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Miesepeter-Tage, Schulstart und Wie starte ich gut in den Tag?

Ich glaube, dass kennt jeder: Diese Tage an denen man jeden anschnauzt, nichts wirklich Spaß macht und man sich nur in sein Bett kuscheln und die Decke über den Kopf ziehen will. Das ist normal, das ist nicht schlimm, das hält man aus.

Nicht wenn diese Tage zu Wochen und die Wochen zu Monaten werden. Dann wird es ein wenig einsam, weil man mit niemandem reden will und es wird langweilig. Man verrennt sich dann in traurige Gedanken und in Routinen, die es verhindern, wieder gute Laune zu bekommen. Da muss man was gegen tun.

Und manchmal ist Schule der Grund für diese Tage. Schule übt viel Druck aus, nimmt viel Zeit in Anspruch und ist (ob wir das gut finden oder nicht) großer Bestandteil in unserer Jugend und Kindheit. 

Deshalb hab ich mir gedacht, dass ich ein paar Dinge aufschreibe und näher erkläre wie man aus dieser “Miesepeter-Tage”-Spirale heraus kommt, wie man sich den Start in die Schule nach den Ferien (oder dem Wochenende) erleichtert und wie man in jeden Tag gut startet.

Legen wir los. 

Punkt Nummer 1: Hab den Willen den Tag gut zu machen. Versprich dir selbst, dass du alles tust, damit der Tag gut wird. Warum? Weil es sonst nicht funktioniert. Jemand der nicht fröhlich sein will, wird nicht fröhlich. Man muss die Anti-Haltung ablegen und sich für alles öffnen, was an diesem Tag passieren kann.

Punkt Nummer 2: Musik, die gute Laune macht. Warum? Weil Gute-Laune-Musik dir hilft den Tag mit mehr Elan anzugehen. Musik wirkt motivierend und macht außerdem wach. Welche Musik gute Laune macht muss jeder selbst entscheiden. Ich persönlich finde die “Stimmungsmacher”-Playlist auf Spotify sehr gut dafür. Oder man stellt sich eine eigene Playlist zusammen mit den Liedern zu denen man am liebsten tanzt. Das tolle an Musik ist, dass du sie immer bei dir haben kannst (Handy + Kopfhörer, etc.) und du so deinen Gute-Laune-Kick auch in Bus u. Bahn kriegst. 

Punkt Nummer 3: Füll deine Morgen-Routine mit positiven Dingen. Warum? Weil du dich so daran erinnerst, dass du vor hast, diesen Tag zu einem der Guten zu machen. Wie? Zum Beispiel indem du deine Lieblingsklamotten anziehst, oder generell nur das trägst in dem DU findest, dass du gut aussiehst. (mehr kommt weiter unten)

Punkt Nummer 4: Räum dein Zimmer/Wohnung auf und/oder räum es um. Warum? Zuallererst: es gibt dir etwas zu tun. Und du kannst stolz auf dich sein, dass du es gemacht hast (weil Aufräumen durchaus anstrengend sein kann). Außerdem bringt ein ordentliches Zimmer generell ein geordnetes Gefühl in dein Leben. Mach den Staub von Regalen und dem Nachttisch, ordne die Bücher neu, miste die Schubladen aus und schmeiße weg (oder verschenke!) alles was du nicht mehr brauchst. Häng Bilder auf (Freunde, Familie, Dinge die du schön findest,…), einen Kalender und vielleicht eine Pinnwand? 

Punkt Nummer 5: Mach Sport. Warum? Weil das die berühmten Glückshormone freisetzt und den Körper fit hält (fühlt sich dein Körper gut an, fühlst du dich direkt wohler). Dafür ist es ziemlich egal, was man eigentlich macht. Eine kleine Runde Joggen gehen, ein bisschen Zumba, eine halbe Stunde Yoga, Krafttraining,… völlig egal! Dafür musst du dich nicht im Studio anmelden, manches kann man auch zu hause machen. Und es geht ja auch nicht um Leistung, sondern um Bewegung. Und um ein bisschen Spaß an der Sache! :)

Punkt Nummer 6: Viel frische Luft! Warum? Weil dein Körper Sauerstoff braucht. Man ist weniger müde, weniger schlapp und hat weniger Kopfschmerzen. Einfach einmal am Tag für 15 Minuten an die frische Luft gehen. Einen Spaziergang machen (zur Not mit Regenschirm und Gummistiefeln!), auf den Balkon gehen oder in den Garten setzen. Im Winter kann man evtl. Rodeln gehen (zählt als Sport ;) ), einen Schneemann bauen oder eine Schneeballschlacht machen.

