umzubringen

Your Fav is Problematic: Martin Luther
  • “Wie der Papst der Antichrist ist, so ist der Türke der leibhaftige Teufel.“
  • “All der Unflat, den der Teufel durch andere Ketzer hin und wieder gestreut hat, den hat er durch Muhammad auf einmal herausgespien.”
  • Über den Koran: “Darum sehe ich es als nützlich und notwendig an, dieses Büchlein zu verdeutschen, dass doch bei uns Deutschen auch erkannt werde, was für ein schändlicher Glaube des Muhammads Glaube ist, damit wir gestärkt werden in unserem christlichen Glauben.”
  • “Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen… Es ist ein gerechtes Gesetz, dass sie getötet werden, sie richten viel Schaden an." 
  • "Eine Frau hat häuslich zu sein, das zeigt ihre Beschaffenheit an; Frauen haben nämlich einen breiten Podex und weite Hüften, daß sie sollen stille sitzen." 
  • “Unkraut wächst schnell, darum wachsen Mädchen schneller als Jungen.”
  • "Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400  Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen…; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken,  … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien  (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören." 
  • "Darum wisse Du, lieber Christ, und Zweifel nichts dran, dass Du, nähest nach dem Teufel, keinen bittern, giftigern, heftigern Feind habest, denn einen rechten Juden, der mit Ernst ein Jude sein will.”   
  • “Wie es unmöglich ist, dass die Aglaster ihr Hüpfen und Getzen lässt, die Schlange ihr  Stechen: so wenig lässt der Jüde von seinem Sinn, Christen umzubringen, wo er nur kann.”   
  • “Was wollen wir Christen nun tun mit diesem verworfenen, verdammten  Volk der Juden? […] Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen  will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Zum andern, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben eben dasselbige darin, was sie in ihren Schulen treiben. Zum Dritten, daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein und Talmudisten. Zum Vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren. Zum Fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe. Zum Sechsten, daß man ihnen den Wucher verbiete und ihnen alle Barschaft und Kleinode an Silber und Gold nehme. Zum Siebten, daß man den jungen, starken Juden und Jüdinnen in   die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel, und lasse sie   ihr Brot verdienen im Schweiß der Nase." 
  • Adolf Hitler über Martin Luther: "Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung; sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen" 
  • “Wenn ich einen Juden Taufe, will ich ihn an die Elbbrücken führen, einen Stein um den Hals Hängen, ihn hinabstoßen und sagen: Ich taufe dich im Namen Abrahams”
  • Über Kinder mit Behinderung: „Wenn man aber von den teufelsähnlichen Kindern erzählt … so halte ich dafür … dass es wahre Teufel sind.“ 
  • „Es ist besser, wenn Tyrannen hundert Ungerechtigkeiten gegen das Volk verüben, als dass das Volk eine einzige Ungerechtigkeit gegen die Tyrannen verübt.”

Lehrer: und? Verstehst du die Aufgabe?


Me: ja. Aber ich bin so müde und kann mich nicht drauf konzentrieren.

Lehrer: dann geh doch mal früher ins Bett. Das hilft bei mir immer.

Gedanken: versuchen sie doch mal früher ins Bett zu gehen wärend die Gedanken dich anschreien und dich dazu bringen wollen dich umzubringen.

Die Gedanken sind zu laut. Ich kann nicht früher schlafen gehen. Die Gedanken halten mich wach und lassen mich nicht in ruhe.

Hinter meiner Musik

Das wird der wahrscheinlich ehrlichste, traurigste, schlimmste, emotionalste und tiefgründigste Text meiner Karriere sein.

Dieses Jahr gab es ein Satz/Frage, die ich öfter gehört habe als alles andere.

Diese Frage lautete “ geht es dir gut? ”

Am Anfang habe ich mich gewundert wieso die Leute mich das fragen. Ich bin Musiker, wieso sollte es mir anders gehen als die anderen ?

Wieso fragt mich das jeder? Ich mein, ich Frage ja auch nicht jeden Menschen den ich sehe ob es ihm gut geht… Wieso also mir?

