seeufer

Chiloé - Lago Todos los Santos - Puerto Varas

13. März

Nach dem Aufstehen fuhren wir nach Ancud zurück, um das typisch chilotische (von Chiloé) Gericht Curanto zu probieren.

Curanto besteht aus Meeresfrüchten, Fleisch und Gemüse und wird traditionell in einem Loch in der Erde durch heiße Steine gegart. Heute wird es in Restaurants meist in einem Topf gekocht. So konnte ich leider nicht die ursprüngliche Version probieren - aber es war trotzdem sehr lecker.

Bevor es zurück zur Fähre und damit aufs Festland Chiles ging, gönnten wir uns noch ein Eis - Luxus pur.

Auf dem Festland angekommen fuhren wir - um den restlichen Tag mit dem Auto zu nutzen - nicht direkt nach Puerto Varas sondern machten einen Abstecher zum See Todos los Santos. Dieser unglaublich klare See war früher eins mit dem See Llanquihue. Durch einen Vulkanausbruch des Vulkans Osorno wurden die beiden getrennt. Wir machten einen kleinen Spaziergang am Seeufer entlang und wurden spontan von zwei sehr netten Chilenen auf eine Bootstour auf dem See eingeladen.

Am Abend kehrten wir zurück nach Puerto Varas in unser altes Hostel wo wir mit Jubel empfangen wurden. Dort gaben wir das Auto wieder ab. Wir freuten uns unglaublich zum ersten Mal seit 5 Tagen wieder zu duschen und in einem echten Bett zu schlafen!

Tanz auf dem Vulkan - Roturua

Bereits mit Frühstück begann die Serie der netten Begegnungen am heutigen Tage.
Ich kam mit einigen Bikern ins Gespräch und es entwickelte sich eine gute Unterhaltung über ihre Zeit in Neuseeland.
Das Wetter präsentierte sich leider von seiner durchwachsenen Seite - es hatte geregnet und die Wolken hingen tief am Berg. Also verschob ich zunächst die Waldwanderung und erkundete das städtische Umfeld.
Am Seeufer führt ein Wanderpfad direkt durch vulkanische Aktivitäten - es dampf, brodelt, bluppert aus Löchern und es stinkt nach fauligen Eiern. Mystisch die ganze Szene - aber auch hochspannend.
Leider setzte dann der Regen wieder ein und nachdem ich ihm eine ganze Weile getrotzt hatte - beschloss ich den regnenden “Hunden und Katzen” in das Museum - ein altes Badehaus und Ausstellung zur Maori Geschichte - zu entfliehen.
Vorher ergab sich das Angebot für den Abend einen Besuch in Maori Village mit Darbietung zur Geschichte der Maori, Musik, Tanz und Hangi - in Erdöfen zubereitetes Essen - zu buchen.
Der Himmel zeigte Erbarmen und während des Museumsbesuches wechselte das Wetter wieder auf herrlichen Sonnenschein.
Ich nutzte die Gelegenheit und wanderte noch im Redwoods Forrest - ein fabelhafter Wald mit Riesenbäumen und Baumfarnen.
Der Besuch im Maori Village liegt jetzt auch schon hinter mir - und immer noch beeindruckt von dem Erlebten, tippe ich hier die Zeilen.

Isla Chiloé: Nationalparks

12. März

Rent zeitig brachen wir heute auf in den Nationalpark. Dort verbrachten wir einige Stunden mit wandern und machten einen kurzen Vormittagsschlaf am Seeufer, welches wir endlich gefunden hatten.

Bevor wir in den nächsten Nationalpark fuhren gab es noch einen kalten Kaffee zur Erfrischung, weil wir doch beide ziemlich schlapp waren.

Die Fahrt zum Nationalpark Tepuhueico stellte sich als wesentlich zeitaufwendiger heraus, als geplant. Über Straßen, die mehr Schlagloch waren als Straße, halbüberwucherte Kieswege und klapprige Holzbrücken ohne Geländer mit zwei Schienen zum fahren, erreichten wir gegen 4 Uhr nachmittags im strömenden Regen die Parkzentrale. Hier wurden wir erneut überrascht: die Zentrale war ein luxuriöses, architektonisch auffälliges Holzgebäude mitten im Nichts.

Bis der Regen sich beruhigt hatte, warteten wir dort auf unfassbar gemütlichen Sofas (ich habe erstmal ein bisschen geschlafen).

Danach marschierten wir im Nieselregen - der bald auch nachließ - durch den Urwald zu einem kleinen Wasserfall und entdeckten ziemlich schöne und irgendwie witzige Bäume mit orangenen Stämmen.

Heute war der erste Tag, an dem die Schlafplatzsuche sich als etwas schwieriger herausstellte. Leicht behindert durch Hunde, die gar nicht vom Auto ablassen wollten, fanden wir schließlich einen etwas abgelegenen Ort zum übernachten.

Insel Chiloé: Dalcahue - Castro - Nationalpark Chiloé

11. März

Früh standen wir auf und fuhren vorbei an einigen Hindernissen (z.B. Kühe auf der Straße, die sich partout nicht wegbewegen wollten) in die Hafenstadt Dalcahue. Mit Blick auf den Hafen frühstückten wir. Leider war die einzige Sehenswürdigkeit der Stadt - eine Holzkirche - nicht sichtbar, da sie renoviert wurde.

Also ging es recht bald weiter nach Castro, in die Hauptstadt Chiloés. Wir schauten ins die Holzkirche und die typischen Pfahlbauten der Stadt an. Höhepunkt dieses Aufenthalts war aber: ein warmes Omelett, ein heißer Kaffee und die Steckdose eines Cafés.

An einem gigantischen azurblauen See vorbei fuhren wir weiter zum Nationalpark Chiloé. Eigentlich wollten wir gerne im See Baden gehen, aber wir fanden das Seeufer nicht und uns blieb nichts anderes übrig, als den Abend am kilometerlangen menschenleeren Meeresstrand zu verbringen (siehe Fotos). Spontan entschieden wir, hier - zwischen Kühen und Pferden zu übernachten.

Zum Abendessen gab es ein Picknick auf dem Dach.