vorankommen

Wir sind als Generation enttäuscht, weil unsere Eltern uns damals, aus ihrem Wohlstand heraus, gesagt haben, wir können alles werden, was wir wollen. Technisch gesehen haben sie nie behauptet, wir könnten Geld damit verdienen.
—  Marina Weisband
Update

Vielen Dank erstmal für Eure Geduld! Wir wissen ihr habt lange auf dieses Update gewartet und ihr müsst verstehen das es uns nicht anders ging (auch wenn es für euch nicht so wirkt).

Zunächst möchten wir euch mitteilen das wir zwar große Schritte vorangekommen sind, wir aber bisher noch keine offiziellen Termine für ein Konzert haben. Ihr müsst euch also weiterhin gedulden. Was wir euch aber mitteilen können und wollen ist die Tatsache, dass wir mit den Abwicklungen immer mehr vorankommen, auch wenn es ziemlich Zeitaufwendig ist. Dies ist übrigens auch der Grund, weshalb ihr mittlerweile relativ wenige Updates von uns erhaltet. Wir können euch aber bereits den Termin für das nächste Update nennen. Dies wird Anfang September veröffentlich. Warum im September klärt sich so ziemlich von alleine.

3 aus unserem Team haben nun ein Meeting mit unseren Event- Managern erwirkt und werden Mitte August für 2 Wochen nach Korea reisen. Wir versuchen wirklich so viele Punkte abzuarbeiten wie uns möglich ist. Die Besprechungen werden uns wirklich alles abverlangen und wir hoffen auf das Beste. Daher wird auch das neue Update direkt nach Korea veröffentlicht, im September. Wir haben sehr lange hin und her diskutiert und die Gründe für die fehlende Europa-Wings-Tour in Erfahrung zu bringen. Unsere Bemühungen dazu blieben bisher leider erfolglos. Stattdessen fokussieren wir uns derzeit darauf eine allgemeine Europa-Tour zu erwirken und vermuten, dass hinter all dem etwas mehr steckt. Wir werden jedoch weiterhin unermüdlich unser Glück versuchen und uns bemühen endlich große Erfolge für alle zu erzielen.

Daher bitten wir euch weiterhin geduldig zu bleiben und mit allem zu rechnen.

Nun möchten wir noch eine kurze Anmerkung bezüglich all den Fragen die wir in letzter Zeit erhalten haben machen.

-       Wir können Euch keine Ticket Auskünfte geben, da bisher noch kein Konzert ansteht.

-       Es wird bisher nur EIN EINZIGES Konzert in Deutschland geben, aber MEHRERE

Konzerte in Europa. (Wird zumindest so angestrebt)

-       Die Stadt wird erst bekannt gegeben, wenn das Konzert feststeht. Auch dazu werden alle gestellten Fragen ohne zu zögern gelöscht.

-       Alle die nicht an das Projekt glauben oder es nicht unterstützen steht es frei sich von unseren Seiten zu entfernen: Wir brauchen kein Hate.

-       An alle anderen: Vielen Dank für Eure Geduld!

„Teamwork makes the Dream work!”

Stillleben

Ich hatte einen Traum, das ist nicht lange her.
Ich stand vorm Spiegel und wusste nicht, wer ich war.
Und morgens klopfte dann der Tag an die Tür,
und ich wurde wach, und dann wurde es wahr.

Plötzlich geh ich auf diesem Weg namens Leben,
sehe kein Zeichen mit der Angabe »Ziel«.
Meine Füße meistern mechanisch
mich fortzubewegen,
in mir schreit etwas schüchtern,
dass ich das gar nicht will.

Ich renn in diesem Hamsterrad,
stolper mit meinen Gedanken im Kreis.
Und so ergeben sich meine Schwierigkeiten
mit der Leichtigkeit des Seins.
Manchmal hab ich das Gefühl,
dass Konturen verwischen
und ich nicht weiß, wie man lebt.
Da hab ich Angst, dass nichts mehr Sinn ergibt –
ich hab so Angst, dass ich keinen Sinn ergeb.
Ich will ausbrechen,
aber es gibt keine Mauern,
ich will Farbe bekennen,
aber Grau ist grad in,
ich will Spuren hinterlassen,
aber der Boden bleibt sauber,
weil meine Füße keine Stempel sind.

Und dann wünschte ich, ich könnte weg.

Denn zwischen Bergen aus Gedanken und Flüssen,
in denen Fragen fließen,
da wo Träume so wie Tulpen
zaghaft zwischen Gräsern sprießen,
wo sich die Sonne vor die Wolken schiebt,
wo man das Herz der Welt pulsieren sieht,
da liegt – ein Stück weiter als das Nimmerland
und hinter einer Zeitraumwand –
ein Ort wie ein Stillleben.

Da würde ich mich ins Moos legen,
mich im Takt mit der Welt drehen,
den Dingen noch Zeit geben
und nur atmen und still leben.

