werkzeug

Sommer 1985 bis heute (und wohl noch länger)

Von Opas Taschenmesser zum EDC-Tool

Obere Reihe von links: Traditionelles Taschenmesser Gentleman-1 von Herbertz; Leichtgewichtsmesser 20 von Baladeo; Eichhorn Pocket Rescue Tool (ein Einhandmesser); Victorinox Campingmesser mit Verriegelung; Victorinox Champ; Victorinox Taschenwerkzeug; Victorinox Mini-Schweizermesser; untere Reihe von links: Leatherman Pocket Survival Tool; Leatherman Squirt PS4; Leatherman Micra; Titanium Pocket Tool; Gerber Shard - die Bezeichnungen der Victorinox-Messer sind möglicherweise nicht ganz korrekt.

Keine zehn Zentimeter weit kann ich gucken, als ich an einem sonnigen Junitag 1985 in das trübe Wasser des Hafens von Piräus springe. Mit dem Segelboot, dass wir für einen Törn durch die Ägäis gechartert haben, kommen wir nicht weg von der Pier: Ein Tau hat sich in der Schraube verfangen, der Motor bringt uns nicht aus dem Hafen. Ich muss den Tampen mühsam herausschneiden und mich dafür auf meinen Tastsinn verlassen, sehen kann ich nichts. Wenigstens habe ich das richtige Werkzeug für diese Aufgabe: mein Schweizer Taschenmesser mit seiner unglaublich scharfen Klinge.

Mehr als drei Jahrzehnte später sieht dieses Messer kaum schlechter aus als an jenem Junitag. Die Griffschalen sind ein wenig abgegriffen, und der Klinge sieht man an, dass sie gelegentlich nachgeschliffen wurde. Allerdings stammen die Gebrauchsspuren vor allem aus den ersten 20 Jahren – in letzter Zeit hatte ich dieses Messer immer seltener dabei.

Denn während es vom Messer, einem der wichtigsten Werkzeuge der Menschheit (Es gehört zu den wenigen Objekten, die weltweit in allen Kulturen des Menschen vorkommen, sagt Wikipedia) zum Taschenmesser kein so großer Schritt war, hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten etwas verschoben. Das simple Taschenmesser mit einer, vielleicht auch zwei Klingen gehörte früher in jede Hosentasche (in die Damenhandtasche offensichtlich weniger). Seit den 1980-er Jahren haben daran drei Dinge etwas geändert:  Ein Kanadier namens Tim Leatherman, die Anschläge von 9/11 und der EDC-Boom.

Um den Erfolg von Tim Leatherman zu verstehen, muss man sich erst mal daran erinnern, dass das simple Taschenmesser mit seiner Klinge über die Jahrzehnte zum multifunktionalen Werkzeug aufgerüstet wurde. Vor allem das Schweizermesser, der Inbegriff des Taschenmessers, erhielt immer mehr Zusatzteile und -funktionen, von Säge und Feile über Flaschenöffner und Schraubenzieher bis zu Schere und Korkenzieher. (Zum Sinnbild des Funktionswahns wurde das praktisch unbenutzbare Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant, das längst durch die satirischen Kommentare bei Amazon berühmt wurde). 

Trotz all der zusätzlichen Funktionen fehlte dem Ingenieur Leatherman, so die Geschichte, ein wichtiges Werkzeug an seinem Taschenmesser: bei einer Europareise 1975 brauchte er für seine Autoreparaturen eine Zange, und ausgerechnet die bot ein Schweizermesser (damals) nicht. Leatherman konstruierte daraufhin das Pocket Survival Tool, den originalen Leatherman, der seit den 1980-er Jahren zum Konkurrenzprodukt für die eingeführten Taschenmesser wurde. Eigentlich lief es auf die simple Entscheidung hinaus: Möchte ich lieber einen Korkenzieher – dann wird’s ein Schweizermesser; brauche ich eine Zange – dann wird’s ein Leatherman.

