unterholz

Den Eintritt in dein Königreich gilt es zu gewinnen. 
Doch dein Herz ist einer Festung gleich, mit Türmen und mit Zinnen. 
Ich kämpfe mich durchs Unterholz, für dich vergess’ ich jeden Stolz. ♡
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Meine Weltreise – siebter Teil: Friedensmission in einem unheiligen Land.

Der liebe Gott stand mir schon in so manch schwerer Stunde zur Seite. Ich bin beileibe kein junger Mann mehr, was nun nicht heißt, dass ich nicht mehr jung im Kopfe bin. Und ich kann Ihnen sagen, dass ich dem Schrecken der Welt schon oft in die Augen schauen musste. Zum Beispiel als damals, ich war im zarten Alter von zweiundzwanzig Jahren, mein immer treuer Begleiter und Freund Benno von der Weidt verstarb. Es war ein gar schrecklicher Verlust. Wir beide waren große Freunde des Jagdsports. Ich erinnere mich so, als wäre ich wieder mit ihm auf der Jagd: Vor mir öffnen sich die Nebelschwaden des Waldes. Ein einsamer Specht klopft den Rhythmus der Natur. Mein treuer Freund geht mir voraus, er hat die Spur der prächtigen sauerländischen Hasen bereits aufgenommen und verschwindet im Unterholz. Plötzlich regt sich etwas vor meinem Antlitz. Wie Sie wissen, bin ich ein Mann der Tat. Ich zögere nicht lange, erhebe mein Gewehr, spanne den Hahn, visiere mein Ziel an, und drücke ab. Mit tödlicher Präzision zischt die Kugel ins Gebüsch. Ich höre den Körper zusammensacken. Doch wo ist Benno von der Weidt? Ich rufe nach meinem Freund, doch niemand will mir Antwort geben. Langsam schleiche ich mich zum Hort des Todes, wie einen Vorhang ziehe ich herumliegendes Blattwerk beiseite, und erbleiche, als ich sehe, dass ein anderer Jäger meinen treuen Kameraden Benno von der Weidt kaltblütig gemeuchelt hat. Es ist ihm noch möglich ein paar letzte Atemzüge zu nehmen, dann sackt sein Körper leblos zusammen. Ergriffen vom Tode meines besten Freundes betrachte ich dessen leblose Hülle. Ich beuge mich zu ihm, schließe ihm die Augen und wische ein letztes Mal über seine austrocknende Nase.

Er, Benno von der Weidt, war der beste Hund, den ich jemals mein eigen nannte.

Doch wollen wir nicht in der Vergangenheit schwelgen, es gibt wichtiges zu berichten. Folgendes hat sich ereignet:
Kreisend über dem Ort des Geschehens wich ich diversen, mörderischen Geschossen aus. Ich wollte keineswegs so enden wie der Storch. Auch wenn dessen Ende mir im Grunde genommen entgegen kam. Bald bemerkte ich, dass sich das Flugzeug nicht annähernd so flink und geschmeidig bewegte wie ich es steuerte. Würden wir getroffen, überlegte ich und durchsuchte meinen Sitz, wo war dann mein Fallschirm? Besorgt schaute ich zu meiner mir unfreiwillig Vermählten. Doch was war das? Sie hatte nicht nur einen Fallschirm bereits auf den Rücken geschnallt, sondern band sich soeben einen zweiten um ihre zitternde Brust. Volllippig verkündete sie langsam und warnend: „Pfiou pfiou!“ Zuerst kam mir in den Sinn, ihr eine Banane für den Fallschirm anzubieten, aber um Gottes Willen, sie hatte in ihrer heidnischen Gier bereits alle Gelbfürchte verzehrt. Wir durften nicht abstürzen! MEIN royales Leben war in Gefahr! Es gab nur noch eine Möglichkeit. Wir mussten unnötigen Ballast verlieren. Aber wie sollte ich meiner Wüstenprinzessin, die – Ironie des Schicksals – für den Sturz bestens ausgerüstet war, beibringen, dass sich unsere Wege hier vorerst trennen. Da kam mir die rettende Idee. Mir fiel der Monatsvorrat Bananen ein, den ich gemeinsam mit dem Flugzeug beim Kapitän der Queen Mary II geordert hatte. Sie mussten noch im Bauch des majestätischen Doppeldeckers ruhen. Sie waren als Hochzeitsgeschenk gedacht, ich wollte ihr in Kapstadt eine kleine Aufmerksamkeit meinerseits angedeihen lassen. Instinktiv und doch aus einer bewussten Entscheidung heraus, zog ich den Hebel für die Ladeklappe. Darauf ergoss sich eine Flut von Bananenschalen auf die ungewaschenen, bärtigen Unholde. Aber der wesentliche Ballast schien noch am Flugzeug zu hängen. Ich entdeckte einen verdächtigen Tiger. Erneut zelebrierte ich meinen Immelmann. Aufgrund meiner fliegerischen Fähigkeiten war es mir klar, dass der schwarze Passagier sich dabei nicht länger würde festhalten können. Einem Königstiger gleich, rauschte Obkumadoro der Erde entgegen. Die bärtigen, ungewaschenen Männer mit den Bananenschalen auf dem Kopf verkündeten noch einmal ihren Wunsch, in die Nacktbar einzukehren, da wurden sie nicht wie vom Schlag, aber vom Mohr getroffen. Erleichtert stellte ich fest, dass meine mir unfreiwillig vermählte Gattin von diesem gar fürchterlichen Treiben nichts mitbekommen hatte. Sie schaute mir festentschlossen in die Augen, rief: „Bunga bunga!“, und zog an beiden Reißleinen ihrer Fallschirme. Wieder tobte Roman Herzog durch ein Gefährt, in dem ich mit meiner Wüstenprinzessin auf Reisen war. Die Maschine ließ sich nun nicht mehr steuern, knapp verfehlen wir einen ungewaschenen, bärtigen Jüngling, der von einem hohen Turme aus, ein Lied in einer merkwürdigen und äußerst unzivilisierten Phantasiesprache anstimmte. Sein Seelenheil konnte ich durch ein letztes Manöver noch bewahren, doch um unser stolzes Flugzeug war es geschehen. Wir rauschten, Obkumadoro gleich dem Erdboden entgegen. Ich betete drei eilige Ave Maria und stellte mich dem Willen unseres allmächtigen Herrgotts. Sie wissen ja bereits, dass ich ein wirklich frommer Gottesdiener bin, und so wunderte es mich nicht, dass der liebe Gott meine Gebete erhörte und mir Wind unter den Segeln schenkte. Waren wir eben noch im Sturzflug, so glitten wir nun sanft und in völliger Ruhe über das karge und anscheinend nicht sehr Heilige Land. So glitten wir noch einige Zeit durch die Luft, überquerten einen Zaun, sahen unter uns, wie abertausende ungewaschene, bärtige Ratten aus Erdlöchern emporstiegen und hielten Kurs auf eine scheinbar doch recht bescheidene Stadt. Einen Landeplatz zu suchen, war gar nicht nötig. Mein Herrgott leitete mich auf einen großzügigen Acker, dem sich ein wirklich unschöner Betonklotz anschloss. Hierbei handelte es sich anscheinend um das Wohnhaus der Bauern dieses von Gott verachteten Volkes. Nur kurz, nachdem wir zum Stehen gekommen waren, lungerten schon hunderte Männer mit fettigen Kotletten und Waschlappen auf den Köpfen um unser Flugzeug herum. Anscheinend wollten sie gerade baden, ihre Haare hatten es auch wirklich nötig. Ich stieg auf die Tragfläche, warf meinen seidenen Pilotenschal nach hinten, stemmte meine Hände in meine Seiten und verkündete deutlich und sehr laut mit rollendem R: „Unwürdige! So fürchtet euch nicht, wir kommen in Frieden!“

