sichtbare

Höschen für dich 😘

Wer eines haben möchte, der lässt mir einfach 20€ über Paypal oder Amazon Gutschein zukommen, die E-Mail für beides ist: “annie11@web.de” . 

Tragebilder werden von jedem Höschen hier auf meinem Profil für alle sichtbar sein und wie das Höschen aussieht, ob String oder Höschen, ob als Zweiteiler oder nur das Höschen etc. möchte ich entscheiden. 

Am 5. März ist der offizielle Tumblr-Day. An diesem Tag malt man sich irgendwo am Körper, wo es für andere Menschen sichtbar ist, ein T hin. Wenn man eine Person mit einem T sieht, läuft man zu ihm hin und umarmt ihn. Dann tauscht ihr eure URL’s aus und redet ein bisschen.
Rebloggt das, damit soviele wie möglich am Tumblr-Day teilnehmen können. ♡

Briefwahl

Die Briefwahl ist eine gute Alternative, nicht nur für diejenigen, die am Wahltag nicht dort sind, wo sie gemeldet sind, sondern auch für alle, die Schwierigkeiten haben im Wahllokal zu wählen. Egal ob unbekannte Umgebung, unklarer Ablauf oder sonstige Hindernisse.

Aber vorallem wenn man noch nie eine Briefwahl beantragt hat, kann der Prozess überwältigend sein. Also hier eine genau Anleitung, was gemacht werden muss und welche verschiedenen Optionen es gibt:

Wahlschein zuschicken lassen (entweder an die angegebene Adresse oder eine andere) und Zuhause wählen

  1. Wahlbenachrichtigung suchen
  2. Antrag zur Briefwahl auf der Rückseite durchlesen
  3. soll an meine obenstehende Adresse geschickt werden oder soll an mich an folgende Anschrift geschickt werden ankreuzen
  4. ggf abweichende Adresse angeben
  5. unten Geburtstag, Datum und Unterschrift ausfüllen
  6. Wahlbenachrichtigung entgegen der Faltlinien falten
  7. in einen Briefumschlag mit Fenster stecken (Die Adresse, die links ober auf dem Zettel steht sollte jetzt sichtbar sein)
  8. Briefumschlag zukleben
  9. Briefmarke (0,70 €) rechts oben in die Ecke kleben
  10. zu einem gelben Briefkasten gehen und Brief einwerfen
  11. warten bis man die Wahlunterlagen zugeschickt bekommen hat
  12. Brief öffnen und alles herausholen (rosa Briefumschlag, blauer Briefumschlag, Stimmzettel, Versicherung und Anleitung)
  13. Stimmzettel auseinanderfalten, durchlesen und auf jeder Seite ein Kreuz setzen
  14. Stimmzettel zusammenfalten und dann nochmal senkrecht zu den vorherigen Falten falten
  15. gefalteten Stimmzettel in den blauen Umschlag stecken und zukleben
  16. Versicherungsformular durchlesen und links unten unterschreiben
  17. ggf bei 2) abweichende Adresse angeben
  18. Versicherungsformular zusammenfalten und zusammen mit blauem Umschlag in den rosa Umschlag stecken
  19. rosa Umschlag zukleben (keine Briefmarke nötig)
  20. zu einem gelben Briefkasten gehen und Brief einwerfen

Wahlschein abholen (etweder selbst oder von einer anderen Person) und Zuhause wählen

  1. Wahlbenachrichtigung suchen
  2. Antrag zur Briefwahl auf der Rückseite durchlesen
  3. wird von mir abgeholt oder wird von ____ abgeholt ankreuzen
  4. ggf andere Person angeben (die dann 5. - 9. erledigt)
  5. unten Geburtstag, Datum und Unterschrift ausfüllen 
  6. zum örtlichen Bürgerbüro gehen (Personalausweis mitnehmen)
  7. anstellen und wenn man an der Reihe ist sagen, dass man gerne seinen Wahlschein abholen möchte (Hier werden sie wahrscheinlich fragen, ob man nicht schon sofort wählen möchte. Einfach dankend ablehnen)
  8. Anweisungen des Personals folgen und Wahlunterlagen ausgehändigt bekommen (rosa Briefumschlag, blauer Briefumschlag, Stimmzettel, Versicherung und Anleitung)
  9. nach Hause gehen
  10. Stimmzettel auseinanderfalten, durchlesen und auf jeder Seite ein Kreuz setzen
  11. Stimmzettel zusammenfalten und dann nochmal senkrecht zu den vorherigen Falten falten
  12. gefalteten Stimmzettel in den blauen Umschlag stecken und zukleben
  13. Versicherungsformular durchlesen und links unten unterschreiben
  14. Versicherungsformular zusammenfalten und zusammen mit blauem Umschlag in den rosa Umschlag stecken
  15. rosa Umschlag zukleben (keine Briefmarke nötig)
  16. zu einem gelben Briefkasten gehen und Brief einwerfen

vorzeitig im Bürgerbüro wählen

  1. Wahlbenachrichtigung suchen
  2. Antrag zur Briefwahl auf der Rückseite durchlesen
  3. wird von mir abgeholt ankreuzen
  4. unten Geburtstag, Datum und Unterschrift ausfüllen
  5. zum örtlichen Bürgerbüro gehen (Personalausweis mitnehmen)
  6. anstellen und wenn man an der Reihe ist sagen, dass man seinen Wahlschein haben und direkt wählen möchte
  7. Anweisungen des Personals folgen und Wahlunterlagen ausgehändigt bekommen (rosa Briefumschlag, blauer Briefumschlag, Stimmzettel, Versicherung und Anleitung) 
  8. in die dortige Wahlkabine gehen
  9. Stimmzettel auseinanderfalten, durchlesen und auf jeder Seite ein Kreuz setzen
  10. Stimmzettel zusammenfalten und dann nochmal senkrecht zu den vorherigen Falten falten
  11. gefalteten Stimmzettel in den blauen Umschlag stecken und zukleben
  12. Versicherungsformular durchlesen und links unten unterschreiben
  13. Versicherungsformular zusammenfalten und zusammen mit blauem Umschlag in den rosa Umschlag stecken
  14. rosa Umschlag zukleben und in die Wahlurne schmeißen
  15. nach Hause gehen

Die Wahlunterlagen sollten bis zum 21. September abgeschickt sein, damit sie rechzeitig ankommen.

Ich hoffe das war hilfreich und ich steh gerne für weitere Fragen bereit.

