naturfarben

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bloom alma papa Nestchen, naturfarben

bloom alma papa Nestchen, naturfarben - Endlich ist es verfügbar - das passende Nestchen zu dem Kinderbettchen alma papa von bloom. Schlicht, edel und mit feinen Stickereien verhindert es, dass Ihr Baby sich an den Seitenelementen des Babybettchens stößt und garantiert Ihrem Nachwuchs eine kuschelige, behagliche und gemütliche Schlafumgebung. Keine Sorgen - da das Bett alma papa keinen Himmel hat, besteht bei der Anbringung des Nestchens keine Gefahr von Luft- und Wärmestau, da eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet ist, ohne dass Ihr Baby im Zug liegt. Der Bezug ist zum Waschen abnehmbar. Material 100% kbA-Baumwolle …

Seit jeher ist die Keramikerin Christiane Prrochon der Faszination von Farben unterworfen. Neugier, Experimentierfreude und ein Verlangen nach feinsten Farbnuancen zog sie in die hügelige Landschaft der Toscana. Dort experimentiert sie in Ihrem Studio an der Entwicklung immer neuer Farbtöne, die sie aus lokalen Rohstoffen gewinnt. Es entstehen farbige, gebrochene Weißtöne oder vielfältige Schattierungen eines Blautons welche ihre Leuchtkraft und Harmonie auf Schalen und Tellern aus mordelliertem Steinzeug zur Geltung bringen.

Steinzeug, modelliert
Christiane Perrochon, Arrezzo- Italien
Schale … € 70,00
Teller … ab € 62,00

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Jakobschaf im Shop

Ich habe eine neue Faser im Shop und dieses Mal nicht nur in weiß, sondern auch noch in zwei wunderbaren Naturfarben. Jakobschafe haben den Vorteil, dass sie oft mehrfarbig sind und somit in der Regel direkt mehrere Farben mit sich bringen. Solltet ihr also mal über ein Vlies stolpern, lasst es euch nicht entgehen.

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Im Shop ist diese grobe und robuste Wolle jetzt (erst nur in geringer Menge) im…

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naturfarben-potsdam.de
NATURFARBEN POTSDAM – FACHHANDEL FÜR NATURFARBEN UND NATURBAUSTOFFE

Ob wir nun wollen oder nicht, verbringen wir doch einen beachtlichen Teil unserer Zeit in Schlafräumen. Unser zentraler Anspruch sollte sein: Verzicht auf jegliche Chemie. Dasselbe gilt natürlich auch für Kinderzimmer.

Schlafzimmer werden oft nicht im gleichen Maße beheizt, wie die anderen Räume. Es bildet sich Kondenswasser und Schimmelbildung ist oft die Folge. Deshalb sind alle Anstriche/Putze dampfdiffusionsoffen und bar jeglicher petrochemischer Bestandteile empfehlenswert und Tapeten, sowie absperrende Farben abzulehnen.

In diesem Fall eignen sich: Schimmelsanierputz, Sumpfkalkfarbe, Silikatfarben, die man beliebig mit kalkechten Pigmenten einfärben kann. Bei größeren Schäden hilft letztendlich nur die Trockenlegung durch Fachleute. Wir haben die besten Erfahrungen mit der Verbindung von Lehmputz und Wandheizung an den äußeren Innenwänden gemacht.

Alle Holzelemente in Schlafzimmern sollten mit natürlichen Ölen, Lasuren oder Wachsen behandelt sein. Auf Lacke mit zweifelhafter Zusammensetzung kann man getrost verzichten. Sie werden belohnt mit tiefem, erholsamem Schlaf und können sich von der einen oder anderen Allergie verabschieden. Außerdem passen Holz und Lack nicht zusammen, da der Lack den “Dehnübungen” des Holzes nicht standhalten kann. Sie wissen ja: Die hübschen Lackflocken an Holzfensterrahmen, die man mit bloßen Fingernägeln abknibbeln kann. Aber darüber schreiben wir später.

