schneebedeckt

Es ist schon wieder so ein langer Tag um. Es war schon bereits dunkel als ich aus dem Schulfenster rauß sah und dazu schneite es. Der Schnee sah schön aus, den man unter dem Laternenlicht sehen konnte. Ich zog meine Jacke an. Bevor ich aus dem Gebäude rauß gehen konnte, rief mein bester Freund nach mir. “Andi! Warte!”

Ich wartete auf ihn. Er packte mich plötzlich an meiner Hand und zog mich schnell aus dem Gebäude. Er stoppte nicht sondern rannte einfach weiter. “Andrew! Wohin willst du mit mir hin?”, fragte ich und rannte ihn eifrig hinter ihn her. “Ich möchte unbedingt was tolles zeigen. Hoffendlich sind sie immer noch da!”,sagte er ohne seinen Kopf zu mir zi drehen. Wir rannten ungefähr 5 Minuten dorthin, wo immer er hin wollte. Er führte mich zur einer schneebedeckten Wiese.

Diese Wiese sah immer so wundervoll aus im Dunkeln besonderst wenn sie schneebedeckt ist. Andrew zog mich ein wenig weiter. “Wohin willst du noch weiter gehen?”,fragte ich. Der wollte mich doch nur wieder in den Schnee werfen. “Wir müssen ein wenig weiter rein um sie sehen zu könnne.”
Plötzlich packte er mich an den Beinen und hob mich hoch. “Wenn die Prinzessin nicht ins Schnee gehen möchte, werde ich sie eben dort hin tragen.”, sagte Andrew und trug mich durch den Schnee. Er lief eine Weile mit mir in,seinen Armen durch den Schnee. Es hatte schon längst aufgehört zu schneien und man konnte den sternenbedeckten Himmel erkennen. “Siehst du da sind sie.”,sagte plötzlich Andrew. Ich schaute nach vorne und sah viele Glühwürmer vor uns fliegen.

Sie sahen wunderschön aus und sie leuchteten so hell.

“Sie sind wundervoll…”,mumerlte langsam vor mich her und ohne einen Blick von den Glühwürmchen abzuwenden, waren meine Füße in den kalten Schnee versunken. Ich ging langsam auf ihnen zu. Doch bevor ich weiter lief blickte ich Andrew mit einem großen Lächeln an und packte seine Hand. Ich wurde zwar verlegen,doch wendete mich sofort wieder zu den Glühwürmchen.

Ich lief mit Andrew näher zu ihnen heran. “Woher wusstest du das ich diese Glühwürmchen liebe?”,fragte ich und lächelte ihn an. “Weil ich es einfach weiß.”,antwortete er und packte mich um die Hüfte und hob mich nach oben.
Ich erschrack, doch war so froh, das er mich in diesem wundervollen Ort gebracht hat.
Plötzlich überfielen mich wieder die schlechten Gedanken. “Andrew… lass uns für immer Freunde bleiben.”,sagte ich und schaute ihn mit meinen Tränen besetzten Augen an. Er setzte mich wieder runter und strich leicht über meiner Wange. “Ja wir bleiben für immer Freunde.”,sagte er und drückte mich fester an sich. Ich klammerte mich genauso an ihn fest.

“Wahre Freunde bleiben für das ganze Leben.”

Tag 53 bis 61 (Kennedy Meadows bis Independence, 94,5 Meilen)