- Mod Koala

German vocabulary from Duolingo [part 5]

Duschen - to shower
Wohnen - to live, to reside
Bluten - to bleed
Arbeiten - to work
Singen - to sing
Hoffen - to hope
Wissen - to know
Halten - to hold, to stop
Können - to be able to, can
Suchen - to seek, to search, to look for
Gefallen - to please, to appeal to
Finden - to find
Ändern - to change
Treffen - to meet
Glauben - to believe
Warten - to wait
Liegen - to lie, to be, to be located
Scheinen - to shine; to seem, to appear, to look
Stellen - to position, to put, to pose (a question)
Stehen - to stand
Ersetzen - to replace, to substitute
Erkennen - to recognize
Benutzen - to use
Erweitern - to extend, to expand
Erlauben - to permit
Verpassen - to miss (be late for, be unable to use or attend, fail to hit or reach)
Bestellen - to order, to reserve
Übernehmen - to take over
Passieren - to happen
Akzeptieren - to accept
Abonnieren - to subscribe
Spazieren - to take a walk, to stroll
Prüfen - to examine
Sammeln - to collect
Meinen - to mean, to think
Schauen - to look (at something)
Steigen - to climb, to rise
Fehlen - to lack, to be absent
Stehlen - to steal
Besuchen - to visit  
Werden - to be going to, will, to become
Reden - to speak, to talk
Warten - to wait
Vergessen - to forget
Lieben - to love
Testen - to test
Lösen - to loose, to remove, to separate, to solve
Beraten - to discuss, to advise
Schützen - to protect, to defend, to guard, to cover
Bieten - to offer
Merken - to notice, to realize, to memorize
Erklären - to explain
Hassen - to hate
Lachen - to laugh
Duern - to last, to continue, to take (time)
Tun - to do
Bestätigen - to confirm
Wiederholen - to repeat
Mieten - to hire, to rent
Wecken - to wake, to wake up
Dürfen - to be allowed to, to be permitted to, may
Aussagen - to state, to testify
Registrieren - to register
Entscheiden - to decide
Teilnehmen - to participate
Betrachten - to look (at), to consider (at), to look upon
Vorstellen - to move forward, to introduce, to imagine

Das Hausgerät (Hausgeräte) - household appliance
Die Reinigung (Reinigungen) - cleaning
Der Umzug (Umzüge) - move, removal, relocation
Das Gerät (Geräte) - appliance, device, tool
Der Schalf - sleep
Der Haushalt (Haushalte) - household
Die Zahnbürste (Zahnbürsten) - toothbrush
Die Zahnpasta (Zahnpasten/Zahnpastas) - toothpaste
Der Raum (Räume) - room, space
Das Glas (Gläser/Glas) - glass
Die Leiter (Leitern) - ladder
Die Batterie (Batterien) - battery
Die Toilette (Toiletten) - toilet
Die Tasse (Tassen) - cup
Das Tor (Tore) - gate
Die Schüssel (Schüsseln) - bowl
Der Teller (Teller) - plate
Der Kühlschrank (Kühlschränke) - refrigerator
Der Karton (Kartons/Kartone) - cardboard
Der Rucksack (Rucksäcke) - backpack
Die Flasche (Flaschen) - bottle
Der Rasierer (Rasierer) - razor
Das Bad (Bäder) - bath, bathroom
Die Seife (Seifen) - soap
Der Spiegel (Spiegel) - mirror
Die Dusche (Duschen) - shower
Das Duschgel (Duschgel/Duschgele) - shower gel
Das Handtuch (Handtücher) - towel
Das Shampoo (Shampoos) - shampoo
Der Tag (Tage) - day
Der Montag (Montage) - Monday
Der Dienstag (Dienstage) - Tuesday
Der Mittwoch (Mittwoche) - Wednesday
Der Donnerstag (Donnerstage) - Thursday
Der Freitag (Freitage) - Friday
Der Samstag (Samstage) - Saturday
Der Sonntag (Sonntage) - Sunday
Die Woche (Wochen) - week
Das Wochenende (Wochendenden) - weekend
Der Werktag (Werktage) - workday
Die Zukunft (Zukünfte) - future
Der Alltag - everyday life
Die Vergangenheit - past
Der Angfang (Anfänge) - start, beginning
Das Ende (Enden) - end, finish
Der Ort (Orte/Örter) - place, location
Die Kneipe (Kneipen) - pub, bar
Der Platz (Plätze) - place, space
Die Pension (Pensionen) - pension
Die Unterkunft (Unterkünfte) - accommodation
Der Bereich (Bereiche) - area
Der Flughafen (Flughäfen) - airport
Das Bundesland (Bundersländer) - federal state
Die Region (Regionen) - region
Der Bezirk (Bezirke) - district
Der Standort (Standorte) - location, place, site
Der Grund (Gründe) - reason, motive; ground, land
Das Grundstück (Grundstücke) - land, parcel, real estate
Die Zentrale (Zentralen) - central office, headquarters
Das Zentrum (Zentren) - center, centre
Die Halle (Hallen) - hall
Die Fläche (Flächen) - surface
Der Hof (Höfe) - yard, court, courtyard
Die Innenstadt (Innenstädte) - inner city, downtown
Das Inneres (Innere) - inside, interior
Die Umgebung (Umdebungen) - environment
Das Ausland - foreign countries
Das Europa - Europe
Das Ferienhaus (Ferienhäuser) - holiday home
Die Heimat (Heimaten) - home, homeland
Die Insel (Inseln) - island
Die Hauptstadt (Hauptstädte) - capital
Der Patient (Patienten) - patient
Das Medikament (Medikamente) - medicine
Das Pflaster (Pflaster) - band-aid
Der Rollstuhl (Rollstühle) - wheelchair
Die Praxis (Praxen) - doctor’s office
Die Gesundheit - health
Die Untersuchung (Untersuchingen) - examination
Das Formular (Formulare) - form
Die Krankheit (Krankheiten) - sickness, illness, disease
Die Medizin (Medizinen) - medicine
Das Krankenhaus (Krankenhäuser) - hospital
Der Krankenwagen (Krankenwagen) - ambulance
Die Krankenversicherung (Krankenversicherungen) - health insurance
Der Unfall (Unfälle) - accident
Der Notfall (Notfälle) - emergency
Das Opfer (Opfer) - victim
Der Zahnarzt (Zahnärzte) - dentist
Die Zahnärztin (Zahnärztinnen) - dentist (f)
Die Klinik (Kliniken) - clinic
Die Therapie (Therapien) - therapy
Der Alkohol (Alkohole) - alcohol
Die Diät (Diäten) - diet
Die Ernährung - nutrition
Der Monat (Monate) - month
Der Januar (Januare) - January
Der Februar (Februare) - February
Der März (Märze) - March
Der April (Aprile/Aprils) - April
Der Mai (Maie) - May
Der Juni (Junis) - June
Der Juli (Julis) - July
Der August (Auguste) - August
Der September (September) - September
Der Oktober (Oktober) - Oktober
Der November (November) - November
Der Dezember (Dezember) - December
Die Jahreszeit (Jahreszeiten) - season
Der Frühling (Frühlinge) - spring
Der Sommer (Sommer) - summer
Der Herbst (Herbste) - autumn, fall
Der Winter (Winter) - winter
Der Spargel (Spargel) - aspargus
Das Jahr (Jahre) - year
Das Quartal (Quartale) - a quarter year
Das Datum (Daten) - date
Der Kalender (Kalender) - calendar
Die Saison (Saisons/Saisonen) - season
Das Weihnachten (Weihnachten) - Christmas
Der Schluss (Schlüsse) - end, ending
Das Alter (Alter) - age
Der Geburtstag (Geburtstage) - birthday
Die Phase (Phasen) - phase
Das Jahrhundert (Jahrhunderte) - century
Die Gemeinde (Gemeinden) - town, municipality, community
Der Verein (Vereine) - club, society
Die Öffentlichkeit - public
Die Verbindung (Verbindungen) - connection
Das Verhältnis (Verhältnisse) - relation, relationship
Der Nutzer (Nutzer) - user
Die Bevölkerung (Bevölkerungen) - population
Die Jugend - youth
Der Einwohner (Einwohner) - inhabitant
Die Schnecke (Schnecken) - snail, slug
Das Paar (Paare) - pair, couple
Man - one, you, they, people (indefinite pronoun)
Die Liebe (Lieben) - love  
Der Traum (Träume) - dream
Die Not (Nöte) - need, necessity
Die Freude (Freuden) - joy, happiness
Der Wunsch (Wünsche) - wish
Die Angst (Ängste) - fear, angst
Der Eindruck (Eindrücke) - impression
Der Gedank (Gedanken) - thought
Die Ruhe - quiet
Der Humor (Humore) - humour
Der Spaß (Späße) - fun
Der Witz (Witze) - joke
Der Ärger - anger, annoyance, trouble
Der Liebling (Lieblinge) - favourite, darling
Die Lust (Lüste) - desire, wish, pleasure, joy
Das Verständnis (Verständnisse) - sympathy, understanding, comprehension
Die Schuld (Schulden) - guilt, fault, debt
Das Glück - luck, happiness
Der Termin (Termine) - appointmment, date, deadline
Der Moment (Momente) - moment
Der Morgen (Morgen) - morning
Der Mittag (Mittage) - noon, midday
Der Abend (Abende) - everning
Die Nacht (Nächte) - night
Der Zeitraum (Zeiträume) - period (of time)
Der Augenblick (Augenblicke) - moment
Die Uhrzeit (Uhrzeiten) - time, time of the day
Die Zeit (Zeiten) - time
Die Uhr (Uhren) - hour, o'clock, clock, watch
Die Stunde (Stunden) - hour; lesson, class
Die Minute (Minuten) - minute
Die Sekunde (Sekunden) - second
Der Zeitpunkt (Zeitpunkte) - moment, point in time
Die Mitternacht (Mitternächte) - midnight
Die Dauer (Dauern) - duration
Das Mal (Male/Mal) - time (as in the first time, many times)