Punkt Nummer 7: Verwöhne dich! Warum? Weil du es verdienst. Belohn dich nach einem anstrengendem Tag mit einem gemütlichen Bad, einer ausgiebigen Dusche und mindestens einem Stück Schokolade. Dazu gehört aber auch sich etwas schönes zu kaufen: Blumen fürs Zimmer, einen Fotorahmen, ein neues Oberteil, eine schöne Kette, ein hübsches Kissen oder etwas leckeres zum Essen. Ihr wisst sicher selbst am besten, womit ihr euch verwöhnen könnt. 

Punkt Nummer 8: Vorfreude und Pläne machen. Warum? Weil es immer ein gutes Gefühl ist, wenn man sich auf kommende Tage freuen kann. Außerdem helfen fröhliche Gedanken an das was kommt, die Miesepeter-Tage zu überstehen. Du musst keine richtigen Zukunftspläne machen. Es ist vollkommen okay noch nicht zu wissen was man nach der Schule oder überhaupt mit seinem Leben macht. Aber man kann den Sommerurlaub planen, eine “bucket list” machen mit Dingen, die man in diesem Jahr machen möchte oder man setzt die Planung für einen Abend mit Freunden in Gang. 

Punkt Nummer 9: Leckere und gesunde Sachen essen. Warum? Weil auch Essen glücklich macht. Zum Beispiel Schokolade, Kekse und Kuchen. Natürlich darf man das essen und man sollte auch (siehe Punkt 7), aber diese Dinge sind in der Masse natürlich ungesund. So wie Fast Food. Durchaus lecker und für unterwegs praktisch, aber eigentlich auch nicht gesund. Dabei ist es nicht so schwer sich gesund zu ernähren. Mit Früchten kann man viele leckere Dinge machen (sie verlieren die Vitamine auch nicht, wenn sie tiefgekühlt sind), vor allem in Kombination mit Obst. Damit lässt sich morgens das Müsli aufpimpen und ersetzt so das Nutellatoast (mach es besonders und iss es nur am Wochenende!). Fürs warme Essen (mittags oder abends) gilt vor allem viel Gemüse: entweder in Form von Salat oder gekocht, gebraten, mit Käse überbacken, wie auch immer ihr es mögt. Mein Lieblingsgemüse sind Zucchini, Brokkoli u. Rosenkohl. Alles drei super lecker wenn man es mit ein bisschen Butter & Kräutersalz anbrät! :)

Punkt Nummer 10: viel Lächeln! Lächeln macht glücklich. Nicht nur andere, sondern auch dich selbst. Deshalb mein Tipp: So viel Lächeln wie möglich. Morgens in den Spiegel lächeln beim Haare föhnen, Gesicht waschen oder schminken. Lächel die Menschen an, die dich in der Bahn/dem Bus anschauen. Schenk deiner Familie ein Lächeln, bevor du das Haus verlässt. Wenn dich jemand nett anlächelt - dann lächle einfach zurück. Und ein ganz ulkiger Trick: Stell dich morgens (vor dem Frühstück, nach dem Duschen, wann auch immer) vor den Spiegel und lächel dich eine Minute an. Das schüttet Glückshormone aus und macht gute Laune. Du fängst automatisch an zu lachen (und wenn es nur passiert, weil du dir albern vorkommst, es wird passieren). 

Natürlich gibt es noch viel viel mehr Dinge, die man machen kann um die Miesepeter-Tage los zu werden. Das hier sind die ersten 10 Dinge, die mir eingefallen sind. 

Nun zum Schulstart. Einfach ist es, denke ich, für niemanden. Frühes Aufstehen, viele Leute um einen herum, Hausaufgaben, Referate, Klausuren u. Tests - all das macht den Schulalltag stressig. Hier ein paar Dinge, die helfen können:

1. Leg dir einen Planer zu und benutze ihn. Trage immer alles ein für den Tag an dem du es fertig haben musst. Schau jeden Nachmittag nach der Schule hinein und schau, was du schon fertig hast und was du noch tun musst.