Wenn Sie glücklicher Eigentümer eines solide gebauten Hauses/Wohnung sind oder haben gar einen wunderschönen Lehmputz an den Wänden, können Sie sich aller Farben aus unserem Sortiment bedienen. Für eine genaue Diagnose kontaktieren sie uns über info@naturfarben-potsdam.de und falls Sie aus der Gegend sind, besuchen Sie uns.

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Chemiefreies Wohnzimmer

Hier geht es weiter mit unserer Reihe “Übersetzungen von “Chemie” nach “Naturfarben”. Heute ist das Wohnzimmer dran. Anhand der Beispiele möchten wir Ihnen zeigen, wie einfach es ist Dispersionsfarben als gestalterische Mittel aus den eigenen vier Wänden für immer zu verbannen. - See more at: http://www.naturfarben-potsdam.de/wohnzimmer-mit-naturfarben-gestalten/nggallery/thumbnails#sthash.kPhBtBoL.dpuf
Der Anthro-Kosmos dringt ins Kinderzimmer

“Geisteswissenschaftlich durchaus unbelesene Mütter fügen sich und ihren Säugling ahnungsvoll in diesen Kosmos ein, rüsten Kinderwagen und Kinderzimmer mit Vorhängen in einem gewissen, der Seelenformung freundlichen Purpur aus dem Steinerschen Naturfarbenspektrum aus und ziehen gummierten Windelhosen solche aus kaum waschbarer Schafwolle vor.

In kunstvoll primitiven Puppen, teuer geschreinerten Kinderrollern oder in den, Kristallines bloß vortäuschenden Lampenverkleidungen aus Acryl äußert sich das beiläufige Fortwirken geisteswissenschaftlicher Impulse. Anthroposophie nährt ein Geflecht ganz eigener Produktivität, was wiederum Arbeitsplätze nach ihrem Geschmack erzeugt.” (Der Spiegel)

Quelle: Peter Brügge in Der Spiegel, “Der Weltenplan vollzieht sich unerbittlich”, Ausgabe 17/1984

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#Weiber, #Wilde und der #Orlean

Textanriss: “Es gibt zahlreiche Pflanzen aus denen man Farbstoffe gewinnen kann mit welchen man dann wiederum auch Wandlasuren oder allgemein Farbanstriche herstellen kann. Manche sind auch heute noch sehr geläufig, andere hingegen schienen lange Zeit irgendwie vergessen. Eine dieser fast vergessenen Farbstoffpflanzen ist der Orleanstrauch (Bixa orellana), eine Nutzpflanze die im Amazonastiefland in Ecuador beheimatet ist, mittlerweile auch in Südostasien kultiviert wird und auch unter den Bezeichnungen Ipiak, Rukustrauch, Annattostrauch oder ähnlichem bekannt ist. 

Der deutsche Mediziner und Botaniker Georg Rudolph Böhmer schrieb 1794 zum…”

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Wer sich einmal in shabby chic Einrichtungselemente verguckt  hat, kommt davon nicht mehr los. Echte oder in Eigenregie  erzeugte Makel und pastellige, ungleichmäßig verteilte Farben kennzeichnen den shabby chic.

Am Beispiel der Bilder erklären wir Ihnen, wie Sie diese Effekte mit Naturfarben erreichen. Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren oder besuchen Sie uns. Wir beraten Sie gerne

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Interview mit Gerd Ziesemann, dem Begründer einer der größten Naturfarbenfarbriken in Deutschland

Sehlem – ein kleiner Ort  in Niedersachsen, 20 km von Hildesheim entfernt. Jenseits großer Industriegebiete befindet sich der Sitz eines der bedeutendsten Naturfarbenherstellers Deutschlands – der Kreidezeit Naturfarben GmbH. Ein ehemaliges Sägewerk wurde in Produktions- und Versandhallen umfunktioniert. Die Räume sind weitläufig und hell. Unter den hohen Decken kleben Schwalbennester. „Schwalbenscheiße ist kein Grund zur Reklamation“ – steht auf den versandfertigen Paketen. 30 Mitarbeiter stellen hier Produkte aus natürlichen Rohstoffen her; Putze, Wandfarben, Holzöle und Wachse und versenden sie an Händler in der ganzen Welt. Umsatz: Vier Millionen Euro im Jahr. Das Unternehmen wurde 1986 von Gerd Ziesemann gegründet, der heute noch Geschäftsführer ist.

