sardinia bay

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Landscape, cliffs, and bay - Sardinia

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Addo Elephant Nationalpark, Port Elizabeth und die Garden Route

Wie der Name bereits verrät konnten wir im Addo Elephant Nationalpark bei einer Selbstfahrer-Safari besonders viele Elefanten bestaunen. So zum Beispiel eine riesige Herde von vielleicht 40 Elefanten die an einem Wasserloch badeten. Trotz seiner im Vergleich zum Krüger Nationalpark kleineren Größe und Artenvielfalt, ein sehr lohnender Tagesausflug. Nur dort gibt es auch einen „Addo Mistkäfer“ bei dem die Weibchen Elefantenscheiße unter der Erde verbuddeln und somit einen Nahrungskreislauf für die Elefanten ankurbeln, da diese dann wieder Blätter der besser sprießenden Pflanzen fressen – sehr durchdacht unsere Mutter Natur.

Leider konnten wir wieder keine Löwen sichten, aber dafür sonst so ziemlich alle Tiere die im Addo Nationalpark vorkommen: Wasserbüffel, Zebras, Addo Beetle (Mistkäfer) und viele mehr.

Port Elizabeth ist auch einmal wieder eine Stadt die uns recht positiv überrascht hat – eigentlich kann man sie sogar schon schön nennen. Eine saubere und recht moderne Stadt die sogar einen netten kleinen Stadtstrand hat (ab hier war der Indische Ozean zum Glück etwas wärmer). Wir sind noch 20 km südlich von Port Elizabeth gefahren und haben einen ruhigen Tag am Strand in den Dünen der Sardinia Bay verbracht, bevor wir ins Surf-Mekka nach Jeffery’s Bay gefahren sind. Da wir beide keine Surfcracks sind, haben wir nur das Meer und unsere schöne Unterkunft etwas genossen.

Weiter entlang der Küste ging es dann zur berühmten Garden Route. Hier im südlichen Teil Südafrikas muss man sagen, fühlt es sich immer weniger wie Afrika und immer mehr wie Europa an. Hier gibt es moderne Gebäude, eine gute Infrastruktur und viele Touristen. Der erste Abschnitt der Garden Route erfolgte über eine schroffe Hügellandschaft die immer wieder von tiefen Tälern durchzogen war und mit großen Wäldern und Bergen im Hintergrund fast etwas alpenmäßig wirkte.

Noch ein paar Gedanken zu Südafrika:

Obwohl ein Großteil der Bevölkerung schwarz ist, fällt mir besonders jetzt im Süden auf, dass die meisten reichen Leute historisch bedingt doch noch weiß sind. Es ist wohl leider nicht so leicht aus seinem Milieu auszubrechen. Günstige Arbeiter / Servicekräfte (meist Schwarze) wohnen dabei sehr oft nach wie vor in sogenannten Townships (eine Art Armensiedlung an der Peripherie von Dörfern und Städten). Ich habe noch keins besichtigt, aber rein von außen sehen diese aber noch vergleichsweise organisiert und ordentlich aus. In Asien oder Süd- und Mittelamerika habe ich schon ganz andere Wohnverhältnisse gesehen.

Dennoch gibt es erstaunlich viele gut situierte Menschen (auch Schwarze) die große Autos fahren und allgemein einen hohen Lebensstandard haben.

Ein paar für mich besonders nervige Dinge sind, dass man zum Beispiel nicht selber tanken kann und auch Reifendruck prüfen und Fenster waschen an der Tankstelle ausschließlich von Servicekräften übernommen wird. Nicht das mich die paar Rand stören die man den Leuten gibt, aber ich mache so was doch gern selbst. Richtig nervig sind allerdings – die meist selbst ernannten – Parkeinweiser. Eine meist völlig nutzlose Dienstleistung. Man wird in riesige Parklücken gewunken und auch beim Verlassen raus gewunken und soll dabei natürlich auch ein paar Rand Trinkgeld geben – mir fällt keine sinnlosere Dienstleistung ein!

Was mir in Südafrika dagegen sehr positiv aufgefallen ist, dass hier kaum jemand raucht und auch beispielsweise alle Restaurants rauchfrei sind.