Irgendwann Abends habe ich darüber nachgedacht und mich selbst gefragt, geht es dir gut?

Diese Frage ist so schmerzhaft, so tiefgehend, so erschütternd.

Es ist eine Frage die man nicht beantworten kann, wenn man nicht alle Mauern fallen lässt… aber geht es mir gut?

Ich saß nächste danach da und habe darüber nachgedacht und habe gemerkt wie es mir von Stunde zu Stunde schlechter ging. Ich habe gemerkt wie ich kein hunger mehr hatte und auch kein Durst. Ich habe mein Handy ausgeschaltet, weil ich das Bedürfnis hatte alleine zu sein. Ich brauchte einen Moment Ruhe von der Welt, denn ich glaube, da wollte jemand in meinem inneren schon eine sehr lange Zeit mit mir reden.

Ich fragte mich über Stunden hinweg ob es mir gut geht und habe darüber nachgedacht und irgendwann habe ich gespürt wie etwas in mir kaputt ging. Keine Erinnerung, kein Gedanke, kein Augenblick. Ich bin kaputt gegangen in dem Moment…

Ich wusste, mir geht es nicht gut… und mir wird es nicht gut gehen.

Ich wusste, da ist etwas schlimmes passiert und ich habe jahrelang weg gesehen… Ich habe es versucht zu ignorieren und zu verdrängen. Ich habe mir eingeredet dass alles wieder gut wird, aber es wird nicht gut… nie wieder und das weiß ich.

Ich habe angefangen mit der Musik, weil man meine beste Freundin ermordet hat. Sie ist nicht einfach gestorben, es war kein Unfall oder Schicksal. Es war nichts was man nicht hätte ändern können… man hat sie mir mit Gewalt aus dem Leben gerissen und ich habe mir 10 Jahrelang eingeredet dass alles gut wird… aber es wird nicht wieder gut…

Das war der erste Schritt auf diesem riesen Haufen Scherben…

Ich wusste jetzt dass da etwas ist und ich muss jetzt nachschauen.

Ich wusste Kristina ist tot. Ich spürte in dem Moment 10 Jahre Schmerz in mir, den ich verdrängt habe… aber was war danach?

Ging es mir davor gut? Ging es mir danach gut? Was ist eigentlich “ gut ”

Ist gut besser als okay? Oder okay nur ein anderes Wort für schlecht und wieso fragt man ob es einem gut geht und nicht ob es ihm perfekt geht? Ist gut denn gut genug ? Geben wir uns mit gut zufrieden oder reicht ein gut um beständig zu bleiben?

Ich meine, ein gut ist in der Schule eine 3… aber niemand freut sich so wirklich über eine 3 wenn es doch die 1 gibt oder ? Wieso ist es im Leben okay mit einer 3 durch zu kommen?

Ich wusste auf jeden Fall nun dass es mir nicht gut geht und dass da mehr ist als Kristina.

Ich wusste, ich habe keine Familie, aber wieso war das okay für mich? Wieso habe ich nie nachgefragt wieso Mama und Papa nicht da waren als Kristina umgebracht wurde? Wieso war ich nie sauer auf sie ? Wieso sehe ich das alles so leicht, obwohl es doch irgendwie so schwer ist?

Ich saß weitere Stunden da und habe immer wieder diese Frage im Kopf durchgespielt. Die nächste Frage war ob es an ihnen oder an mir liegt. Ich weiß dass ich jedes recht hätte sauer zu sein und niemand würde es mir übel nehmen, also kann es nicht an ihnen liegen. Es muss also an mir liegen.

Also die nächste Frage. Wieso liegt es an mir ?

Das ist die zweit schwerste Frage…

Was muss passieren bis ein Mensch sich selbst aufgibt? Wie viel Lasten kann man tragen bevor man einbricht und wieso bin ich immer noch so “ Locker ” ?

Irgendwann bemerkte ich, dass ich gar nicht so “locker” bin wie ich dachte. Ich ignoriere das meinste nur. Ich verdränge alles, so wie ich Kristinas Ermordung verdränge.

