Ohnmacht in der Wohlfühlzone

Ich sitze hier und bekomme die Nachricht dass wieder ein Haus geräumt wird, die Polizei sei aggressiv und alles geht kaputt. Die Welle der Ohnmacht bricht über mich hinein und ich merke wie ich wütend werde. Ich sitze hier, warm und gesättigt, in meinem Bett, eingehüllt in eine Decke, neben mir steht Essen und ich fühle mich wohl. Ich fühle mich wohl. Ich bin in meiner Wohlfühlzone und sehe nicht wie ich sie verlassen könnte. Mein Hals schnürt sich zu. Ich muss in die Offensive gehen und weiß nicht wie. Ich tippe Wörter auf diesem Pc, diese Wörter werden wieder einmal zu einem Text, der sich immer um sich selbst dreht. Wohlfühlzone, Wohlfühlzone, Privilegien, Wohlfühlzone, ich, ich, ich. So viele Dinge schwirren in meinem Kopf herum, so viele Dinge die gemacht werden müssen, so viele Dinge die einfach nicht stimmen, die weh tun.
Ungerechtigkeit irgendwo, ist immer noch Ungerechtigkeit überall.
Meine Wohlfühlzone ist ein Luxus und dem bin ich mir sehr bewusst, aber ich finde in all diesem Haufen von Scheiße einfach kein Anfang, an den ich anknüpfen könnte um etwas zu beginnen. Ich sehe diese Dinge und sie schlagen mir ins Gesicht. Ich sehe all diese Polizeigewalt, die Wut der Menschen. Ich sehe die rassistischen Übergriffe, den Sexismus, den Faschismus. Ich sehe die Not der Menschen, all das macht mich handlungsunfähig. Vielleicht ist genau das der Plan, so viel Leid zu schaffen, dass alle Menschen nicht mehr in der Lage sind zu handeln, weil sie völlig reizüberflutet sind und weder Anfang noch Ende finden.
Ich für meinen Teil kann nicht mehr, mein Kopf ist ausgebrannt, meine Gedanken sind gefüllt von dem Gefühl sich nicht ausdrücken zu können, keine Wörter zu finden, keine Ideen zu haben, nicht verstanden zu werden.
Mein Kopf ist gefüllt mit Luxus. Ich will, aber ich kann und muss theoretisch nicht. Ich könnte morgen aufhören. Ich könnte all mein Hipster Antifa Merch in den Müll schmeißen, ich könnte eine Zahnarzthelferin Ausbildung anfangen, ich könnte nie wieder ein Fuß in einen linken Raum betreten. Ich könnte schweigen, ich könnte, und es würde mir nicht weh tun. Ich merke wie ich einfach aus meiner mir selbst ausgesuchten Haut rausschlüpfen kann und merke wie verlogen all das ist. Ich kann mein politisches Gehabe abends in den Kleiderschrank hängen. Niemand würde sich dafür interessieren.
Ich spüre wie andere Menschen das nicht können.
Ich spüre dass nicht alle so einen Luxus haben wie ich.
Und es ist noch schmerzhafter zu spüren, wie wenig Menschen die so sind wie ich das genauso sehen.
Es tut weh sich ohnmächtig zu fühlen.
Es tut weh sich so ohnmächtig zu fühlen obwohl mensch es gar nicht müsste.
Und trotzdem,
Ungerechtigkeit irgendwo ist trotzdem Ungerechtigkeit überall.
Was bin ich bereit zu geben?
Was bin ich bereit aufzugeben?
Was bin ich bereit zu tun?
Kämpfe ich für die Freiheit JEDES MENSCHENS oder für die Freiheit von mir selber?
Was ist meine Intention?
Was bin ich bereit zu riskieren?
Was ist wenn ich meine Wohlfühlzone verliere?
Bin ich überhaupt bereit mir diese Fragen zu stellen?
Wer bin ich, was will ich, was bin ich bereit zu verlieren um dieser Ohnmacht zu entfliehen.