Endlich liegt die Wüste endgültig hinter uns und wir tauchen in eine völlig neue Welt ein - die Sierra Nevada. Eine Welt schneebedeckter Berggipfel (wobei in anderen Jahren deutlich mehr Schnee liegt), grüner Wälder und weiter Wiesen voll Streifenhörnchen, Murmeltieren und manchmal größeren Wildtieren. Flüsse und Seen durchziehen die Landschaft und beenden die Zeit aufwändiger Wasserplanungen. Dafür gibt es Bären und die Pflicht zu schweren Bärenkanistern, in denen man sein Essen verstauen muss.
Bären sehen wir noch keine, aber einige Rehe und auch junge Hirsche. Sie laufen nicht weg, sondern schreiten majestätisch die Hänge hinauf, uns offenkundig neugierig beobachtend.
Wir planen einen Extratag ein, um Mount Whitney, den höchsten Berg der USA ausserhalb Alaskas, zu erklimmen. Nachts um 2 beginnt unser Aufstieg, unter der Milchstraße zeichnen sich schwarz einige Seen und hellgraue Berggipfel ab. Der Anstieg ist nicht so anstrengend wie bei Mt. Baden-Powell, die Aussicht besser. Wir verbringen einige Zeit auf der Spitze, vormittags machen wir uns auf den Rückweg zur Crabtree Ranger Station (hier steht auch das seltsamste Plumpsklo, das wir je gesehen haben - eine Angelegenheit für echte Exhibitionisten).
Nur einen Tag später finden wir uns auf dem höchsten Punkt des eigentlichen PCT wieder (Mt. Whitney ist ein Nebentrail): Forester Pass mit 4000 m Höhe. Die Aussicht ist gigantisch und entschädigt für einen weiteren, langwierigen Aufstieg. Auch hier wieder, sehr zu S’ Enttäuschung: nahezu schneelos. Bei der Reise ins Tal offenbart sich uns der blaueste und klarste See, den wir je gesehen haben. Jeder Kiesel ist auf seinem Grund zu erkennen und L und S lassen es sich nicht nehmen, in dem eisigen Gewässer zu baden.
Unsere nächste Station, Independence, erreichen wir über den sieben Meilen langen Kearsage-Pass und schon beim Abstieg gruselt es uns vor dem Aufstieg beim Rückweg. Es wird sicher einen ganzen Tag dauern, diese gefühlt 100 Serpentinen wieder hochzukraxeln… Independence ist eine winzige Stadt mit einer Post, bei der unsere Pakete warten, einem Subway und einer Tankstelle - und das war’s an Einkaufsmöglichkeiten. Und mit etwa 45°C ist es beinahe heißer als in der Wüste - also bloß schnell zurück in die Sierra!

Heute machte ich mich auf den Weg nach La Paz. Ich hatte eigentlich gehofft, dass sich das Wetter heute bessern würde, weil ich es gar nicht mehr gewohnt bin schlechtes Wetter zu haben, aber leider war es immer noch bewölkt und nieselte als ich mich auf Frühstückssuche begab. 

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TO DO #1: JEDEN TAG GUT DUFTEN

Denke ich an Japan dann denke ich an in feine, dunkelrot schimmernde Scheiben zerlegte Thunfische, weit geschnittene Kimonos und schneebedeckte Berglandschaften. Es duftet nach Zedernholz und Menschen lächeln.
So ungefähr fühlt man sich auch nach einem Duftproben-Marathon beim Duftbrand retaW aus Tokyo. Die Düfte der Japaner erzählen individuelle Geschichten und kreieren spezielle Stimmungen. Seit kurzem haben wir eine kleine Auswahl der exklusiven Düfte in unserem E-Shop - probieren geht über studieren. 

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Die zweite Wanderung

Die zweite Wanderung führte uns am heutigen Sonnabend von Budsjord unweit von Dombas über zwölf Kilometer auf dem St. Olavsweg in Richtung Hjerkin. Die ersten vier Kilometer geht es immer bergauf, manchmal etwas steiler, aber immer angenehm.

Es dauert keine drei Minuten und wir sind mitten in der Natur. Wenn wir uns umdrehen, liegt da majästetisch das Gudbrandsdal da. Zunächst führt der Aufstieg durch Wiesen und kleine Wäldchen.

Je höher wir kommen, desto kleiner und geringer an der Zahl werden die Bäume. Der Weg führt uns zwar nur gut 1200 Meter hoch. Doch da wir schon weit im Norden Europas sind, fängt die Baumgrenze deutlich früher an als im gemäßigten mitteleuropäischem Klima.

Als wir das Plateau erreichen, empfängt uns ein grandioser Anblick. Schneebedeckte Bergen säumen den Horizont. Bis dahin erstreckt sich eine Hügellanschaft, hin und wieder Schneereste und ganz viel Natur. Manchmal ist der Weg befestigt und breit, oft aber sind wir auf die Hinweisschilder für den St. Olavsweg angewiesen.