Den Umstieg vom Schweizermesser zum Leatherman vollzog ich im Frühsommer 1993. Bei meiner ersten Reise nach Belet Huen in Somalia, dem späteren Stationierungsort deutscher Soldaten, trug ich noch das Messer mit mir herum, mit dem ich fast zehn Jahre zuvor ins Hafenbecken von Piräus gesprungen war. In einem kanadischen Truppentransporter rutschte es mir unbemerkt aus der - schlecht konstruierten - Messertasche meiner Hose und wurde von einem kanadischen Sergeant gefunden, ein glücklicher Zufall. 

Auf den Leatherman wechselte ich dann nicht nur, weil er inzwischen auch in Europa verfügbar war und mir die Zange sinnvoll schien (den Korkenzieher brauchte ich als Biertrinker ohnehin nicht so oft) – sondern auch, weil er gleich mit einer schicken Ledertasche für den Gürtel geliefert wurde. Mein originales Leatherman Pocket Survival Tool (oben im Foto untere Reihe links) trägt das eingeprägte Produktionsdatum Mai 1993. 

Der Leatherman wurde zum Vorbild für eine ganze Reihe von Nachbauten. Selbst die Produzenten der Original Schweizermesser brachten nach dem Erfolg dieser Klapp-Zange ähnliche Produkte auf den Markt, die sie als SwissTool verkauften.

Auch diese so genannten MultiTools haben eine Messerklinge, im Handgriff eingeklappt, und deshalb traf sie ebenso wie die herkömmlichen Taschenmesser kurz nach der Jahrtausendwende das zweite Problem. Nach den Anschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington wurden weltweit die Bestimmungen für verbotene Gegenstände im Handgepäck von Flugpassagieren verschärft. War es zuvor noch problemlos möglich, mit einem Taschenmesser mit einer Klingellänge von unter 10,5 cm ins Flugzeug zu steigen, änderte sich das nach dem Terroranschlag grundlegend. Schon mit winzigsten Klingen wurden - und werden nach wie vor - solche Messer beim Sicherheitscheck aussortiert (angeblich macht die US-Transportsicherheitsbehörde TSA mit dem Verkauf der eingesammelten Schweizermesser, Leatherman-Multitools und ähnlichem ein gutes Geschäft).

Der Bedarf stieg deshalb an Taschenwerkzeugen, die alle Funktionen außer der eines Messers hatten. TSA approved, von der Transportsicherheitsbehörde zugelassen, wurde zu einem neuen Schlagwort. Leatherman und andere Firmen brachten spezielle Werkzeuge heraus, die eben keine Klinge hatten, sonst aber so aussahen wie ihre traditionellen Stahlwaren.

Die Verschärfung der Gesetze betraf allerdings nicht nur den Flugverkehr. Insgesamt wurden Messer immer weniger als Werkzeug gesehen, sondern als potenzielle Waffe, und das unabhängig von der Klingenlänge. In Deutschland wurde zum Beispiel 2008 in die Neuregelung der Waffengesetze aufgenommen, dass so genannte Einhandmesser in der  Öffentlichkeit nicht mehr (mit)geführt werden dürfen, es sei denn, sie werden für Beruf, Sport oder Brauchtum genutzt. Trotzdem erfreuen sich die verschiedenen Modelle weiterhin großer Beliebtheit – und sie kommen fast immer aus den USA. 

Aus den USA kam auch ein weiterer Trend, der ebenfalls das traditionelle Taschenmesser zurückdrängte: EDC, Every Day Carry, Gegenstände, die man immer dabei hat, wurden neben den Messern (die natürlich weiter in die Tasche gehörten, gerne auch als Einhandmesser) immer ausgefeiltere und kleinere Werkzeuge für die Hosentasche. Die Messerklinge, wenn sie überhaupt noch dabei war, dient da meistens dazu, Kartons aufzuschlitzen. Viel wichtiger sind die Funktionen für eine technisierte Gesellschaft: Schraubendreher (normal und Kreuzschlitz), Vorrichtungen zum Kabel-Schneiden oder -Absisolieren und natürlich ein Flaschenöffner.