Das erzähl ich dir, hier am Wegesrand sitzend,
und du hörst zwar die Worte,
aber kannst mich nicht verstehen.
Du sagst mir, ich mach mir zu viele Gedanken,
faselst was von klassischer Jugend
und willst dann wieder gehen.

Denn du willst ja vorankommen
auf deinem Weg namens Leben.
Du weißt zwar nicht, wo du hinmusst,
und dass macht dir Angst,
aber statt innezuhalten,
willst du dich schneller bewegen,
weil du glaubst,
dass du noch heute zum Zielort gelangst.
Und du hetzt in deinem Hamsterrad,
ich seh dich, und du stolperst im Kreis,
aber scheinbar hast du keine Schwierigkeiten
mit der Leichtigkeit des Seins.
Du würdest ja ausbrechen,
aber du siehst keine Mauern,
würdest Farbe bekennen,
aber Grau ist grad in,
würdest Spuren hinterlassen,
aber der Boden bleibt sauber,
weil deine Füße keine Stempel sind.

Hast du nicht manchmal das Gefühl,
Konturen verwischen und du weißt nicht, wie man lebt?
Hast du nicht Angst, dass nichts mehr Sinn ergibt?
Denn ich hab Angst, dass ich keinen Sinn ergeb.

Aber du fragst dich schon lange nicht mehr,
was du eigentlich willst,
weil dein Herz knurrt
und du nach Leben verdurstest.

Und so machst du halt alles,
nur weil man’s halt so macht,
weil du glaubst,
dass das der richtige Kurs ist.

Du trinkst Wahnsinn aus Flaschen,
bis kein Gedanke mehr klappt.
Nimmst einen tiefen Zug Brüderlichkeit,
aber du fühlst dich nicht besser,
sondern träge und schlapp
und fragst dich bis jetzt,
wo die Wirkung denn bleibt.
Du siehst dein Leben wie ein Fotoalbum
und dich als Hauptprotagonist,
willst schöne Momente erleben
und sie dann später sehen
und fühlen, dass du jetzt lebendig bist.
Und wenn du nicht die richtigen Motive
für deine Bilder findest,
dann erschießt du halt falsche Momente.
Und dann wäschst du sie rein
und ziehst ihnen saubere Kleider an.
Und dann putzt du dir die Schuhe,
und dann gehst du rein
und nagelst sie an deine Trophäenwand,
und irgendwann hängen deine Momente
wie staubige traurige Geweihe so da.
Sie erinnern dich nur noch dumpf an ein Leben
von jemandem, der dir mal ähnlich sah.

Und spätestens dann wirst du dich fragen,
was du eigentlich willst,
weil dein Herz knurrt
und du nach Leben verdurstest.
Und dann wirst du dich fragen,
ob alles, »weil man’s halt so macht«,
vielleicht also doch nicht der richtige Kurs ist.

Und dann kommst du zurück
und setzt dich wieder zu mir,
weil auch du dich verlaufen hast
auf deinem Weg namens Leben.
Aber zwischen leichtem und schwierigem Sein
muss es doch noch irgendwas anderes geben.

Wir wollen ausbrechen,
aber es gibt keine Mauern,
wir verlieren uns aus den Augen,
aber nicht aus dem Sinn,
wir wollen Spuren hinterlassen,
aber der Boden bleibt sauber,
weil unsere Füße keine Stempel sind.

Und dann wünschte ich, wir könnten weg.
Denn zwischen Bergen aus Gedanken und Flüssen,
in denen Fragen fließen,
da wo Träume so wie Tulpen
zaghaft zwischen Gräsern sprießen,
wo sich die Sonne vor die Wolken schiebt,
wo man das Herz der Welt pulsieren sieht,
da liegt – ein Stück weiter als das Nimmerland
und hinter einer Zeitraumwand –
ein Ort wie ein Stillleben.

Da würden wir uns ins Moos legen,
uns im Takt mit der Welt drehen,
den Dingen noch Zeit geben
und nur atmen und still leben

—  Julia Engelmann, Stillleben
Stille Wasser sind attraktiv

Ich rauch nicht und ich kiff zu selten, viel trinken tu ich auch nicht, ich mach keine „deine Mutter”-Witze, was kann ich eigentlich? Ich bin ein Nerd, aber kein schicker Hipster, mehr ein Vieldenker, voll Hirngespenster. Ich surf auf keiner Mode-Klischee-Retro-Welle, ich surf im Internet such Lese-Brillen-Gestelle für echte Augen, um Bücher zu lesen und Texte zu schreiben und nicht um Fotos zu schießen und mich bei Facebook zu zeigen. Und manchmal hab ich das Gefühl ich bin anders und allein, keiner scheint mir ähnlich und keiner scheint mir nah zu sein. Und manchmal hab ich das Gefühl niemand ist wie ich, ein Platz an den ich passe, den gibt es für mich nicht.
Aber warum fühl ich mich anders? Und was soll das denn heißen? Ich mein, was mach ich falsch, ich will doch nur dazu gehören, aber wozu denn gehören? Und was soll das denn heißen? Weil wir alle doch anders und dadurch wieder gleich sind. Und es geht doch um den Inhalt, viel mehr als um die Form, es geht doch um den Einzelfall, viel mehr als um die Norm. Es geht nicht um Physik, es geht um Fantasie und vor allem geht’s ums was, viel mehr als um das wie.