SPD-Politikerin Mattheis: GroKo schadet dem Ansehen der Politik

Contra-Mag.:Dieses Hin und Her in der momentanen Asylpolitik schade dem Ansehen der Politik und würde nur diejenigen stärken die gegen Flüchtlinge Stimmung machen, so Hilde Mattheis. Man könne von seriöser Arbeit nicht mehr sprechen. Dem Innenminister spricht Mattheis sein Können ab. Sein Ministerium schaffe es einfach nicht, grundsolide zu arbeiten. Von Redaktion/dts Die Vorsitzende des Forums Demokratische … http://dlvr.it/KS18jJ

Hautnah

Bisher habe ich Köln als recht offene, freundliche und humorvolle Stadt wahr genommen. Das änderte sich innerhalb von einigen Tagen. Mit den sexistischen Übergriffen und der massiven sexualisierten Gewalt an Silvester fing alles an. Endlich kam das Thema Sexismus in die Medien, endlich wurde es thematisiert… Falsch gedacht! Die Übergriffe und somit auch die furchtbaren Erfahrungen der Frauen* wurden Schlag auf Schlag dafür benutzt rechte Hetze zu rechtfertigen.
Die Medien eskalierten und plötzlich waren Flüchtlinge die bösen.
Von der “Willkommenskultur” ist auf einmal nichts mehr übrig. Es gab mehrere Angriffe auf Geflüchtete, Menschen die nicht westeuropäisch aussahen und Refugeehäuser. Rechte trauen sich offensichtlich auf die Straße und plötzlich wird es absolut toleriert. Ein unglaubliches Gefühl der Ohnmacht bricht über mich hinein und ich fühle mich mehr als hilflos.
Unzählige Bürgerwehren und Frauenvereinigungen gegen “Rapefugees” bildeten sich, rassistische Polizeikontrollen werden kommentarlos durchgesetzt und einzelne Stadtteile haben mit schweren rassistischen Razzien zu kämpfen. Die afd, pro-Bewegung, pegida, Widerstand ostwest und und und kommen plötzlich aus ihren löchern gekrochen und finden offenen Zuspruch auf den Kölner Straßen.

Es ist an der Zeit das Thema Sexismus sinnvoll zu thematisieren und keine Gruppe von Menschen aufgrund ihrer Herkunft für das Problem verantwortlich zu machen. Ich brauche keine Bürgerwehr die mich “schützt”, während sie Hetzjagd auf women of Color macht. Ich brauche eine Gesellschaft in der nicht mal ich selber mich schützen muss.
Vergewaltigende arschlöcher sind vergewaltigende arschlöcher. Egal wo sie herkommen, egal wie sie aussehen.

Gegen Macker und Rassisten,
Fight the Power - fight the System!

Jaksa Yulianto Jangan Berlebihan Tanggapi SMS HT

Jaksa Yulianto Jangan Berlebihan Tanggapi SMS HT

JAKARTA – Komisioner Komisi Kejaksaan (Komjak) Ferdinand T Andi Lolo meminta Jaksa Yulianto tidak berlebihan dalam menanggapi pesan singkat yang dikirim Hary Tanoesoedibjo (HT). \”Kalau menurut saya tidak perlu dibesar-besarkan. Pelaporan Jaksa Yulianto terkait dengan SMS itu sedikit berlebihan. Bukan suatu ancaman yang…   Read More

View On WordPress

Warum wollen Nordkorea und Luxemburg den Weltraum erobern?

Zwei wollen hoch hinaus: Pjöngjang und Luxemberg starten ehrgeizige Weltraumprojekte – von denen man in vielen Jahren noch reden wird. Doch die Motive der beiden Staaten könnten nicht unterschiedlicher sein.

Ein Kommentar von Jan Rübel

Zwei Meldungen wie aus dem All: Nordkorea schießt mit einer Langstreckenrakete einen Satelliten in die Umlaufbahn, und Luxemburg gründet die Initiative „Spaceresources“ – damit will das Großherzogtum sich als Zentrum für die Erkundung und Ausbeutung von Weltraumobjekten nach vorne bringen.

Zwei Meldungen wie ein schlechter Witz – auf den ersten Blick. Hier das steinzeitkommunistische Regime mit seinem „ewigen Führer“, das nicht einmal das eigene Volk ernähren kann; eine Karikatur für den Rest des Planeten. Und dort ein erzliberales Stadtstaatchen, das im Konzert der Großen mitfidelt, ohne aufzufallen. Zwei Systeme, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Was, um Himmels Willen, wollen beide im All? Haben die keine anderen Probleme?