Ich mein, ich habe panikattacken. Ich wache Schweiß gebadet auf… Klammer mich mit ganzer Kraft an den Menschen den ich liebe und versuche es immer allen recht zu machen, selbst wenn ich dabei kaputt gehe…

Aber wieso mache ich das ?

Das war die nächste Frage… wieso mache ich das?

- weil ich kaputt bin.

Kennt ihr die Geschichte von Ugly Cat? Es ist die traurigste Geschichte, die ich in meinem Leben gelesen habe… nachdem ich sie gelesen habe ging es mir 1 Woche unglaublich schlecht. Ich erzähle sie euch in Kurzform.

Ugly war eine kleine Straßenkatze. Sie war dreckig. Zerbissen. Hatte Löcher im ihr von kämpfen. War abgemagert und sehr zugerichtet. Sie lief auf ein Grundstück, wo ein Herr sein rasen bewässerte, als er Ugly bemerkte zielte er mir dem Strahl auf sie, damit sie vom Grundstück verschwindet. Ein junger Mann fand Ugly auf dem boden vor dem Grundstück liegen und hebte sie auf. Ugly biss in die schnur seiner kaputze und saugte dran und kuschelte sich in sein arm. Dann starb Ugly. Alles was Ugly wollte ist ein Zuhause. Etwas zu essen und Schutz, aber anstatt Ugly zu helfen wurde sie geschlagen und verjagt, bis sie starb…

Ich habe so lange über diese Geschichte nachgedacht und irgendwann bemerkt, dass ich sie ulgy bin.

Man hat mir meine familie genommen. Man hat meine beste Freundin ermordet und mic j alleine zurück gelassen. Ich musste mir mit 15 Jahren alleine die Frage beantworten wieso das alles passiert ist? Wieso ist sie tot? Wieso hat man das getan? Wieso sehe ich sie nie wieder? Wieso kann ich mich nicht verabschieden? Wie gehe ich mit diesem Schmerz um? Was mache ich nun? Wieso hat man mich nicht umgebracht und sie am Leben gelassen? Wieso fühlt es sich so leer an? Wer hilft mir jetzt?… ich habe Hilfe gebraucht und ich habe mehr als deutlich danach geschrien und alle haben weg geschaut…

Und den Preis dafür muss ich heute noch bezahlen…

Ich bin nicht sauer auf alle anderen, weil sie weg geschaut haven. Ich bin sauer auf mich, weil ich es zugelassen habe.

Ich habe mehrfach versucht mich umzubringen, aber das lustige ist. Sterben ist echt verdammt schwierig. Wenn es dafür ne Bachelor Arbeit gibt hätte ich sie auf jeden Fall verhauen. Ihr denkt vielleicht ich Lüge, aber der Körper entscheidet ob man bleibt oder geht und der Geist kämpft kurz davor dagegen an… und dieser Kampf ist heftig. Das ist ein richtiger Krieg, Kopf gegen Herz. Dir wird schlecht, schwindelig, heiß, du zitterst, schwitzt und hast Problem das Gleichgewicht zu halte. Du denkst dir “ in 30 Sekunden ist alles gut ” aber dein Kopf im Inneren versucht mit voller Kraft dich zu beschützen vor dir selbst. Es ist ein harter Kampf und wenn du es überlebst, dann hast du den richtigen Kampf erst danach, denn am nächsten Tag kommt erst die Frage “ was ist da passiert? ”

Und dieser Frage kannst du dann nicht mehr auf dem weg gehen… man kann es versuchen, aber man kann sich nicht selbst belügen…

Das alles war ein Schrei nach Hilfe…Das ganze Leben war ein Schrei nach Hilfe und ich bin der jenige der geschrien hat… und ich bin der einzige, der das nie bemerkte.

Wieso also die Musik? Ich bin ein ziemlich schlauer und begabter Mensch. Muss mir nie groß Mühe geben um etwas zu lernen. Ich könnte so vieles erreichen, wieso also Musik?

Die Antwort war schnell geklärt.

Nicht, weil ich berühmt werden wollte… Nein

Weil mir gesagt wurde, dass man erst tot ist, wenn niemand mehr einen kennt.

