sozialistisch

Saigon bei Nacht. Die größte Stadt des asiatischen Staates Vietnam heißt seit 1976 offiziell Ho-Chi-Minh-Stadt, benannt nach einem ihrer bekanntesten Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg. In jenem Jahr überwand Vietnam die vorherige Teilung in zwei Staaten und ist seither ein sozialistisch ausgerichteter Staat mit einem Ein-Parteien-System. Ho-Chi-Minh-Stadt zählt heute nahezu 8 Millionen Einwohner.


Quelle: tripstovietnam.com

Warum ich kein Kommunist bin

Erstmal: ich habe nichts gegen Kommunismus an sich, ein Staaten und Klassenloses System ist das Ziel das ich auch habe, ich glaube nur das die Idee, dass wir dieses System du einen (sozialistischen-) Staat erreichen, falsch ist.
Aber erstmal die Grundlagen:
Kommunistinnen*en haben das Ziel ein Staaten und Klassenloses System einzuführen, in dem alles direkt von den Arbeitern entschieden wird und alle Menschen versorgt werden.
Um das zu erreichen wird nach einer Revolution jedoch zuerst ein sozialistischer Staat errichtet. (Diese Phase wird von Marx die “Diktatur des Proletariats” und von Lenin “niedere Form der Kommunistischen Gesellschaft”, ich nenne es einfach Sozialismus).
In diesem übernehmen die Arbeiter ihre Arbeitsplätze, erschaffen Räte und werden vom jeweils höheren Rat gesteuert. Auf der anderen Seite unterdrücken die Arbeiter die ehemalige Bourgeoisie, um eine mögliche Gegenrevolution zu verhindern. Die Arbeiter werden vom Staat versorgt, müssen jedoch weiter Arbeiten wo sie gearbeitet haben, nur das jetzt der nächst höhere Rat der Chef ist. Lenin sagte dazu das in dieser Phase zwar die Gleichheit garantiert ist, jedoch noch keine Freiheit erreicht werden kann.
Der sozialistische Staat soll die Arbeiter vorbereiten, auf den Kommunismus und sie von Geld etc. entwöhnen. Wenn die Arbeiter dann irgendwann soweit sind wird sich der sozialistische Staat abschaffen und der Kommunismus wird kommen.
Ich habe damit ein paar Probleme:
1. kein Staat kann sich selbst abschaffen. Ein Staat hat immer das Ziel seine Macht zu sichern und zu Bündeln. Deshalb werden alle für den Staat wichtigen Dinge, Militär, Polizei, Ämter etc., unter eine Führung gestellt.
Der Staat hat das Ziel soviel macht zu haben wie es geht. Warum sollte er diese auf einmal wieder abgeben.
2. eine kleine Gruppe von Leuten revoltiert, ersetzt die Bourgeoisie und übernimmt die Kontrolle über alle Produktionsanlagen, die Ausgabe von Essen etc.. Sie arbeitet aber selbst nicht, sondern plant nur und sorgt dafür das die Arbeiter*innen weiter arbeiten.
Die Bourgeoisie wird nicht abgeschafft, sie wird nur ersetzt. Wieder die Frage: warum sollten neue Leute in der gleichen Position wie die Bourgeoisie sich anders Verhalten als die Bourgeoisie?
3. eine Revolution die durch eine kleine Gruppe durchgeführt wird, ist, meine Meinung nach, automatisch dem Untergang geweiht.
Eine Revolution muss nämlich nur dann von einer kleinen Gruppe ausgeführt werden wenn die Mehrheit eben nicht für eine Revolution ist.
Dieser Mehrheit müsste dann also erklärt werden müssen warum die Revolution von Nöten ist, oder sie würden zum Arbeiten gezwungen.
In beiden Fällen stellst du dich über die Arbeiter*innen und nimmst ihnen die Mündigkeit.
Aber wie sollen unmündige Arbeiter*innen auf die Idee kommen, dass sie neben Gleichheit jetzt auch noch Freiheit brauchen (für den Fall der Sozialismus bringt wirklich Gleichheit) bzw. Wie soll ein*e Arbeiter*in der/die zum Arbeiten gezwungen wird auf die Idee kommen das der Kommunismus einer Besserung bringt?
Aber wenn die Arbeiter*innen diese Ideen doch bekommen müssen sie revoltieren, denn eine Herrschaft von unten kann nie durch die Herrschenden erschaffen werden. Und dann hätten wir uns den sozialistischen Staat eh sparen können weil die Idee von einer freien und gleichen Welt verbreitet sich am besten in einer ungleichen und unfreien Welt, also im Kapitalismus.
Außerdem sind Freiheit und Sozialismus Dinge die untrennbar zusammengehören weil sie alleine immer in Ungerechtigkeit Enden.
Wahre Gleichheit wird nur erreicht wenn wir auch frei sind und wir können niemals frei sein wenn wir oder die Menschen neben uns leiden.

“Wir sind überzeugt, dass Freiheit ohne Sozialismus Priveligiertenwirtschaft und Ungerechtigkeit und Sozialismus ohne Freiheit Sklaverei und Brutalität bedeutet”-Michail Bakunin

P.S. Ich bin immer offen für Diskussionen, speziell wenn ihr meint, dass ich im oberen Teil etwas falsch verstanden hab.

Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur einmal gegeben, und er muss es so nützen, daß ihn sinnlos verbrachte Jahre nicht qualvoll gereuen, die Schande einer kleinlichen, inhaltslosen Vergangenheit ihn nicht bedrückt und daß er sterbend sagen kann: Mein ganzes Leben, meine ganze Kraft habe ich dem Herrlichsten in der Welt – dem Kampf für die Befreiung der Menschheit – geweiht. Und er muß sich beeilen, zu leben.
—  Nikolai Ostrowski: Wie der Stahl gehärtet wurde
Spanien: König Felipe schlägt Sozialistenchef Sánchez als Regierungschef vor

In Spanien hat König Felipe Pedro Sánchez, den Chef der sozialistischen Partei, mit der Regierungsbildung beauftragt.

Die PSOE war bei der Wahl Ende Dezember mit 90 Sitzen zweitstärkste Kraft geworden. Sie muss nun mit den beiden jungen Parteien, der linken Podemos und der liberalen Ciudadanos, über ein Bündnis verhandeln.

Sáchez nahm den Autrag zur Regierungsbildung an: “Die spanische Demokratie muss eine Lösung für die Wahl eines Ministerpräsidenten eines pluralistischeren und komplexeren Kongresses finden. Diejenigen, die einen Wandel wollen, sind aufgerufen, sich zusammenzutun. Die sozialistische Partei ist bereit, Spanien aus der Sackgasse zu führen, in die Herr Rajoy sie geleitet hat”.

Der amtierende Ministerpräsidenten hatte zuvor vergeblich versucht, ein Regierungsbündnis auf die Beine zu stellen. Rajoys Partei hatte bei der Wahl im Dezember zwar die meisten Sitze gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Rajoy fehlt die Unterstützung für eine Wiederwahl oder eine Minderheitsregierung, er plädiert jedoch weiterhin für eine Regierung unter seiner Führung: “Wir wollen eine Regierung aus unserer Volkspartei, der sozialistischen Partei und Ciudadanos. Denn diese drei Parteien sind sich in den grundlegenden Fragen einig: Die Einheit Spaniens, die nationale Souveränität, die Gleichberechtigung aller Spanier, der Standpunkt bezüglich Europa und der Eurozone und dem Kampf gegen Terrorismus”.