Doch die Schritte machen Sinn. Beide Regierungen denken mit ihrer Politik langfristig. Die Schlüsse mögen erschrecken. Aber die Bundesregierung täte gut daran, auch mal ähnlich langfristig mitzudenken.

Die Interessen von Nordkorea sind zuallererst irdisch. Mit dem Aussetzen eines eigenen Satelliten erringt das Regime Prestige, ein „Wir schaffen das“ der anderen Kategorie. Und die neue Atomwaffenmacht stärkt im zynischen Spiel um Macht, Erpressung, Abschreckung und Angst ihr Blatt: Raketen solcher Bauart sind nicht nur für den Weltraum gebaut, sondern auch zum Wiedereintauchen in die Erdatmosphäre, zum Erreichen langer Ziele wie Europa oder die USA – theoretisch gespickt mit atomaren Sprengknöpfen. Pjöngjang lässt also die Muskeln spielen. Und der „große Führer“ kann seinem eigenen medial kontrollierten Volk bei seinen Einlullungen, wie toll das Land dastehe, nun einen „Beweis“ präsentieren. Der Weltraum dient also dem Regime – dieser Schritt wird sich für die Machthaber lohnen; womöglich auch in Konzessionen des Westens.

Dagobert Duck schaut ins All

Luxemburg als ein freies Land denkt freilich anders – und viel weiter. Das Großherzogtum zeigt auf, wie privates Unternehmertum und Geld Grenzen durchstoßen können. Das fasziniert und erschreckt zugleich.

Was hat Luxemburg vor? Im All schlummern aus menschlicher Sicht unendliche Bodenschätze. Die Regierung will nun als erste in Europa einen Gesetzesprozess anschieben, der klärt: Wem gehören ausgebeutete Weltraumschätze? Man will private Investoren anlocken und dafür die Eigentumsrechte klären. Ins Visier werden vor allem erdnahe Körper wie Asteroiden geraten. Was nach Star Trek klingt, macht für Luxemburg Sinn. Das kleine Land ist nicht zum ersten Mal Pionier: In den Achtzigern investierte es in die Gründung des Satellitenbetreibers SES – dem heutigen Platzhirsch. Und Luxemburg setzte als erstes europäisches Land EU-Regeln für Anlagefonds um, positionierte sich damit als Finanzzentrum für international agierende Fonds.

Garage auf dem Mond

Kurzfristig erscheinen diese Schritte als Phantasterei. Nach Angaben des Blogs „Was geht?“ auf Scienceblogs.de machen Ressourcen eines 200 Meter großen und elf Millionen Tonnen schweren Asteroiden einen, sehr optimistisch geschätzten, Wert von rund 10 Milliarden Dollar aus. Das ist wenig im Vergleich zu den enormen Kosten, die bei einer Ausbeutung anfielen. Langfristig gesehen aber ist dies ein logischer Schritt. Der Astronom Florian Freistetter hat öfters die Attraktivität von Asteroiden beschrieben: Ihre Ausbeutung könnte der Raumfahrt neue Horizonte eröffnen. Denn bisher setzt die Gravitationskraft der Erde Grenzen; all zu viel Energie ist notwendig, um sich über sie hinweg zu setzen. Allein der Transport eines Kilogramms von der Erde ins All, sei es Treibstoff oder Baugut für eine Station, verschlingt Unsummen an Geld und viel Kraft. Um Raumschiffe zu bauen, die in wirklich angemessener Zeit lange Strecken zurücklegen, müsste deren Werkstatt erdnah sein, vielleicht auf dem Mond. Und der Rohstoff dieser „Garagen“: die Asteroiden.

Das ist kein Science Fiction, sondern nur ferne Zukunft. Aber dennoch absehbar. Luxemburg macht dies nur sichtbar. Zu fragen ist indes, ob diese Horizonte privaten Unternehmern eröffnet werden sollten oder ob dies eine interstaatliche Aufgabe ist. Nordkorea und Luxemburg jedenfalls machen auf ihre sehr unterschiedliche Weise vor, dass der Weltraum in unseren irdischen Alltag stärker hineinwirkt, als wir uns meist vorstellen.

