AN ALLE FRAUEN*

Lasst es euch nicht nehmen euch so zu kleiden wie ihr es möchtet, egal wie kurz euer Rock ist, egal wie groß der Ausschnitt - tragt es was ihr wollt!

Lasst es euch nicht nehmen eure Haare ratzfatz kurz zu schneiden, einfach weil ihr Lust drauf habt!

Lasst es es euch nicht nehmen eure Haare überall wachsen zu lassen, egal was das “gängige Schönheitsbild” sagt!

Lasst es euch nicht nehmen Nacktfotos von euch zu schießen und sie zu verschicken, auch gegen Geld!

Lasst es euch nicht nehmen zu furzen, rülpsen und über Masturbation zu reden!

Lasst es euch nicht nehmen euch selbstbestimmt aufzuhalten WO IMMER IHR ES WOLLT, euch selbstbestimmt zu kleiden wie ihr es wollt, euch zu benehmen wie ihr es wollt und euch auszudrücken wie ihr es wollt!

Lasst es euch nicht nehmen zu brüllen und lauthals zu schreien!

NEHMT EUCH DIE STRAßE!
SCHLAGT ZURÜCK!
Für ein selbstbestimmtes, feministisches und antirassistisches Leben!

Hautnah

Bisher habe ich Köln als recht offene, freundliche und humorvolle Stadt wahr genommen. Das änderte sich innerhalb von einigen Tagen. Mit den sexistischen Übergriffen und der massiven sexualisierten Gewalt an Silvester fing alles an. Endlich kam das Thema Sexismus in die Medien, endlich wurde es thematisiert… Falsch gedacht! Die Übergriffe und somit auch die furchtbaren Erfahrungen der Frauen* wurden Schlag auf Schlag dafür benutzt rechte Hetze zu rechtfertigen.
Die Medien eskalierten und plötzlich waren Flüchtlinge die bösen.
Von der “Willkommenskultur” ist auf einmal nichts mehr übrig. Es gab mehrere Angriffe auf Geflüchtete, Menschen die nicht westeuropäisch aussahen und Refugeehäuser. Rechte trauen sich offensichtlich auf die Straße und plötzlich wird es absolut toleriert. Ein unglaubliches Gefühl der Ohnmacht bricht über mich hinein und ich fühle mich mehr als hilflos.
Unzählige Bürgerwehren und Frauenvereinigungen gegen “Rapefugees” bildeten sich, rassistische Polizeikontrollen werden kommentarlos durchgesetzt und einzelne Stadtteile haben mit schweren rassistischen Razzien zu kämpfen. Die afd, pro-Bewegung, pegida, Widerstand ostwest und und und kommen plötzlich aus ihren löchern gekrochen und finden offenen Zuspruch auf den Kölner Straßen.

Es ist an der Zeit das Thema Sexismus sinnvoll zu thematisieren und keine Gruppe von Menschen aufgrund ihrer Herkunft für das Problem verantwortlich zu machen. Ich brauche keine Bürgerwehr die mich “schützt”, während sie Hetzjagd auf women of Color macht. Ich brauche eine Gesellschaft in der nicht mal ich selber mich schützen muss.
Vergewaltigende arschlöcher sind vergewaltigende arschlöcher. Egal wo sie herkommen, egal wie sie aussehen.

Gegen Macker und Rassisten,
Fight the Power - fight the System!

Göttingen: Roma-Familien vor Abschiebung abgetaucht

Netzplanet: Donnerwetter, damit konnte nun wirklich keiner rechnen: da schickt die Behörde extra einen freundlichen Brief, indem man die anstehende Abschiebung in den Kosovo ankündigt und dann tauchen die einfach unter. 17 Jahre illegaler Aufenthalt ohne einen Asylantrag zu stellen, Aufenthaltserlaubnisse wurden wiederholt abgelehnt, die Kinder gingen selten in die Schule, die Väter wegen Körperverletzungen verurteilt, … http://dlvr.it/KT3J4m

Jetzt. Sofort. Unverzüglich.

In der aktuellen Zeit-Kolumne von Jens Jacobsen geht es um die Erwartungshaltung der Bevölkerung gegenüber unserer Politik. Geht man mal einen Schritt weg von all den aktuellen Debatten und immerfort auftauchenden Problemen, erkennt man die Surealität der Forderung der Medien, getrieben vom “Volk” in den Sozialen Netzwerken und den Kommentarspalten.

