uns Angehörigen die Tragweite der Krankheit veranschaulicht und bewusst: Sie wird nicht mehr gesund und wird ihren Enkelsohn, den sie jetzt schon innig liebte, nicht mehr erleben dürfen! Ab dem 14.2. war ich krank geschrieben und jeden Tag mindestens 7 Stunden im Krankenhaus bei ihr. Dadurch auch schon damals die Bindung zum Zwerg in meinem Bauch. Die Ärzte und auch Schwestern auf der Palliativstation waren so fürsorglich und kümmerten sich super um uns. Meine Mama war dort 3 ½ Wochen. Nach 2 Wochen hatte sie sich geistig super erholt, körperlich war sie mit ca. 33 Kilo ein kompletter Pflegefall. Sie konnte einfach nicht mehr viel essen, nicht mehr gehen aber sie kämpfte, besonders für mich glaube ich, dass sie wieder fit werden würde. Sie sollte entlassen werden und nach Hause kommen. Sie wohnte (meine Eltern sind getrennt lebend) 3 Stockwerke unter meinem Verlobten und mir und ich dachte, mit Pflegestufe und Palliativbetreuung kriegen wir das hin! Alle waren optimistisch. Sie freute sich so, mir endlich Gutes zu tun und jeden Tag gaaaanz frisch zu kochen. Doch dazu kam es nicht mehr. Einen Tag vor der geplanten Entlassung fiel sie ins Leberkoma, das war am 30.04. Ab Donnerstag, dem 02.05. war sie überhaupt nicht mehr wach und stöhnte nur noch, die Augen halb offen. Von 02.05. auf 03.05. um 4:00 Uhr früh ist sie dann, angeblich friedlich, eingeschlafen, was ich bis heute nicht glaube

Die Ärzte rieten mir und meinem kleinen Bruder (21 Jahre) bereits am Dienstag, dass unsere Mama erst los lassen kann, wenn wir ihr sagen, dass sie gehen darf. Das war für mich der schlimmste Moment meines Lebens!!!!! Meine Mama meinte erst: “Und wieso habt ihr mir das nicht früher gesagt?!” und danach, nach 3-4 Stunden sagte sie: “Ich kann ja noch gar nicht gehen Maus, ihr braucht mich doch!” Es war wie in einem Alptraum, so etwas grausames hab ich in meinem Leben noch nicht gehört oder gesehen. Mein Bruder war nur noch am schreien und weinen und ich war fertig mit den Nerven. Noch heute plagen mich Schuldgefühle. War es wirklich richtig ihr so etwas zu sagen, habe ich ihrer Seele damit wirklich einen Gefallen getan?! Ich war die Letzte, die sie wirklich gehen lassen wollte. Aber man darf nicht egoistisch sein, sondern daran denken, was für den wichtigsten Menschen im Leben besser ist. “
Sag noch einmal, dass du Krebs haben willst, und ich raste aus.

Sie: du bist so hübsch. Wieso hast du Depressionen? Du hast keinen Grund unglücklich zu sein.

Ich: ich sag dir eins! Es ist egal wie du aussiehst und wer du bist, wenn wir sterben und verrotten sind wir alle gleich. Nur weil du hübsch oder klug bist passiert dir deshalb nicht weniger scheiße. Du bist dadurch nicht beliebt oder geschützt. Du wirst verarscht genau wie alle anderen und du bist nicht mehr wert wie jemand sonst. Wenn dein Herz gebrochen ist kann deine Schale noch so glänzen.

anonymous asked:

Es gibt Dinge die man als Außenstehender nicht unbedingt verstehen kann, aber lass die Menschen doch das tragen, das mit etwas verbinden, das lieben, das sein wollen was sie glücklich macht! :(

Wie gesagt will ich niemandem zu Nahe treten und verurteile absolut und überhaupt gar nichts, was keinem anderen Lebewesen schadet. Jeder sollte sich selbst verwirklich können, genau so wie er es für richtig hält und fühlt!