Ob den Sozialisten gelingt, woran Rajoy scheiterte, ist ungewiss: Denn Podemos schloss eine Koalition mit Cuidadanos bereits aus. Bei Parteien waren im Dezember erstmals bei landesweiten Wahlen angetreten. Ihren Erfolg haben sie vor allem jenen Wählern zu verdanken, die wütend über die Korruptionsskandale der beiden großen Parteien sowie die Sparpolitik und die hohe Arbeitslosigkeit sind.

Podemos zeigte sich in der Vergangenheit zu einer Kooperation mit PSOE bereit. Eine Annäherung zwischen PSOE und Podemos scheiterte bisher jedoch an der Foderung einer Unabhängigkeit für Katalonien.

Für die neuen Koalitionsverhandlungen haben sich die Sozialisten vom Parlamentspräsidenten bis zu vier Wochen Zeit erbeten.

Último día de la segunda ronda de consultas para la #Investidura. Felipe VI ha recibido a Pedro Sánchez, del PSOE pic.twitter.com/ooNRipueQq— Congreso (@Congreso_Es) February 2, 2016

البولندية فيات 125 ف

البولندية فيات 125 ف

External image

Polski فيات 125 ف، EF الواي 125، 1. أولدتيميركلوب ايرفورت، افاج-Straßenbahnabstellhof-ماجديبورجير Alle، 06.06.2009، ماجديبورجير الليفيست 2009 Posted by Holger Salzer on 2016-01-18 16:37:03 Tagged: , Deutschland , Germany , DDR , GDR , Erfurt , Thüringen , Auto , PKW , LKW , Fahrzeug , Nutzfahrzeug , Fiat , Polski , Polen , sozialistisch , RGW , Staat , Oldi , Oldtimer

View On WordPress

Актуальность и необходимость коммунизма на Нігіліст

http://www.nihilist.li/2016/02/13/7421/

#Статьи, #Теория #Статьи, #Теория

Актуальность и необходимость коммунизма

External image

Initiative Sozialistisches Forum, ноябрь 1985

Коммунизм – это мечта о всестороннем освобождении человека, тоска по окончании всех условий, при которых человек является угнетаемым и подвластным, жалким существом. Это мечта о той “вещи”, не только понятие которой было утеряно, но и общественная сила, которая могла воплотить её при помощи революционной практики. Но актуальная невозможность коммунизма служит доказательством против его необходимости только для обывателя.

Коммунизмом называется фундаментальная предпосылка для того, чтобы общество развивалось в лучшую сторону и чтобы категорический императив о снятии всех условий эксплуатации и бесправия, наконец-то, стал ненужным. Коммунизм, в первую очередь, есть производство самих форм общественного общения.

Одним из существенных принципов коммунизма, в котором он отличается от всяческого социал-демократизма или экологического реформизма, заключается в том, что различия в уме и в умственных способностях не обуславливают различий в потребностях; т.е. что неверный, обоснованный нашими неправильными условиями лозунг “Каждому по заслугам, каждому по способностям”, когда он относится к праву на наслаждения, должен быть превращён в лозунг “Каждому — по потребностям”. В этом – центральный принцип коммунизма, что различия в деятельности и способностях не могут оправдывать неравенства, имущественных и потребительских привилегий. Коммунизм означает справедливый конец состояния, при котором голод не служит причиной производства, а потребность – причиной удовлетворить её иначе, чем согласно финансовых возможностей. Коммунизм есть равенство без уравнения, свобода без закона, без деспотического различения на “истинные” и “фальшивые” потребности. Капитализм – это диктатура над потребностями, коммунизм – диктатура потребностей над производством.

Коммунизм обосновывает это требование в критике капитала и труда. Он требует упразднения капитала и индивидуального присвоения общественного богатства, он является требованием упразднения труда и установления права на безделие. Он не является, как утверждает народная молва вкупе с практикой “реального” государственного социализма, более эффективным администрированием труда и справедливостью лишь при распределении продуктов. Свобода – это не капиталистическое или реально-социалистическое превращение общества в фабрику. Труд есть принуждение, а не наипервейшая потребность. Коммунизм не борется за право труда, но за его упразднение. Он борется не за всеобщую обязанность трудиться, а за обобщение роскоши и за освобождение от труда и экономики. Коммунизм является ни чем иным, как реализованным общественным наслаждением.

Коммунизм не претендует на знание, что “хорошо для человека”. Что было бы верным выводом из “истинной природы человека”, его не интересует. Ему достаточно знания о практике упразднения общественно организованной невозможности счастья. Поэтому коммунизм не имеет патентованного рецепта для создания хорошего, истинного, прекрасного человека; он не знает, что такое “человек” и каким он должен быть. “Смысл жизни” он бесплатно уступает попам и довольствуется изобличением бесчеловечности. На “человека” коммунизму наплевать, т.к. он заботится о людях.

Коммунистический принцип, что различия в деятельности, будь то на фабрике, в бюро, будь то мусорщика или профессора не оправдывают различий в праве на наслаждение и праздность, является не антропологией, а просто результатом того, что это люди, которые работают. Правда коммунизма проста: сложным является лишь его реализация.

Критика репрессивного равенства всех, того, как она устанавливается диктатурой капитала, заключается в том, что это противоречит логике, когда свобода индивида должна простираться так далеко, насколько его потребности могут быть переведены в рыночный спрос. Капиталистическая свобода есть лишь высшая форма диктатуры ассортимента.

Экономика коммунизма – это экономика времени, времени, затраты которого измеряются не абстрактно в деньгах и ценности, а конкретно в пользе созданных потребительских стоимостей.

Экономика времени желает не принуждения к рационализации, а прозрачности экономики для производителей общественного богатства. Экономия служит не аккумуляции прибыли, а освобождению для конкретной деятельности. Не понятно, почему жизненное время одного должно цениться больше, чем время другого, когда сама жизнь “бесценна”, не может быть измерена в деньгах, а только лишь в субъективной и индивидуальной потребности. Является ли разумным усматривать “смысл жизни” в чтении детективов в ванне, игре в “дурака”, в пьянстве и разврате – сам этот вопрос не имеет смысла. Коммунизм исходит из того, что людям нужен не смысл жизни, а приятная жизнь. Коммунизм не критикует праздный достаток без работы, а требует его для всех.

Коммунизм противостоит фетишам капитала и государства, труда и природы. Символы веры либерализма и социальной демократии, иконы консерваторов или экологов интересуют его лишь как масштаб общественных заблуждений. Коммунистическое равенство не есть равенство парад деньгами или перед законом, равенство подчинения принуждению “заслужить” себе жизнь или влачить её в отупляющей гармонии с природой. В отличие от социал-демократического государственного и от государственно-социалистического трудового фетишизма коммунизм является критикой как обуржуазивания, так и пролетаризации человечества. Не освобождение посредством государства, а освобождение от государства как упразднение общественного аппарата насилия – его программа. Социал-демократическое хобби – дрессировка государства при помощи законности, демократизации и парламентаризма, содержание Левиафана в качестве домашнего животного – для коммунизма дикая глупость: кто озабочен не упразднением формы государства, а улучшением формы правления, кто заканчивает реформы или революцию сменой элит, становится жертвой легализма и работает, как в Чили 1973-го года, на свою собственную погибель. Слепая надежда, что парламентское большинство гарантирует перемены в обществе, не замечает того, что суверенитет означает решение о чрезвычайном положении, но не его парламентскую регуляцию.

