sanha:f

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durch die straßen zu fahren in einer stadt in der wir gleichzeitig dreieinhalb jahre lebten, uns orte und erinnerungen teilten und manche zu eigen machten, fühlt sich nicht richtig an. es gibt entscheidungen, die spürt man in der magengrube und sie sind so klar, dass der organismus nachgibt, einlenkt. diese wege zurück zu legen, unsere wege, in einer welt in der du nicht mehr existiert ist falsch. und so sehr ich mich sträube und winde, ich muss trotzdem laufen. lernen und laufen. immer wiederholen und deine geschichten nicht vergessen. die fassaden und läden anstarren und warten. mit jeder zelle meines angeblich lebendigen körpers atmen, obwohl ich die luft angehalten habe, seitdem.