unterholz

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Hello Spring!

Auch wenn das Wetter noch etwas unbeständig ist : Das nächtliche Quaken der Frösche ist ein sicheres Zeichen: Der Frühling ist da.

Während wir uns also der Bepflanzung verschiedener Beete, dem Aufbau des Gewächshauses oder dem fröhlichen Rumlungern in der Sonne widmen, trauen sich die Wildblumen langsam aus dem Unterholz.

Ein netter Nebeneffekt wenn man bei Menschen wohnt die so ein großes Waldgebiet besitzen ist übrigens das legale “offroad” Fahren. ;)


Englisch Version:

The frogs are croaking and make it sure: Hello Spring we missed you!

Altough the weather is a bit…changing we are preparing a greenhouse and planting some flowers while the dogs are lazy. :)

By the way: A great sideeffect of living with people who own a large forest is legaöl offroading :)


[Willem]

-Kapitel 7-

„Das ist etwas“, wie eingefroren stehen wir an der Stelle, an der wir uns vor ein paar Minuten, mal wieder, fast geküsst hätten. Ich spüre wie mein Puls immer mehr in die Höhe springt. Thaddeus hat sich beschützend vor mir aufgebaut. Unsere Köpfe schnellten nach rechts, als dort etwas durchs Unterholz sprang.

„Na, wen haben wir denn hier?“, eine eiskalte Stimme lief mir den Rücken herunter. Links neben uns ist ein großer Junge aufgetaucht.

„Felix“, Thaddeus Stimme ist gereizt. Noch ein Felix also…

„Hast du uns etwa unser Abendessen vorbeigebracht?“ eine andere Stimme tauscht rechts auf. Ein weiterer blasser Junge gesellt sich zu uns. Er kommt langsam auf uns zu. An seinen Mundwinkeln läuft dunkelrotes Blut herunter. Seine Augen haben fast dieselbe Farbe.

„Fass sie nicht an!“ Taddl schlägt die kalte Hand, die mich berühren wollte, weg und stellt sich näher an mich. Sein Arm wandert um meine Taille und seine andere Hand gleitet in meine Jackentasche. Also jetzt ist nicht grade der richtige Moment für Fummeleien und Händchen halten…, doch er zieht sie sofort wieder heraus. In seiner Hand erkenne ich die Leuchtkugel von Florian. „Gleich wird’s hell“ flüstert er mir noch zu.

„Was wird das?“ Felix‘ amüsierter Blick verfliegt sofort, als Taddl die Kugel auf den Boden schmeißt und sie sich somit entzündet. Das grelle Feuer lässt die beiden aufschreien und sie müssen sich die Augen zuhalten. Im selben Moment greift Thaddeus an meiner Taille fester zu und schmeißt mich auf seine Schulter, bevor er beginnt zu rennen. Die unbequeme Position auf seinem Kreuz ist rutschig und sicher fühle ich mich auch nicht grade, aber es ist sehr wahrscheinlich schneller, als wie wenn ich selber laufen müsste.

„Das Licht verschwindet“ rufe ich meinem Träger zu und beobachte das immer kleiner werdende Licht, was durch die Äste scheint. Thaddeus dreht sich um, um sich selber zu versichern. Dabei schlagen mir ein paar Blätter in mein Gesicht. „Autsch!“ rufe ich für ihn hörbar, als dazu noch ein paar meiner langen Haare an dünnen Ästen hängen bleiben, worauf er nicht antwortet und weitergeht.

„Wenn das Licht komplett weg ist, werf‘ die hier!“ er gibt mir die zweite Kugel, die mir sofort aus der Hand fällt und reagiert. Ups… Ich drücke meine Lippen aufeinander. Das war nicht unbedingt geplant, aber diesen Fail lasse ich jetzt lieber unkommentiert, in der Hoffnung, dass ihn niemand bemerkt hat. Der zweite Lichtkegel entfaltet sich in einem starken Grün, sodass ich meine Augen schließen muss, damit ich nicht geblendet werde. Während all dem rennt Taddl immer weiter. Meine Orientierung habe ich schon vor langem verloren. Das Kopfüber und ständige Gewackel hat mich mehr darüber nachdenken lassen nicht zu kotzen, als auf die Strecke zu achten.

„Ich glaube, unsere Verfolger sind weg“ sage ich so laut ich kann. Als Thaddeus sich davon auch überzeugt hat, setzt er mich ab. Etwas schwankend stehe ich auf wackeligen Beinen. Obwohl ich nichts Großartiges machen musste, hat der Adrenalin und Taddls unbequeme Schulter jegliche Kraft aus meinem Körper gezogen und ich muss mich anstrengen, nicht von dem Schwindelgefühl in meinem Kopf umzufallen.