Diese Rechnung ging schnell auf. Wenn ich nicht will dass Kristina stirbt, dann Sorge dafür dass man sie nicht vergisst. Gesagt - getan.

Aber wieso Musik? Wieso keine Proteste. Kunst Bilder. Graffiti Oder sonst was? Wieso musik..

Kristina hört immer traurige und nachdenkliche Musik… ich habe so viele Sachen verdrängt, aber das könnte ich nicht verdrängen. Also fing ich an traurige Songs zu schreiben… ehrliche Songs zu schreiben.

Ich habe mich in Mantel der Kunst versteckt um öffentlich nach Hilfe zu schreien. Ich habe mich in der Öffentlichkeit versteckt um meinem Kummer, Ängste und Schmerzen freien Lauf zu lassen. Es ist, als würden 130.000 Menschen auf einen Riesen Platz stehen und einer schreit etwas. Keiner wüsste woher es kommt. Versteht ihr ?

Immer wenn jemand sagt dass er mich bewundert, weil ich stark bin. Sage ich ihm dass es nicht stimmt. Starke Menschen verstecken sich nicht und das habe ich getan und mache es immer noch. Ich verstecke mein Schmerz in der Kunst, damit ich mich nicht mit ihm auseinander setzen muss.

Ich bin so gut darin meinen Schmerz zu verlegen dass ich als super nanny auf RTL2 arbeiten könnte. Ich würde jedes Kind ohne Probleme auf den stillen Stuhl bekommen.

Ich habe alles für meine Freundin gegeben. Aus zwei Gründen. 1. Sie war anders als jeder Mensch zuvor und ich sage selbst nachdem wir über 1 Monat auseinander sind, dass sie der wichtigste Mensch in meinem gesamten Leben war. Wichtiger als alles und mit alles meine ich alles…. und 2. Weil ich Ugly bin und auch nur eine Familie haben will… ein zu Hause… etwas, wo ich nach Hause komme und es da ist… keine leere Wohnung… eine Familie für die man sorgt. Kämpft. Pflegt. Kocht. Verreist. Streitet. Liebt und alles was es gibt. Meine Familie….

Aber das Problem war nicht dass es keine liebe gab. Ich liebe sie über alles und sie hat mich selbst bei der Trennung noch über alles geliebt. Das Problem war, dass wir aufgepasst haben. Wir hatten eine schwere Zeit und haben uns gesagt das wir aufpassen müssen, anstatt auf uns zu vertrauen.

Wisst ihr was passiert wenn man aufpasst?

Jede Mücke wird zum Elefanten. Du achtest penibel darauf keinen Fehler zu machen und wenn du mal etwas falsch machst, was eigentlich total belanglos ist, ist es durch das aufpassen trotzdem schlimm.

Das war unser Fehler… deswegen sind wir kaputt gegangen. Nicht weil wir uns nicht liebten… sondern weil wir aufgepasst haben anstatt zu vertrauen.

Ich weiß wir hätten es geschafft und ich würde und habe immer um sie gekämpft, aber ein Mensch ist kein Gegenstand. Du kannst ihn nicht halten…

Und dann kam wieder die Frage

Geht es dir gut?

Geht es mir gut nachdem ich all das herausgefunden habe?

Geht es mir jetzt besser?

Nein…

Ich weiß, dass ich glücklich werden kann. Sowas spürt man bei solch einem Gespräch im Inneren, aber was benötigt es dafür ?

Ich weiß was ich dafür brauche, aber das bleibt wohl eine lange Zeit mein Geheimnis…

Lebt wohl

In liebe,

Zate

anonymous asked:

Was ich super witzig und traurig finde ist, dass meine Mutter denkt, ich wäre vom Teufel besessen, nur weil ich den Islam verlassen habe. Ein Glück, dass mein Vater nicht mehr da ist, um mich wegen Ehrenverletzung umzubringen, haha.

Damn :x und da wird’s dann halt einfach gefährlich.

