thomas hitzlsperger

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Another Closet Door Opens!

Thomas Hitzlsperger, the German Midfielder, who retired from football four months ago, has revealed that he is gay

Hitzlsperger, “Der Hammer,” is “the most high-profile player” to come out in the world of football.

Danke Schoen, Herr Hitzlsperger! Du bist ein Held!

A True Sports Stud, Cowboy!

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Old video, but i like it.


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“I’m coming out about my homosexuality because I want to move the discussion about homosexuality among professional sportspeople forwards. In England, Italy and Germany being a homosexual is no big thing, at least not in the dressing room. I was never ashamed of being who I am but it was not always easy to sit on a table with 20 young men and listen to jokes about gays. You let them get on with it as long as the jokes are somewhat funny and not too insulting. Being gay is a topic that is ‘ignored’ in football and not 'a serious topic in the changing room’. Fighting spirit, passion and winning mentality are.” - Thomas Hitzlsperger becomes the most high-profile footballer to reveal he is gay

Offener Brief von Arnd Zeigler

Lieber Thomas Hitzlsperger,

wenn ich ehrlich sein darf: Über keine Fußballmeldung habe ich mich in letzter Zeit so sehr gefreut wie über Dein heutiges, sehr privates und eigentlich auch nicht spektakuläres Bekenntnis, Du habest erkannt, dass Du lieber mit Männern als mit Frauen lebst. 

Und mir hat besonders genau diese Formulierung gefallen. “Lieber mit Männern leben” ist schließlich nichts weiter als der Ausdruck des eigentlich ja selbstverständlichen Grundrechts, selbstbestimmt leben zu wollen. Ohne Versteckspiel, ohne Lügen, ohne Verzicht auf das, was jeder Mensch leben können sollte: Ein erfülltes Privatleben mit einem Menschen, den man liebt.

Bislang hatten ähnliche Nachrichten immer noch den piefigen, verstaubten Beiklang: “Endlich hat einer zugegeben, dass er anders ist!” Deine Worte aber klingen nach einer von Dir angestrebten und gelebten, aber noch nicht bis in die (wunderbare) Welt des Fußballs vorgedrungenen Normalität.

Ehe Du mit Deinen Aussagen die heutige Presselandschaft gerockt hast, besaß das Thema Homosexualität im Fußball immer den Beigeschmack einer weit entfernten Randgruppen-Nische: Schwule Fußballer, das waren bislang Beinahe-Ex-Profis, schwedische Zweitligaspieler oder US-Amerikaner; deren Namen wir nie zuvor gehört hatten. Auch deren öffentliche Coming Outs waren mutige, menschlich extrem hoch zu bewertende Aktionen, die weitergeholfen haben. Aber sie haben auch den Eindruck vermittelt, dass es für prominente Fußballer auch im Jahr 2014 noch eine zu große Klippe darstellen dürfte, einen ähnlichen Weg zu wählen. Und dann kommst Du: Ein Ex-Nationalspieler mit über 50 Länderspielen, der beim DFB schon einmal die Kapitänsbinde getragen und als Spieler unseres WM-Aufgebotes am Sommermärchen 2006 mitgewirkt hat. Und der erkannt hat, dass er schwul ist. Und der das offen sagt. 

Wenn ich mir an diesem Tag etwas für Dich wünschen darf, dann das: Mögen meine Kollegen von der Presse ihre Aufgeregtheit etwas im Zaum halten und das Thema Homosexualität ebenso respektvoll behandeln wie Deine Privatsphäre und Dein Leben, das jetzt nach dem Ende Deiner Profikarriere vielleicht erst so richtig neu beginnen wird. 

Eines sollte leider auch klar sein: Auch Deine Offenheit ist nur ein winziger Schritt in Richtung einer längst überfälligen Normalität. Aber von allen winzigen Schritten ist es bisher der Gewaltigste

Danke dafür! 

Dein Arnd Zeigler

Durch Hitzlspergers Schritt muss die Fußballgesellschaft Farbe bekennen. Will sie in alten Denkmustern verharren und sich entlang antiquierter Geschlechterrollen definieren oder will sie nun einen Schritt machen – hin zu einem Sport, in dem schwule Profis ebenso stinknormaler Alltag sind wie heterosexuelle. Wenn man so will, hat der Fußball also sein Coming-out noch vor sich.
—  11 Freunde
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Interview Thomas Hitzlsperger - English Version