Schön - beautiful, nice
Besser - better
Best - best
Super - super, great, awesome
Voll - full
Leer - empty
Komplett - complete
Fit - fit
Regional - regional
Automatisch - automatic
Hilfreich - helpful
Aktiv - active
Relativ - relative
Allgemein - general
Extrem - extreme
Original - original
Seltsam - strange
Wert - worth, worthy
Falsch - false, wrong, fake
Beliebt - popular, admired
Echt - real, true, genuine, authentic
Privat - privat
Sinnvoll - meaningful, sensible
Knapp - scarce
Verantwortlich - responsible
Bereit - ready
Egal - all the same, unimportant, the same, matching, alike, no matter
Offen - open
Gemeinsam - common, mutual, shared
Ausgezeichnet - outstanding, excellent
Zuständig - competent, responsible
Komisch - funny
Genau - exact
Fest - firm, compact, hard, fixed, rigid, steadfast
Weich - soft
Hart - hard
Kaputt - broken
Notwendig - necessary, essential
Selbstverständlich - natural, self-evident
Eindeutig - clear, definite, unambiguous, unequivocal, explicit, unique
Begeistert - enthusiastic
Sichtbar - visible
Unsichtbar - invisible
Abhängig - dependent
Unabhängig - independent
Bekannt - known
Unbekannt - unknown
Nützlich - useful, helpful
Möglich - possible
Unmöglich - impossible
Praktisch - practical, convenient
Persönlich - personal
Positiv - positive
Individuell - individual
International - international
Verpflichtet - committed, bound, obliged, indebted, beholden
Kostenlos - free
Krank - sick
Täglich - daily
Wöchentlich - weekly
Monatlich - monthly
Jährlich - yearly
Heiß - hot
Kühl - cold, chilly
Letzter - last
Unheimlich - creepy, eerie
Interessant - interesting
Langweilig - boring
Ehrlich - honest
Witzig - funny, humorous
Dumm - dumb, stupid
Schlau - smart
Stolz - proud
Total - total
Böse - evil, bad, naughty, angry
Nett - nice, friendly
Tapfer - brave
Ernst - serious, severe, grave 
Schlimm - bad
Früh - early
Spät - late
Wenig - little, few
Zahlreich - numerous