„Ich habe mich in Ihren Werkhallen umgeschaut und dabei festgestellt, dass die Menschen hier einen verdächtig entspannten Eindruck machen. Die Stimmung ist gut bis heiter. Woran liegt das?“

G.Z.    Ich denke, am Produktionsinhalt. Es hat einen Sinn, was wir hier herstellen und zwar unter allen Gesichtspunkten: vom Produkt, vom sozialen Kontext und von der Bezahlung her. Entscheidend  ist, dass alle zufrieden sind und eine Sicherheit da ist. Wir haben keine Fluktuation und keine Zeitarbeit. Die Leute bekommen ihr Urlaubsgeld, ihr Weihnachtsgeld und jeden Monat einen Benzingutschein.

„Heißt das im Klartext: Die Menschen arbeiten hier, weil genau diese Produkte für sie Sinn machen?“

G.Z.     Ja, genau.

„Also ist diese Art der Betriebsführung nur auf Betriebe übertragbar, in denen die Mitarbeiter einen Sinn in ihrer Tätigkeit sehen?“

G.Z.  Es muss inhaltlich einen Sinn haben, nicht per Definition. Natürlich sagt eine Firma, die nur Mist herstellt auch, dass es Sinn macht.

„Was ist Ihr wichtigstes Kapital? Das Produkt an sich?“

G.Z.     Nicht nur, sondern auch die Mitarbeiter und dass man auf Fragen unorthodox reagieren kann.

So entstehen diverse Produkte bei uns. Ein Beispiel: Jemand – sei es eine öffentliche Stelle oder eine Privatperson – tritt an uns mit einem speziellen Problem oder einfach einer Frage heran. Wir nehmen den Ball auf und versuchen etwas daraus zu entwickeln. So war das im Fall der Lehmbauten in Addis Abeba, die 3 Meter unter der Erde gefunden worden sind und restauriert und konserviert werden mussten. Dafür haben wir das Lithium-Wasserglas entwickelt. Im Fall der Autobahnen im Osten Deutschlands, deren Asphalt sich teilweise gelöst konnten wir ihn mit unserem Leinöl verfestigen. Oder unsere Rostschutzfarbe, die letztendlich aus nichts anderem besteht als Leinöl und Eisenglimmer. Nach einer Reihe aufwändiger Tests, wurde sie vor ein paar Jahren im ARD-Ratgeber als bestes Produkt in Sachen Korrosionsschutz vorgestellt. Auf Drängen anderer Hersteller, die nicht kapieren wollten, dass ihre Produkte schlecht abgeschnitten hatten, wurden die Tests sogar verlängert. Mit dem Ergebnis, dass unsere Farbe sich erneut als die beste erwies. Ich könnte noch viele Beispiele nennen, aber letzten Endes geht es doch um das Zusammenspiel zwischen engagierten, neugierigen Mitarbeitern, der Sinnhaftigkeit des Produkts und Offenheit für Fragen und Herausforderungen. Dafür schaffe ich den Raum.

„Brauchen Ihre Mitarbeiter so etwas wie Motivation?

G.Z. Nein. Das sind alles engagierte Leute, die wissen was sie tun und wofür sie es tun. Wenn sie Mist bauen, ist der Arbeitsplatz weg. Das kapieren alle.