Es heißt, dass früher jeder norwegische und dänische König vor seiner Krönung den Weg von Oslo zum Nidarosdom reiten musste. Der dänische König Christian IV war zu faul und ließ sich in einer Sänfte tragen. Dazu musste der Weg verbreitert werden. Heute wird nicht mehr geritten. Stattdessen geht der König, der sich krönen lassen will, die letzten zehn Kilometer zu Fuß.

Den royalen Anwärtern von heute entgeht nicht nur eine grandiose Aussicht, sondern auch die sinnliche Erfahrung des in sich versunkenen Wanderns. Man muss die Wanderung gar nicht religiös oder historisch aufladen. Irgendwann vergisst man die schmerzenden Füße oder sie sind einem egal.

Stattdessen geht einem das Herz auf. Die visuellen Eindrücke überfluten einen. Man hört die Vögel, das Rauschen eines Baches oder einfach nur seine eigenen Schritte. Man riecht die Blumen, die Wiese. Und wenn alles zu seinen Mitwanderern gesagt ist, senkt sich Ruhe über einen. Das Büro und das hektische Großstadtleben sind weit weg - nicht nur im mit Kilometern messbaren Sinne.

Report: Der unauffällige Terrorist aus dem ersten Stock links

Quentin Fallavier (dpa) - Das Industriegebiet von Saint-Quentin Fallavier im Süden von Lyon ist nicht hässlicher als andere.

Wenn man an Speditionen, Lagerhäusern und Speditionsparkplätzen vorbeischaut, sieht man durch die heiße, flirrende Luft in der Ferne sogar die schneebedeckte Bergkette der französischen Alpen. Das Unternehmen Air Products hingegen, wo ein 35 Jahre alter Mann den enthaupteten Kopf seines Chefs auf den Firmenzaun steckte und zwei islamistische Fahnen darum herum drapierte, sieht keiner der vielen Journalisten. Dieses Firmengelände ist von der Polizei weiträumig abgeriegelt.

Nur 15 Autominuten entfernt, im Ort Saint-Priest, herrscht fast eine mediterrane Urlaubsatmosphäre - nur dass es hier vor allem in der Rue Alfred de Vigny an unbekümmerter Fröhlichkeit mangelt. Junge und alte Einwohner haben Unterschlupf im Schatten ausladender und wohlriechender Bäume gesucht. Sie erzählen den Reportern in nur geringfügig unterschiedlichen Varianten, dass eigentlich niemand die Leute aus dem ersten Stock gleich links neben dem Eingang von Haus Nummer 43 - einem vierstöckigen sorgfältig geweißelten Plattenbau - wirklich gekannt hat.

Hier lebte der Mann, der Frankreich mit seinem Anschlag auf das Werk des US-Gasherstellers Air Products in Angst und Schrecken versetzte. In stundenlangen Sondersendungen des Rundfunks und auch in den Reaktionen der Politiker wurden immer wieder Erinnerungen an den Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» vom Januar geweckt.

Mit dem Auto war er in Dutzende gestapelter Gasflaschen gefahren, die dann explodierten. Seinem Chef hatte er den Kopf abgetrennt und auch darauf noch islamische Wörter geschrieben. Durch einen beherzten Feuerwehrmann wurde er außer Gefecht gesetzt und daran gehindert, weiteren Schaden anzurichten. Der Ort entging angesichts der vielen dort produzierten giftigen Gase - das Gelände ist in der sogenannten Seveso-Kategorie klassifiziert und bedarf besonderen Schutzes - nur mit Glück einer größeren Katastrophe, sagte der Staatsanwalt am Freitagabend.

In Saint-Priest hat sich das niemand vorstellen können. Hinter den heruntergelassenen weißen Rollläden, hinter denen jetzt die Spurensicherer am Werke sind und kisten- und tütenweise Dinge beschlagnahmen, wohnte eine ganz normale, freundliche Familie. Den Mann mit dem eindrucksvollen Vollbart sahen die Nachbarn kaum: «Der hat viel gearbeitet», sagt die Nachbarin, die im dritten Stock wohnt und ihren Namen nicht sagen möchte. «Und die Frau war sehr nett.» Auch die Kinder, zwei Jungs und ein Mädchen zwischen 9 und 12 Jahren, gaben in dem Quartier keinen Grund zur Klage. Aber mehr wissen auch die anderen Nachbarn nicht: «Man hat halt Guten Tag, wie geht’s und Aufwiedersehen gesagt.» Die Leute aus dem ersten Stock waren erst vor sieben Monaten eingezogen. Und sie waren eine sehr ruhige Familie. «Die sind niemandem aufgefallen.»