Aber ich verstehe nicht, wieso man so empfindlich auf Fragen reagiert und sich von meiner Unwissenheit angegriffen fühlt. Nur durch Kommunikation und Austausch kann man Verständnis erlangen; immerhin ist das etwas, was eben nicht jeder so easy “nachfühlen” kann, weshalb es doch einfach nur gut ist, darüber zu reden.

anonymous asked:

Homosexualität ist scheiße, genauso wie du! Wie kann man sowas unterstützen bah!!

das du mich “scheiße” findest ist deine Meinung, akzeptiere ich.
Sag mir aber lieber, warum du Homosexualität nicht gut findest? Es sind auch nur Menschen und wenn sie sich nun mal so entschieden haben vom Gefühl her, willst du dann die Leute zwingen anders zu sein? Wieso kritisiert man sowas, wieso will man die Leute quälen anstatt sie glücklich werden zu lassen?

Es ist nicht nur, dass ich nichts mehr fühle. Manchmal fühle ich viel zu viel, als das ich es überhaupt ertragen könnte. Manchmal fühle ich alles auf einmal, sodass ich nichts mehr ertragen kann, weil in mir schon so viel passiert. Manchmal kann ich nicht hören, wie andere reden, keine Musik, keinen Laut. Ich kann es nicht verarbeiten, weil meine Gedanken allein schon alles einnehmen. Das macht unglaublich einsam. Ich ertrage die Gesellschaft von andern nicht, aber ich will nicht allein sein, weil ich Angst vor mir selbst habe. Ich glaube, dass mich niemand verstehen kann, weil ich es schlichtweg nicht mehr erklären kann. Ich fühle mich falsch. Anders als alle anderen, hässlich und unbedeutend. Niemand fühlt wie ich fühle. Sie alle lachen über so unbedeutende Dinge, dass ich schreien will. Wie können sie über so etwas lachen, wenn sie nie gesehen haben, wie diese Welt sein kann. Wie können sie lachen, wenn ich es so oft nicht mehr kann? Wieso ich? Wieso überflutet mich das alles nur so? Ich habe Angst, dass sie sehen, was für ein Monster ich geworden bin. Angst, dass sie merken, dass ich ihren Worten nicht mehr folgen kann. Ich habe unglaubliche Angst, dass irgendjemand irgendwas merkt. Aber gleichzeitig denke ich, dass das alles nur Einbildung ist. Dass das was ich fühle nicht real ist. Dass ich mir das nur vormache, weil ich anders sein will. Und ich versuche. Tag für Tag, egal wie schwer es ist am Morgen aufzustehen. Ich versuche wieder glücklich zu werden, obwohl es unglaublich dumm ist. Weil ich hier selbst nicht mehr raus kommen werde. Das ist, was diese Krankheit mit mir macht. Das ist die Wahrheit, die ich mir niemals traue auszusprechen.
Ich würde so gerne allen erklären, warum ich so bin und wieso ich gewisse Dinge mache. Doch ich weiß einfach nicht wie. Ich bin zu müde um überhaupt irgendwas zu schaffen. Ich will mich in mein Bett verstecken und nie wieder herauskommen. Die letzten paar Menschen, bei denen ich gedacht hatte, ich wäre Ihnen etwas Wert haben langsam auch genug von mir. Ich bin nicht genug, ein Versager, ein schrecklicher Freund, insgesamt einfach ein schlechter Mensch. Ich habe sie enttäuscht und verletzt, aber nicht mit Absicht. Ich habe einfach schreckliche Angst. So viele Gefühle mit denen ich nicht umgehen kann. Ich weiß es jetzt schon, ich werde wieder versagen, sie werden wieder enttäuscht sein, mich hassen. Ich gleite immer mehr ab in meine eigene Welt, in ein dunkles tiefen Loch aus dem ich es alleine nicht mehr raus schaffe. Doch niemand wird mir helfen, egal wie sehr ich nach Hilfe Schreie, niemand wird mich hören. Ich sehe keine Zukunft mehr für mich. Ich will das alles einfach beenden..

horribleperson4k  asked:

Hältst du es nicht für besser, die Person, die diesen Shit schreibt, zu ignorieren? Dass du seine Nachrichten postest, gibt ihm doch nur "Erfolg" (inwiefern ein Mensch sich dadurch bereichern kann...o.O).

