partisanen

Sage nie du gehst den letzten Weg…
Plakat A 1 - ab März bei uns im Laden und im Webshop.
70 Jahre Befreiung vom Faschismus, Anlass für uns eine 4 Teilige Poster-Serie zu drucken, die bis zum 8. Mai komplett sein soll. hier kommt schon mal die Ansicht vom ersten Motiv.
Vielleicht überlegen sich ja die jenigen unter Euch, die gerne mit Flaggen der Alliierten durch die Gegend laufen und Kriegsparolen rufen, ob Antifaschist_innen sich nicht besser auf Momente und Personen der Geschichte beziehen wollen, die auf sich allein gestellt Widerstand gegen Nationalsozialismus und Barbarei geleistet haben.
Dazu gibt es einen Haufen spannender Literatur, die wir euch an dieser Stelle wärmstens ans Herz legen wollen:
- Ingrid Strobel : Mir zeynen do- Rachel Margolis - Als Partisanin in Wilna- Lisa Fittko - mein weg über die pyrenäen
um nur drei gute Bücher zu nennen. der Buchladen eures Vertrauens hat gewiss guten Rat, wenn ihr mehr wollt…


ANTIFASCIST PARTISAN II

nachdem wir ein Poster mit einem unbekannten Partisan aus der Sovieunion gedruckt haben, kommt hier, wie versprochen der zweite Teil der Plakat-Reihe. Es erinnert an die jüdischen Partisan_innen in Vilna. Das Bild haben wir einer Orginal-Fotografie von 1944 nachempfunden. Dr. Sara Ginaite ist Autorin des Buches “Resistance and Survival” und hat als 18-jährige Überlebende des Ghettos Kovno mit russischen Partisan_innen in einer jüdischen Partisanen-Einheit bewaffnet gegen die Faschisten gekämpft.

Das Plakat ist auf Karton im A1Format gedruckt ab nächste Woche bei uns im Laden erhältlich!

Sara Ginaite was born in Kovno (now Kaunas), Lithuania, in 1924.
During the first large Aktion of October 1941, the Gestapo selected 9200 Kovno Jews, including over 4000 children, to murder in the nearby Ninth Fort. Sara, then a teenager, survived and joined the Anti-Fascist Fighting Organization (AFO) in 1942. She met and married the charismatic leader of its youth group, Misha Rubinson. Sara and Misha were among the first group of young fighters smuggled out of the Kovno Ghetto to join the Russian partisans in the Rudninkai Forest 50 kilometres away. One of Sara’s assignments was to return to the ghetto to bring out more young people. About 300 were eventually able to join the partisans.
In July 1944, Sara and Misha participated in the liberation of Vilnius and Kovno but were too late to save 90 percent of the Jews, including most of the members of their families, who had been murdered. Only Sara, Misha, Sara’s older sister, Alice, Alice’s husband, and a young niece left hidden with Lithuanians survived the Holocaust.
In spite of still rampant antisemitism, Sara completed her doctoral studies in Political Economics and obtained an appointment as a professor at Vilnius University. There she published studies in her field and on the Holocaust in Lithuania. Her book Resistance and Survival: The Jewish Community in Kaunas, 1941–1944, which was enlarged, translated into English, and published in Toronto, won the Canadian Jewish Book Award for Holocaust History in 2006.
After her husband’s death, Sara joined her two daughters in Canada in 1983. For the next 15 years, she was an Adjunct Professor at York University and lectured widely in Canada, Israel, Europe, and the United States about her World War II experiences.

Ein Buch über Sarahs Leben:
Sara Ginaitė-Rubinsonienė (Ginaite-Rubinson): Resistance and Survival: The Jewish Community in Kaunas, Lituania, 1941–1944. Mosaic Press, Oakville (Ontario) 2005

3,500 Deutsche Soldaten wurden in Jugoslawien lebendig Eingemauert

3,500 Deutsche Soldaten der Wehrmacht ergaben sich im Mai 1945 auf der Insel Rab, Jugoslawien und wurden dann lebendig Eingemauert.

von Sascha Kabbeck

Wer sühnt die unseren deutschen Opfer?

Lebendig Eingemauert

3,500 Deutsche Soldaten der Wehrmacht ergaben sich im Mai 1945 auf der Insel Rab, Jugoslawien und sollten demnach als Kriegsgefangene behandelt werden. Einer von Titos Partisanen gab 1986 in Kanada das Folgende zu:

“Die Deutschen Soldaten wurden auf alle möglichen Weisen gequält und gefoltert. Danach wurden sie in…

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Die ersten Plakate zur Errinnerung an die Männer und Frauen die sich den Widerstandsbewegungen gegen den deutschen Faschismus angeschlossen haben, und ihren Beitrag zur Befreiung Europas geleistet haben, sind fertig. Letzten Mittwoch gab es die ersten davon im SO36 zu kaufen, als Giacomo Notar, Partisan aus Nord-Italien bei einer sehr eindrucksvollen Veranstaltung aus seinem Leben erzählt hat. Nächsten Mittwoch ist Radoslav »Braco« Đerić im Kreuzberger Cafe Jockel zu Gast. Radoslav »Braco« Đerić schloss sich 1943 im Alter von 16 Jahren und gegen den Willen seiner Eltern den jugoslawischen Partisan_innen an. Als Mitglied der 5. Bosnischen Brigade war er bei den Kämpfen gegen die
Einheiten der deutschen Wehrmacht, kroatischen Ustaša und serbischen Četniks im Kozara-Gebierge beteiligt.
Die Befreiung vom Faschismus ging in Jugoslawien mit einer sozialen Revolution einher: Räte übernahmen die Macht, das Eigentum wurde gerechter verteilt und Frauen erhielten die gleichen Rechte.
Im Oktober 1944 war Braco an der Befreiung Belgrads beteiligt – ein Ereignis hoher symbolischer Bedeutung für die Partisan_innenbewegung. Mitte Mai 1945 wurde Jugoslawien endgültig von den faschistischen Besatzern und Kollaborateuren befreit.
Braco ist Mitglied des »Savez antifašista Srbije« (Bund der Antifaschisten Serbiens).

Am 1. April wird er um 19.00 Uhr im Jockel über seine Erfahrungen im antifaschistischen Kampf berichten.

Die Veranstaltung findet auf Serbokroatisch statt und wird ins Deutsche übersetzt. Der Eintritt ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.