„Man findet also selbstständige, verantwortungsvolle und motivierte Menschen hier. Der Traum eines jeden Geschäftsführers. Allerdings sind manche Betriebe so aufgebaut, dass selbst dann, wenn ein paar Mitarbeiter nicht mitspielen, es den Betrieb nicht belastet. Man nimmt es in Kauf. Gibt es solche Nichtmitspieler hier auch?“

G.Z. Nein, solche Leute haben wir nicht. Das würde nicht funktionieren. Die Menschen fühlen sich sauwohl hier und das macht sich in der Arbeit bemerkbar. Sie fühlen sich einfach zuständig für das, was sie tun. Wenn im Versand jemand ausfällt, hilft jemand aus einer anderen Abteilung aus. So einfach ist das. Es gibt keine Erstarrung auf einem bestimmten Posten bei uns. Und das ist eigentlich normal.

„Immer mehr Menschen in Deutschland brauchen einen Zweitjob, um überhaupt über die Runden zu kommen. Das scheint in Ihrer Firma nicht der Fall zu sein. Was läuft bei den anderen schief?“

G.Z. Die Arbeitgeber zahlen zu schlecht. Das ist ganz simpel.

Es ist heute so ein Fetisch, Geld zu machen und Geld anzuhäufen. Man arbeitet nicht mehr, man will Geld machen. Ganz extrem fällt das bei den Banken auf oder bei Konzernen, die sich wie Heuschrecken verhalten. Die Löhne werden gekürzt, damit die Vorstände entsprechend mehr Gewinne machen. Das ist erstens krank und zweitens überhaupt nicht in meinem Sinn. Diese Firma ist als eine Art Epikureischer Garten gedacht; wir wollen einfach sinnvolle Produkte machen, mit pfiffigen, vernünftigen Leuten in einer guten Umgebung arbeiten und zufrieden stellende Resultate erreichen.

Nicht umsonst kommen wir an so interessante Objekte wir das Weimarer Schloss, die Villa Hügel in Essen, das Königsschloss in Warschau oder gar an die Wohnung des Scheichs der Arabischen Emirate. Das ist eine gesunde, organische Entwicklung.

„Ist Ihre Art der Betriebsführung auf große Konzerne übertragbar?“

G.Z. Zurzeit nicht, glaube ich.

„Aber es ist sicher eine gute Art mittelständische Betriebe zu führen?“

G.Z.     Ja, sicher. Es funktioniert zumindest sehr gut. Wir sind alle sehr zufrieden. Die Leute können sehr gut von ihrer Arbeit leben. Wenn jemand in Schwierigkeiten steckt, wird ihm unbürokratisch geholfen. Das ist hier Usus. Einer unserer Mitarbeiter, der aus dem Osten Deutschlands stammt, stand kurz vor der Insolvenz. Es ging um ca. dreißigtausend Euro. Von der Kundenkredit Bank in die Schulden getrieben. De facto landete der Mann nach diversen Umschuldungen bei einem Zinssatz von 19%. Er arbeitete nur für die Zinsrückzahlungen. Für ihn und seine Familie blieb nichts mehr übrig. Wir haben gesagt, er solle den ganzen Mist kündigen und haben ihm von der Firma aus einen Kredit gewährt zum üblichen Zinssatz von 4%, mit einem Rückzahlungsbetrag, den er verkraften kann. Das Resultat ist: Die Familie ist nicht mehr gefährdet und das Arbeiten macht wieder Sinn.

Wie ich weiß, beliefern Sie keine Baumärkte. Stattdessen setzen Sie auf kleinere Betriebe oder Handwerker als Kunden. Der übliche Großhandel fällt weg.

Der Verkauf an Kolosse wie z.B. OBI würde den Firmenumsatz jedoch erheblich steigern, dennoch weigern Sie sich. Warum?“

G.Z.     Es kommt nicht auf den Umsatz an. Es gelten die Kriterien, die ich vorhin genannt habe: Die Leute sollen sich wohl fühlen und das funktioniert nur dann, wenn kein administrativer Wasserkopf über der Firma schwebt. Die Baumärkte fragen auch immer wieder an, aber wir bleiben denen treu, die uns zu unserer jetzigen Größe verholfen haben und das sind nun mal die engagierten, von der Sache überzeugten Handwerker.

