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Solidaritäts Plakat für die Freiheit Leonard Peltiers!

Leonard Peltier war führendes Mitglied des American Indian Movement (AIM), einer Initiative, die sich für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner einsetzt. Am 26. Juni 1975 kam es im Pine-Ridge-Reservat in South Dakota zu Zusammenstößen zwischen dem FBI und Mitgliedern des AIM. Dabei wurden die beiden FBI-Agenten Ronald Williams and Jack Coler erschossen. Leonard Peltier wurde 1977 für die Morde an ihnen verurteilt, hat jegliche Schuld an der Tat jedoch stets von sich gewiesen. Eine wichtige Augenzeugin, die amerikanische Ureinwohnerin und Angehörige der Lakota Myrtle Poor Bear, hatte zunächst ausgesagt, gesehen zu haben, wie Leonard Peltier die beiden Männer tötete. Sie hat diese Aussage jedoch später zurückgezogen und angegeben, dass Angehörige des FBI sie bedroht und drangsaliert hätten. Auf Grundlage ihrer Zeugenaussage wurde Leonard Peltier von Kanada an die USA ausgeliefert und dort vor Gericht gestellt.

Die Jugend Peltiers wurde durch diese Erlebnisse sehr stark mitgeprägt. Rückblickend beschrieb er diese Zeit so:  „Hunger war das einzige, von dem wir genügend hatten; oh ja, davon hatten wir ausreichend, genug für jeden. Wenn verzweifelte Mütter ihre Kinder mit aufgequollenen Bäuchen ins Krankenhaus brachten, lächelten die Schwestern und sagten ihnen, die Kinder hätten nur >Blähungenaufgelöst March of broken Treaties<  in Washington teil. Als BIA-Beamte ihr Versprechen nicht einhielten, den Stammesältesten Unterkünfte zu besorgen und im Weißen Haus auch nicht die angekündigten Gesprächstermine eingehalten wurden, besetzten die Indianer spontan sieben Tage lang das Bureau of Indian Affairs (BIA) – Gebäude, nur ein paar Blocks vom Weißen Haus entfernt. Peltier wurde nun vom FBI verstärkt als Unruhestifter registriert.

Im gleichen Jahr wurde Peltier in Milwaukee in einen Streit mit Polizisten in Zivil verwickelt. Die Polizisten behaupteten, er habe sie mit einer Pistole bedroht und so wurde er  wegen versuchten Mordes angeklagt (1978 wurde Peltier vom Mordvorwurf freigesprochen).  Bis zum Verhandlungsbeginn verbrachte er 5 Monate im Gefängnis. Als er nach Zahlung einer Kaution freikam, tauchte Peltier im April 1973 unter, da er befürchtete, Opfer einer durch Polizei- und Geheimdienste angestifteten Feme zu werden. Da er nicht zum Verhandlungstermin in Milwaukee erschien, wurde erneut Haftbefehl gegen Peltier erlassen.

Zur gleichen Zeit hielten AIM-Aktivisten den Ort WOUNDED KNEE in der Pine Ridge-Reservation  besetzt. In diesem Konflikt eskalierte die militärische Gewalt der Staatsmacht. US-Marshals, FBI-Agenten, paramilitärische Gruppen des korrupten Stammesvorsitzenden Dick Wilson (GOONS) und weiße Bürgerwehr feuerten mehr als 250000 Schüsse auf die BesetzerInnen ab. Unter dem Kommando des späteren Nato-Oberbefehlshabers Alexander Haig wurden 17 Panzer, 12 Raketenwerfer, F4 Phantombomber, Kampfhubschrauber und jede Menge CS-Gas eingesetzt, um den Widerstand der Besetzer zu brechen. Die Militäroperation kostete mehr als 1 Milliarde US-$: mehr Geld als seit 1870 seitens des US- Staates für die Unterstützung der Menschen in Pine Ridge investiert wurde. 2 Native Americans wurden erschossen – eher ein Wunder, dass die Zahl der getöteten Besetzer nicht höher war. Peltier, der in Wounded Knee nicht dabei war,  engagierte sich seit seiner Flucht bei den Sicherheitskräften des AIM, nahm am Kampf um die Fischereirechte der Puyallup und Nisqually in Washington State und an AIM – Aktionen in Arizona und Wisconsin teil. 1975 kam er  erneut nach Pine Ridge.

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