Erst am Abend verlässt ein Trupp Polizisten mit verschiedenen Säcken die Wohnung. Die Beamten rahmen eine schlanke mittelgroße Frau ein, deren Gestalt unter einem hellen Tuch verhüllt ist. «Das ist die Ehefrau», sagt die Frau aus dem dritten Stock. Da ist sie ganz sicher. Auch die Schwester des Mannes wurde von der Polizei mitgenommen.

Auf dem Werksgelände ist auch die Spurensicherung tätig. Männer in weißen Schutzanzügen passieren die Absperrungen, Mitarbeiter einer psychologischen Eingreifgruppe kümmern sich um das seelische Gleichgewicht der geschockten Mitarbeiter von Air Products. Der Täter wurde dort mit seinem Kleintransporter problemlos eingelassen, weil er dort als Lieferfahrer bekannt ist. «Wir fürchten, dass man jetzt wieder alle Muslime dafür verantwortlich macht», sagt eine andere Frau in der Rue Alfred de Vigny. «Und dass wir noch häufiger als bisher beschimpft und angegriffen werden.» Ein Mordanschlag am Freitag im heiligen Monat Ramadan - die Frau schüttelt den Kopf: «Das kann doch kein gläubiger Mensch sein.»

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Tag 7 - Das ewige Eis hat keine Sollbruchstellen

Wir haben den Kompass neu justiert. Er zeigt nun ganz deutlich nach Norden. Hin zum nördlichsten Punkt Europas. Auf zum Nordkap.

Der Himmel hat sich eingetrübt und öffnet sich in regelmäßigen Abständen, um etwas Wasser frei zu geben. Unter ihm breitet sich eine leicht hügelige Landschaft aus, die nur durch die Straße, auf der wir fahren, zerrissen wird. Vereinzelte, schneebedeckte Flächen liegen wie ausgebreitet da. Menschenleer ist es hier. Die wenigen Siedlungen, an denen wir vorbeifahren, sind fast ausgestorben. Immer stärker drängt sich das Gefühl auf, dass wir an einen sehr einsamen Ort gespült wurden. Ein Fleckchen Erde, dass einem Lars von Trier Film entsprungen scheint. Wir finden großen Gefallen daran. Das ist Ruhe für die Augen, nach all dem Bombast der vergangenen Tage.

Dann kommt das große Frieren. 3 Grad und eisiger Wind am Nordkap. Das Meer, wolken- und nebelverhangen, breitet sich vor uns aus. Es hat etwas von Endzeitstimmung. Unter der Weltkugel knipsende Touristen, die einen innerhalb von wenigen Minuten zurück in die Zivilisation holen. Und wir sind uns einig, dass es in der Natur dann doch besser ist. Sei es drum, Fabian holt die Klampfe raus und wir singen “it’s the end of the world”. Dann ziehen die beide oben rum noch blank und lassen sich ablichten. Alles für die Sponsoren.

Auf dem Speiseplan:

Dose 32 - Erbsen und Möhren
Dose 4 - Corned Beef

Wir schlafen wieder in unseren Zelten, dieses Mal an einem Fjord, die verlassene Schule die wir uns unterwegs ansahen, erschien uns dann doch etwas zu zugig und feucht. Gute Nacht Oswald.

Dunkel wars, der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur,
als ein Wagen blitzesschnelle
langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschossner Hase
auf der Sandbank Schlittschuh lief.
Und auf einer roten Banke,
die blau angestrichen war,
saß ein blondgelockter Jüngling
mit kohlrabenschwarzem Haar.
Neben ihm die alte Schachtel,
zählte kaum erst sechzehn Jahr,
und sie aß ‘ne Butterbemme,
die mit Schmalz bestrichen war.
Droben auf dem Apfelbaume,
der sehr süße Birnen trug,
hing des Frühlings letzte Pflaume
und an Nüssen noch genug.
USA Roadtrip: Grand Teton NP, Yellowstone NP

In Salt Lake City fahren wir noch direkt durch zum Flughafen, weil dort Mirkos Rucksack auf uns warten soll.
Es geht wieder einige Minuten hin und her und dann kommt Mirko tatsächlich mit seinem Rucksack aus der Tür!! Endlich sind wir wieder komplett, Mirko kann wieder frische Socken anziehen.. - stark!