Bild: dpa

Sehen Sie auch: Sicherheitsrat droht Nordkorea mit schärferen Sanktionen

Nur durch eine legale Abgabe mit Beschränkungen, wie beim Alkohol oder Tabak, kann ein effektiver Jugendschutz gewährleistet werden.

Außerdem muss es eine ehrliche Aufklärungskampagne geben, in der Kinder und Jugendliche über die Gefahren des Marihuanakonsums aufgeklärt werden, wie es auch in den letzten Jahrzehnten bei Alkohol und Tabak erfolgt ist.

Henry Kissinger ruft Russland und die USA zu ständigem Dialog auf

Contra-Mag.:Der Politikwissenschaftler und ehemalige Außenminister der USA, Henry Kissinger, ruft die beiden Weltmächte zu einem ständigen Dialog auf. Beim Einsatz in Syrien sollten sowohl die USA als auch Russland ein gemeinsames Ziel verfolgen. Andernfalls wird die Situation immmer gefährlicher. Von Christian Saarländer Am vergangenen Mittwoch traf sich Kissinger mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und … http://dlvr.it/KRzWvd

anonymous asked:

Not to be cliche, but are you a Welsh separatist? I think you've talked about your anti-monarchical sentiments before, but, let's say you're elected the Queen of Wales, what is your plan of action for disentangling Wales from England, infrastructure-wise? For creating an environmentally conscious socially progressive dragon-state?

Jesus. I am totally adding “create an environmentally conscious socially progressive dragon-state” to my list of Life Goals holy shit.

So, the answer to this is… Complicated, I suppose. I probably talked about this back when Scotland was voting on independence, but that was a while back now, and also in quite a specific context. So to recap:

In the sense that I think Wales should have a Scottish-style referendum and vote for independence?

No.

We can’t, right now, our economy is completely, 100% owned by England. We aren’t legally allowed to raise our own taxes, or borrow money, so we’re only able to have what they give us. And they refuse to pay us for our resources. That alone makes it impossible, aside from all other considerations. Our economy is terrible right now, and with no promise of improvement in sight.

In the sense that I think Wales should ultimately be a fully separate country from England?

Well… yes.

Because, I can see ways - I can even see benefits - to how the two could stay united, and it would be great for everyone, and everything would be sunshine and rainbows. But those ways will never happen. If England has shown us anything over the centuries and up to the present day, repeatedly and loud and clear, it’s that they will never, ever give us true equality. We will always be an ego prop to them; we will always be a useful set of resources for them to take as they wish without a second thought. We’re a joke at best and an annoyance at worst until we’re needed. They have fucked over our economy, culture, legal system, and everything else repeatedly for over half a millennium, and they have demonstrated loud and clear that they have zero inclination to stop.

Under those circumstances, we will never develop and prosper. Not by any meaningful yardstick. So unless England, as both a government and a collective nation, has a massive personality and attitude transplant…

Yes. I think we should be separate.

How to achieve that, though HA HA there’s the question. Disentanglement, I think, would have to run:

  • Implement the findings of the Silk Commission. Give us tax-raising and borrowing powers. Give us the devolution model that allows maximum powers. Let us actually find our own damn feet, and practise genuine self-government.

  • Important infrastructural things that we currently lack… we need. The biggest example I can think of is that we need our own bank. Can’t have independence without the ability to create your own money.

  • By the same token, I wonder the extent to which England would need some of the shit we’ve got? The three big examples are the passport office, the DVLA and the Royal Mint. Definitely the mint, anyway. The others you can probably sort out at a more leisurely pace.

  • Oh, full control over our own natural resources, with a fair market price on export. Export being to England in particular, because bugger me they think they are special snowdrops who get to have full access to whatever they want of ours.

  • And, frankly, better representation. In every conceivable sense. Something that really amazed me when I went to Scotland was that public service announcement, automated voices in lifts and train stations, all that kind of stuff: they all had Scottish accents. Every time. I’ve literally never heard an automated voice in Wales with a Welsh accent, unless it’s actually in Welsh, and tacked onto the end of the English one. Even something that simple is totally lacking for us, and the longer that goes on, the less of an identity we’re even aware of having.