В другой форме государственный фетиш усиливает либеральные или консервативные галлюцинации о рынке как о месте уравнивающей справедливости в политике.. Но подобно тому, как для государственного реформатора двойственная природа государства – быть государством правовым или социальным – остаётся книгой за семью печатями, так и для буржуа его собственная экономика является загадкой. Законы движения его экономики являются для него ещё большей мистерией, чем для католиков чудо “разжижения крови” (1), а астрологическая консультация по вопросам конъюнктуры давно уже более надёжна, чем годовой отчёт совета ведущих экономистов, и по этому считается в налоговой службе обычной производственной затратой и списывается с налогового бремени. Буржуа хотя и боится плановой экономики как чёрт святой воды, но если он стоит перед финансовым крахом, то не стесняется звать на помощь “сильное государство”.

В отличие от экологического фетишизма природы, в конце концов, коммунизм не стремится к превращению человека в аскета и защитника ландшафтов, или даже к борьбе с человеком как с вредителем и паразитом экологическом круговороте. Напротив, он критикует представление о природе как о товаре, как некой, якобы, бесплатной предпосылке создания капитала.

Коммунизм есть критика власти человека над человеком, критика подчинения и эксплуатации, суть и источник постоянного обновления и воспроизводства которой лежит в отношениях наёмного труда и капитала. Капитализм является интегралом всех тех форм власти, всех тех методов превращения человека в телесную упаковку рабочей силы, в одарённый способностью работать на фабрике труп, которые до сих пор породила история. Капитал присвоил себе устаревшие формы эксплуатации и – от патриархата до рабства и принудительного труда – превратил их в условия своего собственного существования. Высвобожденное производство во имя прибыли, бесконечное и бесцельное накопление капитала постоянно воспроизводит все предыдущие формы власти.

Всякий капиталистический прогресс есть ещё один шаг в пропасть. Диалектика капиталистического развития показала, что взрывающий систему, несущий вместе с освобождением рабочего класса конец всяческой классовой власти, антагонизм наёмного труда и капитала обращается в простое, внутрисистемное противостояние – если исторический момент пролетарской революции был упущен. Классовая борьба становится мотором капиталистической аккумуляции; он мутирует в простой элемент динамики системы. Рабочий класс превращается в сословие временно наделённых производственными функциями государственных граждан, чьи экономические или политические движения ставят капитал перед экзистенциальными требованиями. Ибо капитал, не существующий в форме наделённого разумом существа, движется лишь в сумме частных, эгоистичных отдельных капиталов в условиях конкуренции, склонен к разрушению источника своей жизненной энергии, живого труда. Лишь коллективное действие наёмных рабочих за тарифную или законную защиту вынуждает его к принятию условий самосохранения. Сколь многообразны действия за ограничение рабочего времени, за прожиточный минимум, за социальное страхование и т.п. – столь ограничен их объективный результат: разрешение государству как идеальному общественному капиталисту ратифицировать всеобщие условия ведения дел.

Капитал воспроизводит себя поверх своего предполагаемого противоречия и этим подтверждается печальная правда Марксова анализа, согласно которому интересы капитала и наёмного труда являются двумя сторонами одного и того же отношения. “Одна (сторона) обуславливает другую, как ростовщик и растратчик взаимно дополняют друг друга”. Классовая борьба служит основанием монетаризации, а узаконивание потребностей – функциональной, внутренней логики и жизненной силы условий эксплуатации. Его официальные управляющие, профсоюзы, торгуют рабочей силой так же, как прочие концерны-монополисты холодильниками или пушками.

Собственно антагонистическая диалектика царит между “природой” как основой человеческого общества вообще и её по-капиталистически профитабельно организованным разрушением. Так капитал подрывает возможную свободу. Общество, собранное в единый блок, сталкивается с природой и ведёт войну слепого самосохранения не на жизнь, а на смерть. В лице природы оно, собственно, разрушает само себя; опустошение планеты идёт рука об руку с опустошением человека и его способности революционным путём присвоить себе общественное богатство и перейти от войны к союзу с природой.

Правда этого понятия природы есть ложь экологически окрашенной политики. Правда, что вещество всего общественного богатства – это природная материя, и человеческий труд является не источником, а лишь оформлением и присвоением этого богатства, т.е. правда о том, что природа является условием общества вообще и общество, таким образом, является частью природы – это понимание становится экологической ложью, что подчинение природы является делом бесклассового общества из 60 миллионов распоясавшихся эгоистов (2), которым следует в вопросах защиты природы начать с себя. Покорение природы невозможно без покорения человека, подчинение человеческой природы служит предпосылкой продуктивного разрушения природы. Разрушение природы предполагает разрушение людей, превращение их в живые трупы – и им тогда тоже совершенно всё равно, если им приходится после механического мучения за конвейером идти домой под кислотным дождём.

В экологически окрашенной политике жизнь становится мистификацией жизни, простое выживание становится самым смыслом жизни. Обман начинается с иллюзии, что общественная война против природы действительно возможна без раскола общества на классы, без разделения на умственный и физический труд, без власти и эксплуатации. Она берёт своё начало с результатов, никогда не продвигаясь к причинам.

Правда всеобщей угрозы человеческому роду становится для экологически окрашенной политики неправдой всеобщей заинтересованности в сохранении рода. В этом экологическое мышление повторяет все фетиши буржуазного общества. Экология как политическая практика является чем-то вроде негативного либерализма, организовавшегося в автономное политическое движение и обнаруживающего своё естественное политическое выражение в призыве к реформе образа жизни, к революции духа без классовой борьбы: “Общественный интерес перед интересом частным”.

С гегемонией “зелёной” политики над жалкими остатками социально-революционной оппозиции вновь водворилась тирания потери памяти и всегда доброй, но не обучаемой воли, содрогнувшейся лишь на один исторический миг в 1968-м году. Реальная эмансипация посредством снятия классового общества сменилась на всеобщую галлюцинацию заинтересованности человечества в выживании. “ÖkoPax” (3) – картель школьных учителей, отчаявшихся профсоюзников, защитников животных, “истинных” социал-демократов, уполовинившихся социалистов, “больше не верящих в Маркса”, но не задающихся вопросом: была ли вера когда-либо разумной, т.е. людей доброй воли, которым хочется вообще хоть во что-нибудь верить и иметь какой-нибудь смысл – этот единый фронт дружелюбных идеалистов с явным националистическим душком совершил снятие революционной политики в любвеобильной благотворительности.

Фиктивная бесклассовость экологического интереса отражается лишь в негативной бесклассовости самого буржуазного общества, снятие рабочего класса при условиях и средствами буржуазного общества. Это состояние, обозначающее верх отчуждения, обобществление варварства для экологии служит поводом отпраздновать всеобщее братание человечества. Экология есть либерализм без потаённого знания о своей ограниченности: она свежа, набожна, радостна и несвободна.

Фиктивная бесклассовость – это бесспорный фундамент экологического неолиберализма, и определяет мышление и политику своих основных фракций. На место либерального равенства на рынке, консервативного или социал-демократического перед государством и законом, заступает равенство перед природой. Упрямо-государственная реальная политика, начинающаяся с фатальной мечты о парламенте как о центре власти, или националистически окрашенный, породнившийся с терапевтическим оккультизмом фундаментализм: течения “Зелёных” повторяют самые старые буржуазные схемы, как если бы они были оригинальными и правдивыми. “Новые социальные движения”, считающие, что формируются как срез общества и представляют общие интересы, т.е. лобби неродившихся морских котиков и немецких лесов, являют собой симптом стабильности власти – не терапию, но часть болезни, не конец превращение человека в наёмного рабочего, но его радикализацию из общественного в природный характер.

