streikende

Wenn wir gewinnen, nieten wir Juliensblog um – versprochen.

Dass Julien Sewering aka Juliensblog ein rassistisches, homophobes, sexistisches Arschloch ohne Geschichtsbewusstsein ist, dürfte eigentlich jedem klar sein, der schon einmal eine oder zwei Folgen seiner Brainwash-Videos angeschaut hat. Seltsam deshalb, dass ausgerechnet die neue und aktuelle Ausscheidung des bourgeoisen Trottels, in der er darüber fantasiert, wie er streikende GDL Lokführer persönlich nach Auschwitz fährt, so hohe Wellen schlägt. Immerhin hat er in früheren Machwerken doch auch schon mal detaillierte Anweisungen an seine Fans verteilt, wie man am eine Frau vergewaltigt oder warum die Afrikaner im Dreck leben und das gefälligst auch so zu bleiben hat. Der Typ ist einfach nur Schmutz und verleitet mich wiederum dazu, Fantasien zu entwickeln, die irgendetwas mit schweren Betonplatten zu tun haben … 

Nichtsdestotrotz hat der Demokrat und Statthalter der freiheitlichen Grundordnung auf dem Hoheitsgebiet des deutschen Hip Hop Falk Schacht, auf facebook dazu aufgerufen, sich doch inhaltlich mit dem geistigen Ausfluss des jungen Herrn Julien auseinander zu setzen und die besseren Argumente zu liefern. Bitteschön: 

Zuerst einmal muss man festhalten, dass dieses großbürgerliche Arschloch mit seinen 1,2 Millionen Abonnenten und seinem neoliberalen Herrenmenschentum-Gehabe immer wieder auf den Höhen des Zeitgeists surft und er die Hetze, die in diesem Land gegen eine Gewerkschaft, die genau das macht, was eine Gewerkschaft machen sollte, nämlich ihre Mitglieder vertreten und sich das Streikrecht nicht nehmen lassen – dass er diese Hetze in seinem FDPartigen Gehirn zu genau dem geistigen Durchfall verarbeitet, der dann aus seinem Mund fließt. Beachtlich dabei ist lediglich, mit welcher unverhohlenen Gutsherrenart auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingedroschen wird, die sich erdreisten, ihren Lohn zu verhandeln, von dem Herr Sewering behauptet, dass so ein Lohn bei der Unterzeichnung eines Arbeitsvertrags schließlich ein für allemal festgelegt sei und die Leibeigenen zu arbeiten hätten, oder sich – und das ist der Unterschied zur Sklaverei – ja immer noch verpissen könnten, wenn es ihnen nicht passt. Verseucht von der kapitalistischen Propaganda der Jetztzeit behauptet der Clown Julien Sewering allen Ernstes, dass die wirtschaftlichen Erfolge der Bahn, von denen die Lokführerinnen und Lokführer einen gewissen Anteil abhaben wollen, tatsächlich von den Eigentümern, Großaktionären oder dem Management selbst hergestellt werde und eben nicht von den Kolleginnen und Kollegen, die im Schichtdienst bereit stehen, egal ob Wochen-, Sonn- oder Feiertag. Doch das alles ist nebensächlich, betrachtet man die Wut, mit denen der sich als Oberschicht inszenierende Polizistensohn auf so etwas wie Selbstbestimmung und Mitspracherecht spuckt, wobei sich an dieser Stelle das, was er sein will: reich und schön, aufs ekligste mit dem, was er ist: ein Kleinbürger, ideologisch vermischt. Da muss dann einfach mal wieder aufgeräumt werden, denkt es aus Julien und dass die, die eh nichts zu melden haben, halt einfach ihr Maul halten sollen. Folgerichtig will er die dann auch in einen Zug nach Auschwitz stecken, um mit der renitenten Brut aufzuräumen, was dann auch endgültig belegt, dass der Hanswurst Julien Sewering aus der Nähe von Flensburg ein waschechter Faschist ist. Wer mault, kommt ins Lager und auch wenn diejenigen, die heute am Drücker sind, das gar nicht mehr für so erwähnenswert halten, wer solche Fantasien hat, der steckt neben Sinti und Roma, neben Homosexuellen, Asozialen und Juden eben auch jede Menge Kommunisten und Sozis ins KZ. Leute, die wenigstens ab und zu versucht haben, den Ablauf des kapitalistischen Normalbetriebs ins Stocken zu bringen. Leute, die ein angepasster Spießer wie Juliensblog – und das ist das Schlimmste – und eben nicht nur Juliensblog, gerne beiseite geschoben sehen würden.

Wie auch immer, alles egal und man könnte sich jetzt noch stundenlang in ohnmächtiger Wut über dieses reaktionäre Stück Scheiße ereifern, wäre da nicht das Versprechen einer revolutionären Kampforganisation, dem ich hier und heute und an dieser Stelle, ewige Treue und Unterstützung schwören möchte. Im Wahlkampf 2013 plakatierte DIE PARTEI großflächig auf dem Berliner Oranienplatz den Slogan: „Wenn wir gewinnen, lassen wir die 100 reichsten Deutschen umnieten.“ 

Dieser Satz, ein revolutionäres Kampfprogramm der Arbeiterschaft, sollte sich tief in die Herzen der Werktätigen einbrennen und da wir gewinnen werden, früher oder später, habe ich nur eine einzige Bitte. Egal ob Julien Sewering da dazu gehört oder wahrscheinlich eher nicht – nehmt ihn trotzdem mit!

W�K