Es geht doch darum, dass wir uns kennen. Mehr als darum, dass wir mal einsam waren. Es geht nicht um das, was uns trennt, sondern um dass, was wir gemeinsam haben. Es geht nicht ums gewinnen, sondern darum, dass du kämpfst. Es geht nicht um den Takt, sondern darum, dass du danced. Es geht nicht darum, was wir haben, sondern um das, was wir draus machen. Es geht nicht um den Witz, sondern darum, dass wir lachen. Es geht nicht darum, ob du ein Nerd bist oder vielleicht leise. Es geht darum, dass du du bist, egal auf welche Weise. Und es geht nicht darum wie viel sondern darum das du gibst. Und es geht nicht darum, wen, sondern darum, dass du liebst. Und es geht nicht darum, wie oder womit, sondern darum, dass wir uns anziehen. Und es geht nicht darum, wen oder warum, sondern darum dass wir uns anziehen. Es geht nicht um, was wir tragen, wie wir lächeln, wie wir reiben. Es geht darum, was wir sagen, ob wir echt sind, was wir meinen.

Und vielleicht geht’s nicht ums happy-end, sondern mal nur um die Geschichte. Vielleicht geht’s nicht darum, ob ich anders sondern darum, dass ich ich bin. Vielleicht geht’s nicht drum die Welt zu erfassen und alles zu verstehen. Vielleicht geht’s darum ”Hakuna Matata” zu sagen und einfach mal gerne zu leben, weil es geht um den Inhalt, viel mehr als um die Form, es geht um deinen Einzelfall, viel mehr als um die Norm. Es geht nicht um Physik, es geht um Fantasie und vor allem geht’s ums was, viel mehr als um das wie.

Und was soll das heißen? Jemand ist sonderbar und eigenartig? Das sind bloß Synonyme für besonders und für einzigartig. Jemand sagt dir, du bist anders, dann denk dir für dich - anders ist nicht falsch, bloß ‘ne Variante von richtig. Und wenn du vorankommen willst, dann musst du deinen Po bewegen, musst deinen erzten Erzängsten tief in die Augen sehen. Wenn du wo ankommen willst, dann musst du über härteste Schmerzgrenzen, dich über den derbsten Berg kämpfen und noch ‘n Schritt weiter gehen. Es geht nicht darum, wie hoch du springen kannst, sondern wie hoch du glaubst, dass du springen kannst. Weil es geht nicht um Physik, es geht um Fantasie und vor allem geht’s ums was, viel mehr als um das wie.

Und wer andere abgrenzt grenzt sich selber ein, wer andere schwach macht, glaubt nicht stark zu sein. Ich mach mein Herz weit und lass leben rein, weil ich dran glaube, gut genug zu sein. Und dann treff ich dich und du siehst mich und du nimmst mich wahr, bist bei mir und bist für mich da, nimmst meine Schatten und machst die Sicht klar und machst mich wahrhaftig und machst mich sichtbar. Und auf den ersten Blick bist du vielleicht nicht so cool, für manche vielleicht sogar langweilig, aber ich hör dir gerne beim reden zu. Und ich mag deinen Klang, weil ich dich mag. Wie wir die Welt für uns drehen und dadurch bist du für mich schön und ich finde meinen Platz und ich finde meinen Raum in der kleinsten gemeinsamen Schnittmenge aus deiner und aus meiner Welt. Wir sind unser kleinstes gemeinsames Vielfaches. Wir sind das, was uns zusammen hält und wir beide sind so viel mehr als die Stunden, die wir teilen. Wir beide sind so viel mehr als die Summe unserer Teile. Wir beide sind so merkwürdig, eigentlich, dass ich das jetzt erst geblickt hab, weil es geht um den Inhalt, viel mehr als um die Form, es geht um deinen oder meinen Einzelfall, viel mehr als um die Norm, es geht nicht um Physik, es geht um Fantasie und vor allem geht’s ums was, viel mehr als um das wie.

Was soll das überhaupt heißen jemand ist ‘sonderbar’ und 'eigenartig’? Das sind doch bloß Synonyme für 'besonders’ und für 'einzigartig’. Jemand sagt dir 'du bist anders.“, dann denk’ dir für dich, anders ist nicht falsch, bloß eine Variante von richtig. Und wenn du vorankommen willst, musst du dein Po bewegen; musst deinen ärgsten Erzängsten tief in die Augen sehen. Wenn du wo ankommen willst, musst du über härteste Schmerzgrenzen; dich über den derbsten Berg kämpfen und noch ein Schritt weitergehen. Und es geht nicht darum, wie hoch du springen kannst, sondern wie hoch du glaubst, dass du springen kannst.
—  Julia Engelmann (Stille Gewässer sind attracktiv)