Пред лицом этого актуальность коммунизма парадоксальна. Необходимость революции находится в обратно пропорциональном отношении к её возможности. Категорический императив перевернуть все условия, в которых человек является униженным, порабощённым, покинутым, презренным существом, стал просто мечтой о “вещи”, которую больше никто не может постигнуть. Актуальность требования “Каждому по потребностям” – реализуемого только посредством упразднения наёмного труда, посредством права на леность – в официальном, равно как и в альтернативном сознании является лишь симпатичным анахронизмом. Буржуазное общество поставило коммунизм в музей; классовая борьба окончена, не завершившись, и этот негативный конец продлевается в бесконечной истории власти над людьми и разрушения окружающей среды. В слепой ярости против конкретной жизни беснуется буржуазное общество, уверенное в своём могуществе.

Но актуальность коммунизма утверждается в той правде, что нет никакой власти в том, чтобы поступать неверно только потому, что верное (ещё) не возможно. Коммунизм, не сумевший перейти от теоретической к практической критике капитала и государства и сменить оружие критики на критику оружием, находит своё недобровольное действие в развенчании неверного.

(Опубликовано в: Das Ende des Sozialismus, die Zukunft der Revolution. Analysen und Polemiken, 1990)
Перевод с немецкого.

Примечания:
1) «Чудо» несворачивающейся крови святого Януария в итальянском городе Сан-Геннаро.
2) Имеется ввиду население ФРГ средины восьмидесятых годов.
3) ÖkoPax — основанная в ФРГ в начале 80-х группа, занимающаяся вопросами мира и экологии.

sozonline.de
Wieso wehren sich Erwerbslose/Festbelegschaften/LeiharbeiterInnen nicht in dem Maße, wie es sich linke Aktivisten wünschen?

Krise, Bewusstsein, Kämpfe? Wut, Empörung und Ohnmacht.
Zum Bewusstsein der Lohnabhängigen in der Krise

[via Sozialistische Zeitung]

von Thomas Goes

Auch in Deutschland hat sich in den letzten Jahren so was wie Krisenbewusstsein herausgebildet; mitunter wird der eigene Betrieb inmitten der aktuellen Krisen als eine Art «sicherer Hafen» empfunden.

Früher oder später kommt es immer dazu. Leute, die andere Leute mobilisieren wollen, fragen sich, wie es eigentlich in deren Köpfen aussieht. Wieso wehren sich Erwerbslose, Festbelegschaften unter Druck oder LeiharbeiterInnen nicht in dem Maße, wie es sich linke Aktivisten wünschen? Stimmen sie vielleicht sogar zu? Finden sie das, was so empörenswert ist, vielleicht sogar gut?

Das ist heute angesichts der Wirtschaftskrise nicht anders als zu einem beliebigen anderen Zeitpunkt der vergangenen hundert Jahre. Praktisch wie theoretisch gehört die Frage nach den Bewusstseinsformen subalterner Bevölkerungsschichten zum Evergreen linker Diskussionen. Erinnert sei nur an das theoretische Arsenal, das entwickelt wurde, um sie besser zu verstehen: Falsches Bewusstsein, notwendig falsches Bewusstsein, Integration der Arbeiterklassen ins System, Arbeiteraristokratie, die Gedanken der Herrschenden sind die herrschenden Gedanken. Gehört hat das wohl schon jeder und jede Linke einmal.

Glaube, Diagnose, Strategie

In der Regel ist die Frage danach, was in den Köpfen der anderen steckt, eine nach den Konfliktpotenzialen einerseits, der Wahrscheinlichkeit von Mobilisierung und somit aktiver Selbstbefreiung der sich Mobilisierenden andererseits. Die Antwort, die man darauf gibt, bestimmt - auch das zeigt die Geschichte der Linken im 20.Jahrhundert - nicht zuletzt, welche Strategien Linke sich zurecht legen. Dem Abschied von der Arbeiterklasse als Subjekt politischer Veränderungen lagen in der Vergangenheit und liegen in der Gegenwart nicht zufällig Diagnosen zu Grunde, die sie als sozial und politisch voll integriert sehen. Vielleicht ließe sich das mit einer Faustregel ungefähr so formulieren: Je geringer der Glaube an die Mobilisierungsfähigkeit der Menschen (und ihre Fähigkeit zur Selbstbefreiung), desto größer die Neigung zu Stellvertreterpolitiken und Formen der Realpolitik, die versuchen, das Beste unter den bestehenden Verhältnissen herauszuholen - denn mehr geht eh nicht.

Heute ist das nicht anders, auch, wenn man vergleichsweise wenig Gesichertes darüber weiß, wie Lohnabhängige die soziale Krise der vergangenen zwölf Jahre und insbesondere die ökonomische Krise der vergangenen dreieinhalb Jahre verarbeitet haben. Um so wertvoller sind empirische Befunde der jüngeren sozialwissenschaftlichen Forschung, die durchaus facettenreich zeigen, dass Lohnabhängige gar so widerspruchslos und integriert nicht sind. Im Gegenteil, es lässt sich ein hohes Maß an Ungerechtigkeitsgefühlen und Kritik an herrschenden Eliten ausmachen, einige Forscher sprechen sogar von einer Art gesellschaftsbezogenem Antikapitalismus - der allerdings einhergehe mit dem Festhalten am eigenen Betrieb, der als Hafen in stürmischer See erscheint.

Normalisierung von Krisenerfahrungen

Was wissen wir also heute? Zunächst einmal scheint es so zu sein, als habe sich Krisenerfahrung normalisiert. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise ist zwar etwas Neues, ihre Bedeutung gewinnt sie allerdings vor dem Hintergrund permanenter betrieblicher Krisenerfahrungen. So zumindest sehen das Richard Detje u.a., die in ihrer Studie «Krise ohne Bewusstsein» gegenwärtige Reaktionen von Beschäftigten aus dem Organisationsbereich der IG Metall untersuchen.

Seit Jahrzehnten nehme der ökonomische Druck in den Betrieben zu. Was die Befragten erfahren, sei «ein Wettbewerbsregime, das sich durch permanente betriebliche Restrukturierungsprozesse mit neuen Prozess-, und Produktinnovationen, Standortverlagerungen, Outsourcing, Umdefinition von Kerngeschäftsfeldern usw. auszeichnet». Vor diesem Hintergrund wird die gegenwärtige Krise gedeutet. Laut den Verfassern der Untersuchung wird die Wahrnehmung der Wirtschaftskrise «maßgeblich gesteuert durch die jeweilige betriebliche Situation im eigenen Fall». Eine permanente Verunsicherung gehört demnach zum sich verfestigenden Bestand betrieblicher Alltagserfahrungen. «Krise» bedeutet für die Befragten zunächst einmal der erwähnte dauernde Druck und die «permanente Unsicherheit von Beschäftigung, Einkommen und Arbeitsbedingungen». Anders gesagt: Über die Jahre ist eine Art krisengeprägter (kollektiver) Erfahrungsschatz entstanden, der die Verarbeitung der heutigen Wirtschaftskrise beeinflusst.

Diese Erfahrungen beschränken sich laut Detje u.a. aber nicht allein auf betriebliche Probleme, sondern entfalten sich zu Formen einer Legitimationskrise des gesamten Wirtschafts- und Gesellschaftssystems. Gerade weil die unternehmerischen Eliten im eigenen Betrieb von den Befragten nicht für die Wirtschaftskrise verantwortlich gemacht werden können, verschiebt sich die Kritik auf Gesellschaft, Staat und Politik. Vorherrschend sei bei den Arbeitenden eine Grundhaltung der Wut und der Angst: «Wut auf die Banker, auf den Staat und die Politiker, und Angst, die eigene Existenz nicht mehr sichern zu können.» Vor dem Hintergrund früher erfahrener Verunsicherungen werden im Zuge der Wirtschaftskrise neue Angsterfahrungen gemacht, die sich mit einer Art Zukunftspessimismus verbinden.