Unser aller Leben erfuhr in den letzten 10 bis 20 Jahren eine dermaßen großen Beschleunigung in fast allen Bereichen, dass wir erwarten, dass auch die nicht mitwachsenden Lebensbereiche sich anpassen. So zum Beispiel die Politik.

Frauen werden auf der Kölner Dom Platte belästigt?
Mehr Polizei! Jetzt! Sofort! Unverzüglich! 

Immer mehr Flüchtlinge kommen?
Löst das Problem. Jetzt! Sofort! Unverzüglich!

Zwei Züge fahren ineinander?
Warum weiß man 10 Minuten später noch nicht wer Schuld hat?

Der Generalbundesanwalt hat Ermittlungen gegen Netzpolitik.org eingeleitet.
Absägen! Jetzt! Sofort! Unverzüglich!

Doch zum Glück ist das nicht so einfach. Wolfgang Thierse meinte einmal bei Günther Jauch sinngemäß: “Die Politik ist eine behäbige, langsame Maschine. Und das ist gut so.” Damit hat er recht. Aktionismus bringt nur kurzfristige Erfolge und hinterher erkennt man, dass  mit dem Hintern umgestoßen wurde, was man vorher lange aufgebaut hat. Das Flüchtlingsproblem ist eine Sache die uns noch Jahrzehnte beschäftigen wird. Es geht nicht um kurzfristige Lösungen. Es geht um langfristige Strategien zur Integration derer die nicht zurück können und zur Hilfe derer die Zurückwollen, die jeweiligen Länder zu befrieden. Man kann Frau Merkel nicht Planlosigkeit vorwerfen. Was man ihr aber Vorwerfen kann, ist, dass sie und alle anderen westlichen Politiker die Augen und Ohren verschlossen haben vor den Fakten, die in den Flüchtlingscamps im Libanon, Jordanien und der Türkei in den Letzten fünf bis zehn Jahren geschaffen wurden. Alle beteiligten Hilfsorganisationen bettelten ewig vor den Parlamenten der Länder und der EU um finanzielle Hilfe, aber keine hörte hin. Sie wollten wenige Milliarden, um den Millionen Flüchtlingen langfristig eine warme Mahlzeit am Tag bieten zu können. Hätten sie das Geld bekommen, wäre nur ein Bruchteil der Flüchtlinge aus dem nahen und mittleren Osten auf dem Weg hier her oder schon hier. Und das wir in 20 Jahren es nicht auf die Reihe bekommen haben, ein Einwanderungsgesetz zu schaffen, ist ohnehin eine Farce.

Auch bei den Netzpolitk-Ermittlungen war dieser Aktionismus im Endeffekt in meinen Augen eine Schädigung der Demokratie. Ganz Emotionslos gesehen, hat jemand etwas angezeigt, da in seinen Augen etwas unrechtes passiert sei. Daraufhin wurden Ermittlungen eingeleitet. Das ist das gute Recht des Klägers in diesem Rechtsstaat und vielleicht wäre es sogar besser gewesen die Ermittlungen durchzuführen, die Sicherheit der Quellen wiederholt zu bestätigen und so eventuell den Idioten vom Bundesamt für Verfassungsschutz über die Klinge springen zu lassen. Aber das werden wir nicht mehr herausfinden können.

Das “Volk” bzw. die Menschen in den Netzwerken und Kommentarspalten, die die am lautesten schreien, haben meist eine sehr eingeschränkte Sicht auf die Dinge und sehen deshalb selten das Gesamtbild. Das ist ok und normal. Gesamtbilder entwickeln sich mit der Zeit und innerhalb von Debatten mit verschiedenen Position, geführt mit Menschen, die sich auch in die jeweilige gegenteilige Position hineinversetzen können. 
Wichtig ist, dass die Medien aufhören sich vom Volk und Klicks treiben zu lassen. Liveticker und ähnlich Absurditäten gehören abgeschafft und wir müssen den Weg zurück zu gesetzteren Debatten finden.

Just my 2 Cents. 

