umzubringen

Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der die Menschen sich beschweren wenn ein Zug Verspätung hat, weil sich jemand davor geworfen hat, um sich umzubringen.
—  Es ist traurig genug, dass Menschen sowas tuen, weil wahrscheinlich andere den Mensch dazu getrieben haben. // verbautezukunft
Viele Menschen denken Psychisch erkrankt zu sein ist nur Pipifax. Doch in Wirklichkeit ist es eine Krankheit, wo man jeden verdammten Tag gegen an kämpfen muss sich nicht umzubringen.
Heute vor einem Jahr habe ich mir vorgenommen, mich umzubringen. Die Abschiedsbriefe lagen bereit und ich war entschlossen. Bin zu meinem Termin bei meiner Psychologin gegangen. Ich hatte nicht einmal Angst. Ich war ganz ruhig. Meine Essstörung war nicht mehr auszuhalten und meine Depressionen erst recht nicht. Ich war ganz ruhig. Der Erste Februar letzten Jahres hat für mich in der Psychiatrie geendet. Heute, genau ein Jahr später, geht es mir keinesfalls besser. Aber ich bin noch da. Es gibt immer noch genug Tage, an denen ich nicht mehr kann und will. Aber ich bin noch hier. Das allein schon ist für mich so ein verdammtes Wunder, dass es fast schon wieder traurig ist. Heute noch da zu sein, Waldspaziergänge machen zu können; Schneebälle zu werfen; in Büchern zu versinken; zu lachen; Tee zu trinken; einfach nur zu atmen - es ist nicht mehr alltäglich. Es ist ein Wunder für mich geworden. Ich bin noch da.
Für immer vielleicht
  • Ruby: Hol mal tief Luft, Rosie.
  • Rosie: Nein, genau das ist ja das Problem. Wenn ich nicht atmen würde, wäre alles in Ordnung.
  • Ruby: Sag sowas nicht.
  • Rosie: Ach, sei still, ich hab sowieso keine Zeit, mich umzubringen. Ich bin viel zu beschäftigt mit meinem Nervenzusammenbruch.