Während Lennart und Lotti hinten noch schlummern, reißt Mirko frühmorgens schon mal einige Meilen ab. Quer durch Utah und ein kleines Stückchen Idaho, durch Wiesen und schnuckelige Orte, die eigentlich nur aus Farmen bestehen und letztendlich durch den Caribou National Forest geht unsere Reise zum Grand Teton Nationalpark.
Den etwas kleineren Park hatten wir erst gar nicht so richtig auf dem Zettel, sind aber einfach nur froh, dass wir den noch mitgenommen haben.
Es ist einfach nur lauschig hier! Gleich einige Meilen hinter dem Eingang steht eine riesige Bisonherde auf einer Wiese, es gibt viel Tannenwald und vor allem: schneebedeckte Rocky Mountains, auf denen die Sonne glitzert.
Wir haben perfektes Wetter, es ist sonnig warm und die Bergluft ist frisch, also entscheiden wir uns für eine kleine Wanderung zum Taggert Lake.
3 Meilen an einem Bach entlang, durch Wald und Wiesen, bis wir am See ankommen. Hier lassen wir uns eine Weile nieder und genießen die Postkarten-Idylle: Strahlend blauer Hinmel und glasklarer Bergsee, in dem sich schneebedeckte Berge spiegeln - sehr stark!

Wir fahren den ganzen Tag durch diese schöne Umgebung, picknicken am Jenny Lake und kommen erst spätabends an unserem Campingplatz an.

Auch diese Nacht ist kurz, da wir früh aufbrechen, um die letzten Meilen zu einem unserer großen Ziele zu fahren: Der Yellowstone National Park, der älteste (seit 1872) und wohl lebendigste Nationalpark der USA. Auf dem heutigen Parkgelände sind in weiter Vergangenheit Vulkane ausgebrochen und haben die Naturwunder geformt - und die Erde ist hier immer noch wahnsinnig heiß.
Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Geysire und heiße Quellen wie hier, der Boden dampft, wo man nur hinschaut. Wir sichern uns einen Campingplatz und fahren an Tag 1 durch den Norden des Parks.
Im Laufe des Tages sehen wir einiges an kleinen aktiven Geysiren, knallblauen, rostroten oder gelbgrünen Wasserlöchern, die “Mammoth Hot Springs”, an denen das heiße Wasser über natürliche Terrassen läuft und den gelben Canyon mit Wasserfall, von dem der Yellowstone wohl seinen Namen hat.

Als wir vom Wasserfall zurückkommen, grasen zwei dicke Bisons direkt vor unserer Nase und gegen Ende des Tages laufen uns sogar zwei kleine Schwarzbären über den Weg - stark!

Nach der Nacht (auch auf dem Campingplatz liegen die Bisons rum - verrückt..) erkunden wir den südlichen Teil des Parks, in dem sich noch jede Menge Sehenswertes verbirgt.
Hier gibt es das Midway-, das Lower-, und das Upper-Geyser Basin und in jedem erwarten uns farbenprächtige Wasserlöcher und wasserspuckende Geysire.
Wir sehen auf unserem 10km langen Spaziergang durch die Basins den zwanzigminütigen “Castle Geyser” und den “Riverside Geyser” ausbrechen. Beide schießen so um die 20m hoch Wasser in die Luft und das Ganze ist schon ziemlich beeindruckend.
Auch den “Old Faithful” (der bekannteste Geysir, der alle 90 Minuten Wasser spuckt) lassen wir uns nicht entgehen.
Und dann warten wir tatsächlich drei Stunden auf den Grand Geyser, den weltweit höchsten vorhersagbaren Geysir.
Und das Warten hat sich sowas von gelohnt: Bis zu 60m hoch presst dieser unendliche Wassermassen in die Höhe - sehr stark!