Als - when, while, as, than
Ganz - quite, rather, very, wholly
Sehr - very, a lot
Ziemlich - pretty, quite
Eher - rather, quite, somewhat
Gewöhnlich - usually
Normalerweise - normally
Bald - soon
Danach - after that
Spätestens - at the latest
Endlich - finally, at last
Inzwischen - in the meantime
Hier - here
Dort - there
Da - there, here
Drüben - over there
Oben - above, upstairs
Unten - below, downstairs
Vorne - at the front, in front
Hinten - behind, in the back
Nebenan - next-door
Drinnen - inside
Draußen - outside
Innen - inside, within
Außen - outside
Überall - everywhere
Gegenüber - opposite, across
Lieber - preferably, rather
Gar - at all
Dann - then, after that, in that case
Jetzt - now
Heute - today
Gestern - yesterday
Morgen - tomorrow
Halb - half
Viertel - three-quarters of an hour before, 45 minutes before
Sofort - immediately, at once
Etwa - approximately
Fast - almost, nearly, hardly
Gerade - now, at the moment, just, a short while ago, only, exactly
Damals - then (at that past point of time)
Lange - long, for a long time, in a long time
Mehr - more; no longer, never again, nothing more
Oft - often
Manchmal - sometimes
Häufig - frequently, often
Selten - seldom, rarely
Plötzlich - suddenly
Tatsächlich - actually
Bisschen - a bit, a little
Ob - if, whether
Meist - mostly, most often, usually
Keinerlei - no … whatsoever, no … at all
Viel - much, a lot
Desto - the
Je - ever, per, the
Je mehr, desto besser - the more the better
Selbstverständlich - naturally
Genau - exactly

Wenn ich nur weinen könnte, denkt Friedrich Winter manchmal. Weinen tröstet, Weinen lindert den Schmerz, es wäre eine Befreiung – aber es geht nicht. Nicht, als die Ärzte am 29. März 2015 die Maschinen abschalten, die Sigrid, seine Frau – oder das, was von ihr übrig ist –, am Leben halten. Nicht, als er sieht, wie seine Töchter bei der Beerdigung weinen. Nicht, als er die Songs hört, die er für sie ausgesucht hat, Nothing else matters von Metallica, Bachs Air, gespielt von David Garrett, und Scarborough Fair von Simon & Garfunkel. Und auch nicht, als der Trauerredner die Urne in den Boden lässt, darauf ein Zweig des südfranzösischen Lavendels vom Balkon, den sie so liebte.

Nicht einmal da.

Friedrich Winter sagt, er habe sich sogar von seinem Hausarzt untersuchen lassen. Vielleicht bin ich vertrocknet und habe keine Tränenflüssigkeit mehr, dachte er. Aber der Hausarzt sagte, es sei alles okay, und mittlerweile glaubt Winter das auch. Tränen sind ja nur ein sichtbares Zeichen der Trauer, sagt er.

Friedrich Winter ist 80 Jahre alt. Er hat erfahren, was es heißt, einen Menschen zu verlieren: Sein Vater starb, als er zehn war. Er beerdigte seine Mutter, fünf Geschwister und mehrere Freunde, er verlor ein ungeborenes Kind. Winter weiß, dass Menschen in Trauer ertrinken können. Aber eines ist ihm dennoch nicht klar: Warum trauern Menschen? Um zu vergessen oder um sich zu erinnern?

Es war an einem Tag im vergangenen Frühjahr, als er sich an den grünen Sekretär im Flur seiner Wohnung setzte und einen Brief schrieb. Er schrieb ihn an die Zeitung, die er abonniert hat, die ZEIT. Einige Wochen zuvor hatte er schon mal einen geschrieben, es ging um seine beiden Töchter, wie sie am Krankenbett ihrer Mutter saßen und ihre Hand hielten. Der Brief sollte am Muttertag erscheinen, aber Winter zog ihn kurz vor Veröffentlichung zurück. Sigrid, seine Frau, war gestorben.

Jetzt saß Winter also am Sekretär und schrieb wieder, schnell und ohne lange zu überlegen. Wahrscheinlich auch, weil die Trauer sich besser fassen lässt, wenn man sie in Worte kleidet.

Ist das zu kitschig, fragte er sich, als er fertig war, zu rührselig? Nein, das kann nicht sein, dachte er. Weil es so war. Und die Wirklichkeit kann ja nicht kitschig sein, oder? Dann schickte er den Brief ab: “Die Erinnerung an einen Abend im Februar: Ich (80 Jahre): ›Habe ich dir schon gesagt, dass ich dich liebe?‹ Sie (78 Jahre): ›Ja, gestern Abend.‹ Ich: ›Ach so!‹ Sie: ›Sag’s noch mal. Ich höre es gerne.‹ Sie, meine Sigrid, ist vor acht Wochen gestorben. Wir waren 60 Jahre zusammen.”

Drei Monate danach, an einem blassgelben Tag im Juli, parkt Winter seinen schwarzen Volvo, 1975er Baujahr, an einem Waldsaum am Ortsrand, Odenthal bei Bergisch-Gladbach, und läuft einen ausgetrampelten Pfad entlang. Friedrich Winter, volles graues Haar, Menjoubärtchen, gefeilte Fingernägel, ist ein charmanter Mann, der nach Aftershave riecht und seine Eitelkeit nicht verbirgt. An seiner linken Hand trägt er zwei Ringe: seinen Ehering und am kleinen Finger den der Frau, die 60 Jahre lang links von ihm am Frühstückstisch saß und ihm eine Tasse Kaffee reichte, schwarz mit einem Löffel Zucker.

Nach ein paar Minuten bleibt er vor einer Rotbuche stehen. Licht bricht durch die Krone, am Stamm klebt eine blaue Plakette wie an allen Baumstämmen hier im Trostwald. Plakette Nr. 1700. Fünf Menschen sind hier bestattet, Sigrid Winter, * 06. 09. 1936, † 29. 03. 2015, liegt auf 11 Uhr. “Die 12 habe ich für mich reserviert”, sagt Winter.

Mit seiner Frau habe er nie darüber gesprochen, wo sie beerdigt werden möchte, aber Winter glaubt, dass es ihr hier gefällt. Ihm gefällt es ja auch. Er mag die Stille, weil es keine bedrückende, sondern eine gute Stille ist. Eine Stille, die nicht still ist. Man hört Vogelgezwitscher, die Blätter rauschen.

Winter sagt, er komme jeden Tag her, meistens nach dem Frühstück. Damit Sigrid sich nicht einsam fühle.

Wie würden Sie beschreiben, was Sie verloren haben, Herr Winter?

“Die Worte reichen dafür nicht aus, aber ich würde sagen, ich habe einen Teil meines Selbst verloren. Wir waren eine Einheit.”

Friedrich und Sigrid Winter waren sechs Jahrzehnte ein Paar. Sie lernten sich in ihrer Lehrfirma kennen, Otto Berning und Co, eine Firma für Knöpfe und Metalle in Schwelm, einer Kleinstadt bei Wuppertal. Sie knutschten heimlich hinter ihrem Elternhaus. Er kaufte ihr einen Flakon Parfum, “Femme”, den er sich kaum leisten konnte. Sie spazierten stundenlang im Wald, das Moos war weich.