Auf diesen Trend reagierten die Großen der Branche mit kleineren - und damit taschengängigeren - Werkzeugen mit mehr Funktionen, wie Leatherman mit diversen Mini-Ausgaben seiner Pocket Tools. Aber auch komplette Neuentwicklungen, gerne funded via Kickstarter, gehören dazu, wie das Titanium Pocket Tool von Big I Design:

Das richtet sich natürlich ein wenig an die, die eigentlich schon alles haben, nur eben noch nicht aus Titan…

Dabei geht es auch deutlich simpler. Eines der einfachsten dieser EDC-Werkzeuge stammt von einem traditionellen Messerhersteller aus den USA, ist eigentlich nur ein gestanztes Stück Blech, TSA approved und an Einfachheit kaum zu überbieten: Das Shard (zu deutsch: Scherbe) von Gerber (der US-Preis von 7$ ist eigentlich schon übermäßig; die Preise, die dafür in Deutschland verlangt werden, sind aber schlicht eine Unverschämtheit):

Simpler geht eigentlich nicht. Und an Stelle des Schweizer Taschenmessers oder des Leatherman, die mir ohnehin bei jeder Kontrolle erst mal weggenommen werden, habe ich seit einiger Zeit so ein Shard in der Tasche. Ist ja kein Messer. Obwohl das bisweilen viel praktischer wäre, zum Beispiel beim Brötchenschmieren.

(Thomas Wiegold)

Manche Menschen nehmen Messer zum Gemüse schneiden. Manche schneiden damit ihr Fleisch zum Essen. Andere nehmen Messer als Werkzeuge. Wieder andere als Mordwaffe. Wenn ich ein Messer sehe, dann denke ich daran, mir die Haut aufzuschneiden.
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Heimwerker - Hochaktuelle Neuigkeiten Toms Heimwerkershop oder Klima

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sessions.edu
Farbensprache: Was passt zusammen?

Gerade entdeckt und für ganz nett befunden: Color Calculator

Es handelt sich um ein kostenfreies Online-Tool und tut Folgendes: “The free online Color Calculator is an interactive color wheel that helps designers select HTML, RGB, or CMYK colors, and identifies color harmonies and schemes.”

Ach ja, und was es mit websicheren Farben auf sich hat, kann man hier nachlesen und einen Rechner zum Umrechnen der Farben hier.

Caveman и Clack == Werkzeug и Flask в мире Common Lisp

Пример кода указанный ниже был скопирован с главной страницы Flask'а

@app.route("/")
def hello():
    return "Hello World!"

А нижеследующий пример взят со страницы Caveman'а, претендующего на роль микрофреймворка в мире Common Lisp

@url GET "/hi"
(defun say-hi (params)
  "Hello, World!")

Flask начинался как шуточный микрофреймворк, специально написанный к 1-му апреля, но на данный момент под это понятие он не подходит по ряду причин:

  • Код находится не в одном единственном файле
  • Встроенная поддержка jinja2
  • Количество обвесок продолжает увеличиваться

С Caveman'ом всё было не так. Изначально проект создавался с полной серьёзностью на какую только способны потомки самураев.

Под капотом у Flask'а скрывается Werkzeug, в документации которого легко можно найти следующий пример:

def application(environ, start_response):
    start_response('200 OK', [('Content-Type', 'text/plain')])
    return ['Hello World!']

В свою очередь Caveman использует Clack:

(clackup
  (lambda (env)
    '(200
      (:content-type "text/plain")
      ("Hello, Clack!"))))

Не перестаёт удивлять их внешняя схожесть. К счастью авторы этого и не скрывают, на сайте Clack'а чётко написано

Clack is a web application environment for Common Lisp inspired by Python’s WSGI and Ruby’s Rack

Да вобщем и Caveman на микрофреймворк не тянет, чего только стоит его зависимость от clsql

На этом пока и всё, надеюсь в ближайшее время более детально разобраться в том, что из себя представляют Caveman и Clack. Остаётся только надеятся на то, что внешняя схожесть с Flask'ом не отразилась пагубно на возможностях фреймворка.

Продолжение …