Hier im Yellowstone ist die Erde auf jeden Fall noch so richtig lebendig, es gibt wahnsinnig viel zu sehen und man kann ohne Probleme mehrere Tage hier verbringen.
Überall dampft, raucht und zischt es; es spritzt Wasser in die Höhe oder blubbert vor sich her. Noch dazu ist viel wildes Getier unterwegs; es gibt Bären, Pumas, Bisons, Elche, Biber und Adler. Yellowstone ist ein ganz besonderes Fleckchen Erde und wir sind begeistert, dass wir auch diesen Ort sehen konnten!

Um das zu feiern, bleiben wir noch eine Nacht auf einem Campingplatz direkt am See und machen in schönes Lagerfeuer - stark!

Weiter hoch geht’s für uns nun nicht mehr, aus Wyoming machen wir uns auf den Weg Richtung Süden und schließlich zurück nach Los Angeles.
Dort wollen wir ein paar Tage an den schicken Stränden verbringen, an denen wir Anfang Juni noch vorbei gedüst sind.

Mesa Verde NP

Eigentlich hatten wir diesen Nationalpark gar nicht auf dem Schirm, wir kannten diesen nur aus einer Touri-Zeitschrift, welche wir durch Zufall in Page in die Hände bekamen. Dabei ist Mesa Verde jedoch ein sehr besonderer Nationalpark und wir waren auf der Fahrt dorthin schon ziemlich gespannt, denn es ist der einzige Nationalpark, der zum Schutz archäologischer Ausgrabungen und Entdeckungen errichtet wurde.
Nachdem wir unser Zelt mal wieder aufgebaut hatten, schauten wir uns an diesem Tag nur noch ein paar Aussichtspunkte an und genossen die weite Sicht auf schneebedeckte Berge, die Ausläufer der Rocky Mountains. Außerdem buchten wir uns noch für die nächsten beiden Tage Touren durch verschiedene Behausungen in den Sandsteinklippen, da man diese teilweise nur mit einem Ranger besuchen kann.
Am nächsten Morgen strahlte die Sonne und es war schon ziemlich warm. Wir machten uns dann auf zu unserer ersten Tour zum „Cliff Palace“. Die Tour war richtig toll und spannend, denn wir erfuhren viel über die Lebensweise der Indianer bis um 1300 n. Chr. und vor allem über die Bauweise der Häuser, Türme, Zeremonie Plätze usw.  Danach ging es zum „Balcony-House“ und dort wurde die Tour ziemlich abenteuerlich, denn dabei mussten wir einige hohe Holzleitern erklimmen und konnten durch einen schmalen Tunnel kriechen, so wie die Bewohner früher.
Nach den beiden Touren machten wir erst mal gemütlich Mittagspause im Grünen und schauten uns später das Museum an und machten noch kleinere Wanderungen u. a. zum „Spruce Tree House“ und zum „Soda Canyon Overlook“.
Danach kehrten wir platt von der Hitze und den vielen Eindrücken zum Zelt zurück.
Nachdem uns am nächsten Morgen drei Rehe beim Frühstück Gesellschaft leisteten ging es zu unserer dritten Tour, zum „Long House“. Zuerst ging es eine Weile in der prallen Sonne auf ebenem Weg voran und danach erfolgte der Abstieg zu der Klippenbehausung. Das „Long House“ beherbergt die am besten erhalten gebliebenen Strukturen und war einfach gigantisch und gefiel uns von allen am besten.
Insgesamt ist Mesa Verde echt ein Juwel unter den Nationalparks, da selbst am Wochenende kein Massentourismus herrschte und er von seiner Geschichte und Art sehr einzigartig ist.
Fertig von der Hitze und der Höhenluft (der Nationalpark liegt auf knapp 2100 m) gönnten wir uns den restlichen Tag eine Pause, bevor es am nächsten Tag weiter zu neuen Abenteuern nach Moab ging… ;)

die Aussicht ins Tal bei der Fahrt in den Nationalpark; im Hintergrund - die schneebedeckten Ausläufer der südlichen Rocky Mountains

die Tour zum Cliff Palace begann

der Weg zum Balcony House war etwas umständlicher

die Aussicht vom Soda Canyon Overlook

der Nachbau einer Kiva im Spruce Tree House

das Spruce Tree House

Frühstücksgesellschaft

das Longe House

Wasserquellen zwischen den Sandsteinschichten ermöglichten erst das Überleben