1959 heirateten sie, er war 24, sie 22. Er machte Karriere, sie folgte ihm. Sie bekamen zwei Töchter und reisten viel: Madeira, Hawaii, Indonesien. Als sie beide Anfang 60 waren, gingen sie nach China, Shanghai, Friedrich Winter leitete dort ein Joint Venture und vertrieb Eisenbahntechnik, Maschinenfahrzeuge, Fahrtenschreiber. Seine Frau half vormittags im Büro, dann brachte der Fahrer sie nach Hause, sie mochte es, dort mit einem Buch am Pool zu liegen, sagt Winter. Als ihre Enkel geboren wurden, kehrten sie heim nach Bergisch-Gladbach.

Es war eine lange Reise, und entgegen aller Wahrscheinlichkeit haben Friedrich und Sigrid Winter sich nicht verloren. Auch weil sie sich gemeinsam verändert haben: Sie liebte seinen Humor und dass er sie leicht machte. Er liebte ihre Güte und dass sie ihm seine Fehler verzieh. Sigrid war seine erste, aber nicht seine einzige Frau. Und so war es auch andersherum.

Es ist schon ziemlich viel, wenn man sich nach 60 Jahren Ehe nicht hasst. Sigrid und er, sagt Friedrich Winter, hätten sich geliebt.

Wiebke Winter-Dezeure, 53, seine ältere Tochter, sagt: “Er begreift ihren Tod noch nicht.”

Kerstin Winter, 50, seine jüngere Tochter, sagt: “Mein Vater ist sehr einsam.”

Friedrich Winter sagt: “Mir fehlt das Echo. Wer bin ich schon ohne sie?”

Die Nacht zum 5. März 2015. Friedrich Winter weiß nicht mehr, wie spät es war. Seine Frau lag im Bett neben ihm und stöhnte, diese fürchterlichen Kopfschmerzen. Alles gut, Sigrid?

“Ich muss mal eben zur Toilette”, sagte sie.

Friedrich Winter brachte seine Frau ins Bad, sie war zu schwach, um allein zu gehen, er schloss die Tür, und auf einmal hörte er sie rufen: Friedrich! Als Winter die Tür öffnete, sah er sie auf dem Boden liegen, wimmernd, er versuchte, ihr aufzuhelfen. “Du musst mir schon helfen, Schnuckelchen.” Er stemmte sie auf die Knie, zog sie am Badewannenrand hoch und brachte sie mit Mühe ins Bett.

Sigrid war bei vollem Bewusstsein, aber irgendwas stimmte nicht mit ihren Bewegungen, sagt Friedrich Winter heute. Ihre linke Hand war taub, und sie wusste nicht, dass Donnerstag war.

Diese Nacht ist oft in seinem Kopf abgelaufen, wie ein Film, und immer hat er sich gefragt, ob er ihn hätte anhalten können. Und wo. Aber diese Nacht gehört jetzt zu ihm.

Am Morgen, die Kopfschmerzen waren stärker geworden, verständigte Winter sofort den Hausarzt. Der Rettungswagen fuhr sie ins Krankenhaus. Die Ärzte sagten: “Wir müssen operieren. Sind Sie einverstanden?”

Sie rasierten eine vier Quadratzentimeter große Stelle auf Sigrids Kopf und öffneten ihre Schädeldecke, eine Ader war geplatzt und Blut ins Gehirn gesickert.

Freitag, 6. März, der Morgen nach der Operation. Sigrid lag auf der Intensivstation, das Zimmer sah aus wie ein Labor, Schläuche und Kabel, die aus ihrem Körper zu fiependen Monitoren führten. Ihre Augen waren geschlossen, eine Maschine pumpte Sauerstoff in ihren Körper, ihr Atem ging gleichmäßig, als würde sie schlafen. Die Ärzte sagten, ihre rechte Gehirnhälfte sei so gut wie tot.

Friedrich Winter fuhr jeden Tag ins Krankenhaus, 40 Kilometer hin und zurück, er setzte sich ans Bett, hielt Sigrids Hand und erzählte mit leiser Stimme, von dem neuen Käse, den er entdeckt, oder den Schuhen, die er sich gekauft hatte. Er hoffte auf ein Zeichen, auf irgendetwas.

Dann, es war ein Sonntag, saßen Friedrich Winter und seine beiden Töchter in einem Krankenhausraum, Linoleumfußboden und weiße Wände. Der Arzt sagte, sie könnten die Blutung nicht stillen, die rechte Hirnhälfte sei voller Blut. Winter verstand nicht alles, aber er verstand, dass er sich keine Illusion mehr machen durfte. Nur vier Wochen zuvor hatten er und seine Frau eine Patientenverfügung unterzeichnet. Für den Fall, dass es ihnen mal schlechter gehen sollte. Winter schaute an dem Arzt vorbei aus dem Fenster. Er sagte, okay, dann soll es so sein. Es, der Tod. Draußen Bäume, die schon Blätter trugen.

Danach fuhr er nach Hause, in ihre Dreizimmerwohnung in Odenthal. Er setzte sich aufs Sofa im Wohnzimmer und schaute sich um: In den Regalen die Historienromane, die Sigrid so gern las, auf dem Boden die Seidenteppiche, die sie von ihren Reisen mitgebracht hatten, an den Wänden Urlaubsfotos. Jeder Quadratzentimeter eine Erinnerung. Nie war ihm die Wohnung so leer vorgekommen.

Er wählte die Nummer des Krankenhauses, eine junge Schwester nahm ab. Ob er seine Frau noch einmal sehen könne. Die junge Stimme sagte, das sei nicht mehr möglich, sie sei bereits für die Feuerbestattung vorbereitet. Wie betäubt legte Winter auf.

Wie haben Sie sich von Ihrer Frau verabschiedet, Herr Winter?

“Gar nicht. Als ich sie das letzte Mal sah, habe ich nicht drüber nachgedacht, dass es das letzte Mal sein würde. Ich glaube, ich habe nichts gesagt, nur ihre Hand gestreichelt.”

Nach dem Gespräch mit dem Arzt hatte seine älteste Tochter ihn gebeten, nach Hause zu fahren. Sie hatte nicht geglaubt, dass er es ertragen hätte, sie sterben zu sehen.

Herr Winter, glauben Sie, Ihre Frau hatte Angst vor dem Tod?

“Nein, aber sie hatte Angst, allein zu sein. Wir waren uns einig, dass es besser wäre, wenn sie vor mir geht.”