„Du… du hast was in deinem Haar“ bemerkt er und zieht mir mehrere vertrocknete Blätter aus dem Zopf, der kaum noch ein Zopf ist. Währenddessen versuche ich die Umgebung wiederzuerkennen.

„Komm lass uns weiter gehen, bevor wir noch mehr ungewollten Besuch bekommen“ ich nehme seine Hand und gehe etwas schwankend voraus.

„Scar?“

„Hmm?“

„Das ist die falsche Richtung…“ bemerkt er mit einem amüsierten Lächeln.

„Das wusste ich!“ Nein wusste ich nicht.

„Komm“, er dreht sich um und geht in die Hocke „ich nehm‘ dich auf meinen Rücken“

Halleluja.

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so meine lieben: ein kleines aber feines kapitel <3

Vom Outback zur Honey Moon Botanik

2015-03-27 - Mudumali Nationalpark Wanderung - Ooty - Botanischer Garten, Teeplantagen

Outback
Zur Abwechslung heißt es heute morgen 6:30uhr raus aus dem komfortablen Zeltbett. Eine Wandertour im Outback steht an. Auf dem Weg zur Lobby zieht eine freilaufende Gruppe Dammwild vorbei. Was für eine amgenehme morgendliche Begrüßung!
Ein lokaler Guide führt anschließend über versteppte Felder vor beeindruckender Berg- und Waldkulisse. Wir wandern über ausgetrocknete Flußläufe und durch Unterholz. Unser Guide Zeigt uns im Vorbeigehen eine eingestürzte Mauer, die ein Elefant in den letzten Nächten bearbeitet hat. Für Mauern scheinem diese noch weniger übrig zu haben als für Busse. Durch Dickicht ist ein Elefant in einem Flussbett auszumachem. Wenig später entdecken wir definitive Beweise für dessen Aufenthalt in Form von Elephant Poo. Etwas weiter zeigt sich kurz ein Dammwild. Auf dem Rückweg zum Jepptreffplatz, entdecken wir dann doch noch frische Spuren nächtlicher Streifzüge eines Leoparden - und dies nur rund 100m vom Dorf entfernt! Zu acht im kleinen Jeep mit Tuk-Tuk Feeling gelangen wir ins Jungle Hut zurück. Endlich Frühstück.

Ooty
Nach einigen Stunden Bergfahrt und mit viel Höhenunterschied erreichen wir das 2200m hoch gelegene Ooty. Das Klima ist hier mit ca. 22 Grad für indische Verhältnisse eher kühl. Tatsächlich sind einige Menschen mit Pullover und Wollmütze auszumachen! Nicht umsonst sagen sich die Südinder: “heut ist es kalt wie in Ooty!” Schon die Briten waren von dem Charme der Nilgiri-Berge angezogen und gründenten mit dem Anlegen eines Sees als Wasserreseroir diesen Ort als Sommerresidenz der Madras-Regierung. Im Umland wird viel Gemüse und Tee angebaut. Auf dem Weg vom Hotel in die Stadt besichtigen wir eine Teefabrik. Ein beliebtes Ausflugsziel auch bei indischen Grundschülern, die uns mit enthusiastischem Winken begrüssen.
Ooty - auch “The Queen of the Hills” genannt - ist beliebte Kulisse zahlreicher Bollywoodfilme mit seinen umliegenden Bergen und typischen Gebäuden. Viele einheimische Honeymoon Touristen zieht es hier her. Besonders beliebt ist der 1897 angelegte botanische Garten in dem viele seltene Rosen, Orchideen und Bäume zu bestaunen sind. Affen gibt es dort auch, diese machen sich nahe dem Eingang über einen umgekippten Mülleimer her.
Wieder draußen führt uns Hemant über den Markt auf dem hauptsächich Bekleidung und Kulinarisches verkauft wird. Wir machen Halt an einem Stand an dem es leckeren Masala Chai gibt. In Kombination mit frittierten Chilischoten und scharf-würzigen Mangostücken ein Genuß. Zum Abschluss spiele ich noch eine Partie Tischbilliard gegen den geübten Hemant. Baby-Ganesha Peter hat mit der Suche nach einem neuen Gürtel ob der benötigten 115cm Gürtellänge leider keinen Erfolg. Inder sind da doch etwas schmaler gebaut.
Später klingt der Abend im hoch gelegenen Hotel mit wunderbarem Blick über die Stadt aus.

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Karfreitag. Suchbild mit Plattenbau & Quasi-Haustiere

(Das Reh hat keine Manieren, steckt mir einfach die Zunge raus. Ts.)

Der ohrenbetäubende Lärm des Rettungshubschraubers vom Unfallkrankenhaus lässt die Rehe vollkommen unbeeindruckt, aber wehe ein Hund nähert sich, dann springen sie sofort wie von der Tarantel gestochen ins Unterholz. Jogger mögen sie auch nicht.