  • <p> <b>Ich:</b> Ich schaff das.<p/><b>Mum:</b> Du Loser schaffst gar nichts.<p/><b>Meine Gedanken:</b> Stimmt du hast recht. Ich schaff es nicht<p/><b></b> - gute Noten zu schreiben<p/><b></b> - eine gute Tochter zu sein<p/><b></b> - eine gute Freundin zu sein<p/><b></b> - eine tolle Großeschwester zu sein<p/><b></b> - hübsch zu sein<p/><b></b> - abzunehmen<p/><b></b> - irgendwas durch zu ziehen<p/><b></b> - glücklich zu sein<p/><b></b> - mich umzubringen<p/><b></b> - zu leben<p/><b></b> - ...<p/><b></b> Ja richtig, ich bin ein Loser, der nichts schafft.<p/></p>

Dieser Junge wurde gemobbt. Dies ist seine Abschlussrede.

JANUARY 21, 2015

Diese Geschichte hat mich zutiefst berührt.

Es lehrt uns so vieles. Erstens: Urteilt nie nach Äußerlichkeiten! Zweitens: Vergesst nie, eure helfende Hand zu reichen! Man weiß nie, wie sehr andere Menschen diese brauchen können.


Kyles Geschichte

Eines Tages, als ich noch neu auf meiner Schule war, sah ich einen meiner Klassenkameraden alleine nach Hause laufen. Sein Name war Kyle. Er schien seine gesamten Schulbücher mit sich rumzutragen. Ich dachte mir: „Wieso sollte jemand an einem Freitag all seine Bücher mit nach Hause nehmen? Er muss ein ziemlicher Nerd sein.“


Mir stand ein vollgepacktes  Wochenende bevor (Partys und ein Football-Spiel mit meinen Freunden morgen Mittag), also zuckte ich nur mit den Schultern und ging weiter. Da sah ich, wie er von einem Haufen Kids verfolgt wurde. Sie holten ihn ein, schlugen ihm all seine Bücher aus dem Arm und stellten ihm ein Bein, so dass er auf die dreckige Straße fiel. Seine Brille flog im hohen Bogen davon und ich sah, wie sie ein paar Meter weiter im Gras landete. Er blickte auf und ich sah eine tiefe Traurigkeit in seinen Augen.


Er tat mir schrecklich leid. Ich lief zu ihm hinüber und als er auf dem Boden herumkroch und nach seiner Brille tastete, sah ich wie eine Träne aus seinem Auge kullerte. Als ich ihm seine Brille reichte, sagte ich: „Diese Typen sind Idioten. Sie sollten sich dringend um ihren eigenen Kram kümmern.“ Da sah er mich an und erwiderte: „Hey, danke!“. Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Es war eines dieser Lächeln, das wahre Dankbarkeit zum Ausdruck brachte. 


Ich half ihm, seine Bücher aufzulesen und fragte ihn, wo er wohnte. Es stellte sich heraus, dass er ganz in meiner Nähe lebte, also fragte ich ihn, warum ich ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Da erzählte er mir, dass er bis vor Kurzem auf eine Privatschule ging. Früher hätte ich mich nie mit jemandem abgegeben, der an eine Privatschule besuchte, doch wir unterhielten uns den ganzen Nachhauseweg lang und ich half ihm, seine Bücher zu tragen.


Es stellte sich heraus, dass er eigentlich ganz cool war. Also lud ich ihn ein, am Samstag mit mir und meinen Freunden Football zu spielen. Und er sagte zu.


Wir verbrachten das gesamte Wochenende miteinander und je besser ich Kyle kennenlernte, desto mehr mochte ich ihn. Meinen Freunden ging es genauso. Am Montagmorgen lief mir Kyle wieder mit einem Stapel Büchern über den Weg. Ich hielt ihn an und sagte: „Junge, du wirst richtig Muskeln bekommen, wenn du jeden Tag so viele Bücher mit dir rumträgst!“ Doch er lachte nur und gab mir die Hälfte seiner Bücher.


