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There should be more music exactly like this. Better than OM for my ears.

...was ist los?

Da schaue ich mir auf arte den netten Bericht zum Hurricane-Festival 2011 an und frage mich ernsthaft, ob ich zu alt geworden bin (mit gerade mal 25) oder aber ob sich die momentane Musiklandschaft dermaßen verändert hat, so dass ich den Anschluss gar nicht mehr suche. Da spielen etliche Bands Abends, quasi auf Headliner-Positionen, deren Namen ich noch nie gehört habe und die ich, mit Verlaub, größtenteils mal richtig scheiße finde. Mich interessiert der ganze Brit-Pop mit seinen immer wiederkehrenden Offbeats, mit seinen Vertretern, die anscheinend alle zum selben Friseur gehen, kein Stück. Ich will keine Band hören, die so klingt, als sei sie den siebzigern entsprungen (ich rede hier jedoch nicht von Einflüssen) - dafür gibt es die großartigen Originale. Ich vermisse die Experimente, die Leidenschaft. Ich will neue Musik hören, ich will überrascht werden und vor allem möchte ich Musik hören, die nicht so klingt, als solle sie die Massen anregen und einfach nur mit Altbewertem zuscheißen.

Nehmen wir das Hurricane 2005 mit großartigen Bands wie The Dresden Dolls, System of a Down, Queens of the Stone Age, Fantomas (!), Turbonegro, …and you will know us by the Trail of Dead, Nine Inch Nails, Madrugada, Beck, New Order und Dinosaur Jr, um nur einige zu nennen.

Und jetzt das Hurricane 2011 mit - keine Ahnung - die Highlights wären für mich wohl noch die Foo Fighters (Sympathie-Bonus), Trentemøller und Arcade Fire gewesen.

Mir geht es jetzt nicht darum gezielt einzelne Bands du diffamieren , viel mehr geht es um die Essenz der Aussage:

Bitte weniger Müll und mehr ehrliche Musik von Musikerinnen und Musikern, die einfach Bock auf ihr Ding haben und mir keine an den Markt angepasste Scheiße verkaufen wollen. Bis dahin gehe ich weiter zu lokalen Konzerten und ziehe mir kleine Festivals rein - und nebenbei warte ich noch auf eine neue Scheibe von Whitebuzz.