Die als permanent gedeuteten betrieblichen Krisenprozesse münden, auch aufgrund nur geringen Zutrauens in die eigene Handlungsmacht, eher in Resignation. Diese Resignation bzw. die ihr zu Grunde liegenden Ohnmachtsgefühle speisen sich aus einem nüchternen Realitätssinn der Befragten, aus einer «realistischen Einschätzung der ökonomischen Abhängigkeiten und der sozialen Macht- und Kräfteverhältnisse». Insbesondere die Legitimationsprobleme von Staat und Politik werden durch Ohnmachtsgefühle und fehlendes Orientierungswissen blockiert. Typisch sei eine Art Hin- und Herwechseln zwischen «abstrakter Protestorientierung und konzessionsförderlichen Ohnmachtserfahrungen».

Trotz des kritischen Untertons lesen sich diese Befunde ermutigend. Immerhin: Da soll es Legitimationsprobleme von Staat und Politik, ja, des Wirtschaftssystems, geben. Was Detje u.a. damit indirekt aber auch sagen: Mobilisierungen, kollektive Kämpfe scheitern nicht so sehr an der Hegemoniefähigkeit der unternehmerischen Eliten, die die Beschäftigten in betriebliche (und wirtschaftssektorale) Bündnisse einbinden. Im Gegenteil, es sind laut Verfasser eher fehlendes Orientierungswissen und verbreitete Ohnmachtsgefühle, die verhindern, dass aus Wut und Empörung Widerstand wird.

Schlechte Gesellschaft, guter Betrieb?

Genau an dieser Art von «kritischem Optimismus» darf man zweifeln, wenn man ergänzend Forschungsergebnisse einer Forschergruppe der Universität Jena zur Hand nimmt. Die Jenaer Soziologen Hajo Holst, Ingo Matuschek und Klaus Dörre entwickeln in ihren Veröffentlichungen die plausible Annahme, dass der Betrieb vor dem Hintergrund einer gleichzeitig bei den befragten Beschäftigten rekonstruierbaren Empörung über gesellschaftliche Entwicklungen als eine Art «sicherer Hafen» in einer ansonsten stürmischen - gesellschaftlichen - See wahrgenommen wird.

Während sich also eine Art gesellschaftsbezogener Antikapitalismus herausbilde, entfalte der Betrieb trotz Konflikterfahrungen gleichzeitig eine größere Integrationskraft. Die entsprechende Orientierung der Beschäftigten, die Dörre, Holst und Matuschek auf der Basis quantitativer und qualitativer Befragungen herausarbeiten, fassen sie bündig im Slogan «Schlechte Gesellschaft, guter Betrieb» zusammen. Damit wollen sie zwar nicht unterstellen, es gäbe so etwas wie eine harmonisches Betriebsbewusstsein, klar ist aber die im Befund ebenfalls enthaltene Implikation, dass Beschäftigte im Konfliktfall eher zurückhaltend sein dürften, um den eigenen Rettungsanker nicht zu verlieren.

Nun steht natürlich beides nicht im Widerspruch, die Jenaer Befunde lassen sich richtig verstanden ergänzend zu denen von Detje u.a. lesen. Aus marxistischer Perspektive überrascht es auch kaum, dass Beschäftigte sich möglicherweise an den Strohhalm «eigener Betrieb» klammern. Die Marktkonkurrenz wirkt eben disziplinierend. Insofern ließe sich die Dichotomie positiverer betriebsbezogener und gesellschaftskritischer Einstellungen eher als eine wichtige Erweiterung der oben dargestellten Befunde lesen. Denn auch dann, wenn der eigene Betrieb als Krisenzusammenhang erfahren wird, mag nicht nur das Gefühl der eigenen Ohnmacht Protest blockieren. Möglicherweise sind es auch Varianten der gängigen Alltagsweisheit, dass es woanders auch nicht besser ist und allemal «besser als Hartz IV».

Der Betrieb - ein zentraler Ort

Befunde meiner eigenen empirischen Forschung, das sei noch hinzugefügt, zeigen im Übrigen, dass - gerade in den von mir untersuchten prekären Sektoren - Gesellschaftskritik auch mit harscher Betriebskritik einher gehen kann. Der betriebliche Arbeitsplatz mag dann immer noch ein Strohhalm sein, an den sich geklammert wird, betriebliche Konflikte werden aber zugleich zu einem Unruheherd im eigenen Leben. Nicht nur die Gesellschaft ist ungerecht, auch die betrieblichen Verhältnisse sind es.

Worauf aber auch meine empirischen Ergebnisse aufmerksam machen: Die dennoch bestehenden Ohnmachtsgefühle und die Orientierung an den «normalen» Formen den Interessenpolitik («das muss die Gewerkschaft machen, oder die Politik») - zusammen mit der Weisheit, dass unsichere und schlecht bezahlte Arbeit immer noch besser sind als gar keine Arbeit - blockieren Mobilisierungspotenziale.

Diese Schlaglichter sollen genügen. Sie zeigen, was sich unter der ruhigen Oberfläche des deutschen Krisenkorporatismus bewegt. In Protesten oder wenigstens in Wahlerfolgen der Partei Die Linke, die derartigen Unzufriedenheiten am ehesten Ausdruck verleihen könnte, drückt es sich bisher nicht oder nicht mehr aus. Warum das so ist, ist eine andere Frage. Sicher scheint mir aber zu sein, dass linke Politik, die sich nicht bemüht, sich im (betrieblichen) Alltag zu verankern, um Ohnmachtsgefühle und damit Mobilisierungsblockaden überwinden zu helfen, sich der einzigen Chance beraubt, eine neue gesellschaftliche Hegemonie zu schaffen. Zugegeben ist das eine linke Binsenweisheit, die aber angesichts des oben Gesagten nicht weniger wahr wird.

Thomas Goes ist Sozialwissenschaftler in Jena.

Alexander Flocke
Der frisch gewählte (26. November 2015) sozialistische Ministerpräsident von Portugal António Costa war am 5. Februar 2016 zu Besuch im Bundeskanzleramt.
“Wir haben festgestellt, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Portugal nicht nur gut sind, sondern dass sie vertrauensvoll sind, dass sie sehr eng sind, dass sie freundschaftlich sind - und dies wollen wir auch weiter entwickeln,“ sagte die parteiintern, deutschland- und europaweit unter Druck stehende Bundeskanzlerin bei der Pressebegegnung.

Im Jahr des Affen 2016  gibt’s entweder ein politisches Affentheater oder eine große Umwälzung- Es knallt!