In den nächsten vier Jahren wurden Kyle und ich beste Freunde. Als wir im letzten Schuljahr waren, begannen wir, über das College nachzudenken. Kyle wollte nach Georgetown, ich liebäugelte mit Duke. Ich wusste, dass wir trotz der großen Entfernung immer Freunde bleiben würden. Er wollte Medizin studieren, ich hatte ein Football-Stipendium und plante ein BWL-Studium.


Kyle war der Abschiedsredner unserer Klasse. Ich zog ihn die ganze Zeit auf und nannte ihn einen Nerd. Er musste die Abschlussrede vorbereiten. Ich war froh, dass ich nicht derjenige war, der dort oben stehen und eine Rede halten müsste.

Am Tag meiner Abschlussfeier begegnete ich Kyle. Er sah toll aus. Er war einer der Menschen, die während der Highschool zu sich gefunden hatten. Er füllte seinen Anzug gut aus und auch die Brille stand ihm hervorragend. Er hatte mehr Dates als ich und alle Mädchen fuhren auf ihn ab. An manchen Tagen war ich sogar ein wenig neidisch. Heute war einer dieser Tage. Ich konnte sehen, dass er nervös war, also klopfte ich ihm auf den Rücken und versuchte, ihn zu ermutigen: „Hey, das wird schon!“ Da blickte er mich mit einem dieser (dankbaren) Blicke an und lächelte. „Danke“, erwiderte er.


Er räusperte sich und begann mit seiner Rede. „Die Abschlussfeier ist eine dieser Gelegenheiten, bei der wir all jenen danken möchten, die uns die Jahre hindurch begleitet und unterstützt haben. Unseren Eltern, unseren Geschwistern, vielleicht einem Trainer — aber vor allem unseren Freunden. Ich stehe heute hier, um euch mitzuteilen, dass Freundschaft das größte Geschenk ist, das man bekommen kann. Ich möchte euch eine Geschichte erzählen.“ Ich sah meinen Freund ungläubig an, als er der Menge von unserer ersten Begegnung erzählte. Er hatte eigentlich geplant, sich an diesem Wochenende umzubringen. Er erzählte davon, wie er seinen Spind geleert hatte, damit seine Mutter dies nicht tun musste, und sein Hab und Gut nach Hause schleppte. Dann sah er mich an und lächelte leicht. „Glücklicherweise wurde ich gerettet. Mein Freund rettete mich davor, das Unaussprechliche zu tun.“


Ich hörte, wie ein Raunen durch die Menge ging, als dieser gut aussehende, beliebte Junge der gesamten Zuhörerschaft von seinem schwächsten Moment erzählte. Dann sah ich, wie sein Vater und seine Mutter mir dasselbe dankbare Lächeln schenkten, das mir ihr Sohn damals zeigte. Erst in diesem Moment begriff ich, was dieses Lächeln wirklich zu bedeuten hatte.


Unterschätzt niemals die Wirkungskraft eurer Taten! Mit einer kleinen Geste könnt ihr das Leben eines Menschen retten.


Was glaubt ihr, wer sich darüber freuen würde, von euch zu hören? Ruft diese Person noch heute an oder stattet ihr einen Besuch ab! Zögert nicht! Auch wenn ihr euch dabei seltsam oder unwohl fühlt, glaubt mir, sie freuen sich, von euch zu hören!

—  Gerade im Internet gelesen.

anonymous asked:

Ich bin gerade auf eine neue Schule gekommen und es gibt dort jemanden der nicht nur Homo und Transphobic ist (was mich als non Binary und pansexuelle person schon angreift) sondern prahlt er auch damit, dass er zwei Katzen getötet hat. Ich möchte mich übergeben, wenn ich ihn nur sehe. Kannst du mir einen Tipp geben, wie ich mit der Situation umgehen kann? Ich muss ihn ja jeden Tag sehen...

Halte dir vor Augen, was für schlimme Dinge ihm widerfahren sein müssen, dass er so geworden ist; vielleicht kannst du dann Mitleid aufbringen und wirst nicht mehr so wütend! Tiere umzubringen ist allerdings schon echt heftig, jemand der keinerlei Empathie für andere Lebewesen empfindet, hat mit großer Wahrscheinlichkeit auch nie Liebe empfangen.