Ich verstehe nicht, wieso ich solche Nachrichten komplett ignorieren sollte; tbh :o Wenn es darum gehen würde mich davor zu schützen – ok, aber sowas trifft mich überhaupt nicht! Diese Person will mich verunsichern und das schafft sie nicht, wieso sollte ich denn nicht so authentisch wie möglich mit der Situation umgehen? Da ist doch auch ein Mensch hinter, der ganz offensichtlich kommunizieren will. Natürlich ist da diese gehässige Fassade, aber hinter bösen Worten stecken traurige Emotionen. Ich meine, wieso sollte ich der Person nicht schreiben, dass mich das nicht aus dem Konzept bringt und sie dadurch eigene Unsicherheit offenbart? Vielleicht kommt sie ja her um genau das zu hören und ist sich dessen nur nicht bewusst. Vielleicht braucht sie auch einfach nur mehr Gewissheit, dass es tatsächlich noch Bindungen gibt, die von sowas nicht erschüttert werden können.. Da kann ja alles mögliche hinterstecken. Ich find’s nice von euch, dass ihr mir alle Mut zusprechen wollt und euch Sorgen macht, aber ich hab mittlerweile ein dickes Fell und ein unendliches Vertrauen in das Umfeld, in dem ich mich befinde. Ich bin in einer wirklich guten Verfassung und muss mich vor sowas nicht mehr schützen :} Ich bekomme viele solcher Nachrichten und versuche mich dann immer an meine schlimmsten Zeiten zu erinnern und so zu sein, wie ich es damals gebraucht hätte. idk ob diese Erklärung Sinn macht haha~

Originally posted by cartoon

1:45 Sie sind wieder da 1:46 Ich verliere mich, meine Gedanken sorgen dafür das ich ins Leere laufe und niemals zurückkehren werde. Falls ich zurückkommen sollte, werde ich nicht mehr der selbe sein. 1:47 Ich gehe nicht davon aus das sich jemals irgendwas ändern wird, in mir wird es immer gleich aussehen. 1:48 Ich arbeite nicht um zu leben, ich lebe um zu arbeiten und das ist das, was mich so kaputt macht. Ich finde einfach keine Zeit für mich, damit ich mit all dem anderen mist irgendwie klar kommen kann. 1:49 Ich gebe so viel, doch ich verlange so wenig. Wozu tue ich das, warum helfe ich anderen so viel, schenke ihnen so viel von meiner Kraft, die ich eigentlich für mich brauche. 1:50 Ich weiß nicht wie lange ich diesen Druck aushalten kann, er kommt von allen Seiten, er ist immer da, ich wache mit ihm auf. 1:51 Ich habe angst zu schlafen, ich will nicht träumen, es tut weh immer solch schreckliche Dinge zu erleben. 1:52 Ich wünschte ich könnte laufen, weit weg und schnell, damit all das sein Ende findet und ich es nicht mehr ertragen muss. 1:53 Werde nie verstehen, wieso Menschen andere Menschen so schlecht behandeln, wieso sie denken sie wären anders, obwohl wir alle gleich sind. 1:54 Meine Kraft neigt sich dem Ende, ich versuche alles um aufrecht zu stehen, doch ich kann nicht mehr, ich kriege all das nicht mehr hin. Die Ketten sind zu stark, sie ziehen mich ins dunkle. 1:55 Wenn ich sage, dass mir alles weh tut, dann kann sich niemand vorstellen was ich damit meine, wie sehr mir was weh tut, niemand hat eine Vorstellung davon. 1:56 Ich muss stark bleiben, mein bestes geben. Für andere, nicht für mich. 1:57 Seid nicht traurig wenn ihr mich jemals verlieren solltet, lächelt weil es eine schöne Zeit war! 1:58 Ich lächle dich an, erzähle dir was du hören willst, kriege ich von dir jemals Zeit um mich zu sammeln? 1:59 Das alles ist ein Spiel, mal gewinnen wir, mal verlieren wir, vielleicht verliere ich heute. 2:00 Es tut mir leid, ich habe versagt. Verzeih mir

anonymous asked:

Wie kann man ein Mädchen so richtig für sich gewinnen? Sie steht auch auf mich sagt sie, hat aber 'nen Freund bei dem es nicht so läuft. Ich bin seit Ewigkeiten sehr in sie Verliebt und weiß nicht weiter.