Ohnmacht in der Wohlfühlzone

Ich sitze hier und bekomme die Nachricht dass wieder ein Haus geräumt wird, die Polizei sei aggressiv und alles geht kaputt. Die Welle der Ohnmacht bricht über mich hinein und ich merke wie ich wütend werde. Ich sitze hier, warm und gesättigt, in meinem Bett, eingehüllt in eine Decke, neben mir steht Essen und ich fühle mich wohl. Ich fühle mich wohl. Ich bin in meiner Wohlfühlzone und sehe nicht wie ich sie verlassen könnte. Mein Hals schnürt sich zu. Ich muss in die Offensive gehen und weiß nicht wie. Ich tippe Wörter auf diesem Pc, diese Wörter werden wieder einmal zu einem Text, der sich immer um sich selbst dreht. Wohlfühlzone, Wohlfühlzone, Privilegien, Wohlfühlzone, ich, ich, ich. So viele Dinge schwirren in meinem Kopf herum, so viele Dinge die gemacht werden müssen, so viele Dinge die einfach nicht stimmen, die weh tun.
Ungerechtigkeit irgendwo, ist immer noch Ungerechtigkeit überall.
Meine Wohlfühlzone ist ein Luxus und dem bin ich mir sehr bewusst, aber ich finde in all diesem Haufen von Scheiße einfach kein Anfang, an den ich anknüpfen könnte um etwas zu beginnen. Ich sehe diese Dinge und sie schlagen mir ins Gesicht. Ich sehe all diese Polizeigewalt, die Wut der Menschen. Ich sehe die rassistischen Übergriffe, den Sexismus, den Faschismus. Ich sehe die Not der Menschen, all das macht mich handlungsunfähig. Vielleicht ist genau das der Plan, so viel Leid zu schaffen, dass alle Menschen nicht mehr in der Lage sind zu handeln, weil sie völlig reizüberflutet sind und weder Anfang noch Ende finden.
Ich für meinen Teil kann nicht mehr, mein Kopf ist ausgebrannt, meine Gedanken sind gefüllt von dem Gefühl sich nicht ausdrücken zu können, keine Wörter zu finden, keine Ideen zu haben, nicht verstanden zu werden.
Mein Kopf ist gefüllt mit Luxus. Ich will, aber ich kann und muss theoretisch nicht. Ich könnte morgen aufhören. Ich könnte all mein Hipster Antifa Merch in den Müll schmeißen, ich könnte eine Zahnarzthelferin Ausbildung anfangen, ich könnte nie wieder ein Fuß in einen linken Raum betreten. Ich könnte schweigen, ich könnte, und es würde mir nicht weh tun. Ich merke wie ich einfach aus meiner mir selbst ausgesuchten Haut rausschlüpfen kann und merke wie verlogen all das ist. Ich kann mein politisches Gehabe abends in den Kleiderschrank hängen. Niemand würde sich dafür interessieren.
Ich spüre wie andere Menschen das nicht können.
Ich spüre dass nicht alle so einen Luxus haben wie ich.
Und es ist noch schmerzhafter zu spüren, wie wenig Menschen die so sind wie ich das genauso sehen.
Es tut weh sich ohnmächtig zu fühlen.
Es tut weh sich so ohnmächtig zu fühlen obwohl mensch es gar nicht müsste.
Und trotzdem,
Ungerechtigkeit irgendwo ist trotzdem Ungerechtigkeit überall.
Was bin ich bereit zu geben?
Was bin ich bereit aufzugeben?
Was bin ich bereit zu tun?
Kämpfe ich für die Freiheit JEDES MENSCHENS oder für die Freiheit von mir selber?
Was ist meine Intention?
Was bin ich bereit zu riskieren?
Was ist wenn ich meine Wohlfühlzone verliere?
Bin ich überhaupt bereit mir diese Fragen zu stellen?
Wer bin ich, was will ich, was bin ich bereit zu verlieren um dieser Ohnmacht zu entfliehen.

Machtwechsel

Es lebe das Hirn, schreien machtgeile Nerven. 
Sie werfen mir vor, Korruption zu beherrschen.
Ich herrsche zu sehr, bekehre mein Volk.
Sie wollen sich wehren, doch ohne Erfolg.

Synapsen krakseln auf Knien vor mir her.  
Mein Heer, mein Teer, aus grauem Beton.
Es schmiegt sich mir an, passt wie Maßkokon.
Mein Beton wird zu Seide, schnürt Eingeweide,
ehe ich mich vergucke, wird die Larve zur Puppe.

Nur kein Puppengesicht entpuppt sich daraus.
Das neue Antlitz ziert wunderlich Graus.
Groteske Masken, und das untertrieben,
ein neuer Diktator regiert das Regime. 