Laut chinesischem Jahreszyklus beginnt am 8. Februar das Jahr des Affen. Dieser Affe spielt gerne mit dem Feuer. Er ist ein Feueraffe. Ob er viel Schaden anrichten wird, also mit dem Benzinkanister spielt, oder nur ein Feuerwerk entzündet, oder nur ein wenig herumkokelt, wird sich zeigen. Rein Statistisch gesehen sind Affenjahre meist der Beginn von friedlichen, blutigen oder auch gescheiterten Revolutionen. Auf alle Fälle geht es rund in den Affenjahren. Zoff liegt in der Luft. Es riecht nach Barrikaden und Bürgerkrieg und nach einer politischen Umwälzung. Die kann von Links oder Rechts kommen. Oft werden auch in Affenjahren Umstürze vorbereitet, die dann ein halbes Jahr später im Jahr des Hahnes erst richtig zum Tragen kommen. Hier ein paar Beispiele aus der Geschichte: das Affenjahr 1788 war der Vorabend der großen Französischen Revolution von 1789. Nationale wie Sozialistische Elemente formten den ersten Französischen Nationalstaat. Es begann in Europa eine neue Epoche. Die des Bürgertums. 1848 ebenfalls ein Affenjahr in dem es ordentlich krachte. Die Revolution scheiterte in Deutschland bescherte dem Land aber immerhin das erste Parlament mit bis heute noch bestehenden politischen Lagern. Im Affenjahr 1860 traten die meisten Südstaaten aus der Union der USA aus und schufen damit die  Grundlage für den Amerikanischen Bürgerkrieg. Bereits im April 1861 krachte es dann und stürzte die USA in den verlustreichsten Krieg ihrer Geschichte. Das Jahr 1920 dagegen war wieder ein klassisches Affentheater. Der so genannte „Kapp Putsch“, ausgelöst durch unzufriedene Wehrmachtsoldaten, die gegen die Weimarer Regierung Sturm liefen. Immerhin lieferte er die Vorlage für den Showdown der Nazis im Jahre 1932, die bereits im ersten Monat des neuen Jahres an die Macht kamen. Das nächste Affenjahr 1944 brachte durch die Landung in der Normandie und die dadurch entstandene zweite große Frontlinie die Wendung im zweiten Weltkrieg. Das nächste Affenjahr, das ein wenig Ähnlichkeiten mit 1848 hat fällt auf das Jahr 1968. Obwohl es oft mit viel Häme bedacht wird, war es eine gesellschaftspolitische Revolution, die einerseits notwenig und unabwendbar war, anderseits dramatische Folgen hatte, deren ganzes Ausmaß wir jetzt erst so richtig zu spüren bekommen. Dazu gehören ein spürbarer Bevölkerungsrückgang, ein Hemmungslos ausgelebter Hedonismus und die vollkommene Auslöschung des Nationalstaatsgedankens. Das Affenjahr 1980 brachte mit großen Demos der Friedensbewegung und der Gründungsphase der Grünen die Saat der 68ziger erst buchstäblich zum “grünen”. Zwar verpasste man den Einzug in den Bundestag, aber nur aus dem einfachen Grund, weil ein Schreckgespenst der deutschen Nachkriegspolitik zur Macht griff. Franz Josef Strauß. Den wollte niemand. selbst CDU-Stammwähler nicht. SPD-Wähler, die mit den Grünen liebäugelten verschoben den Flirt mit den Grünen auf die nächsten Jahre.
Die nächsten Affenjahre 1992 und 2004 sind ohne besondere Vorkommnisse und ähneln den berühmten Buddhistischen Figuren von Nikko. Nichts Böses sehen, nichts Böses hören, nichts Böses sagen. Sie gleichen ein wenig dem Perikleischem Zeitalter, oder der Regierungszeit des Kaisers Augustus. Diese goldenen, unbeschwerten Zeiten scheinen nun vorüber. Warnungen gab es zur genüge. Das Affenjahr 2016 beschert allein Deutschland sieben Wahlen. Allein das birgt jede Menge Zündstoff. Hinzukommt, dass gewaltbereite Linke regelrecht nach einem Bürgerkrieg gieren. Das werden sich immer weniger Menschen gefallen lassen, und dann vielleicht selbst zu den Waffen greifen. Darunter vielleicht auch Menschen, die bislang völlig unpolitisch waren. Fakt ist, dass es nie zuvor – auch 68 nicht – eine solche Spaltung der Gesellschaft gab und Politiker gleich welcher Couleur zu einer solchen beängstigenden Amokfahrt gestartet sind. Solche Dinge setzten dann einen archetypischen Malstrom in Gang, der ähnlich wie bei oben beschriebenen Ereignissen Menschen unkontrolliert mit reißt. Wohin die Reise nach so einem gefährlichen Affenjahr hingeht vermag am Ende niemand zu sagen.
Auf jeden Fall wird es heiß hergehen…        

AdG: Grenzerfahrung: Guantánamo auf sächsisch: (Gastautor)

Von Marko Martin

Ein Ausflug in den Osten Kubas, wo das sozialistische Land direkt an den US-Stützpunkt Guantanamo Bay grenzt

Ihrn Pass hamse wohl nisch dabei?“ Der Rezeptionist im "Hotel Guantánamo” in der Stadt Guantánamo, ein hochgewachsener Schwarzer Mitte fünfzig, spricht fließend Deutsch – mit sächsischem Akzent. Trotz des tropischen Sonnenlichts, das zwischen den Säulenreihen von draußen hereinpfeilt, schaut er eher grimmig drein. Denn welcher auswärtige Reisende kommt schon übers Wochenende in jene Gegend, deren abgeriegelter amerikanischer Teil ein berüchtigtes Gefängnis symbolisiert, während der kubanische Teil ziemlich unbekannt ist?

Gegenfrage, während der bundesdeutsche Pass über die Holztheke geschoben wird, hinter der die wuchtige Rezeptionistengestalt das gerahmte Foto von Staatschef Raúl Castro beinahe zur Gänze verdeckt: “Haben Sie womöglich in der DDR deutsch gelernt?” “Nu freilisch!” “Und wo?” “In Gorl-Morx-Schdadt, aber die Frachen stell’ eischndlisch isch!”

In der Tat gibt es Erklärungsbedarf. Die Anmeldung zu jener Tour, die in die Nähe des US-Marinestützpunktes führen soll, war von Havanna aus noch nicht bestätigt worden, und Freitagmittag ist auch auf Kuba wahrscheinlich nicht die allerbeste Zeit, die Verantwortlichen des hauptstädtischen Tourismusministeriums anzurufen. Hilfe kommt jedoch von jenem Tisch, der im rechten Winkel zur Rezeptionstheke steht.

Hinter dem Schildchen “Tour Operator” und einem altertümlichen Computer sitzt mit wachsamem Blick der hilfsbereite Señor José Adrian Rivas Pardo, welcher dem deutschen Besucher auf Spanisch ebenfalls einige Fragen stellt, dann jedoch beruhigt scheint (nein, der Fremde ist wohl doch kein Spion) und alsdann zum Telefonhörer greift: “Un momentito”. Das “Momentchen” kann genutzt werden, die Reisetasche aufs Zimmer im zweiten Stock hinaufzubringen, dessen Fensterfront auf eine Reihe von Palmen hinausgeht. Dahinter ein vermutlich offizielles Gebäude, auf dem Dach die weithin sichtbare Losung “Socialismo o Muerte” (“Sozialismus oder Tod)”.

Wieder unten angekommen, wartet für zwei CUC (so heißt Kubas konvertible Zweitwährung), umgerechnet zwei Euro, nicht nur ein an der Bar flugs gemixter Mojito, sondern auch eine gute Nachricht: Die Genehmigungen sind nun doch erteilt, am Samstagmorgen um neun Uhr geht es los, wegen der dreifachen Straßenkontrollen bitte den Pass nicht vergessen. Kostenpunkt des Ganzen: Moderate 25 CUC. Senor José lächelt weiterhin auf seine subtil observierende Weise und empfiehlt eine Individualbesichtigung der “berühmten Hauptstadt der kubanischen Ostprovinz Guantánamo”.