Sei du selbst und sei für sie da, sei ehrlich zu ihr was deine Gefühle betrifft und rate ihr, auch ehrlich zu sich selbst zu sein. “Sie steht auf dich” - wieso ist sie dann weiterhin bei ihrem Freund, mit dem es eh nicht läuft? Leb damit oder stell sie vor die Wahl. Manchmal muss ein Pflaster einfach mit einem festen Ruck ab.

Ich bin peinlich, ich bin hässlich, ich bin ein Versager, ich kann mich nicht mal richtig selbst verletzen, ich kann nichtmal sterben ,ich kann nichts ich bin wertlos, ich gehöre hier nicht her, ich will weg, ich bin niemandem wirklich wichtig, ich werde von allen schlecht behandelt und das ist das einzige was ich verdiene. Mein tod wäre für alle am besten, ich bin eine einzige Enttäuschung für alle ich hasse mich! ich hasse mein leben! ich hasse diese welt! ich hasse alles! ich kann nichts richtig ich bin es nicht wert ich werde von allen schief angesehen und sehe wie sie mich urteilen ich merke wie sie sich schlechte dinge über mich denken ich bin schwach die kleinsten probleme machen mich so kaputt es depremiert mich ich zu sein wieso kann ich nicht wer anders sein jemand glückliches jemand den kleine probleme nicht interessieren ich will so nicht sein ich weis das ich scheiße bin das braucht mir niemand mehr sagen ich hasse menschen ich komm mit nichts klar ich sollte nicht auf diese welt kommeb wieso kann ich es jetzt nichtmehr wie früher verdrängen wieso? Ich kann nicht mehr ich bin müde so müde und doch wach und ich weis nicht mal mehr was ich denken soll ich bekomme vom nachdenken kopfschmerzen in meinem kopf sitz ein psycho

anonymous asked:

Hellouuu Luna! Hast du Ratschläge parat wie man Lernt, sich und seinen Körper anzunehmen oder noch besser zu lieben?

Bei mir kam das schleichend, je mehr ich gelernt und verstanden habe (nicht nur mich selbst sondern die Welt betreffend), desto mehr ist das in den Hintergrund getreten. Mittlerweile ist es mir die meiste Zeit irgendwie relativ egal wie ich aussehe, meine Freunde interessieren keine Oberflächlichkeiten sondern meine Gedanken und es gibt einfach wichtigeres als das. Äußerlichkeiten und Ideale sind so ein von der Gesellschaft erschaffenes Konzept und ich lege nach und nach ab, was ich mir über die Jahre auferlegt habe. Ich trage zum Beispiel keinen BH mehr, ich bin manchmal auch einfach unrasiert und immer öfter ungeschminkt. Es gab eine Zeit in der ich so sehr an die erschaffene Fassade gewöhnt war, dass sie mein “Ich” wurde, was ich mir jeden morgen aufmalen musste. Jetzt fühle ich mich sehr viel wohler und freier, denn wieso sollte ich mich verstecken, wem will ich was vormachen? Ich bin so geboren wie ich nunmal geboren bin, ich sehe aus wie ich aussehe, das ist etwas was ich nicht beeinflusst habe (niemand von uns) und ich verurteile niemanden für sein Aussehen, deshalb kann ich niemanden ernst nehmen der mich dafür verurteilen würde. Wenn du gerade in der Pubertät bist mach dir keinen Stress, gib dir die Zeit die du brauchst! Als Kind hatte ich nie Probleme mit meinem Aussehen, erst als mein Körper sich verändert hat und ich erwachsen wurde hat sich alles fremd angefühlt und ich habe mich selbst unter Druck gesetzt – man muss sich daran auch erstmal gewöhnen. In erster Linie ist dieser Körper einfach mein Werkzeug und mein Zuhause. :)

