south melville

Mein wohl letzter Tag auf der Farm

Irgendwie hab ich ueber Nacht nicht allzugut geschlafen. Mag an dem Sturm gelegen haben, der mit sage und schreibe 110km/h Windgeschwindigkeit ueber uns weg ist und in meinem Zimmer durch Fenster gepfiffen hat, dass die Tuer staendig auf und zu und der Vorhang rumgeflogen ist. Irgendwann bin ich dann aber doch aufgestanden, hab gefruehstueckt und bin wieder an die Arbeit. Hab wieder ganz viele Kleinigkeiten erledigt. Jane hat mir wieder ne ganze Liste von Dingen aufgezaehlt, die gemacht werden muessen und gemeint, ich soll irgendwo anfangen. Als ich gerade beim Dosen sortieren war, kam Phillip und meinte mal wieder, es waere an der Zeit… Irgendwie stimmt hier die interne Kommunikation nicht so ganz. Jane will mich nicht gehen lassen, Phillip will hier raus haben, wie es scheint. Die Ansprache hat mir das die Motivation genommen, die Liste weiter abzuarbeiten. Soll er grad selbst machen, wenn er meint, es gaebe nix mehr zu tun. Stattdessen hab ich die Zeit genutzt, meine Abreise morgen in die Wege zu leiten, meine Sachen zu waschen und Leute in Moncton zu kontaktieren, wo ich dann wohl morgen hinfahren werde. Wenigstens ist dann das Wetter in Ordnung (Gefuehlte Temperatur von -7 Grad, aber trocken). Mein Host, den ich am Montag schon klar gemacht hatte, kann mich leider nicht uebers Wochenende hosten, also hab ich die anderen Zusagen von vor 3 Wochen nochmal angeschrieben, bzw einen angerufen, von dem ich eine Telefonnummer hatte. Da leider nur die Mailbox dran ging, hab ich noch weitere Anfragen raus geschickt und auch mal das neue Feature von Couchsurfing ausprobiert, das es seit heute gibt: Open Couch Request. Das Ergebnis war ganz gut. Bis jetzt habe ich 3 feste Zusagen und das nur innerhalb von ein paar Stunden. Dem ersten habe ich natuerlich gleich zugesagt, dass ich komme und fuer die anderen habe ich nach einem Treffen gefragt oder vielleicht ein paar Naechten naechste Woche, da ich nicht weiss, wie lange ich bei meinem Host bleiben kann. Die Antworten stehen noch aus. Am Abend hab ich mir noch die “Special Extended” (it’s no shit) Version von Herr der Ringe Teil 1 reingezogen und werde jetzt mal so langsam meine Rucksaecke packen, dass ich morgen gleich loskomme, und dann ins Bett gehen. Jane war gerade sehr ueberrascht, als ich ihr gesagt hab, dass ich morgen losziehe. Kommunikation? Fehlanzeige! Ich hoffe, man kann mich morgen wenigstens an den Trans Canada Highway fahren, bestenfalls an ‘ne Tankstelle.

anonymous asked:

Very short quotes you'd dedicate to london?

They’re not all positive and neither are they completely on the short side but I hope you like them! :)

‘When a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford.' - Samuel Johnson

'London, thou art the flower of cities all! Gemme of all joy, jasper of jocunditie.' - William Dunbar

'I don’t know what London’s coming to — the higher the buildings the lower the morals.' - Noël Coward

'One of the the things she most liked about the city - apart from all its obvious attractions, the theatre, the galleries, the exhilarating walks by the river - was that so few people ever asked you personal questions.' -Julia Gregson

'The man who can dominate a London dinner-table can dominate the world.' - Oscar Wilde

'It is my belief, Watson, founded upon my experience, that the lowest and vilest alleys in London do not present a more dreadful record of sin than does the smiling and beautiful countryside.' - Arthur Conan Doyle

'The truth is, that in London it is always a sickly season. Nobody is healthy in London, nobody can be.' - Jane Austen

'In London, love and scandal are considered the best sweeteners of tea.' - John Osborne

'This melancholy London – I sometimes imagine that the souls of the lost are compelled to walk through its streets perpetually. One feels them passing like a whiff of air.' - William Butler Yeats

'The English language is like London: proudly barbaric yet deeply civilised, too, common yet royal, vulgar yet processional, sacred yet profane.' - Stephen Fry

'Do you realise that people die of boredom in London suburbs? It’s the second biggest cause of death amongst the English in general. Sheer boredom.' - Alexander McCall Smith

'If London is a watercolor, New York is an oil painting.' - Peter Shaffer

'Nothing is certain in London but expense.' - William Shenstone

'I like the spirit of this great London which I feel around me. Who but a coward would pass his whole life in hamlets; and for ever abandon his faculties to the eating rust of obscurity?' - Charlotte Brontë

'There’s a hole in the world / Like a great black pit / And the vermin of the world / Inhabit it / And it goes by the name of London.' - Stephen Sondheim in Sweeney Todd

'I’m leaving because the weather is too good. I hate London when it’s not raining.' - Groucho Marx

'London, London, London town / You can toughen up or get thrown around.' - Kano

'A broken heart is a very pleasant complaint for a man in London if he has a comfortable income.' - George Bernard Shaw

'There are two places in the world where men can most effectively disappear — the city of London and the South Seas.' - Herman Melville