An die Wochen danach erinnert sich Winter nur verschwommen. Klar, er fuhr zum Bestatter, organisierte die Beerdigung, verschickte Einladungen, schrieb Briefe an die Versicherung und die Bank. Aber die Tage schienen keinen Anfang und kein Ende zu haben. Er röstete sich Kaffee. Der Platz links von ihm am Frühstückstisch blieb leer.

Wenn er nach dem Mittagsschlaf aufwacht und fragt: “Schätzchen, bist du noch da?”, kommt keine Antwort. Wenn er abends im Bett liegt und sich nach links dreht, ist da niemand mehr, dem er das Buch aus der Hand nehmen kann. Die Bettwäsche ist abgezogen. Die Wohnung ist stumm. Doch am schlimmsten sind die Sonntage. An Sonntagen kann man nicht einmal einkaufen.

Seine Töchter halfen Friedrich Winter, den Haushalt aufzulösen. Sie entsorgten Sigrids Medikamente, ihre Kleider, auch ihren Kaschmirmantel und 15 Kartons Schuhe, brachten sie in die Kleiderspende. Nur von drei Dingen konnte sich Winter nicht trennen: von ihrem Parfum, immer noch “Femme”. Von ihrer Zahnbürste, mit der er sich morgens manchmal die Zähne putzt. Von vier Paar Schuhen, silbernen Pumps und roten High Heels, Schuhgröße 37, in denen sie aussah wie eine Königin, wenn er sie in die Bar des Hilton in Shanghai auf ein Glas McCallon-Whisky einlud. Jetzt liegen sie auf ihrer Seite des Kleiderschranks, verstaut in Kartons, darüber vierzig leere Kleiderbügel.

Und dann ist da dieses Tagebuch. Winter fand es versteckt in der Schublade mit ihrer Unterwäsche. Roter kunstlederner Umschlag, liniertes Papier, das Jahr 1958. Manchmal blättert er darin, aber nur kurz, dann muss er es weglegen. Sie nannte ihn Friedel.

Sonnabend, 3. Mai 1958: “Wir waren bei Friedels Tante Luise und Onkel Otto zu Besuch, vorher schwimmen in der Becke. Wir waren schrecklich verliebt und so glücklich.”

Was hält Sie am Leben, Herr Winter?

“Das ist eine gemeine Frage.”

Wieso?

“Ich könnte sagen, dass es mich erfüllt, Kindern im Krankenhaus vorzulesen und Flüchtlingen zu helfen. Aber es stimmt nicht. Ich mache das gern, aber es ist die Vergangenheit, die meine Gegenwart bestimmt.”

Wie meinen Sie das?

“In meinem Alter hat man kaum noch Träume, nur noch Erinnerungen.”

Am Ende des Gesprächs ist Friedrich Winter heiser. So viel hat er lange nicht mehr gesprochen. Er sagt, er werde bald zu einer der beiden Töchter ziehen, die Seidenteppiche nehme er mit.

Ein paar Wochen nach Sigrids Tod fuhr Winter nach Lothringen, Freunde besuchen. Vermutlich wurde er in seinem Leben noch nie so häufig umarmt, sagt er. Aber irgendwann hielt er sie nicht mehr aus, ihre Normalität. Er müsse früher abreisen, sagte er ihnen. Ein Arzttermin. Friedrich Winter war unter Menschen, aber er fühlte sich allein.

Er stieg in seinen schwarzen Volvo und fuhr zurück, von Bar-le-Duc nach Odenthal, und irgendwo hinter Trier, auf der Bundesstraße 51, wo sich die Eifel langsam erhebt, übermannte ihn die Erinnerung. Er hielt auf einem Parkplatz, lehnte sich gegen einen Zaun und ließ den Blick schweifen. 30 Minuten lang stand er dort und erinnerte sich. Wie sie auf der Wiese lagen, Sigrids langes Haar im Gras, und sie sagte, du hast Augen so grün wie Moos. Wie sie auf dem Roller an den See fuhren, ihre Arme um seine Hüften. Wie sie im Wohnzimmer lasen, sie auf dem Sofa, er auf dem Sessel, wie er ihre Hand nahm.

Auf der Straße rauschten die Autos vorbei, in der Ferne weideten Kühe, und dazwischen lehnte Friedrich Winter an diesem Zaun. Vielleicht, sagt er, habe er da geweint. Nur ohne Tränen.

anonymous asked:

Tag oder Nacht? Und warum?

Nacht. Die Nacht hat einfach was mysteriöses an sich, die Sterne werden sichtbar und die Straßen werden ruhiger. Man kommt in tiefgründige Gedanken, man hat Zeit um in den eigenen Kopf zurückzukehren.

Wer nur noch mit dem Auto fährt…

Erste Folgen der Bequemlichkeit sind sichtbar. Fahre nur weiter so ständig – bald hast du eine ordentliche Schwabbelwampe statt eines Bäuchleins.

Tagelang eiskalt geblieben. Nichts gegessen, nichts gefühlt.
Jetzt vermisse ich Dich. Auch wenn es nur ein bisschen ist… Sehnsucht, so sichtbar wie ein warmer Hauch im Bus gegen die kalte Fensterscheibe. Er vergeht… die Sehnsucht vergeht auch.
Ich habe Dir nicht nur dein Herz gebrochen, ich habe Dir dein Zuhause genommen und Dir den kompletten Boden unter den Füßen weg gerissen. Ich habe mich Dir entzogen und bin einfch weg gelaufen.
—  basis noir soninja / totimkopf.

Ich, ich bin ein Nerd, aber kein schicker Hipster,
mehr ein Vieldenker, voll Hirngespenster
ich surfe auf keiner Mode-Klischee-Retro-Welle ich surfe im Internet
such Lesebrillengestelle für echte Augen,
um Bücher zu lesen und Texte zu schreiben
und nicht um Fotos zu schießen und mich bei Facebook zu zeigen

Und manchmal hab ich das Gefühl, ich bin anders und allein
keiner scheint mir ähnlich und keiner scheint mir nah zu sein,
und manchmal hab ich das Gefühl, niemand ist wie ich,
Ein Platz, an den ich passe – den gibt es für mich nicht
Aber warum bin ich anders und was muss noch passieren?
Ich mein‘, was mach ich falsch? Ich will doch bloß dazugehören.
Aber wozu denn gehören? Und was soll das denn heißen,
weil wir alle doch anders und dadurch wieder gleich sind

Und es geht doch um den Inhalt, viel mehr als um die Form
Es geht doch um den Einzelfall, viel mehr als um die Norm
Es geht nicht um Physik, sondern um Phantasie
Und vor allem geht’s ums Was, viel mehr als um das Wie.