Interessant zu beobachten ist ja, bei uns Draufen Kaputten und Zerfeierten, treffen so viele verschiedene Persönlichkeiten und Menschen auf einander, aus allen möglichen Verhältnissen und Ecken kommen Wir, um friedlich als Gemeinschaft, Miteinander zu feiern und die Musik zu erleben. Und wenn man sich die normalen, manipulierten Disko Besucher anguckt, irgendwie sind Sie alle gleich gestellt, durch die Gehirnwäsche der wir ausgesetzt sind vom System, wenn Sie sagen Sie gehen Feiern reden Sie vom rumprotzen und besaufen, lächerlich, immer diese Schlägereien, auf Unseren Partys gibt es die nur wenn diese Kommerz Spasten da sind, bei denen ist es wichtig wer was hat und wer was ist, wieso, scheißt doch drauf, Ich verstehe nicht wie man so blind sein kann, wenn ich daran denke das es selbst bei Technoiden manchmal so ist, ich könnt heulen für diese Scheiß Welt. Wieso fällt sowas nur denen auf, die nicht in die Gesellschaft angepasst sind, liegt es an den Drogen, machen sie uns Schlau auf eine richtige und meiner meinung nach wichtige Weise, oder haben wir alle nh’ fucking psychose, klar, irgendwann ist jeder von uns durch, aber warum, destso durcher du bist, destso mehr fällt dir auf wie das alles funktioniert, die manipulation, dieses System.. Die Frage ist nur Warum.? Ich erwarte keine Antwort.. Vielleicht finde ich sie heraus, irgendwann. Aber bis dahin, gucke ich mir an was passiert, versuche das beste aus dem zu machen, was die menschheit so gerne Leben nennt.. Aber ist es wirklich leben wenn man immer unter druck steht und immer Angst davor haben muss in eine schublade gedrängt zu werden, ich weis nicht, aber ich hoffe und wünsche mir dass das nicht das ist wonach wir Jahrelang streben.. Am Ende sterben wir eh alle, keiner wird überleben, das ist jedem irgendwie klar, aber ist es den Menschen auch wirklich bewusst, das wir eigentlich nur marionetten sind, in einem Stück namens Leben, in welchem wir alle am Ende verrecken, am besten noch mit einer grausamen geschichte und krankheit damit RTL auch was davon hat… Ich feier weiter, denn ich will keine Marionette sein.
—  5. Dezember ‘15
Unbeliebte Meinung

Ich finde es nicht in Ordnung, wenn Angela Merkel (Bundes-)Mutti genannt wird und ich fühl mich da ziemlich unwohl, wenn ich es lese oder höre.
Angela Merkel ist niemandes Mutter und sie auf diese Rolle zurückzuführen ist meiner Meinung nach ziemlich unverschämt (Im Sinne von “aha, eine Frau die was zu sagen hat, hat das eh nur in der Rolle der Mutter”).
Zudem ist “Mutti” nicht nur eine Verkleinerung (was Angela Merkel im sprachlichen Gebrauch dann also auch “verkleinert”? Wieso machen wir das bei einer Frau, die eine Machtposition inne hält? Das ist eine rhetorische Frage.), sondern macht sich über diese Mutterrolle (die Frau Merkel nicht hat!!) auch in gewisser Weise lustig. Muttersein ist aber absolut nichts, worüber man sich lustig machen muss? Kann? Sollte?
Wieso?? Machen?? Wir?? Das??
Ich bin absolut kein Fan von Angela Merkel, sofern man überhaupt Fan von Politikern sein kann. Sie macht manche Sachen ganz gut, bei anderen Sachen bin ich absolut nicht ihrer Meinung und bin auch echt froh, wenn sie irgendwann mal abgewählt wird.
Aber wie oben erläutert, mein Problem mit der “Mutti” - Rhetorik ist nicht dass sie eventuelle Kritik an der Bundeskanzlerin ausdrückt, sondern aus meiner Sicht etwas frauenfeindliches inne hat.
Bisher wurde auch noch kein Politiker “Vati” genannt, so lustig die Diskussion über den Bundes-Daddy letztens auch war.
Würde mich da aber über eine Diskussion freuen und werd niemanden als frauenfeindlich abstempeln, der weiterhin “Bundesmutti” sagt und darin kein Problem sieht, denn das ist ja nur meine Meinung und ich bin durchaus an anderen Meinungen interessiert.