Außerdem mögen wir die Preispolitik der Baumärkte nicht besonders.

Der Umsatz wächst bei uns im gesunden Maße und so soll es sein.

Wenn sich der Umsatz innerhalb eines halben Jahres verdoppeln würde, wäre das einfach nur chaotisch. Wozu also die Dinge forcieren?

„Das ist eine sehr ungewöhnliche Einstellung in Zeiten, in denen es hauptsächlich um Umsatzsteigerungen geht und die Frage „Wie kommt man zu mehr Geld?“ im Vordergrund steht.“

G.Z.     Es ist im Prinzip ganz einfach Geld zu machen: Man braucht einen guten Fotokopierer. (lacht) Auf diese Weise kommt man zu mehr Geld. Der Vietnamkrieg wurde mit kopierten Geldscheinen gemacht. Früher gab es ein Gleichgewicht: Geld war an die Goldbestände gekoppelt.

Das Gold wurde aber verscherbelt. Das ist das Resultat, wenn man wie ein hypnotisiertes Karnickel nach Geld giert.

„Sie machen keine Werbung im üblichen Sinne. Man findet die Kreidezeit Naturfarben GmbH nicht in den Medien. Trotzdem steigt der Firmenumsatz um 20% jährlich. Wie geht das?“

G.Z. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda, auch wenn ich das Wort „Propaganda“ idiotisch finde. Das trifft aber die Sache. Wir machen etwas, was den Leuten gefällt und sie sagen es weiter. Das ist die beste Form von Tun. Werbung im üblichen Sinne bedeutet Verschönerung oder Verschleierung der Tatsachen. Wir haben aber nichts zu verschönern und schon gar nichts zu verschleiern. Auf unseren Produkten befinden sich Volldeklarationen der Inhaltsstoffe und das wissen die Leute zu schätzen. Natürlich haben wir auch eine Internetseite. Das ist aber auch alles. Wir suchen keine Kunden, wir werden gefunden.

„Ihre Produkte gibt es mittlerweile in vielen Ländern rund um den Globus.“

G.Z. Ja. Das ging über Jahre. Gut Ding braucht eben Weile.

Was mich aber besonders freut ist die Tatsache, dass ganze Handwerksbetriebe zu uns kommen und dann komplett umstellen. Manche freiwillig, manche auf Drängen der Kunden oder Architekten. Einige ihrer Kunden reagieren allergisch auf Dispersionsfarben oder sie haben einfach keine Lust mehr ihre Wände mit Chemie zuzukleistern. Auch legitim.

„Sinnvolle Produkte, pfiffige, verantwortungsvolle Mitarbeiter, unorthodoxes Denken, soziales Engagement. Was zeichnet Ihr Unternehmen noch aus?“

G.Z. Visionen. Viele Unternehmen haben keine Visionen. Auch die Politiker haben keine Visionen. Sie beschäftigen sich hauptberuflich mit der Nachlassverwaltung in der Politik.

Eine Vision muss die Zeit haben, sich zu entwickeln.

Früher war es meine Vision kleine, niedliche Robbenbabys zu retten, also etwas zu tun, was der Umwelt nicht schadet. Dazu muss man wissen, dass bei der Produktion eines Eimers baumarktüblicher Dispersionsfarbe – bei uns intern Depressionsfarbe genannt – 20 bis 30 Liter Dünnsäure anfallen. Damals kippte man diese Dünnsäure einfach in die Nordsee, mit dem Ergebnis, dass eben diese kleinen, niedlichen Robbenbabys – und nicht nur die – starben.

Gegen diese wahnwitzige Wirtschaft wollte ich etwas unternehmen.

Anfangs schwebte mir eine Art Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft vor.

Während eines Treffens der potentiellen Befürworter des Projekts stellte ich zwei Tische auf: Auf dem ersten Tisch legte ich Unterschriftslisten für die Gemeinschaft aus, auf dem zweiten Rezepturen für ganz simple Kaseinfarben. Ich wollte den Leuten zeigen, dass es auch ohne Dispersionsfarben geht.

