postkartenmotiv

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15 Famous Landmarks Zoomed Out Tell a Bigger Story

Tumblr ohne Bilder, das wäre wie Sonnenystem ohne Planeten. Auf den Blogs, die ausschließlich zur Befriedigung visueller Gelüste aller Art dienen, ist bis dato wahrscheinlich schon mehr Material geposted, als sich ein Mensch in seinem Leben ansehen könnte - und ich spreche hier nur von Fotografien.

Ein gutes Foto zeichnet sich sehr durch seine Perspektive aus. Man denke nur an eine der unzähligen Inszenierungen von Models, die ein perfekt geschnittenes Kleid tragen. Verändert man aber den Blickwinkel, sagen wir mal um 180°, kommen am Rücken auf einmal zig Nadeln zum Vorschein, die den Sack formerly known as Kleid überhaupt erst in seiner Form halten.

Nichts Neues, wissen wir alle. Super spannend finde ich aber diese Fotosammlung von altehrwürdigen Sehenwürdigkeiten rund um die Welt. Zwar hat die Autorin kein Foto selbst geschossen, aber sie hat sie hervorragend ausgewählt. Imposant ist vor allem das erste Paar. Taj Mahal als altbekanntes, kitschiges Postkartenmotiv - und von einem anderen Standpunkt plötzlich surreales Dekadenzmonster vor Dreckloch. Würde sich wohl eher nicht sooo gut verkaufen.

Nicht alle Paare funktionieren so gut. Der Parthenon macht auf mich mindestens genauso viel Eindruck, wenn ich sehe, wie sich Athen ehrfürchtig um ihn schlingt. Aber der veränderte Blick auf die Pyramiden von Gizeh oder auf Stonehenge jagen die eigene Vorstellung durch den Mixer - vor allem, wenn man selbst noch nicht vor Ort war.

19. - 21.06.2015 über Brighton/Newhaven nach Dieppe/Frankreich

Nach einer ruhigen Nacht ging es nun durch den South Downs National Park. Herrliche Wälder, verträumte Straßen. Ihr merkt schon, dass wir keine Stadt mehr besucht hatten. Wir waren nur auf den kleinen Landstraßen und durch kleine Orte unterwegs. Nach einer Übernachtung in einem very British wirkenden Bed and Breakfast erreichten wir kurz vor Brighton die Kanalküste. Wir waren sehr ernüchtert bei unserer Ankunft. Eine sehr befahrene Küstenstraße führte uns durch Industriegebiete in die Stadt. Wir erkannten das Postkartenmotiv der Strandhäuser und mussten natürlich auch ein dekoratives Foto schießen. Die Häuser am Boulevard waren vielleicht früher einmal schick, jetzt wirken sie nur noch morbide. Die Stadt bereitete sich auf die Ankunft des Jedermann-Radrennens London - Brighton vor. Daher war die eine oder andere Straße gesperrt und es waren viele Radfahrer unterwegs.

Wir suchten uns wieder einen Campingplatz, der etwas außerhalb der Stadt liegt und verbrachten eine gute Nacht im Grünen.

Die Küstenstraße nach Newhaven gefiel uns gut. Das Auf und Ab und die schöne Aussicht an der Küste waren ganz nach unserem Geschmack. In Newhaven nahmen wir dann die Fähre nach Dieppe und setzten nach Frankreich über.

We continued our way through South Downs National Park. What a lovely trip. You’ll notice that we didn’t touch any cities. We just stayed on small roads. We had an overnight stay in a very British Bed and Breakfast and eventually reached Brighton. We recognized the coastline and couldn’t help but take a foto of one of the little huts. The old houses in Brighton didn’t impress us too much. They might have been nice in former times but now they seem a bit morbide to us. The city was preparing for the cycle race London - Brighton and some roads were closed. Many cyclists to be seen though. We looked for a campsite an found a quiet one somewhat outside the city.

The coastroad to Newhaven was cool. All that up and down and the good views. From Newhaven we took the ferry to France.