skurril

Blogrates! 👸🏻🍷

Da meine Followeranzahl zur Zeit irgendwie komischerweise steigt, würde ich gerne Blogrates für euch machen! Da ich so vielen Blogs folge & man ja nicht genug haben kann!

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Ich würde mich freuen, wenn ihr mitmacht & Danke! 🍷

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Untitled by Thorsten Prinz

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Vader Abraham und die Schlümpfe

No. 1 hit in Germany, 1978

Reise zum Pyramidengipfel

Ich hatte mir den Beruf des Assistenten der Regie nicht als derart weitreichend vorgestellt. Sie erinnern sich an die Sendung „Trends und schöne Dinge unserer Zeit“? Dieses Programm, das in regelmäßigen Abständen immer neue Modekulte einleitete, wurde von unseren Schauspielern mit religiösem Eifer verfolgt. Daher die Plastikbrillen. Jeder Darsteller trug sie. Egal ob Sehschwäche oder nicht. Natürlich auch während unserer Proben. Nun haben es Proben aber auch an sich, oft recht schweißtreibend zu sein und verschwitzte Plastikgestelle rutschen nun einmal. Also konnte sich keiner konzentrieren. Kompromisse konnten nicht geschlossen werden, die Brillen waren Statements ihrer kommerziell verabreichten Individualität.

Und deswegen war ich in diesem Kaufhaus. Auf der Suche nach Gummibändern für die Brillen von sieben eitlen Theaterschauspielern.

Das Kaufhaus. Sie kennen es nicht, es wurde mittlerweile geschlossen. Ein zweistöckiges Monster, im Erdgeschoss ein in grauem Metall eingerichteter Fahrradladen auf etwa 200 Quadratmetern. Zuerst versuchten wir, ein unterforderter Nebendarsteller begleitete mich aus schierer Langeweile, wir versuchten unser Glück zunächst in diesem Stockwerk mit wenig Hoffnung in unseren Mägen. Schnell machte sich die Macht des Mikrokosmos bemerkbar. Angestellte des Ladens huschten durch die Gänge und reagierten, langsam, nur auf körperlichen Kontakt. Auch dann erwiesen sie sich als kaum hilfreich.

Nach einiger Zeit hatte ich es immerhin in eine thematisch ungefähr verwandte Richtung meiner Einkaufswünsche geschafft. Gerade wollte ich mich umdrehen und fragen, wie ich Fahrradschläuche an fragilen Brillen befestigen sollte, doch weder der genervte Verkäufer noch meine Begleitung aus dem Theaterhaus befanden sich noch in Blickweite. Ich war also auf mich selbst angewiesen und machte mich daran, so etwas wie einen Flurplan zu finden. Nach einer halben Stunde, in der ich durch immer gleiche Schrankgänge irrte, gelangte ich endlich an einen schmalen Treppenaufgang. Ich hatte die Nase mittlerweile voll von Ventilen, Schrauben, Ketten und Schläuchen und beschloss mit einem Schnauben, meine Suche im zweiten Stockwerk des Hauses fortzusetzen.

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