Gediegen klettert das Monster nach draußen,
besetzt und vernetzt die Synapsen von außen.
Es wettert und wettert, die Zellen, sie scheppern.
Sie fürchten sich vor dem neuen Ich. 

Es lebe der Wandel, bricht eine das Schweigen.
Gemeinsam verhandeln sie über mein Leiden.
Sie zeigen auf mich, verzeihen mir nichts.
Sie richten die Lichter und Waffen auf mich.
Gleich ist es vorbei, so denke ich. 

Doch ganz unerwartet schenken sie Liebe.
Und retten mich aus meinem bösen Getriebe.
So herrscht im Hirn kompletter Frieden.
Und vom Schmetterling ist nur das ling geblieben

Hat Erdogan die EU mit Flüchtlingen erpresst? Verhandlungsprotokoll zum 3 Milliarden-Deal geleakt

Netzplanet: Das griechische Nachrichtenmagazin Euro2Day hat am Montag Dokumente veröffentlicht, die belegen, wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die EU in Zeiten der Flüchtlingskrise vor sich hertreibt. In den geleakten Gesprächsprotokollen spricht Erdogan unverhohlen von 10.000 bis 15.000 toten Flüchtlingen, wenn die EU auf Erdogans Milliardenforderungen nicht eingeht. Auch sonst ist das Gespräch geprägt von … http://dlvr.it/KT3Dl9

Daß es so etwas gibt wie ein Recht, Rechte zu haben (und das heißt: in einem Beziehungssystem zu leben, wo man nach seinen Handlungen und Meinungen beurteilt wird), oder ein Recht, einer politisch organisierten Gemeinschaft zuzugehören – das wissen wir erst, seitdem Millionen von Menschen auftauchten, die solche Rechte verloren hatten und sie zufolge der neuen globalen politischen Situation nicht wiedergewinnen konnten. Dieses Übel hatte weder etwas mit Rückständigkeit noch mit bloßer Tyrannei zu tun; es erwies sich im Gegenteil nur deswegen bisher als unheilbar, weil es sozusagen keinen »unzivilisierten« Flecken Erde mehr gibt, weil wir, ob wir wollen oder nicht, bereits angefangen haben, in »Einer Welt« zu leben. Nur bei vollständiger Organisiertheit des Menschengeschlechtes konnte der Verlust der Heimat und des politischen Status identisch werden mit der Ausstoßung aus der Menschheit überhaupt.
—  Arendt, Hannah (2011): Es gibt nur ein einziges Menschenrecht. In: Menke, Christoph & Raimondi, Francesca (Hrsg.): Die Revolution der Menschenrechte. Grundlegende Texte zu einem neuen Begriff des Politischen. S. 401. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
youtube

ALL COPS ARE BRAINWASHED! ACAB!

Dieses Video tauchte im Februar 2015 auf, worin zu sehen ist, wie ein Polizeibeamter einem festgenommenen 16-Jährigen Schüler am Rande einer „CEGIDA“-Demo (Chemnitzer Ableger von Pegida) in den Magen boxt.

Während das Amtsgericht den Bereitschaftspolizisten im letzten Jahr - aufgrund eines weiteren Vorfalls - zu insgesamt rund 13.000 Euro Geldstrafe verurteilte, wurde heute der Polizeimeister im Berufungsprozess vom Landgericht freigesprochen.

Der Vorsitzende Richter Kirst wertete den Schlag als verhältnismäßig und argumentierte wie folgt:
“Die Beamten verfolgten die Straftat der Vermummung, der Festgenommene leistete Widerstand. Die Mittel der Schocktechnik waren angemessen.“

Noch Fragen?

Hier das Video - der Schlag ab 0.27 Minuten zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=ZCSMgiEyYDY

Politikberater bescheinigt Seehofer „Verwirrung des Geistes“

Contra-Mag.:Ein gefundenes Fressen für alle möglichen und unmöglichen Kommentatoren, Berater und Politiker, war die letzte Aussage von Horst Seehofer. Wie weit ist Deutschland wirklich von einem Unrechtsstaat entfernt? Von Redaktion/dts Von einer “totalen Verwirrung des Geistes” zeugt nach Ansicht des Journalisten und Politikberaters Michael Spreng die Äußerung von CSU-Chef Horst Seehofer, es gebe in Deutschland … http://dlvr.it/KT2NFn