Am Tisch Nr. 1 versammelten sich 3 Leute, am Tisch Nr. 2 waren es 300. Die Sache war klar: Die Kaseinfarbe zum Selbermachen war der Sieger.

Kurze Zeit später sah ich – im Rahmen meiner eigenen Kinderaufzucht – „Die Sendung mit der Maus“, in der es hieß, dass alle modernen Farben und Lacke aus Erdöl hergestellt werden müssen.

Das fand ich übertrieben und sinnlos. Ich schrieb an Armin Maiwald einen Brief, erzählte darin von meiner Idee mit der Kaseinfarbe und bat um ein Treffen. Er fand es gut und kam einige Zeit später mit einem fertigen Drehbuch und wir drehten zusammen drei Folgen für die „Sendung mit der Maus“.

Danach kam Körbeweise Post. Die Leute wollten die Farben haben. Der Rest ist Geschichte.

Heute wird die Aufzeichnung von damals in den Malermeisterschulen gezeigt.

So ist das mit echten Visionen. Man entwickelt sie und mit der Zeit fügt sich alles. Visionen haben eine Eigendynamik und begeistern.

„Die Kreidezeit Naturfarben GmbH beteiligt sich an Großprojekten, wie z. B. „Schulen in Afrika“ (eine Initiative des Hamburger Reeders Peter Krämer) oder am Regenwaldprojekt. Das machen andere Firmen oder Großkonzerne auch. Es ist ein Trend. Ist das eine Art Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens?“

G.Z. Schlechtes Gewissen habe ich nicht. Die Wahrheit ist: Geld kann man tatsächlich nicht essen und die pure Anhäufung von Geld ist nicht nur sinnlos sondern krankhaft.

In Afrika war es letztendlich eine Schule, die wir mitfinanziert haben. Dann kam UNICEF ins Spiel und wir haben es sein gelassen. Das war eine Art Ausgleich für das marokkanische Tadelakt, das hier in vornehmen, elitären Kreisen als Badezimmerausstattung beliebt ist.

„Und dieses Regenwaldprojekt.“

G . Z. Wir wurden darauf aufmerksam, als wir den Dokumentarfilm “We feed the world”  sahen.
Eine sehr eindrucksvolle Aussage darin war, dass 1 Hektar Regenwald nur 70 Euro kostet !!!   1 Hektar = 10.000 m² = ca. 1 Cent pro m². Hierzu entstand bei uns folgende Überlegung:
Ein 10 Liter Eimer Sumpfkalkfarbe, eine unserer bewährten Wandfarben, reicht für 45 m² Wandanstrich. Mit einer Spende von 45 Cent pro Eimer könnten also 45 m² Regenwald geschützt werden. Das heißt also kurz: 1 m² streichen = 1 m² Regenwald schützen.

Die Spende wird freiwillig in Form eines Preisaufschlages von 45 Cent pro 10 Liter Eimer entrichtet und in voller Höhe an den Verein abgeführt.

„Ich fasse zusammen: Sinnvolle Produkte, pfiffige, verantwortungsvolle Mitarbeiter, unorthodoxes Denken, soziales Engagement  und Visionen.

Was macht die Sache rund?“

G.Z. Ein ganz wichtiger Faktor ist die Zukunftsfähigkeit. Fast alles, was momentan im Baubereich hergestellt wird, ist nicht zukunftsfähig. In 40 Jahren kann man mangels Erdöl keine Acrylfarben mehr herstellen. Es ist unser Anliegen, dass das was wir jetzt herstellen in 50 Jahren auch noch hergestellt werden kann. Ohne Wenn und Aber.

Das macht das Bild komplett. Vielen Dank Herr Ziesemann

Interview geführt von Hanna Link, copyright by Hanna Link.

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Überschriften sind zwar auf polnisch aber man versteht worum es bei dieser Technik geht. Viva Tadelakt!

www.tadelakt-profi.de

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