schwarzes-loch

ich freue mich auf die zukunft

Ich freue mich auf die Zukunft. Ist das verrückt? Nein und Ja und Ja und Nein. Es ist verrückt, weil es sich für verrückt anfühlt, weil ich an die Gitterstäbe und Tapetenmuster gewöhnt bin, die schon immer Teil meines Lebens sind. Und auch wenn du dich durch sie einschränkst und klein machst, sie spenden doch Sicherheit und hartes festes Eisen, an dem du dich festhalten kannst. Und so ist es auch für mich; dieses Loch ist Gewohnheit. Es ist und war kein Drecksloch und kein Schwarzes Loch, nicht immer, ab und zu, ja, aber ab und zu hatte ich hier auch turbulent glückliche Sonnentage voll Lachen und wenig Schatten mit Zwillingskirschen als Ohrringen oder gemütliche Regenstunden mit der Decke über den Beinen, der heißen Tasse Tee in der Hand und Melancholie zwischen jedem Tropfen. Nein, die letzten paar Jahre waren nicht nur Loch und Leere, sondern Leere und Loch mit grünem lebendigem Moos auf dem Boden. Und wir wollen auf dem Boden bleiben, auf dem Boden der Tatsachen, erst gestern habe ich meine Bücher in Regenbogenfarben geordnet. Zu etwas Neuem aufbrechen heißt nicht alles Alte zu zerbrechen oder zu leugnen. Ich kann wiederkommen, wann immer ich will, aber hier spielt nicht meine Zukunft und ich weiß, dass ich, wenn es soweit ist, bereit bin, mich zu verabschieden. Und ich weiß auch, dass ich herzlich weinen werde und es furchtbar wehtun wird, als würde mir das Herz aus der Brust gerissen und gleichzeitig eine Hand auf Mund und Nase gedrückt. Aber wenn ich erst einmal losgegangen bin, wird es erleichternd sein und ich werde mir Freiheit schenken, ich werde sie mir nehmen und geben, denn das ist wichtiger als sie zu bekommen: Der eigene Wille, frei zu sein. Ja, ich freue mich auf die Zukunft. Auf meine Zukunft. Und es ist verrückt, aber ich bin es auch. Und natürlich habe ich Angst, aber das ist eben auch nur natürlich. 

Müde .. müde von den verlogenen Menschen, den leeren Versprechungen, den nicht enden wollenden Leid. Müde auch von der endlosen Warterei und der sinnlosen Hoffnung, die nichts als Enttäuschung mit sich bringt. Ich bin müde - so müde!
Es ist ganz komisch. Wie ein schwarzes Loch, in das du hineingezogen wirst. Du fühlst dich alleine, denn niemand braucht dich. Du suchst etwas, an dem du festhalten kannst. Etwas, das bleibt. Zu viele Gedanken und Stimmen aufeinmal, die dir sagen wollen, was du tun und lassen sollst, und wie du dich gefälligst anpasst. Am Anfang merkst du es garnicht, bis es immer schlimmer wird und du keinen Platz mehr hast, an dem du dich geborgen fühlst. Aussenstehenden bist du fremd. Aussenstehende sind dir fremd. Sie verstehen nicht. Aber selbst du verstehst ja nicht. Das komische ist, dass du nicht mehr weg willst, denn dieses schwarze Loch ist ein Ort an dem du dich sicher fühlst, von dem du nie wieder weg willst.
Tag für Tag merke ich mehr, wie wenig meine Existenz hier noch wert ist. Städnig wird ein Teil meines Herzens rausgerissen und nochmal in 1000 Teile zerissen. Ich kann den Schmerz nicht mehr ertragen, es tut alles so unendlich weh. Keiner schafft es mich aus diesem Loch herauszuziehen. Ich will einfach nur noch alleine sein und nichts mehr sehen, fühle oder hören. Ich hab einfach keine Kraft mehr jedem vorspielen zu müssen als wäre alles ok, als würde ich glücklich sein..ich bin am Ende.