Es geht auch darum, dass wir uns kennen,
mehr als, dass wir mal einsam waren
und es geht nicht um das, was uns trennt,
sondern um das, was wir gemeinsam haben
Es geht nicht ums gewinnen,
sondern darum, dass du kämpfst
es geht nicht um den Takt an sich,
sondern darum dass du danced,
Es geht nicht drum, was wir haben,
sondern um, was wir daraus machen
Es geht nicht um den Witz an sich,
sondern darum dass wir lachen
Es geht nicht drum, was wir tragen, wie wir lächeln, wie wir reimen
Es geht darum, was wir sagen, ob wir echt sind, was wir meinen.
Vielleicht geht’s nicht ums Happy End,
sondern mal heute nur um die Geschichte.
Vielleicht geht’s nicht darum, ob ich anders,
sondern darum, dass ich Ich bin
Vielleicht geht’s nicht darum, die ganze Welt zu erfassen
und alles zu verstehen
Vielleicht geht’s darum „Hakuna Matata“ zu sagen
und einfach mal gerne zu leben.

Weil, es geht doch um den Inhalt, viel mehr als um die Form,
Es geht um deinen oder meinen Einzelfall, viel mehr als um die Norm
Es geht nicht um Physik, sondern um Phantasie
und vor allem geht’s ums Was, viel mehr als um das Wie.

Und was soll das überhaupt heißen?
Was soll das überhaupt heißen, jemand ist sonderbar und eigenartig,
das sind doch bloß Synonyme für besonders und für einzigartig
Jemand sagt dir: „Du bist anders“, Dann denk dir für dich: „Anders ist nicht falsch, ist bloß ‘ne Variante von richtig“

Und wer andere abgrenzt, grenzt sich selber ein
Wer andere Schwach macht, glaubt nicht stark zu sein
ich mach mein Herz weit und lass Leben rein,
weil ich dran glaube gut genug zu sein

Und dann treff’ ich dich…
Und du siehst mich und du nimmst mich wahr,
Bist bei mir und bist für mich da,
Nimmst meine Schatten und machst die Sicht klar,
machst mich wahrhaftig, machst mich sichtbar
Und auf den ersten Blick bin ich vielleicht nicht so cool,
für manche vielleicht sogar langweilig.

Aber ich hör dir gerne beim reden zu und ich mag deinen Klang,
weil ich dich mag und wie wir die Welt für uns drehen
und dadurch wirst du für mich schön
Und ich finde meinen Platz und ich finde meinen Raum in der kleinsten gemeinsamen Schnittmenge aus deiner und aus meiner Welt
Wir sind unser kleinstes gemeinsames Vielfaches,
Wir sind das, was uns zusammen hält,
Und wir beide, wir sind mehr als die Summe unserer Teile
Wir beide sind so viel mehr als die Stunden, die wir teilen,
Wir beide sind so viel merkwürdig eigentlich, dass ich das jetzt erst geblickt hab

Es geht um den Inhalt, viel mehr als um die Form,
Es geht um deinen und um meinen Einzelfall viel mehr als um die Norm, es geht nicht um Physik, sondern um Phantasie,
Und vor allem geht’s ums Was, viel mehr als um das Wie.

—  Julia Engelmann, Stille Wasser sind attraktiv

Narben. Jeder von uns hat sie. Mal sind sie größer und deutlich sichtbar, wie in meinem Fall, manchmal sind sie klein umd umscheinbar.
Ich möchte den Leuten, die ebenfalls Narben haben und sich wegen diesen unwohl oder nicht schön finden, mit diesem Post zeigen, dass daran überhaupt nichts auszusetzen ist.
Ich habe eine 6 cm lange und auch ziemlich dicke Narbe am Rücken. Den ganzen Sommer lang habe ich mich deswegen verdammt unwohl gefühlt, weil ich immer dachte, mich starren deswegen alle an. Das ging sogar so weit, dass ich mich nicht mal mehr vor meinem Freund wohlgefühlt habe.
Im Freibad und am See immer ein Tshirt drüber, nur ins Wasser gehen wenn man sich sicher ist dass keiner guckt. Sich bemühen nicht mit dem Rücken zum Freund zu schlafen, …… die Liste war sehr lang.
Aber irgendwann habe ich gemerkt, als die Narbe mit der Zeit leicht verblasste, dass daran überhaupt gar nichts verwerflich ist. Mein Freund liebt mich immer noch, meine Freunde mögen mich noch umd was andere von mir denken kann mir sowas von egal sein.
Das hier geht an alle die, die sich auch wegen irgendwelcher Kleinigkeiten am eigenen Körper, seien es Narben, Leberflecke, Muttermale, etc. unwohl fühlen. Versteckt euch nicht. Niemand wird euch verachten oder eklig finden, nur weil euer Körper eine Besonderheit aufweist. Und wenn doch, dann schmeißt diese Menschen aus euerm Leben.
Denn genau diese Kleinigkeiten machen euch aus. Lasst euch niemals sagen, dass ihr deswegen nicht schön seid.
Ihr seid schön, ihr werdet geliebt und jedes noch so kleine Detail auf eurer Haut macht euch einzigartig!