Selbstbeherrschung

Was sind eure Laster, eure Defizite, an denen ihr arbeiten wollt? Meiner Meinung nach entwickelt sich die Persönlichkeit, der Charakter, aus allen Eindrücken und Erfahrungen die man so sammelt in seinem Leben. Alles was du erlebst formt dich zu der Person die du heute bist, deshalb ist aber glaube ich auch nichts in Stein gemeißelt. Ich bin mir sicher, dass man seine Makel loswerden kann – nicht wirklich um einer Vorstellung gerecht zu werden, sondern um das eigene Leben und das Zusammenleben mit anderen angenehmer zu gestalten. Oft sieht man nur seine Umwelt und versteht nicht wieso diese so auf einen reagiert, wie sie es tut, weil man für sich selbst blind geworden ist!

In meinen Freunden erkenne ich genau ihre Stärken und Schwächen, so wie sie in mir. Das hat mir dabei geholfen, einen besseren Eindruck von mir zu bekommen und auf Dinge zu achten, die ich ändern möchte. Ich werde zum Beispiel sehr emotional in Diskussionen, ich werde laut und stur und das ist ganz klar so einprogrammiert bei mir, so habe ich es gelernt. Aber das bedeutet nicht, dass ich das so hinnehmen muss! Ich möchte meine innere Wut loswerden, die definitiv da ist, auch wenn ich sie in den Hintergrund verbannt habe. 

Im Grunde werdet ihr von innen heraus gesteuert, eure Emotionen, Gedanken, alles hat sich über die Jahre angesammelt und ihr strahlt es aus, aber wenn ihr lernt zu verstehen wie ihr seid und wieso ihr so seid, könnt ihr auch lernen das besser zu beherrschen.

Wir haben keine Kontrolle darüber was uns geschieht in unserem Leben, wir haben aber Kontrolle darüber was wir daraus machen, wie wir damit umgehen und was wir daraus lernen. Jede Erfahrung, egal wie negativ sie auch sein mag, kann uns immer helfen. Wenn dir etwas Schlechtes passiert kannst du entweder darin versinken oder daraus empor steigen und Stärke gewinnen. Das ist definitiv eine Entscheidung, die man selbst treffen kann.

Lasst uns mal über Mental Health reden

Ich, admin von diesem Blog habe eine ängstlich-depressive Störung. Beim Schreiben dieses Satzes hat mich meine Mutter unterbrochen und mir mein Sinupret missmutig hingeworfen (Schnupfen hat nichts mit Ängstlich-depressiven Stimmungen zu tun, aber mit Herbst, zumindest bei mir).
Jetzt habe ich Gewissensbisse, dass ich das hier vielleicht gar nicht schreiben sollte, ich habe doch eh kaum abonnenten, das Thema ist doch abgekratzt und lächerlich bla bla bla. Aber was mich noch mehr beunruhigt ist: wieso muss ich noch so denken? Wieso leben wir noch in einer Gesellschaft in der hinter psychischen Krankheiten immer etwas abtrünniges steht? Wieso muss ich mir in der Schule Witze über Depressionen anhören, und wieso werden anderswo Probleme, die von psychischen Krankheiten abhängen immer unter den Tisch gekehrt? Wieso habe ich immer mehr Angst, überhaupt zuzugeben, dass ich Angststörungen habe, weil diese Krankheit nur als ein anderes Wort für Verrückt gilt oder für andere einfach nur „Feige“ bedeutet? Ist es nicht eher feige, sich von solch wichtigen Themen fernzuhalten, weil das fremd und seltsam ist und „weil die Jugendlichen doch eh nur Aufmerksamkeit wollen“? Ist es nicht feige, ernsthafte Probleme anderer zu trivialisieren „weil sie ja keine körperlichen Probleme haben, also kann es ja nicht so schlimm sein“?

Ich träume von einer Welt, in der psychische Krankheiten und Störungen so akzeptiert und respektiert werden wie Körperliche. Wo ernsthafte Probleme nicht unter den Tisch gekehrt werden, sondern ernst genommen werden. Bitte, passt auf eure Mitmenschen auf. Wer weiß, vielleicht vertrauen sie euch gerade deshalb nichts an, weil sie Angst haben, nicht ernst genommen zu werden.

Dankeschön.