'You are now / In London, that great sea, whose ebb and flow / At once is deaf and loud, and on the shore / Vomits its wrecks, and still howls on for more / Yet in its depth what treasures!' Percy Bysshe Shelley

'London is a modern Babylon.' - Benjamin Disraeli

Moncton

Meine Sachen hatte ich gestern Abend noch gepackt und so ging es heute morgen nach dem Frühstück los. Jane hat mir noch Proviant mitgegeben für die Fahrt und mich dann bei der Tankstelle in der Nähe der Confederation Brücke abgesetzt. Es war ein schöner Tag zum reisen - kalt, aber sonnig und trocken. Nachdem ich an der Tanke weniger Erfolg hatte, bin ich ein paar hundert Meter Richtung Brücke gelaufen und wurde dort ziemlich direkt auch mitgenommen. Direktfahrt nach Moncton, bis vor die Haustür meines Couchhosts Steve. Na, das nenne ich mal Glück. Ich musste noch nicht mal zahlen, um von der Insel wieder herunter zu kommen. Normal kostet das 40$ oder so über die Brücke. Apropos Brücke: Endlich hab  ich sie jetzt auch mal bei Tageslicht sehen können. Ja, es stimmt, die hat wirklich ne sehr eigenartige Form. In der Mitte ist n Hügel, dass grosse Schiffe unten durch passen und in sich ist die Brücke mehr in einer S-Form gebaut. Und dann ist sie eeeeewig lang. Um 10 nach 2 war ich bei Steve vor der Haustür und hab ihn angerufen, dass ich da bin. Er war ziemlich verblüfft, weil ich ihm gestern noch geschrieben hab, es wird so gegen 2 Uhr, wenn ich bei ihm auftauche, das aber ja eigentlich gar nicht wissen konnte als Tramper. Gut geschätzt! Da es ja noch mitten am Tag war, haben wir uns nach Downtown aufgemacht, wo ich zuerst mal Geld in die Bank eingezahlt hab, das Jane mir noch mitgegeben hat, weil ich nicht gern mit so viel Cash rumlaufe. Steve hat mir dann n bisschen die Gegend gezeigt und als es dunkel wurde sind wir zu dem Streik der Busfahrer gegangen, wo sich die ganzen Leute der “Common Front for Social Justice”, die Busfahrer selbst und die Occupy Leute trafen. Steve ist bei Occupy mit dabei und fand es ganz toll, dass ich auch schon mit Occupy gecampt hab :-) Nach ein paar Liedern gegen den Kapitalismus -ich musste trommeln- sind wir wieder zurück in Steves Apartment, haben gegessen und er hat sich für n Nickerchen hingelegt, weil er gestern Nachtschicht hatte. Ich hab derweil weiter Herr der Ringe geschaut, den zweiten Teil. Am Abend sind wir dann noch in diverse Pubs gegangen und haben dort n Haufen Leute getroffen. Auch in Moncton gibt es ein “Old Triangle Pub”, wie schon in Halifax und Charlottetown. Den anderen Couchsurfer Frank, der mir ne Zusage gegeben hat und den ich eingeladen habe auch zu kommen haben wir entweder nicht gefunden im Gewimmel, oder er war nicht da. Irgendwann sind die Leute dann noch weiter in den Navigator’s Pub - endlich mal n Pub, wo man aus vernünftigen Gläsern trinkt! Pints! Zum Glück war der Pub gerade nebenan von Steves Apartment, sodass wir es nicht weit hatten, wieder zurück zu laufen. Heute ist Vollmond, glaube ich. Die Nacht ist klar wie nie und verdammt kalt.

Tribute @ Bondale Farm

Zweieinhalb Wochen habe ich auf der Farm auf Prince Edward Island mit Phillip, Jane und Stephen gelebt und gearbeitet. In Kontakt gekommen bin ich mit den Leuten über das Trampen. An der Strasse wurde ich aufgesammelt und bin mit zu ihnen gefahren. Es war schon eine Weile her, dass ich auf einer Farm gearbeitet hatte, aber irgendwie hatte ich wieder Lust und bin hier geblieben und hab getan, was so alles anstand. Ziemlich luxuriös war natürlich der Whirlpool, in den wir hin und wieder (bzw Phillip fast jeden Tag) sind. Wetter habe ich hier alle Sorten miterlebt und auch von PEI habe ich viel auf kleineren Trips gesehen. Es war auf jeden Fall eine gute Zeit und gut, mal wieder auf dem Land zu leben, nicht in der Stadt. Mit Sicherheit habe ich auch hier wieder einige Erfahrungen gesammelt, die ich nicht vergessen werde und die mir womöglich noch helfen werden. Interessant war es auch mal, für die Adventssonntage einen amerikanischen Gottesdienst zu besuchen. Die sonntäglichen Brunchs der Familie, die ich 3x miterleben durfte, werden mir fehlen. Allgemein das Essen auf der Farm… Ziemlich reichhaltig und gut, jeden Tag. Das ist nicht der Standard für mich als Reisender. Eigentlich wäre ich gerne noch ein wenig geblieben, weil die Leute echt gut drauf waren, aber irgendwie gab es wohl Missverständnisse oder was auch immer und ich bin weitergezogen, um irgendwelche Unbequemlichkeiten vorzubeugen. Trotzdem: Es war eine ziemlich entspannte Zeit, wenn auch mit Arbeit verbunden.