EIN BUND FÜRS LEBEN
Eine Strumpfhosengeschichte

SCHWESTERS TIPP

Die Sonne blinzelte ins nur schwach verdunkelte Zimmer. Wecken konnte sie Judith nicht mehr, weil sie sich bereits seit 4 Uhr im Bett hin und her wälzte. Sie hat schlecht geschlafen, obwohl sie früh ins Bett gegangen war.
Ein neues Schuljahr stand vor der Haustür, aber das war nicht der Grund für Judiths Schlaflosigkeit. Erste Schultage hatte sie schon genügend erlebt. Aufregend war es nur, als sie als ABC-Schützin zum ersten Mal ein Schulhaus betrat, und als sie die heiligen Hallen, das Theodor-Heuss-Gymnasium, als hoffentlich angehende Abiturientin zum ersten Mal beehrte. Dass sie die ehrwürdige Schule ohne Abitur verließ, war nicht geplant. Die 11. Klasse wurde ihr neben einigen anderen Dingen eine zu große Hürde, so dass sie einen Neuanfang versuchen wollte. Das AEG, wie das Albert-Einstein-Gymnasium genannt wurde, sollte ihr nun den Weg zur Hochschulreife ebnen.
Mit ihren 18 Jahren war sie sicher einer der Älteren, dachte sie sich. Sie fühlte sich nicht recht wohl mit dem Gedanken, aber andererseits war sie froh, dass dort die Leistungskurskombination Italienisch-Französisch angeboten wurde. Mit Latein und Kunst war sie kläglich gescheitert.
Judith drehte sich noch einmal um, zur Wandseite, um dem Antlitz der Sonne aus dem Weg zu gehen. Aber die Sonne war heute trickreicher als sie. Selbst die Wand erhellte sie für sie unangenehm. Der Radiowecker machte zwar noch keine Anstalten, sie aus dem Schlaf zu holen, aber sie beschloss, ihm zuvorzukommen.
Eigentlich noch müde, innerlich aber vollkommen aufgekratzt, begab sie sich um 6 Uhr ins Bad. Selbst ihre Eltern, die sonst vor ihr wach waren, waren noch nicht zu sehen. Für die Morgentoilette, die nervöser als sonst verlief, benötigte sie rund eine halbe Stunde. Judith wurde von der Türklinke abgelenkt. “Oh, Pardon”, hörte sie ihren Vater, der unter der Woche als erster das Familienleben eröffnete.
Sie schminkte sich dezent. Die Kleidung, die sie sich schon am Abend heraus gelegt hatte, erschien ihr angemessen: Ein grünes, kurzärmeliges Oberteil, ein weißer BH, ein weißer Slip, hellblaue Jeans und eine noch verpackte hautfarbene Feinstrumpfhose lagen auf dem Klodeckel bereit. Die Wettervorhersage versprach zwar Temperaturen von bis zu 25 Grad, aber sie konnte Judith nicht überzeugen. Heute war ein Tag, an dem Sicherheit gefragt war. Eigentlich benötigte sie jeden Tag Sicherheit. Und wenn sie noch so dünn war – eine Strumpfhose bot Judith Sicherheit. Wahrscheinlich war die Feinstrumpfhose heute dicker als sonst an solch prognostizierten warmen Tagen. Sie zog sich in der Ruhe, die sie an dem Tag haben konnte, an. Abschließend band sie ihre glatten, blonden Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen. Als sie aus dem Badezimmer kam, schaute sie ihr Vater ziemlich irritiert an. Sie war nicht weniger irritiert und steuerte wie ferngesteuert auf die Küche zu.

Judith rührte nervös in ihrer Kaffeetasse herum, als Juliane in die Küche kam. „Morgen.“ Sie nahm sie nur mit einem halben Auge wahr, erkannt aber, dass ihre Schwester eine intensive Nacht mit Felix hinter sich hatte. Es waren nicht nur die Ringe unter ihren Augen, sondern auch die Laufmasche der der schwarzen Feinstrumpfhose, die sich vom rechten Oberschenkel bis zur Wade zog, die darauf hindeuteten. Darüber trug sie ein weißes Trägernachthemd, dessen Weiß in der Morgensonne glänzte und ihren Po nur sehr knapp bedeckte. Dass sie keinen Slip trug, war kaum zu übersehen. „Is’ noch Kaffee da?“ Judith schob die noch fast volle Kanne von sich weg. Während Juliane ihre Tasse mit dem braunen Wachmacher füllte, fragte sie ihre Schwester, ob sie aufgeregt sei. Judith nickte. „Ich kenne ja kein Schwein.“ Nach einem tiefen Schluck, machte ihr die ältere Schwester Mut. „Das wird nicht so schlimm. Ich habe das Spielchen vor vier Jahren genauso gehabt.“ Sie erzählte von den neugierigen Blicken der Mädchen und den in ihren Augen ausziehenden Blicken der Jungs. Judith hörte, soweit es ging, aufmerksam zu. Als sie sich eine Zigarette anzünden wollte, fiel ihr Feuerzeug zu Boden. Sie musste sich bücken, um es aufheben zu können. Ihr eng anliegendes Oberteil schob sich nach oben und legte ein großes Stück des Rückens frei, so dass der Bund ihrer Strumpfhose deutlich zu sehen war. Juliane grinste: „Ich sehe schon, Du machst es richtig. Lass in der Schule auch etwas fallen, und die Jungs werden garantiert schauen, was Du unter der Jeans trägst. Der sichtbare Bund einer Feinstrumpfhose ist dabei ein sehr guter Blickfang.“ „Vielleicht.“ Überzeugt war sie von dieser Idee nicht.

Sie hörten, wie ihr Vater aus dem Bad kam. Sie stellten ihre Unterhaltung ein. „Guten Morgen, die Damen!“ Der oberste Knopf seines weißen Hemdes war noch offen. In seiner rechten Hand hielt er die Krawatte, die noch gebunden werden sollte. Das mussten entweder seine Frau Stefanie, Juliane oder Judith übernehmen. Er konnte auch nach rund 25 Jahren in seinem Beruf als hoch dekorierter Geschäftsführer immer noch keine Krawatten binden. Die ältere Tochter stellte sich vor ihren Vater und nestelte an seinem Kragen. „Na, Du bist wohl gerade erst aus den Federn gehüpft“, musterte er seine Älteste. „Ist Felix da?“ Die Angesprochene errötete ein wenig. Dass ihre Eltern vor allem an den Wochenenden nicht weniger derangiert am Frühstückstisch erschienen, hielt sie ihm jetzt nicht vor. Morgens war Herbert immer in Eile und verschwand ohne Frühstück ins Büro. Stefanie und Herbert galten als Traumpaar, das sie auch waren. Dass sie nachts immer noch sehr viel Spaß miteinander haben, haben ihre Kinder früh gelernt. Herbert zog sich sein Sakko über, nahm seine Aktentasche und verließ die heimische Idylle. „Viel Glück, Judith“, rief er seiner Jüngsten noch hinterher.

Die Töchter waren wieder unter sich. Ihr Bruder Johannes schlief noch, ebenso Julianes Freund. Sie fragte ihre nervöse Schwester, was sie für Schuhe anziehen wolle. Judith zuckte mit den Schultern. Sie empfahl ihr die schwarzen Ballerinas, weil die ihre bestrumpften Füße besser Geltung kämen. Judith packte ihre Sachen zusammen, zog sichre hell-braune Cordjeansjacke über und die empfohlenen Ballerinas an. „Viel Erfolg, Schwesterherz!“ Juliane gab Judith noch einen Kuss auf die linke Backe. Dabei zog sie ihr den Bund der Strumpfhose noch ein wenig höher. „Sicher ist sicher“, grinste sie.

Dann verließ auch Judith das Haus.


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