Vom Hotel ins Stadtzentrum zu gelangen, ist durchaus preiswert. Den Transport zahlt man in Peso nacional, also in jener ursprünglichen der beiden Landeswährungen, die für Touristen kaum eine Rolle spielt – umgerechnet sind das gerade mal drei Cent. Dafür sitzt man allerdings nicht in einem Bus, sondern hockt mit zahlreichen anderen Passagieren im Inneren eines umfunktionierten Lkw, auf einem der drei dort aufgebockten Holzbretter. Die in der Mittagshitze heruntergelassenen Planen lassen den Fahrtweg nur in Trottoirhöhe sichtbar werden, doch besonders die “Guantánameras”, die einheimischen Mädchen und Frauen an Bord, geben hilfsbereit Auskunft und rufen “aquí”, “hier!”, als der Lkw am gewünschten Ziel, dem Parque Martí, vorbeituckert und kurz hält.

Kein Wunder, denkt der Reisende beim Aussteigen, dass jener kubanische Unabhängigkeits- und Nationalheld José Martí (1853–1895) den anmutigen Frauen dieser Stadt mit seinem wohl berühmtesten Gedicht ein ewiges Denkmal gesetzt hat. Als Melodie wird es längst in aller Welt zur Gitarre geklimpert – das legendäre “Guantánamera”. Im deutschen Sprachraum haben nicht nur Straßen- und Hotelmusikanten den Song popularisiert, sondern auch James Last und Helmut Lotti, ganz zu schweigen vom einstigen, den Lied-Refrain aufnehmenden Stadionsgesang “Es gibt nur ein Rudi Völler”.

Trotz der Gute-Laune-Melodie aus Guantánamo ist die Miene der Chefin im Museo Municipal allerdings mürrisch. Möchte sie lieber Mittagspause machen, irritiert sie das Interesse des so prompt hereingeschneiten Besuchers? Satte sechs CUC kosten Eintritt plus Fotoerlaubnis, dafür gibt es hier im wahrsten Wortsinn Kosmisches zu entdecken: Eine sowjetische Sojus-Raumkapsel, vor über drei Jahrzehnten konstruiert, um den Genossen Arnaldo Méndez, gebürtiger Guantánamero und Kubas bislang einziger Astronaut, ins All zu schießen. Auf den etwas vergilbten Schwarz-Weiß-Fotos lächelt er uns gutaussehend entgegen – denkbar größter Kontrast zu den Betonphysiognomien seiner medaillenverzierten sowjetischen Trainer.

Aber auch Genossin Museumschefin sieht eigentlich schick aus in ihrem Minirock mit den gemusterten Netzstrümpfen – wenn nur nicht dieser dauernde Observationsblick wäre! Denn es ist nun einmal spannend, durch dieses ehemalige städtische Gefängnis zu traben, im lichtdurchfluteten Innenhof den Kids beim (US-amerikanischen) Basketballspielen zuzusehen und dann, zurück in den dämmrigen Räumen, das Stillleben eines vorrevolutionären Wohnzimmerinterieurs zu bewundern sowie – ein paar Schritte von der Raumkapsel entfernt – eine blank geputzte Harley Davidson. Diese hatte angeblich einem jener Drogengangster gehört, mit denen Castros Regime seit 1959 Schluss gemacht hat.

Dafür kurven auf den Straßen weiterhin altertümliche Buicks und Chevrolets, in friedlich knatternder Koexistenz zu den Ostblockprodukten Lada und Moskwitsch. Ganz eindeutig: Es geht beschaulich zu in diesem Guantánamo. Auch ist das Zentrum der Zweihunderttausend-Einwohner-Stadt mit ihren schachbrettartig angeordneten Straßen, dem Park und der obligatorischen Kathedrale (angeblich der kleinsten der Welt) recht schnell durchwandert. Der 1919 im Stil des Neorokoko erbaute Palacio Salcines trägt auf seiner Turmspitze Guantánamos Wappen – ironischerweise die römische Mythenfigur Fama, auch genannt “Mutter des Gerüchts”.

Angesichts bunt bemalter, oft nur einstöckiger Häuser und schattiger Kolonnaden sticht die Differenz zu den Ruinengebäuden Havannas ins Auge, die wohl nur Zugereisten pittoresk erscheinen. Nichts davon in Guantánamo, das auch keinen Buena-Vista-Social-Club-Touristenkitsch benötigt, hat die Stadt mit dem Changüídoch einen eigenen, inselweit berühmten Musikstil entwickelt, der in den sehnsüchtig-kraftvollen Rhythmen der schwarzen Sklaven wurzelt, die einst in den hiesigen Zuckerrohrplantagen schuften mussten.

Wenn es dann Nacht wird in Guantánamo, hört man allerorten besagte vibrierende Musik, vermischt mit Rumba, Salsa, Latino-Pop , Reggaeton und romantischen Boleros. Die “Trova” genannten Häuser für traditionelle Musik sind nun rappelvoll mit verblüffend rüstigen Alten, die hier das Tanzbein schwingen, während es die Jüngeren vorziehen, in lauschigen Innenhofdiskotheken abzufeiern, an deren Hauswände riesige Videoclips projiziert werden, darunter nicht wenige mit Stars aus dem angeblichen Feindesland USA . Ein Widerspruch, gar ein weiterer Fall für Göttin Fama? Jedenfalls gilt es die staatliche Propaganda nicht allzu ernst zu nehmen, da auf diesbezügliche Nachfragen stets ein ironisches Lächeln folgt und eine angebotene Zigarette – ausgerechnet “Hollywood” heißt die populäre einheimische Marke. Auch hier in Guantánamo haben viele Einwohner Verwandte im US-Exil, die von Miami aus Geld überweisen oder Warenpakete schicken.

Wie seltsam und tragisch, denkt der hier so freundlich in die Schar der Wochenendfeiernden Aufgenommene, dass gerade die “kleine USA” vor den Toren der Stadt nicht etwa für Freiheit, sondern für ein Gefängnis steht, an dessen Auflösung sich bis jetzt sogar Präsident Barack Obama die Zähne ausgebissen hat. Was wird wohl morgen früh an der Grenze zu sehen sein?

“Also dann auf nach Caimanera!” Senor José ist erneut bester Laune, seine Agentur hat ein Auto – einen rostig-blauen Skoda aus tschechoslowakischer Vorwendeproduktion – gestellt, und sogar der sächsisch nuschelnde Rezeptionist ringt sich ein halbes Schmunzeln ab, als er die Frage des deutschen Gastes hört: “Caimanera? Aber wollten wir nicht nach Guantánamo Bay?” Das war gestern Mittag doch wohl nicht nur eine Fama gewesen, sondern war fest vereinbart worden, oder?

Unwissender Ausländer, scheint die Rezeptionistenmimik zu sagen, wo doch jeder Kubaner weiß, dass der eigentliche Grenzort Caimanera heißt, nördlich des 118 Quadratkilometer großen US-Stützpunktes gelegen, welcher sich wiederum zu beiden Uferseiten im Süden der Bucht von Guantánamo befindet. “Klingt kompliziert, aber im Grenzhotel wirst du auch eine Landkarte sehen”, sagt José und lächelt entspannt.

Nach einer halben Stunde Fahrtzeit und drei Kontrollen, durchgeführt von unterschiedlich Uniformierten, die sowohl der Polizei wie dem Innenministerium angehören, taucht rechts plötzlich karges Niemandsland auf. “Die Grenze?” “Nein, die liegt noch weiter dahinter. Hier dagegen wird Salz abgebaut.” Die schneeweißen Kristalle leuchten unter dem morgendlichen Sonnenlicht auf. Ein paar Bagger stehen herum, doch die wirkliche Sehenswürdigkeit bieten jene rot und blau beschrifteten Steintafeln, die ab nun den Weg ins 10.000-Einwohner-Örtchen Caimanera flankieren.

