pitschi

Restgedanken zu Resturlaub - eine Filmkritik

Lange hat Bamberg auf den gestrigen Tag gewartet. Um 20 Uhr war es so weit, der Film zu Tommy Jauds Kultbuch “Resturlaub” feierte inklusive Staraufgebot der Hauptdarsteller Premiere. Der Autor selbst hat es nicht verpasst mit seinem Mahr´s Bräu-Shirt-Strip den richtigen Auftakt zu setzen. Alle waren sie gekommen die It-Menschen Bamberg, der Bierbaron Michel, der Bäckerprinz Loskarn, der Bücherkonig Reichert, die rasende Reporterin Nüsslein, der Franken-Spielberg Peter, Szeneboy Capito, Anchorman Ehlers und viele mehr. 

Unter tosendem Applaus des Kinosaals 1 kam der erste Superstar im Film. Bamberg, in Form einer Einstellung des Alten Rathauses. Wenig später ging es weiter im lokalpatriotischen Freudentaumel, Mahr´s Bräu Brandings allerorts beim Junggesellenabschied, der nicht in Nemberch stattfinden konnte, weil das dem geneigten Franken für “unter die Woche ja viel zu weit wech” ist. Als dann noch Bambergs Olli Kahn Double (Karl-Heinz G.) in der Seppelpeters Pförtz´-Besprechungs ins Bild kam und die Gummi-Puppe im Live Club besoffen vom Stuhl fiel, war eines klar. Der Film kann nur gut werden.

Herrlich wie Maximilian Brückner den Pitschi mimte, Arne seni Fränkisch zelebrierte und die Ente das tat, was eine Ente eben so tut: Quaken. Und das alles in einem Rahmen, aus dem viele Filme fallen. Witzig genug, um lauthals zu lachen, aber dennoch an der Kitschgrenze vorbei schrammend. Einzig Dave Davis als Rudi Völler- und Fußball verrückter Pfarrer ging mir ein wenig zu weit oder wie es Parkwächter Checko ausdrücken würde, “des kost in Bamberg fei net moch´n”.

Weit wech, und schon wären wir bei 3 Grad in Buenos Aires. Gespannt haben wir auf sie gewartet, auf die beiden Frauen mit den anderen Postleitzahlen. Luna und Adelheit. Keine von beiden hat enttäuscht. Traum und Alptraum lagen selten so nah beieinander und Pitschi Greulich mittendrin, oder eher drunter. Nicht wenige Männer würden ganze Tabasco-Flaschen rektal aufnehmen, um nur einmal kurz von Fräunlein Winiger entblößt an eine Glasscheibe gepresst zu werden. Hier der verrückte Maitre de Tierfrisur, dort der Createur de Zur Hirsch, alle filmcharakterlichen Slalomstangen umspielt der Hauptdarstellen mit Leichtigkeit und symphatischer Naivität eines echten Bamberger Bu´s in der Ferne. In der Ferne von Buenos Aires. Herrlich dieser Orte der Tango-Kathedrale oder die Amosphöre der Sprachschule. Ich fühlte mich zeitweise gedanklich in meine Entdeckerzeit in Budapest zurück versetzt und dachte so bei mir, a bisl Tango bin i fei aa.

Das Tagträumen hat ein Ende, ich war in Bamberg, im roten Kinosessel 21 in Reihe H mit leerer Popcorn Tüte und Pitschi dank ordentlich Lufthansa-Werbung auch wieder hier, nur fünf Radminuten entfernt. Zurück von seinem Abendteuer am beschaulichen Pfahlplätzchen. Hier erwartet der geneigte Resturlaub-Leser das baldige Filmende, doch der Regisseur macht noch ein paar dramaturgische und durchaus mitreißende Extrarunden durch die Bamberger Altstadtstraßen und oberfränkischen Kornfelder.

Ein sehenswertes Filmwerk mit dem Top-Star Bamberg und mächtig Lokalkolorit. Mit einem Mahr´s Bräu Resturlaub-Sondereditionsbier stoße ich jetzt auf Jaud, den jungen Seppelpeter, Pitchi, Rudi Völler, Adelheids Pille, Taxi, die Ente und noch viel mehr an und wünsche Euch eine ebenso herrliches Kinovergnügen.

my new kitten, Pitschi~~ 

d'aww she’s so cute tho u guys

and she’s the runt of her litter.

and it’s really sad because the way they got into the shelter was they found these people throwing her mother against a wall in the projects. she’s apparently alright now though.