Es scheuert

Wer das Blog hier schon länger liest, der weiß, dass ich ein großer Fan der US Marke Ruffwear bin. Die Produkte gefallen mir, da sie durchdacht und robust sind. So tragen meine Hunde auch Geschirre von Ruffwear. Es handelt sich um das Ruffwear Front Range (Amazon Link). Das gefällt mir, da es etwas breiter ist und gut gepolstert. 

Seit kurzer Zeit machen die Geschirre aber Probleme. Die Hunde tragen sie direkt oder, wenn es morgens noch kalt ist, auch über einen Pulli oder anderes wärmendes Cape. Bei Little Amiga entdeckte ich jetzt, dass sie sich am Brustkorb, genau da, wo das Geschirr sitzt, die Haar begonnen hat wegzuscheuern. Das hatten wir vorher nicht. Ich vermute, es hat auch damit zu tun, dass wir seit fast zwei Wochen morgens wieder mit Charly dem Beagle unterwegs sind und gegenwärtig überall die Rehe über die Wege springen oder im Unterholz stehen. Little Amiga zieht dann, motiviert durch Charly, mit aller Kraft nach vorne. Sie reagiert durchaus auf meine Kommandos und kommt zu mir, doch danach geht es wieder nach vorne und sie zieht wie zuvor. Bei diesem Ziehen dürfte sie sich nun die Haare weggescheuert haben. Das gefällt mir gar nicht.

Der untere Riegel des Geschirrs. Wo die Pfeile hindeuten, sind die Riemen befestigt und das Geschirr dadurch etwas dicker.

Gestern entdeckte dann, dass Floppy am Brustkorb die Haut etwas gerötet hatte. Auch hier war es genau die Stelle, wo das Geschirr auf der Brust sitzt. Im Unterschied zu Little Amiga zieht er nicht. Bei beiden Hunden ist das Geschirr definitiv weit genug eingestellt. Es hat viel Luft.

Auch diese beiden Stellen vorne am Geschirr, wo das Oberteil mit dem Unterteil verbunden ist, macht mir Sorgen, auch wenn ich bisher keine Scheuerstellen an den Hunden entdecken konnte.

Ich habe keine Ahnung, wie es bei Floppy zu den Scheuermalen kommen kann und bin wirklich irritiert. Nun überlege ich, ob ich das Geschirr wechsle. Im Schrank habe ich noch Y-Geschirre von Hurtta.

Eistanz

Es bricht das Eis auf dem ich stehe

Tauche unter und gestehe

Ich fass’ mir an das klopfende Herz

Fühl’ darin alles ohne Schmerz

Ertaste langsam mein Empfinden 

Es wird nicht von allein verschwinden

Von unten tauch ich wieder auf 

Und lass’ dem Leben seinen Lauf

Ich werfe meinen Kopf zurück 

Will es erfassen, dieses Glück

Ist es wirklich für mich gedacht 

Wer hat es bloß für mich gemacht

Ich schwimm an Land ins Unterholz

Während das Eis schon lange schmolz

Verstecken muss ich Dich und mich

Es ist doch längst offen sichtlich

Auch wenn niemand das Glück erlaubt

Welches uns stets den Atem raubt

Vielleicht ist’s jetzt noch viel zu heiß

Doch wiederkehren wird das Eis

Dann tanz ich wieder drauf herum

Komm mach doch mit, frag nie warum

Dann dreh ich mich mit dir im Kreis

Bis ich dann alles von dir weiß

Und fängt’s nochmal von vorne an

Geht’s so lang, bis keiner mehr kann


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