2. Plane deine Woche. Wenn du dir jeden Montagabend schon überlegst an welchem Tag du was machst, kannst du genug Luft einplanen um dich zu entspannen.

3. Erledige nicht alles auf den letzten Drücker. Das löst nur Stress aus und ist weder für deinen Körper, noch für deine Psyche gesund. 

4. Halte dir einen Tag der Woche frei. Es ist hilfreich, wenn es pro Woche min. einen Tag gibt, der nur dir gehört. Das ist ein Tag an dem du keine Hausaufgaben machst (weil du sie an anderen Tagen machst) und an dem du nur das tust auf das du Lust hast. 

5. Mach an dem ersten Wochenende etwas schönes. Die erste Schulwoche nach den Ferien ist immer anstrengend, weil man in die Alltagsroutine zurück finden muss. Nimm dir am Wochenende etwas schönes vor, auf das du dich die ganze Woche lang freuen kannst. 

Da man als Schüler 5 Tage die Woche in der Schule verbringt, braucht man natürlich gerade dann einen guten Start in den Tag. Das hier ist meine Methode:

1. Nach dem Aufstehen ausgiebig strecken. Ich weiß gar nicht warum genau das hilft, aber es tut gut. Ich stelle mich immer in die Mitte meines Zimmers und strecke die Arme bis zur Decke, bis zu den Füßen. Ich rolle mit den Schultern und dehne meine Oberschenkel (diese Ferse-zum-Po-Sache bei der man auf einem Bein steht). 

2. Kaltes Wasser ins Gesicht. Bevor ich duschen gehe, gehe ich ca. zweimal mit kaltem Wasser durch mein Gesicht. Kaltes Wasser macht wach, aber ich hasse es kalt zu duschen (außer es sind morgens schon 20°) und deshalb ist das meine Variante. 

3. Ein kleines bisschen Bewegung. Bevor ich duschen gehe mache ich außerdem ca. 10 Kniebeugen (vielleicht eher als Squats bekannt). Bewegung macht wach, weshalb ich wenn ich Zeit habe morgens Joggen gehe. 

4. Duschen. Weil es unter der Woche recht schnell gehen muss ist “sich wach duschen” nur selten drin - leider. Aber wenn man sein Lieblingsshampoo und Duschgel benutzt hilft das auch!

5. Sich immer für das entscheiden in dem man sich wohl fühlt. Es macht überhaupt keinen Sinn sich eine halbe Stunde den Kopf zu zerbrechen was man anzieht. Einfach das in dem man selbst findet, das man gut aussieht. Und ruhig nach der Stimmung die Kleidung auswählen. Wenn dir eher nach bequem und lässig ist, dann zieh so etwas an. Man muss für die Schule nicht immer den Rock mit einem schnieken Oberteil kombinieren. Es gilt einfach: Was dir gefällt ist gut. 

6. Dasselbe wie in 5. gilt für das Make-Up und Haare. Mach das was dir am besten gefällt und was möglichst wenig Zeit einnimmt (Frühstück ist z.B. wichtiger). Ich persönlich finde das Mascara, evtl. ein dünner Lidstrich und ein bisschen Labello mit einem Hauch Farbe vollkommen ausreichen.

7. Energie zum Frühstück. Nutella ist lecker - das steht außer Frage - aber leider nicht soo super als Energie-Kick. Wenn du ohne dein Nutella nicht leben magst: Leg Bananenscheiben drauf, die geben Energie. Obst im Frühstück ist generell hilfreich, auch Nüsse (Mandeln, Cashew, Pistazien,…) und Joghurt. Proteine im Frühstück machen weniger schnell müde, als die Energie-Bomben (Banane,etc.). Also ist auch ein Frühstücksei hilfreich. Meine Lieblingsenergie-Bombe: Schwarzbrot mit Butter auf Honigbrot. Super lecker!

Außerdem hilft es, wenn die Schultasche schon am Abend vorher gepackt ist und man sich viel Zeit für die Morgen-Routine einplant. So kann man den Tag in Ruhe angehen und ohne gestresst zu sein. 

Ich hoffe, dass euch dieser Post ein helfen kann die trüben Tage in schöne Tage zu verwandeln, mit dem Stress der Schule ein bisschen besser um zu gehen und gut in den Tag zu starten! :)