  • Accurate history taught in schools, free of the pro-English propaganda where they tell us that England civilised us and introduced us to laws and stuff and only conquered us by accident. THEY LITERALLY DO THIS.

If all that happens… then, I think, we’ll be in a position to start thinking seriously about actually pulling away.

As far as environmentalism and social progression are concerned… Well, actually, Wales talks a pretty good game on those fronts. We enshrine stuff in law that other countries just dance around and pretend to care about. Problem is, we’re not given the power to really back it up. So, a better devolution package would let us see just how likely we are to stick to those commitments, I think. We’ll see.

Daß es so etwas gibt wie ein Recht, Rechte zu haben (und das heißt: in einem Beziehungssystem zu leben, wo man nach seinen Handlungen und Meinungen beurteilt wird), oder ein Recht, einer politisch organisierten Gemeinschaft zuzugehören – das wissen wir erst, seitdem Millionen von Menschen auftauchten, die solche Rechte verloren hatten und sie zufolge der neuen globalen politischen Situation nicht wiedergewinnen konnten. Dieses Übel hatte weder etwas mit Rückständigkeit noch mit bloßer Tyrannei zu tun; es erwies sich im Gegenteil nur deswegen bisher als unheilbar, weil es sozusagen keinen »unzivilisierten« Flecken Erde mehr gibt, weil wir, ob wir wollen oder nicht, bereits angefangen haben, in »Einer Welt« zu leben. Nur bei vollständiger Organisiertheit des Menschengeschlechtes konnte der Verlust der Heimat und des politischen Status identisch werden mit der Ausstoßung aus der Menschheit überhaupt.
—  Arendt, Hannah (2011): Es gibt nur ein einziges Menschenrecht. In: Menke, Christoph & Raimondi, Francesca (Hrsg.): Die Revolution der Menschenrechte. Grundlegende Texte zu einem neuen Begriff des Politischen. S. 401. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Flüchtlingskrise: CDU-Politiker wollen EU-Hilfen für Deutschland

Contra-Mag.:Da würde sich Juncker aber freuen, wenn er nach dem Brief vom österreichischen Finanzminister, der gestern 600 Mio. Euro forderte, auch noch Post aus Deutschland bekäme. Ein hübsches Sümmchen für Deutschland könnte da schon fällig werden. Verzehnfachen wir einfach die österreichische Forderung, kämen wir auf 6 Milliarden Euro. Das wäre ein respektabler Zuschuss, der natürlich dann jährlich … http://dlvr.it/KRyFWx

Machtwechsel

Es lebe das Hirn, schreien machtgeile Nerven. 
Sie werfen mir vor, Korruption zu beherrschen.
Ich herrsche zu sehr, bekehre mein Volk.
Sie wollen sich wehren, doch ohne Erfolg.

Synapsen krakseln auf Knien vor mir her.  
Mein Heer, mein Teer, aus grauem Beton.
Es schmiegt sich mir an, passt wie Maßkokon.
Mein Beton wird zu Seide, schnürt Eingeweide,
ehe ich mich vergucke, wird die Larve zur Puppe.

Nur kein Puppengesicht entpuppt sich daraus.
Das neue Antlitz ziert wunderlich Graus.
Groteske Masken, und das untertrieben,
ein neuer Diktator regiert das Regime. 

Gediegen klettert das Monster nach draußen,
besetzt und vernetzt die Synapsen von außen.
Es wettert und wettert, die Zellen, sie scheppern.
Sie fürchten sich vor dem neuen Ich. 

Es lebe der Wandel, bricht eine das Schweigen.
Gemeinsam verhandeln sie über mein Leiden.
Sie zeigen auf mich, verzeihen mir nichts.
Sie richten die Lichter und Waffen auf mich.
Gleich ist es vorbei, so denke ich. 

Doch ganz unerwartet schenken sie Liebe.
Und retten mich aus meinem bösen Getriebe.
So herrscht im Hirn kompletter Frieden.
Und vom Schmetterling ist nur das ling geblieben