sommerpalast

Sommerpalast im Nebel

Wer in Peking ist, wird unbedingt den Sommerpalast besuchen. Auch wenn es diesig und neblig ist. Meistens ist es in Peking diesig, dunstig und neblig, so dass der Palast gar nicht so aussieht wie auf den Bildern aus den Reiseführern (z.B. hier und hier)

Wer eine organisierte Tour macht, bekommt alle Höhepunkte mit, entdeckt dafür aber nicht die Dinge, die so ein wenig abseits liegen. Zumal die Anfahrt mit UBahn-linie 4 bis zum Beigongmen kein grösseres Problem darstellt. Einmal angekommen sollte man doch die angeboten Moped-Rikscha nehmen, weil die Wege in Peking immer weit sind und auf den Straßenschildern immer chinesische Schriftzeichen stehen, die der ungeübte Tourist nicht unbedingt sofort deuten kann.

Wir haben jedenfalls zu Fuß auf den Weg gemacht, haben uns ein wenig verlaufen und sind dann durch den nordöstlichen Eingang in den Sommerpalast eingetreten. Es ist sozusagen ein Besuch vom Ende eines normalen Besuchs.

Hier sieht der Park so richtig aus, wie ein harmonischer chinesischer Garten zum Flanieren und Meditieren aussehen soll:

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Weiter sind wir zum Ufer des Kunming-Sees gekommen, wo wir einen Freiluft Musikunterricht beobachten konnten. Vielleicht haben die ja am Abend in irgendeinem Palast einen Auftritt?

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Ein paar Schritte weiter trafen wir dann auf den berühmten Wandelgang. Dieser wurde Ende des 19ten Jahrhunderts angelegt, damit die Kaiserin auch bei Sonne und Regen immer am See spazieren konnte. 

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Das Holz ist im Inneren des Wandelgangs reich verziert und bemalt. Jedes Bogen hat unterschiedliche Motive. Wer die chinesische Mythologie kennt, könnte hier Motive entdecken. 

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Alle Details sind in herrlichen Farben ausgemalt. Und das nicht nur in diesem Wandelgang, sondern auch im Inneren der Paläste.

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Am Ende des Wandelgangs erwartete uns dann das übliche: Restaurants, Anlegestelle für Boote, usw. Besonders interessant war der T-shirt Verkäufer, der uns Obama T-Shirts als “Maobama” verkaufen wollte:

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Hat sich sofort die Frage gestellt, ob das denn nu als Lob oder als Ironie gedacht war. Kann sich ja jeder seinen eigenen Reim darauf machen.

Die 17 Bogen-Brücke im Nebel ist eigentlich auch ganz fotogen. Ein Postkartenfoto findet sich hier

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Auch das steinerne Schiff habe ich fotografiert, allerdings habe ich bis jetzt noch nicht herausgefunden, was es damit auf sich hat:

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Der Sommerpalast ist jedenfalls auch im Nebel ein Bringer. Alle haben Handy dabei und müssen diesen Moment festhalten:

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Zum Abschluss haben wir noch die “Souzhou Strasse” besucht, dies ist ein nachgebauter Kanal von der Hafenstadt Souzhou. Hier gibt es Andenkenläden, Kaffees und Bootsanleger.

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Schön war dieser Wahrsager der auch tatsächlich Kundschaft hatte. Den habe ich ohne Stativ mit Tele aufgestützt und im schlechten Licht, doch noch ganz gut hinbekommen.

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