Es sind die unzähligen Gebote der Revolution, die zu Wachsamkeit, Kampf, Fortschritt, Stärke und dergleichen aufrufen, dargeboten als Zitate der beiden Castros. Die aufgepinselten Belehrungen setzen sich dann auch an den Hauswänden Caimaneras fort, das ansonsten als ein denkbar ziviles Fischernest erscheinen könnte. Doch ist seit der Revolution von 1959 der Kontakt zur US-Basis, die sich hier immerhin seit 1903 befindet, radikal gekappt.

Von Nachtklubs, Bordellen und Kasinos ist jedenfalls weit und breit nichts mehr zu sehen – höchstens ein (längst geschlossenes) Freimaurerhäuschen samt Bronzebüste erinnert an die Vergangenheit eines tropischen Laisser-faire. Seit aus Sicherheitsgründen der Fischfang in der zum Teil verminten Bucht eingeschränkt ist, leben die Caimaneras (die bislang noch kein Lied verewigt zu haben scheint) vor allem vom Anbau landwirtschaftlicher Produkte, die an diesem Morgen auf rustikalen Pferdefuhrwerken über die schmale Promenadenstraße zu einem nahen Wochenendmarkt gekarrt werden.

Den ausländischen Besucher trifft erneut keineswegs Misstrauen, eher freundliche Neugierde – auch wenn hier keines jener Spontangespräche beginnt, die für Havanna und die anderen größeren Städte Kubas so typisch sind. Liegt es am Mangel an Gästen? Wo dieser idyllisch anmutende Ort sich doch eigentlich wie von selbst vermarkten würde – dank der prominenten Nachbarschaft. Oder ist es womöglich gar nicht gewollt, dass man – am verwaisten Betonkai stehend, übers Wasser auf das gegenüberliegende Ufer schauend und im flirrenden Sonnenlicht die lange Reihe von Wachttürmern eher erahnend – zumindest einen vagen Eindruck von jenem riesigen Kleinstadtcamp bekommt? Rund zehntausend Soldaten und siebentausend Zivilisten leben dort. Das 2002 nach den Terroranschlägen vom 11. September von der Bush-Regierung eingerichtete Gefangenenlager macht übrigens nur einen winzigen Teil des Areals aus, der von hier aus natürlich nicht zu sehen ist.

Der touristische Dornröschenschlaf Caimaneras bleibt dennoch ein Rätsel, zumal der Ort sogar über ein kleines Hotel auf einer hübsch begrünten Hügelanlage verfügt, mit geweißten Häuschen rund um einen Pool mit Außenbar. Alles tipptopp in Schuss – doch außer zwei kubanischen Familien keine Gäste. Ein weiteres Mysterium, das wohl nur erklärbar ist durch die Existenz fortgesetzter Planwirtschaft und einer Geheimniskrämerei, die ausländischen Touristen bislang eine individuelle Hotelbuchung unmöglich macht.

Neben dem Hotelrestaurant existiert eine Art Miniaturmuseum mit (US-amerikanischen) Luftaufnahmen des Camps und einem aus Metall und Styropor gebastelten Modell inklusive zweier Wachttürme, der eine mit kubanischer Flagge, der andere mit “Stars and Stripes” geschmückt. Und dazu eine aufgespannte Landkarte, die nun wie versprochen die Dimensionen zeigt:

Die Militärbasis an beiden südlich gelegenen Ufern der Bucht, während die eigentliche Stadt Guantánamo ziemlich weit entfernt liegt, ganz oben am rechten Kartenrand. Schautafeln erklären die Geschichte des US-Außenpostens, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer damals von Washington abhängigen kubanischen Regierung abgetrotzt worden war – bis 2002, sofern nicht eine Vertragspartei eine Verlängerung anstrebe. Die US-Regierung zahlt weiter Pachtgebühr, die allerdings von Kuba seit 1959 zurückgewiesen wird, da man das gesamte Rechtskonstrukt nicht anerkennt und das Land zurückhaben will.

Auf der Terrasse von Zimmer 101 dann nochmals ein Panorama über die Bucht und jene Berge am anderen Ufer, die bereits US-Gebiet sind. Mehr ist aus der Entfernung nicht zu erkennen, schon gar keine womöglich an Berliner Mauerzeiten erinnernden Grenzanlagen. Dafür zuckelt jetzt unten auf der Straße ein Eselskarren vorbei, lüpft sein Fahrer seinen Strohhut und schenkt einer etwa Gleichaltrigen mit Sonnenschirm ein Lächeln.

Wieder zurück im “Hotel Guantánamo” für eine letzte Übernachtung, dann erneut die Ansage des ungerührten Rezeptionisten: “Und dann brauch’ isch nochemal Ihrn Pass.” Was für eine Grenzerfahrung, so eine Tour zur real existierenden kubanisch-amerikanischen Grenze.Dieser Text erschien zuerst in DIE WELT hier. http://dlvr.it/KMjJD0

Unzensuriert:Liveberichte über die Geschehnisse rund um den Wiener Akademikerball 2016: Tags 

Akademikerball Die linke “Offensive gegen rechts” hat auch heuer wieder zu Protestaktionen gegen den Akademikerball aufgerufen.
Foto: Haeferl / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)

Heute findet wieder der Akademikerball der FPÖ Wien statt. Seit 16 Uhr gibt es um die Hofburg eine umfangreiche Sperrzone mit Platzverboten. Über 2.800 Polizisten sind im Einsatz. Die „Sozialistische Linkspartei“, die „Offensive gegen Rechts“ und andere linke Gruppierungen haben sich mit Demonstrationen und Demo-Zügen angesagt. Die Polizei, die diesmal auch mit 29 Kamerateams etwaige Vorfälle dokumentierten will, rechnet mit bis zu 3.000 Demonstranten. Weil in den vergangenen Jahren bei Ausschreitungen Mistkübel als Wurfgeschosse zum Einsatz kamen, sind diese in der Innenstadt mittlerweile niet- und nagelfest gemacht worden. Viele Demonstranten reisen von auswärts mit Bussen an. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) steht deswegen bereits wieder in Kritik, entsprechende Gratis-Busse finanziert zu haben. Ein Demobus aus Linz wurde von der Polizei um 16:45 am Westbahnhof empfangen.

Hier der Live-Ticker zum Nachlesen:

19:05 Uhr

Auch der schwarzen Block hat sich mit rund 100 Personen bereits in der Innenstadt eingefunden.

19:03 Uhr

Laut Polizeiangaben haben sich bereits bis zu 5000 linke Demo-Teilnehmer eingefunden. Auch Pyrotechnik kam bereits zum Einsatz.

18:56 Uhr

Verkehrschaos in der gesamten Wiener Innenstadt

Bereiche 

Politik Kurztitel: Akademikerball: Der Liveticker zum Nachlesen http://dlvr.it/KLwyzJ

PI: Argumente von Maas in der Flüchtlingsdebatte: Justizminister Heiko Maas ist moralisch, menschlich und intellektuell das größte Armutszeugnis, das sich diese Republik je ausgestellt hat. Ein Justizminister, der friedliche Demonstrationen als „Schande“ für eine Demokratie empfindet und dessen wichtigstes Anliegen es zu sein scheint, die letzten Schlupflöcher für regierungskritische Äußerungen zu stopfen, der hält nichts von Demokratie. Der ist in bester sozialistischer […] http://dlvr.it/KMFz57